Haus, Hof, Halle und Garage Fred

  • Glückwunsch Julia!


    Ich drücke die Daumen, daß es nächstes Jahr immernoch die richtige Bude war und sich die im Nachhinein entdecken Schäden im Rahmen halten.


    Lass Dir in den Vertrag mit einbauen, daß dem Verkäufer keine gravierenden baulichen Mängel bekannt sind, daß die Funktion der Versorgungsanlagen (Strom, Wasser, Gas, Wärme) zugesichert wird und daß für das Grundstück weder Altlasten existieren, noch irgendwelche öffentliche (Bau-) Maßnahmen geplant sind.
    Achte drauf, daß alles was während der Verkaufsverhandlungen relevant geäußert wurde, auch im Vertrag steht.


    Heutzutage kostet eine Immobilie immer um die 400K, die Lage entscheidet im Endeffekt nur über die Grundstücksgröße und ob Dir die Nachbarn die Schnitzel vom Grill klauen können oder nicht.
    Ausser halt, man wohnt dort, wo sonst keiner hin will.
    Wenn Leichen in der Garage eingemauert waren, mindert das natürlich auch den Preis. Unweit von hier gibt es demnächst so ein Sonderangebot.

  • Moin DC!


    Dankeschön für die Glückwünsche (allen andren auch nochmal!) und die guten Tips!


    Da wir seit fast 13 Jahren zur Miete in einer Bruchbude aus den frühen 1960ern wohnen und ich hier schon so einiges saniert habe, weiss ich hoffentlich inzwischen gut genug Bescheid, ob die gekaufte Hütte auch in einem Jahr noch die richtige sein wird. Ich bin da einfach mal optimistisch. Die Vermieterin unserer Noch-Bude wollte nur kassieren, aber ja keinen Cent in den Erhalt der Substanz stecken, immerhin war dafür die Miete lange Jahre niedrig genug, dass sich alles für mich gelohnt hat. Ich habe die Heizung erneuert (sparte 1200l Heizöl im Jahr, hatte sich gelohnt), die obere Geschossdecke gedämmt (sparte etwas Heizenergie und verbesserte das Raumklma erheblich), den undichten alten Kamin abreissen und drumherum neu eindecken lassen, einen Heizkörper ausgetauscht, den Boiler erneuert und was weiß ich noch alles. Im Grunde glaube ich inzwischen echt gut erfassen zu können, worauf es ankommt beim Besichtigen und daß das nun gekaufte Fertighaus ganz gut in Schuss ist.


    Das neue Grundstück hat genau die richtige Größe, 720qm, etwa im Verhältnis 4:3, optimal. Die Zufahrt liegt am T-förmig angelegten Ende einer Sackgasse, da ist also absolut kein Verkehr außer den Anrainern selbst. Die Einfahrt ist breit und tief genug für zwei PKW, dahinter gibt es noch einen Carport für ein weiteres Fahrzeug. Innen ist Platz genug, der Keller ist größer als die Grundfläche des Hauses und wir werden oben eine Wand rausreißen, damit Andrea ein richtig großes Schlafzimmer mit Ankleideraum kriegt. Sonst ist die Raumaufteilung perfekt, nichts zu ändern.


    Da ich erst im vergangenen Jahr das Haus meiner Eltern selbst verkaufen mußte und viele Kaufvertragsentwürfe studieren durfte, weiß ich noch gut, was da für Fallstricke drinstecken können. Da das Grundstück im Grundbuch ordentlich belastet ist muß ich peinlich genau darauf achten, daß es mir nur lastenfrei übergeben wird. Wichtig ist vor allem wie Du schon schriebst, daß keine Überraschungen bei den Kosten kommen. Beim verkauften Elternhaus hätten wir das. Da wurde die Kanalisation erneuert und die Kosten dafür in drei Jahresraten auf die Anrainer umgelegt, zwei davon waren beim Verkauf noch offen, das wollte der Käufer zunächst nicht übernehmen. Umwidmungen von umliegendem Grund ist nicht zu erwarten, da ist drumherum alles bereits Wohnbebauung.


    Den Notar nehmen wir direkt vom Immobilienmakler, darin sehe ich allerdings keinen Makel und etwas günstiger als die sonst geforderten 2% ist er auch noch. Ich warte nun auf den ersten Kaufvertragsentwurf, aber das wird vor Ostern eh nix mehr. :)


    LG,
    Julia

  • Ich drücke Dir die Daumen.


    Als wir vor ein paar Jahren eine Großbaustelle kaufen wollten (ehemalige Gewerbeeinheit, noch kein Wohnraum vorhanden) ist dem Verkäufer zwei Stunden vorm Notartermin eingefallen das jemand anders mehr bezahlen wollte und wir das ganze nur bekommen würden wenn wir jetzt selber nachlegen würden.
    Also haben wir dankend verzichtet.
    Tatsächlich hat es jetzt der Nachbar gekauft, der wohl schon länger daran interessiert war und nur gewartet hat das der Preis sinkt.
    Als wir dann mehrfach da rumgelaufen sind um auszumessen wurde der wohl nervös.
    Dennoch war die Art und Weise unterste Schublade.


