Ford V8 Motorüberholung

  • Hättest Du auch den Rat angenommen daß der Block nachlässig bearbeitet wurde?

  • Hättest Du auch den Rat angenommen daß der Block nachlässig bearbeitet wurde?

    Erstmal hat das nix miteinander zu tun weil der Block erst bearbeitet wurde als die Nockenwelle schon gekauft war, zweitens, meinste von mir oder vom Motorenbauer, und am Ende möchte ich n erfolgreiches Projekt bauen also bin ich für Ratschläge natürlich dankbar.


    Klingt jetzt n bisschen so als sei ich Deines Rates nicht würdig?

  • Heinz warum kannst du nicht einfach dein Wissen teilen anstelle zu stänkern?

    Hier geht es um technische Fragen und nicht darum jemanden bloß zu stellen.

    Also schreib mal bitte sinnvolle Beiträge.

  • Punkt 1: Grundbohrung. Ich wähle jetzt bewußt 'n Pinto Block weil es für soliden Motorenbau keinen Unterschied macht,

    wieviele Zylinder am Start sind.


    So sieht das dann aus.


    Punkt 2: Dichtflächen. Jede Kopfdichtung hat zwei Seiten und für eine einwandfreie Abdichtung ist es unerläßlich

    daß Deck und Köpfe geplant werden.


    Hier gut zu erkennen um welches Maß geplant wurde. Warum? Kolbenunterstand sollte sich um "Zero Deck" bewegen.

    Hier wieder der Pinto, Ziel zu 100% erreicht, kann man als Punkt 3 bezeichnen.


    Nockenwellen kaufen ist das Eine, korrektes Einmessen das Andere. Punkt 4


    Vorher noch prüfen ob das Ritzel vom Verteiler das erforderliche Spiel hat.


    Werden die Kolben gesetzt ist es ratsam nach jedem Zylinder mit dem Drehmomentschlüssel

    als Reibwertmesser zu fungieren. 8 Kolben mit 4" Durchmesser sollten um die 25Nm haben.

    Ist der Short Block fertig können die Köpfe montiert werden, die natürlich vorher geprüft wurden.

    Danach folgt eine Druckverlust-Messung.


    Im Regelfall zeigen frisch überholte Motoren 10% Verlust, meine 5%.


    Allgemein gilt, mehr messen als Schrauben. Notizen sind da hilfreich und diese gesammelt aufbewahren.

    Ich kann sogar sagen wieviel Widerstand welches Zündkabel hat.

  • Das ist doch doof, hält doch viel zu lange :laugh:


    Meine Meinung, es gibt wie bei fast allen „Hobbys“ oder Projekten immer ein Von-Bis. Und das muss auch zum Portemonnaie passen. Einige Leute haben nen scheiss Job, 1000 Kinder von 500 verschiedenen Frauen, die bezahlt werden müssen oder was weiß ich was. Die können sich so eine high Performance Motorenüberholung gar nicht leisten, oder es ist schlicht und ergreifend gar nicht der Anspruch da, oder das Können, oder die Zeit das so mega perfekt zu machen! Ist halt vielleicht nur ein Motor der laufen soll. So bei mir. Wenn es nach einem Jahr alles wieder auseinander fliegen würde, wäre ich voll bei Heinz. Aber leider gibt es da wieder die Theorie und die Praxis. Und in der Praxis hält auch ne Kopfdichtung, wo man die Dichtflächen vorher mit der Drahtbürsten Flex gesäubert hat. Und das kann auch ewig halten, das weiß ich leider auch mal aus Erfahrung. Ich will das von Heinz gar nicht schlecht reden oder irgendwie relativieren, ganz im Gegenteil. So sollte nach Möglichkeit natürlich jeder Motor aussehen und gemacht werden! Ich würde sowas wirklich gerne mal live erleben wie das so läuft und fährt und ob mein Weltbild danach doch komplett anders aussieht, was ich nicht ausschließen möchte!

  • Ich möchte erstmal darauf hinweisen, dass die ursprüngliche Frage, warum @16V-Hexe keinen Rat gibt wenn man fragt, aber dafür bösartigst Nachtritt nachdem ne vierstellige Summe in seiner Ansicht nach falsche Teile investiert wurde, gekonnt ignoriert wird. So einfach kommt er nicht davon!


    Was den Post angeht, willkommen im Internet. Erinnert mich alles sehr an HighEnd Hifi-Spezis. Schlaue und richtige Sachen gepaart mit Perfektionismus, Großgliedgehabe ("meine Motoren sind doppelt so perfekt", "ich messe sogar Widerstandswerte von Zündkabeln") und auch n paar Sachen die einfach falsch/doof sind.


    1. Warum soll ich bei nachgemessen perfekt geraden Köpfen Material entfernen, also Schaden anrichten, nur um sie aus Prinzip zu planen?


    2. Selbiges gilt für den Block - klar, man kann aus Prinzip auch nen gerade Block planen um auf Zero Deck Height zu kommen. Ich habe Kolben verbaut, die dasselbe tun. Also, warum nen geraden Block planen?


    3. Was bringt es mir Teile die nunmal so sind wie sie sind (Verteilerzahnrad) nachzumessen? Verbauen muss ich ja doch was lieferbar ist.


    Sonst auch wie Butcher sagt, beziehungsweise sehe ich mich irgendwo in der Mitte zwischen den Ansätzn. Sehe keinen Grund für Dein Verhalten.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Grip ()

  • Ganz ohne Streit würde ich tatsächlich gern die Gründe fürs grundsätzliche Planen wissen. Lerne ja gern.

  • Geht inhaltlich weiter!


    Bin heute erfolgreich durch den Tüff gefallen:


    1.2: Hintere Bremse: Bremskraftunterschied zu groß.

    5.3: Unterer Achsträger, Kugelgelenk lose, Vorn rechts.


    Also zwei Mal Standard-Altautoverschleißkram. Da die Handbremse identisch verschieden ist, tippe ich nicht auf Radbremszylinder sondern auf den Nachstellmechanismus.


    Motor macht keine Probleme, läuft wie er soll. Furchbares Dröhnen aus dem Auspuffanlage im Leerlauf, da muss ich ran. Aber so weit sonst alles gut.

    Einmal editiert, zuletzt von Dr_Grip ()

  • Das Problem "steht an der Wohnung nicht in der Werkstatt, und darf nicht legal bewegt werden" bleibt, aber zumindest die Bremse kriegt man ja locker mit Bordwerkzeug geflickt.

  • Da die Handbremse identisch verschieden ist, tippe ich nicht auf Radbremszylinder sondern auf den Nachstellmechanismus.

    Oder die Bremsbeläge wurden "geschmiert"...