Der Fortschritts-Thread vom jupiterroten 1er Granada

  • Klingt für mich nach exakt dem gleichen Symptom (Startautomatik).


    Was ich glaube verstanden zu haben:
    Wenn der Motor kalt ist, VOR dem Starten das Gaspedal ein bis zweimal langsam ganz durchdrücken, damit die Startautomatik in der richtigen Stellung einrasten kann. Beim Starten soll der Motor dann ohne großartiges Zutun im Leerlauf bei guten 1000 Umdrehungen laufen. Wenn das Kühlwasser dann warm genug ist, ist alles wieder normal, also ca. 800 U/min usw.


    Was Du Beschreibst, klingt so nach "halb geöffnet", also kalt zu wenig und warm zu viel...


    Wenn Du nachgucken möchtest: Luftfilter runter und am Vergaser den runden Deckel mit den Kühlwasseranschlüssen abnehmen (drei Kreuzschlitzschrauben ). Vielleicht ist die Spiralfeder gebrochen oder ausgehakt - oder halt alles zu schwergängig oder so.


    Ich hoffe das war so sachlich richtig beschrieben. :paranoid: Ist ja mein erster Granada, in meinem früheren Leben habe ich meist Fünfzylinder geschraubt (und gefahren).

  • Nun soll es endlich losgehen. Der 2,8 wird gereinigt,durchgesehen und etwas aufgehübscht.



    Da sich herausgestellt hat, dass der Klumpen schon bleifrei ist, werde ich ihn auch nicht großartig öffnen. Also bleibt es bei Ventile einstellen, Kompression checken, Kerzen, Simmerringe, Öl und vielleiiiicht eine neue WaPu. Motor lackieren werde ich mir wohl auch verkneifen.


    Erstmal Vergaser runter, reinigen und Dichtungen neu falls erforderlich. Da der Motor vor Ausbau super lief, werde ich möglichst wenig daran rumfummeln.


  • Eventuell liegt´s ja an mir, aber ich würde keinen dichten KW-Simmerring mehr austauschen, seit Tausch suppt der, noch mal getauscht, suppt immer noch wie blöde aus der Glocke.

  • Hab den selben Fehler gemacht, Trockener Motor Simmering vorne und hinten getauscht und suppt. Jetzt Dichtsatz bei Liebl bestellt....

  • Kann ich alles gut nachvollziehen. Aber wenn ich da jetzt beim Abkärchern versehentlich Dreck in den Simmerring gespült habe, ist das auch der Anfang vom Ende. Ich habe natürlich nicht direkt draufgehalten, aber da kam schon gut was runter. Und getriebeseitig will man da ja auch nicht später nacharbeiten.


    Bei der Wasserpumpe das gleiche Thema: Funktioniert, hält dicht, dreht aber verdächtig leicht und hat etwas Spiel. Ich werde wohl nur alle Schrauben nacheinander gängig machen, damit man's später etwas leichter hat. Das ist, glaube ich, sogar eine originale. Eine neue liegt hier im Karton. Die Verlockung ist groß... :S

  • Mit Anfang vom Ende meinte ich natürlich nur den Simmerring.


    Also der SiRi war beim Motorausbau 2016 ca 10 Jahre alt und noch in Ordnung. So weit so gut. Der Motor war bis dahin in einem Geländewagen im Einsatz und dementsprechend von aussen sandig usw.


    Jetzt hab ich das gute Stück aus der Ecke geholt, mit dem Hochdruckreiniger abgekärchert und danach mit Pressluft hinterher. Der Motor ist jetzt einigermaßen sauber, aber wenn dabei nun Dreck bzw. Sandkörner in die Dichtringe gekommen sind, werden sie nicht mehr lange halten. Das wäre halt ärgerlich, wenn ein paar Wochen nach dem Einbau die Karre anfängt zu tropfen. Jetzt könnte man das Thema mit wenig Zeit und Geld lösen - immer vorausgesetzt dass die neuen Ringe auch was taugen.


    Der Lufteinlass war natürlich verschlossen bei der Aktion.

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  • bei mir war es immer die laufstelle auf der KW. die ist ja fast immer eingelaufen. da nützt n neuer ring auch nix. oder der wird durch den grat direkt runtergeraspelt. isjaklar.
    habe das teil dann mit einer art abstandshalter eingebaut, läuft dann nicht mehr an der gleichen stelle.
    *empfehl*
    oder eben KW-stumpf abdrehen, polieren und ring mit untermaß nehmen.....
    oder abdrehen und edelstahlhülse drauf.....
    oderoder...?


    nacht.


