OHC Motorgeräusch

  • Nabend, bin gerade dabei den Transit wieder zum Leben zu erwecken. Er war seit 2007 abgemeldet mit ca. 43TKm gelaufen. Wieviel er zwischendurch bewegt wurde ist unbekannt, wahrscheinich eher nur ma in ner Halle gerückt.

    Nun macht der Motor Geräusche. So ungefähr wie wenn man mit nem Ringschlüssel gegen den Block klopft. Hab ein Video gemacht. Hören tut man es im Leerlauf, beim Gas geben geht es weg.

    Ich habe Kompression gemessen und die Ventile eingestellt. Ich vermutete auch die Wasserpumpe, wei die nicht fördert und hab den Riemen abgenommen.

    Mit dem Stetoskop geortet, hört man das Geräusch am stärksten so ca. leicht rechts unter der Zündkerze vom ersten Zylinder.

    Was meint ihr, eher was am Kopf oder im Rumpf?


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  • echt!? recht sicher? das wäre nämlich gut. beim transit kommt man ja prima von unten ran und nen rumpfmotor habe ich noch liegen um die kurbelwelle zu tauschen.

  • Es klingt so.Was mich stutzig macht ist der KM Stand.Und der OHC ist eigentlich kein bekannter Kandidat für Pleuellagerschäden...

    Wie lief der Motor denn bis 2007?

  • ich habe mal beschreibungen gegoogelt und die meinen mit der drehzahl müsste es stärker werden. bei mir geht es aber eher weg, vielleicht noch nicht so schlimm kaputt und mit lagertausch zu erledigen.

    keine ahnung, steht ja erst seit einer woche bei mir. vielelicht war das damals wirtschaftlicher totalschaden. wenn der so wenig gelaufen ist, muss das nem motor auch nicht gut tun. dann vielleicht viel kurzstrecke und kaltauf, keiner weiß es

  • Der Titel des Freds sagt doch alles.

    Egal, ich erklär´s noch mal:

    OHC = klingt scheiße


    Falls ich anderweitig auch noch helfen kann, melde dich gerne.

  • Onkel, zieh doch mal den Zündkerzenstecker vom verdächtigen Zylinder ab. läuft zwar dann nur auf 3 Töppen, wenn das Klopfen beim Hochdrehen aber bleibt, ist dann wirklich was mit dem.

  • wenns das ist und die kurbelwelle noch ok ist, wäre das ja zumindest reparatur und kostentechnisch eine lapalie. Lagerschalensatz und ölwannendichtung kommen heute. Hatte mein örtlicher großhändler tatsächlich auf lager für unter zwanzich euro.


    Das klopfen geht beim hochdrehen weg. Hört man auch im video. Bisschen mehr drehzahl und es verschwindet.

    Einmal editiert, zuletzt von OnkelB ()

  • Ich wollte gerade schreiben.... tausch die Lager, kosten nix, hinkommen tut man auch gut und schaden kanns ja nicht


    Wenn die Behördenfahrzeuge in Privatbesitz landen werden die halt auf der Autobahn auch gefordert, meiner wurde auf der Autobahn in Frankreich nach Biarritz heiß gefahren, für Nichtschrauber ist ne Kopfdichtung n Totalschaden...

  • klopfen ist immer schwer zu orten. zumindest fuer mich leien.


    kannst du den transit fahren?

    was macht das klopfen, wenn der motor unter last hochgedreht wird?


    hatte bisher nur einen pleuellagerschaden. symptome wie bei deinem. wenn der motor allerdings last bekommen hat, dann hats ordentlich genagelt.


    krumme pleuel wie bei meinem anderen einen, bei dem die nase vom oberen pleuelauge die kurbelwangen touchiert hat, kanns eigentlich nicht sein. ist eher so ein turboschaden mit zuviel ladedruck. alle sagten- hydros. leider nicht.


    vlt ein nicht richtig arbeitendes ventil?


    latein zu ende.


    welchen weg du jetzt waehlst, ist ne gute frage. kopf runter und den anschauen und nebenbei noch kolbenunter/ueberstaende messen, gibt evtl auch aufschluss, ob eine obere lagerschale stark eingelaufen ist. oder eben von unten reinschauen. dann siehst aber nicht, ob oben was schief laeuft. oder beides ?

  • ja, die nockenwelle hat keinerlei spuren oder abnutzungserscheinungen. ich hab die ja gestern nochmal komplett durchgedreht beim ventile einstellen. hab mal kurz ohne ventildeckel laufen lassen, es kommt auch schön öl aus dem röhrchen gefördert auf die nocken.

    auf meinem zweiten bild sieht man, zwar etwas schlecht, den stab vom stetoskop. dort unter der zündkerze ist das geräusch zu orten. halt deutlich höher als die kurbelwelle. naja, ich guck mal die lager an und tausch die. ist erstmal einfacher als kopf abbauen. ansonsten könnte es ja dann nur ein ventil, vermutlich dann außlass am ersten zylinder sein. beim einstellen zeigte das aber keinen ungewöhnlichen abstand. aber weiß man ja auch nicht, ob das über die jahre immer so war oder vorher schon einer eingestellt hat. wobei ich nhct weiß, wie das geräusch enstehen könnte am ventil. wenn es nicht richtig schließen würde, wäre ja die kompression nicht zu messen, bzw. nicht mit dem wert.

