Ford (Granada) P7, V6 2.3 Motor

  • Hey Leute,

    Ich habe mir einen Jeep CJ5 von 1963 zugelegt.

    In dem wurde ein Ford Motor V6 2.0 von einem Granada Baujahr ? Verbaut.

    Der Motor sieht sehr gut aus und läuft auch gut (bei der Besichtigung)

    Auf der Heimfahrt blieben wir dann stehen, Motor verlor immer mehr an Leistung und ging dann aus.

    Mechaniker welche den Motor einbauten kamen dann vorbei und suchten erst mal. Irgendwann konnte man dann wieder starten aber im Leerlauf ging er immer

    Wieder aus. Luftfilter abgenommen, was mir sofort auffiel war, das die Kaltstartklappen fehlten. Der Mechaniker meinte, auf dem Motor war mal eine LPG Anlage verbaut und da wurden die Klappen entfernt. Jetzt aber nur mit Benzin. Vergaser war auch sehr dreckig mit kleinen Verunreinigungen in der Kammer unter den fehlenden Klappen.

    Zu meiner Frage, welchen Einfluss hat das fehlen der Klappen auf den Motor?


    Ich danke euch schon mal, Gruss Ralf

  • Die Problematik der Kälte stellt sich in der Türkei nicht so sehr ;-)

    Sehe gerade du kommst aus der Nähe meiner alten Heimat, Kaiserstuhl Jechtingen.

  • Ja, hier ist es gerade ungewohnt dauerkalt.


    Bei Dauerwärme mögen die Klappen entbehrlich sein.

    Die Kaltstartautomatik greift allerdings auch in die Stellung der Drosselklappe ein.


    Mach am besten mal Fotos.

    Wenn das so verbastelt ist würde ich allerdings zu einem Vergasertausch raten.

  • Bei schlechtem Leerlauf und wenig Leistung wäre mein allererster Tipp, Ventilspiel einstellen.


    Meistens ist es nicht der Vergaser, aber falls doch, Vergaser für 2.0v6 sind erschwinglich zu haben, eine Revision sollte man ihnen aber vermutlich auch erstmal gönnen (zumindest allen die ich hier noch liegen habe).

  • Grad noch mal genauer geguckt, der Stirndeckel sieht nicht nach einem Granadamotor aus, eher p7 oder so.

    Also ein Bild vom Vergaser ohne Luftfilterkasten wäre auch hilfreich, p5/7 hatten noch DDIST-Vergaser, Granada EEIT

  • Sowie ich den Jeep wieder zuhause habe mache ich mal ein Bild vom Vergaser.

    Was ist ein p7??


    Vielen Dank aber schon mal für euere Inputs.


    Gruss Ralf

  • 17m/20m/26m das Vorgängermodell vom Granada, p5 noch davor. Diese Autos gab es auch schon mit dem 2.0v6, allerdings war der etwas anders, vor allem das Kühlsystem.

    Sollte man wissen ehe man eine Wasserpumpe bestellt oder Kopfdichtungen verbaut, die werden bei den Motoren mit den Öffnungen anders verbaut als bei den späteren V6.

  • Der Stirndeckel flüstert mir auch P5/P7 ins Ohr.

    Der DDIST Vergaser hat oben ein großes ovales Loch, die Starterklappen sitzen da tiefer drin.

    Beim EEIT ist oben zwar auch irgendwie oval, aber von der Form her, weniger geschmeidig. Es gibt einen Mittelsteg bis ganz oben und auf einer Seite ist das Oval abgeschnitten, weil da die Hebelage von den Starterklappen zur Kaltstartdose sitzt.

    Original ist dort eine weiße Plastekappe.


    Nur um sicherzugehen: Du meinst nicht die Klappe der Sommer-/Winterumschaltung im Rüssel des Luftfilterkasten? :michi:


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  • Davon hätte ich noch 6-10 da.

    Wenn du einen oder zwei zum probieren brauchst sag bescheid. Können günstig weg.

  • Ich vermute einen Solex Doppelvergaser 32/32, werde aber sobald der Jeep wieder bei uns ist Fotos machen.

  • Der Vergaser scheint auch nicht korrekt zusammengebaut zu sein. Der kleine dreieckige Membrandeckel vorne gehört eigentlich an die Startautomatik, da vorne gehört ein Deckel ohne Einstellschraube hin. Sollte jetzt nicht direkt mit dem Problem zusammenhängen, aber ist eventuell ein Zeichen dafür, dass der Vergaser schon irgendwie vermurkst sein könnte.

  • Hallo Bierchen,

    Deine Vermutung war wohl richtig. Kopf ist unten, wohl doch ein Problem mit den Ventilen.

  • Gleich enthauptet, ups.

    Ich hatte eher an Einstellen gedacht.


    Wie gesagt, achte darauf die richtigen Kopfdichtungen zu bestellen, bei dem alten Kühlsystem wie der Block anders durchströmt als bei dem neuen, somit ist es zwingend wichtig die richtigen Dichtungen zu verbauen, ob man die späteren auch einfach seitenvekehrt verwenden kann weiß ich nicht.

    motomobil ist bei Dichtungen oftmals leider nicht die erste Wahl, die haben zwar, aber die Qualität ist manchmal nicht so gut wie man es gerne hätte.


    Von wann dein Block ist (Gussdatum: Woche/Jahr) steht erhaben in der Nähe der Verteileröffnung (falls das bei den alten auch schon so war).

  • Wenn ich das Bild vom Kopf leicht optimiere und genauer betrachte, erscheint mir durch Gas- oder Bleifreibetrieb das Auslassventil mächtig tief weggetaucht zu sein, bei den anderen Zylindern etwas schwerer zu erkennen, aber imho auch vorhanden ... Da diese V6-Klötze aber nicht zu meinem Kernbereich gehören, mögen das andere beurteilen und ggf. Entwarnung geben. Da du offenbar weder Kompressionsprüfung, noch Druckverlustprüfung vorm Köpfen gemacht hast, ist die Diagnose jetzt zwar so nicht mehr machbar, aber ich würde (soweit das beim V6 nicht absolut normal ist ?) alle Auslass-Sitze und Führungen, sowie die Ventile selbst genau prüfen / ggf. ersetzen bzw. instandsetzen.


    Sind die Kerzen mit den zwei Masseelektroden gängig fürn V6?

  • Das sieht wirklich eingegraben aus.


    In jedem Fall sollte man die Bleifrei-Umrüstung machen, wenn die Köpfe eh runter sind, früher oder später ist es garantiert notwendig, und zwar eher früher.


    Diese Kerzen sind nicht gängig für V6.

    Motorcraft laufen gut, NGK Iridium auch.

  • Ventilsitzverschleiß kann man ja ganz gut von Oben machen, einfach mal ein Stahllineal drüberlegen, dann werden die Ein- und Auslässe ziemlich sicher deutlich sichtbar unterschiedlich hoch stehen, also die Auslasssitze dahingeschwunden sein.

    Da er kaum noch lief wäre ein Kompressionstest wohl auch sehr schlecht ausgefallen, zumindest vor dem Einstellen des korrekten Ventilspiels, danach eventuell deutlich besser.

  • Ehe ich die Kohle für bleifrei bei einem 2.0 ausgebe würde ich mich vermutlich eher nach einem 2.3er oder größer umgucken und das dann ggf bei dessen Köpfen machen lassen.