    Bierchen: meld dich doch mal auf meine nachricht falls du kurz zeit findest ;-)

  • für angekratzte wellen gibt es von skf speedy sleeve, als alternative zum drehen und polieren, für jedermann.
    die erfahrung zeigt, das sobald laufspuren zu sehen sind, auch neue siris nichts bringen

    Einmal editiert, zuletzt von OnkelB ()

  • ich würd mir keine sorgen machen dass da was rein kommt:
    mach nen Ölwechsel und nach nen paar 100km noch einen und gut

  • für angekratzte wellen gibt es von skf speedy sleeve, als alternative zum drehen und polieren, für jedermann.

    das ist ja ein guter tip, kannte ich noch nicht. danke, onkelB ;-)


    neue siris werden auf alten laufstellen halt sofort zerstört. der grat ist oft messerscharf... ich versuche den sitz des neuen rings immer zu versetzen, nie an die gleiche stelle...

  • Pünktlich zum Saisonstart die Großbaustelle aufgerissen. So bin ich zumindest gezwungen, mir die Zeit dafür auch zu nehmen und fertig zu werden. :stupid:


    Auspuff und Kardan hatte ich schon über der Grube entfernt, dann auf der Bühne Kühler raus, Lenkung, Brems- und sonstige Leitungen getrennt usw. und Getriebe abgestützt.





    Motor, Getriebe und Achse voneinander getrennt...


    Als nächstes wird der Motorraum sauber gemacht und aufgehübscht (hm, Kotflügel nochmal runter..?).
    Dann die Vorderachse.
    Und am liebsten noch eine Servolenkung... :gruebel:



    Soll gern im März wieder auf der Straße sein, wird aber eng... einfach so wieder zusammenkloppen will ich das aber auch nicht, wenn das schon gut zugänglich vor den Füßen liegt.

  • Im erlauchten W126 Forum hat einer seinen Motorraum mit Motor drin trockeneisstrahlen lassen, hat 100€ für die halbe Stunde gekostet.
    das Ergebnis überzeugt...da würde ich mir die Arbeit mit selbst irgendwie saubermachen echt sparen....oder warum musste der Motor raus?



    Vorher




    Nachher

  • Im erlauchten W126 Forum hat einer seinen Motorraum mit Motor drin trockeneisstrahlen lassen, ..()..oder warum musste der Motor raus?

    Es ist auch ein wenig Korrosionvorsorge dabei... da hilft Trockeneis auch nur bedingt. :uglyzwinker: Der Motor soll raus damit ich 0,8 Liter Hubraum nachfüllen kann. :laugh: Umbau von 2,0 auf 2,8 und bleifrei. Der Originalmotor läuft an sich aber gut und kommt ins Regal zum dazugehörigen Viergang-Getriebe.


    Heute erstmal die Achse zerlegen.

  • Achsgummis kommen erst morgen, Zeit für etwas leidige Putzarbeit. Vorher...



    Zwei nervige Stunden später.


    Zumindest die eine Seite sieht jetzt brauchbar aus. Alles nur mit Bremsenreiniger und Lappen, damit es fett- und ölfrei wird und ich ggf. noch lackieren kann. Porentief rein ist anders, aber soll ja auch kein Show-Car werden, sondern einfach nur etwas gepflegter.


  • Wenn Du den Motor schon mal raus hast...bohr das Batterieblech samt Stütze ab und mach das schraubbar.
    Dann kommt man jederzeit an die Dreckecke dahinter und kann die drohende Durchrostung unter dem Blech verhindern wo das auf dem Stehblech aufliegt....

  • Keine schlechte Idee. Ich guck mir das mal an, ernsthafte Rostnester habe ich beim Reingen allerdings nicht entdeckt.

  • Es geht schleppend voran, aber wieder mal ein Update. Die Achse war zum Sandstrahlen und Pulvern, also zerlegt, Gummis raus, genietete Kugelköpfe von den Querlenkern getrennt...






    ...und seit gestern endlich wieder zusammengesteckt. :spitze: An die Arbeit mit dem Federspanner werde ich mich wohl nie gewöhnen. Dass dabei nicht regelmäßig einer draufgeht ist eigentlich ein Wunder.