    Aus heutiger Sicht glaube ich aber das es besser für uns war.

  • Sowas geht? Also hier würde ich den Verkäufer in Grund und Boden klagen können, denn wir haben beide ein sog. Kaufanbot mit vielen Pflichten drin unterschrieben. Hier hatte nur der Makler die üblichen Gebrauchtwagenverkäufertricks parat (*gähn*): "Nachher kommt noch jemand zum Besichtigen". Jaja ...

  • Sowas geht. Übliche Praxis ist, daß der Interessent ein schriftliches Angebot Abgeben darf, welches der Makler an den Eigentümer weiterreicht.
    Im Gegenzug bekommt man aber nur eine mündliche Zusage und einen Terminvorschlag beim Notar-Spezi vom Makler, damit man gar nicht erst die Chance hat sich das anders zu überlegen.


    Bis es beim Notar unterschrieben ist, können beide Seiten abspringen.

  • glückwunsch. ist uns auch vor 10 jahren passiert. kaufzusage beiderseitig und vorm termin "ist schon verkauft". glück im unglück kam halbes jahr später das bessere angebot.

  • Auch von mir Glückwunsch zum Eigentum. Habe ich zum Glück alles schon lange hinter mit Miete zahlen. Hier in München sind die Mietpreise der Wahnsinn mittlerweile!

  • hallo eigenheimbesitzer und heimwerker. ich habe jetzt ringsrum fassade verputzt. jetzt suche ich noch nach einer idee für die unteren 50 cm sockel. problem ist, dass am 3 seiten hof alle sockel unterschiedlicher beschaffenheit sind. am haus ist dämmung, da habe ich mal paar meter feinsteizeug in natursteinklinkeroptik angeklebt. hinten an der werkstatt ist sandstein/feldstein mit riesen fugen, der rest ist auch irgendwelcher mischmasch aus altputz, beton, ziegel. ich brauche irgend eine universelle verblendung?????

  • Ist so schwer zu sagen, weil man ja nicht raten kann, was dazu passt.


    Wenn der darüber liegende Putz abgesetzt ist, was spricht dagegen einen Sockelputz einheitlich zu machen? hat den Vorteil, dass du den Sockel auch mal separat anpinseln kannst, wenn das Spritzwasser alles versaut hat.


    CheeRS

  • Eine einfache, wenn auch nich allzu ästethische Lösung wäre bei unterschiedlich dicken und unebenen Untergründen eine traglattung draufzuspaxen und eternit o.ä. fassadenplatte davorzuhängen..

  • hauptsache von aussen dicht(wasserabweisend) und von innen diffusionsoffen


    und es muss zum Rest passen.
    Nutzt nix da jetzt nach heutigem Standard zu basteln, wenns aus der Zeit ist, wo dieser Österreicher.....lassen wir das besser!


    gibts Horizontalsperre, Drainage, sonstwas?
    oder blank hochgemauert?
    wie stehts um die Feuchtigkeit im Inneren?
    Bodenplatte?


    man kann da viel kapoott machen...

  • Yuhu!


    Wir haben heute beim Notar den Kaufvertrag unterschrieben und die Hütte von zwei Seiten vorher gehört jetzt wirklich uns. Spätestens im Juli wird übersiedelt und mit etwas Glück kann ich schon meinen Geburtstag auf der neuen Terrasse feiern.


    Mit den alten Eigentümern ergaben sich bereits vor dem Termin beim Notar und auch anschließend nette Gespräche und wir werden demnächst mal vorbeikommen und dann sehen wir durch, was wir evtl. behalten möchten. Das sieht echt nach einem richtigen Happyend aus!


    LG,
    Julia

  • Hört sich sehr fein an! Gratuliere, dass alles gut gegangen ist mit dem Kauf und viel Spass und Glück in/mit der neuen Bude!

  • Danke Stefan, das wird und schaut gut aus. Weniger Freude werden wir allerdings mit der bisherigen Vermieterin haben. Da habe ich ebenfalls erst gestern gekündigt, nachdem alles in trockenen Tüchern war, aber die Reaktion läßt übles erwarten.


    "hiermit kündige ich den mit Ihnen seit Dezember 2006 bestehenden Mietvertrag über das Anwesen [...], 2384 Breitenfurt, mit sofortiger Wirkung. Gleichzeitig bitte ich um Überlassung des Sparbuches mit der darauf enthaltenen Kaution." war ihr zu unfreundlich formuliert und daher könne sie mir nun nicht mehr bei den Bedingungen entgegenkommen. Ich kriege die Kaution zurück, wenn ich das Haus außen und innen frei von Mängeln (!) und neu ausgemalt übergebe. Ich glaube, ich muß mich erstmal übergeben und dann die Kündigung einem Anwalt.

  • Das klingt nun wirklich alles andere als auch nur ansatzweise freundlich, ungefähr so haben wir die Wohnung bei dem stinkenden Alkoholiker gekündigt, der sich geweigert hat die Heizung in seinem ungedämmten Altbau im Winter durchgängig einzuschalten, so dass oftmals 20° nicht zu erreichen waren.
    Der hatte aber auch keine Kaution und konnte uns sonst nix.