  • kann ich in dem zuge schauen, vielleicht auch innen defekt, aber sie pumpt ja schön. wäre aber ne idee. hab ich aber noch nie "gehört", dass die so geräusche verursacht

  • Hallo,

    wird unter Garantie ein eingelaufener Kipphebel sein, hatte ich auch mal.

    Kann man erst sehen, wenn der Kipphebel ausgebaut wurde, geht relativ easy.

    Kolben im mittleren Bereich, d.h. auf dem Weg Richtung Kurbelwelle wärend des Verbrennungstakt

    (Ventile entlastet) Ventil manuell herunterdrücken und Kipphebel zur Seite kippen und entnehmen.

    Neuen rein,

    :1.:

    fertig.


    Der Schaden entsteht, wenn z.B. die Oelleitung über der Nockenwelle verstopft/verharzt ist.

    Grüsse,

    Manfred

  • Der Schaden entsteht, wenn z.B. die Oelleitung über der Nockenwelle verstopft/verharzt ist.

    Der Onkel sagt, die Röhre pisst.

    Würde ausserdem, in dem Fall, nicht eher ein Schaden zwischen Schlepphebel und Nockenwelle entstehen?

  • Der Onkel sagt, die Röhre pisst.

    Würde ausserdem, in dem Fall, nicht eher ein Schaden zwischen Schlepphebel und Nockenwelle entstehen?

    Mit Kipphebel meine ich ja Schlepphebel, Kipphebel hat der OHC keine und bei meinem Schaden war die Oelleitung auch frei.

    Lag bei mir wohl an einem Materialfehler.

    Der Fehler war bei mir auch nicht ohne Ausbau des Schlepphebels zu erkennen.

    Würde ich aber als erstes mal checken, ist doch schnell erledigt.

    Grüsse,

    Manfrred

    Einmal editiert, zuletzt von lilly65 ()

  • das kann ich ja mal machen, aber das kann ich eigentlich vom geräuschort ausschließen. würde bedeuten wenn der schlepphebel zum druckpunkt auf das ventil eingearbeitet wäre, stimmt ggf. die einstellung mit der fühlerlehre nicht. da ich nach jeder ventileinstellung auch mal am schlepphebel wackle, müsste sich das anders anfühlen als bei den anderen schlepphebeln. kann ich so jetzt nicht behaupten. aber ich gucke. mindestens einmal uss der ventildeckel eh nochmal ab wegen neuer dichtung und wegen zylinderkopfdemontage, fall es nicht das pleulager ist.

  • Beim Lagerschaden war ich auch schnell. Es gibt aber gelegentlich noch andere, ähnlich klingende Fehler, z.B. Haarrisse im Auspuffkrümmer oder zerschossene Auspuffdichtungen, meistens auch am "warmen Atem" im Umfeld erfühlbar ...

  • zylinder 1 sieht schon deutlich abgenutzter aus. kurbelwelle glänzt einwandfrei.

    ich mach grad mal alle lagerschalen neu.


  • Irgendwie kann ich mir nicht helfen, aber so, wie die Pleuellager aussehen, könnte auch eine Mangelschmierung vorliegen. Mögliche Gründe: Ölfilter zu, Ölansaugrohr gerissen oder zu, Pumpendruck oder Fördermenge n.i.O., Ölkanäle versulzt (speziell bei der E10-Ökojauche ein Thema), ...


    Zumindest prophylaktisch würde ich den gesamten Schmierkreislauf untersuchen und nach Re-Montage eine vernünftige Druckmessung, am besten mit genauem Manometer vornehmen. Solldruck OHC mit vorgesehenem Öl:

    kalt: ca. 4,5bar über den gesamten Bereich (evtl. etwas geringer im LL)

    Ab ca. 60°C Öltemperatur:

    Leerlauf min. 1bar,

    1500 - 2000u/min ca. 2 - 2,5bar,

    höhere Drehzahlen: ca. 4,5bar


    Beim stark leistungsgesteigerten OHC benutze ich teilsynthetisches 10W40, für einen unmodifizierten Motor tut's auch gutes 15W40 mineralisch. Im Zeitalter der Chinesenjauche ausm Baumarkt: vernünftige Qualität ist wichtig.


    Den krassesten Pleuellagerschaden hab ich vor etwa 6 Wochen beim Zerlegen eines 1700er Kent 711M festgestellt, der aber deutlich wilder hämmerte ... Mit dem Motor hat man einen Bekannten beschissen ...

    Die Lagerschale eines Pleuels lag in Form von Metallbröckchen und "-schleim" in der Wanne, die Reste klemmten im Pleuellager. :blink

    Gesamter Motor fratze, Auslöser vermutlich klopfende Verbrennung, die das Pleuellager ruckzuck gekillt hat ...


    Schade um die Kolben, Kurbelwelle, Lager, zum Glück ließ sich der Block noch nachbohren / -honen (83,5mm)