    Kugelköpfe geschraubt, teilweise neue Gummis... Momentan zweifelsfrei der ansehnlichste Teil am ganzen Fahrzeug. )A(:inlove:


    Als nächstes kommen die Stahlflexleitungen und neue Gummis an den Achsaufnahmen. Und vielleicht sogar noch eine Servolenkung... wenn die Catze Pumpe und Behälter noch findet. :uglyzwinker:

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  • Ganz so hübsch wirds im Motorraum nicht, aber der Korrosion wird Einhalt geboten. Unten rechts hat der Kühler wohl einmal mit Undichtigkeit das Blech bedampft und angegriffen. Die Ecke musste ich ersetzen.



    Die ernsthaften Roststellen im Motorraum sind jetzt beseitigt und mit Brantho behandelt. Die restliche Patina muss aber bleiben. Also wie immer: Viel besser als vorher, aber nicht perfekt. Heute abend gibt's die Originalfarbe auf die behandelten Stellen.

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  • Welche Servo hast du?
    Ich habe mindestens 2 Sorten Pumpen übrig falls es daran scheitert.


    Die Federspanner sind Müll für Granada, du brauchst die die man statt Stoßdämpfer einsetzt bzw die mit den Tellern für Benz, mit dem Gewindestangenschrott ist es in der Tat bei ´nem Granada richtig gefährlich, würde ich nie wieder so machen :no:

  • Danke für das Angebot. Ich komme gern drauf zurück, wenns eng wird.


    Die Servolenkung habe ich bis jetzt nur einmal kurz gesehen, also keine Ahnung...


    Die Federspanner haben schon gut funktioniert - ohne obere Querlenker war ja auch Platz genug. Aber diese derbe gespannte Feder an einem Finger vom Schraubstock zum Auto zu tragen, am Stoßdämpfer einzufädeln und daran herumzuruckeln ist halt nicht ganz ohne. Die Mercedes-Spanner mit den Tellern hatte ich beim letzten Mal und fand die ziemlich gruselig...


    Gestern kam dann noch Farbe in den Motorraum, mit Seidenmatt-Klarlack. Sieht ordentlich aus, aber nicht übertrieben.



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  • Sieht super aus :spitze:
    Bei den Benzspannern gibt´s aber auch ganz schöne Unterschiede, am besten ist natürlich das Fordwerkzeug, aber wer hat das schon und wer will immer den unteren Lenker mit demontieren.
    Weiterhin gutes Gelingen.

  • Ich hab das Benzspanner Imitat vor jetzt schon fast 10 Jahren bei Ebay für 120 Tacken gekauft und schon etliche Male benutzt.
    Geht wunderprima auch beim Granada.
    Ein paar Bedenken hatte ich beim 560 SEC, die Achtenderfedern sind doch nochmal ne ganz andere Hausnummer, hat der Spanner aber auch weggesteckt.
    Ein mulmiges Gefühl bleibt, versagt das Ding geht's bestenfalls in die plastische Chirurgie, schlimmstenfalls in die Zinkkiste...

  • ...und wie benutzt man eigentlich die Spanner, die in der Feder stecken bei einer ausgebauten Achse..? Ich kann ja nicht eben mal Räder oder Achse belasten, um den Spanner gegen den Dämpfer zu tauschen... :gruebel:


    Bei den Gewindedingern war meine größte Sorge, dass das Material nicht ordentlich hält. Dann wär geschenkt immer noch zu teuer gewesen. :scheissepiek:

  • Dann musste halt mit montiertem Spanner, den Achschenkel anbauen. Wenn der verbaut ist, kann die Feder nirgends mehr hin.

    Ich glaube DX-zwo meint was Anderes.
    Bevor man den Spanner ansetzen kann muss ja der Dämpfer raus. Macht man das bei ausgebauter Achse, schwenkt die Querlenkermimik noch ein ganzes Stück nach unten weil der fehlende Dämpfer das normalerweise begrenzt.
    Kriegt man dann den originalen Spanner überhaupt noch angesetzt?


    Bei ausgebauter Achse ist das Lösen des Dämpfers schon Mist, man muss die obere Schraube rausprügeln weil man die Feder ja noch nicht vorspannen kann.

  • Geht. Dämpfer muss ja raus wie du sagst damit der Spanner da rein kann. Wär ja blöd wenn das nicht gänge, da Werkzeug sonst sinnlos.