  • Unsere alte Vermieterin hat uns alles zahlen lassen, was am Haus kaputtgegangen ist. Die Einfassung des alten stillgelegten Kamins war undicht und es bildeten sich über Jahre Folgeschäden an den Wänden im Haus, das interessierte sie nicht und schlußendlich haben wir den Kamin auf eigene Kosten abreißen und das Dach neu eindecken lassen. Die hat nichts anderes verdient als kurz und prägnant und wäre uns auch mit noch so viel Schleim zwischen den Zeilen nicht entgegengekommen. Wir waren ohnehin viel zu undankbar - die Frau des vorherigen Mieters hat ihr wenigstens Kuchen gebacken!

  • Erstmal Glückwunsch zum Eigenheim.


    Wenn nix anderes von der Vermieterin zu erwarten war, ist DAS ja erstmal nix neues. Rechtschutz - Anwalt - Abfahrt.


    CheeRS

  • Wenn Du das Dach bezahlt hast, solltest Du es auch mitnehmen.


    Ich vermute es gibt Korrespondenz mit der Vermieterin hierzu, die Du dann ebenfalls dem Anwalt übergeben solltest.
    Es ist rechtens den Mieter kleine Reparaturen selbst zahlen zu lassen. Dach umd Kamin gehören aber definitiv nicht dazu.

  • Ich musste das jetzt 3x lesen , weil ich immer dachte ich hab mich verlesen.......
    IHR HABT DAS DACH SANIERT?????? ALS MIETER???? Wenn daraus jetzt keine Erlassung der Miete resultierte frag ich mich
    doch ganz ehrlich WARUM MACHT MAN SO WAS? Da zieht man normalerweise einfach aus .......
    Egal, ich freu mich dass ihr etwas gefunden habt, ab jetzt dienen Renovierungen dazu den Wert EURER Immobilie zu steigern, nicht der des Vermieters.

  • Wegen des Daches gibt es Gutachten ihrer Versicherung. Sie wollte das als Starkregenereignis von der Versicherung zahlen lassen und es waren zweimal Gutachter hier, die aber klipp und klar festgestellt hatten, daß das normaler Verschleiß an 50 Jahre alter Bausubstanz ist. Den Kamin abzureißen und dort neu eindecken zu lassen kostete mich letztendlich 1200,- Euro, sie hatte wahrscheinlich viel mehr Ärger mit ihrer Versicherung.


    Warum wir da nicht längst ausgezogen sind ist einfach erklärt: die Wohnlage war super, da verzeiht man einiges an Mängeln und blendet aus, daß man zwar wenig Miete für eine Bruchbude zahlt, aber auch da die Eigentümerin Erhaltungspflichten nicht nachgekommen ist und wir das gemacht hatten. Eine vergleichbare Miethütte hätte monatlich mindestens 60% mehr gekostet, eher 80-90% mehr und unbefristete Mietangebote für ganze Häuser gibt es ohnehin wenige.


    Selbst wenn wir nun die Kaution nicht zurückbekommen, dann haben wir dort über zwölf Jahre günstig gewohnt, da sind 2100 Euro auf dem Sparbuch (drei Monatsmieten aus dem Jahr 2007) nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

  • Bin ich froh mit Vermieter und Gedöns nix mehr zu tun hab!
    Schön das mit der Hütte alles geklappt hat. Wünsche euch ne schöne Zeit da!

  • Bin ich froh mit Vermieter und Gedöns nix mehr zu tun hab!
    Schön das mit der Hütte alles geklappt hat. Wünsche euch ne schöne Zeit da!

    Dankeschön! Ich blicke auch längst auf das zweite, das erste kriegen wir noch irgendwie geregelt.

  • Eine vergleichbare Miethütte hätte monatlich mindestens 60% mehr gekostet, eher 80-90% mehr

    So klingt das ganze dann schon wieder ganz anders.
    Die eltern meiner Frau haben da so´ne Immobilie, irgendwann mal angefangen neu auszubauen, dann umentschieden, dann ewig leer gestanden; da zahlen die "Mieter" jetzt 200€/Monat Miete für >200m² Wohnraum und´n riesigen Garten, sind dafür aber auch für alles selber zuständig, fertig Ausbauen, defekte aller Art außer Heizung. Das Getane ist aufzulisten und zählt als Mietzahlung, steht alles detailliert im Mietvertrag, man kann sowas auch machen ohne das alles (für vielviel Geld) von einem Anwalt schriftlich verfassen zu lassen.
    Wenn ihr da so weit unter ortsüblicher bezahlt habt, dann kann man ja davon ausgehen dass das einen Grund hat, warum sollte die Vermieterin euch jeden Monat einen dreistelligen Betrag "schenken" obwohl ihr ihr nicht mal Kuchen backt :D.


    Anders betrachtet könnte man auch sdagen, was nix kostet darf auch nix wert sein.

  • Herzlichen Glückwunsch zur neuen Bude.


    wenn die alte Miete so billig war habt Ihr ja auch im ungünstigsten Fall nichts eingebüßt.


    Viel Spaß im eigenen Eigenheim!!!