Heute geTÜVt!


  • Bevor ich mit gut abgelaufener Plakette auf langer Reise irgendwo rausgezogen werde, lieber einen aktuellen Prüfbericht holen...

    Gerade eben den Gorilla in günstigem Wetter vorgeführt. CO-Max von 2,0 genau erreicht, Stahlflex vorne hat er mit leisem Murren durchgehen lassen, nachdem ich noch die passende ABE im Kofferraum gefunden habe.

    Der neue Aufkleber zeigt 04/23 und unter Punkt 6, wurde nur der frische Korrosionsschutz aufgeführt. Wir haben auch artig die Bühne markiert.

  • Trotz dieser dramatischen Zustände fahre ich damit.


    Der Ölverlust war der vom Ölwechsel bekleckekerte Motor.

    Der Bremsschlauch ist einwandtfrei, der Dreck drauf war an einer Seite ab.


    Die Querlenkergummis haben kein Spiel, auf Bühne bein Tüv geprüft.


    Was ist das, sind die alle doof? Der Prüfer war mal i.O. ...


  • Da gab es mal die Behauptung vom OM dass es indirekte Mängelquoten bei alten Wagen gibt um die Anwesenheit und prüffrequenz zu legitimieren. Trotz großer dementis ist da vermutlich was dran. Wenn ein Tüffer weniger Mängel bei alten Karren hat, dann stimmt da was nicht. Der ganze Mist wird haarklein ausgewertet und für min 10 Jahre aufbewahrt. Mein Tüffer hat jedes Mal die Hosen voll. Teilweise lässt er mich nur mit Plakette los, Zettel nächster Tag. Die Jungs werde richtig hart rangenommen. Bei nachkontrollen von der Revision findet man ja immer was. Also immer ablehnen, wenn man an der Ausfahrt vom Tüff gefragt wird ob man noch mal schauen darf.

  • Klar gibt es Sollquoten an Mängeln die zu erfüllen sind, ob bei allen Organisationen weiß ich nicht,

    wurde mir schon mal recht detalliert erklärt von einem Prüfer, mir egal was er wie aufschrieb, leichten Ölverlust und noch so 3-5 kleinere Mängel hatte ich da immer auf meinem Bericht, wie gesagt, mir egal, also ob die stimmen oder nicht, ob die da stehen oder nicht.

    So lange mir die Aufkleber nicht verweigert wird wegen nix, der Mann macht auch nur seinen Job in einem beknackten System.

  • Klar gibt es Sollquoten an Mängeln die zu erfüllen sind, ob bei allen Organisationen weiß ich nicht,

    Mein Haus- und Hofprüfer schrieb auch immer irgendwas auf, allerdings selbst wenn die Karre in Wirklichkeit mängelfrei war

    Das vorletzte Mal war es dann die "Umweltplakette", weil da das alte Kennzeichen noch draufstand.


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    Blöd ist halt nur, dass damit deren Statistik so für sie geschönt wird...ach steht ja schon alles in den anderen Beiträgen.

  • Hat mein Moped-Schrauber schon vor 15 Jahren erzählt das eine Kommission hinter dem Prüfer her kam und den dann für ne Nummerschildbeleuchtung o.ä. richtig gef***t hat.

    Wie bereits oben geschrieben: sollen die was aufschreiben aber schön die Plakette kleben und gut is.

  • So ist das wohl, prinzipiell aber schon doof, dass Mängel geschrieben werden um die Statistik zu bedienen, die mit dem Auto wenig zu tun haben. Aber ob man da rauskommt glaub ich kaum.

  • sowas ist mir zum glück noch nicht passiert. ich bin aber auch immer dabei um mängel direkt zu besprechen.


    ich hatte aber auch schon den anderen fall, dass ne karre eigentlich durchgerasselt wäre und der prüfer nur geringe

    mängel aufgeschrieben hat. aber auch nur weil er weiß dass sowas auch direkt erledigt wird und die kiste nicht mit "frisch tüv" verkauft wird...

  • Der Granada hat gestern auch ein frisches Pickerl bekommen. Wie in Österreich üblich muß an so einem alten Auto etwas zu bemängeln sein, also war es nicht sinnvoll, die defekte Kennzeichenleuchte vorher zu wechseln oder die verstellten Scheinwerfer zu korrigieren. Das konnte dann aufgeschrieben und im Prüfbericht der Werkstatt als behoben markiert werden, dann hat man noch etwas Ölfeuchte am Motor aufgeschrieben und gut ist. Wenn man ohne solche offenbaren Mängel zur Pickerlprüfung fährt, dann kriegt man am Ende nur komische Dinge wie Rost aufgeschrieben, wo gar keiner ist. War letztes mal so ...

  • regel nummer 1: niemalsnicht ersatzteile nach mängelbericht bestellen und dann denken das auto damit reparieren zu können. gerade bei buchsen oder gelenken wird irgendwas aufgeschrieben, wenn es an der achse klappert. rechts und das andere rechts wird auch oft verwechselt. ich weiß aber auch nicht, warum die prüfung jedes jahr immer teurer und oberflächlicher wird. kann man eigentlich falsche mängelberichte anzweifeln? man bezahlt ja für eine amtliche prüfung und nicht für ne grobe tüvdurchschau von ner feld und wiesenwerkstatt?

    wenn ein aufzug oder irgendwas anderes geprüft wird, kann doch auch nicht irgendwas drauf stehen. vermutlich tut es das aber auch...

  • Bei bestimmten Fahrzeugen ist mir das auch egal wenn der für seine Statistik irgendetwas schreibt, solange ich die Plakette bekomme.

    Wie schonmal irgendwann erzählt war es hier in der Gegend mal eine Zeitlang in Mode das innere Spurstangengelenk zu bemängeln, was natürlich immer Wiedervorführung bedeutete.

    Ausser die Manschetten sauber zu machen damit es so aussieht als hätte man da schwer gearbeitet habe ich aber nie etwas gemacht. Trotzdem war bei der Wiedervorführung dann immer alles gut.


    Umso mehr hat es mich bei einem der letzten Termine überrascht das der Prüfer den leichten Ölschwitz am Motor nicht aufgeschrieben hat.

    Ich hab sogar noch zu ihm gesagt das er damit seine Statistik bedienen kann aber er meinte das er sich die bei anderen Autos holt.

    Das war dann eines der wenigen angenehmen Erlebnisse.

    Wobei der Prüfer der letztes Mal den Sizilianer geprüft hat auch gar nichts bemängelt hat, dafür aber sehr vom Zustand beeindruckt war.


    Ein anderes Mal wurden mir aber auch schon wie beim Kowalski die Lager der vorderen Querlenker bemängelt, obwohl sich da nichts bewegt hat, auch nicht wenn ich mich an den Querlenker gehängt habe.

  • Mein GTÜler ist ziemlich korrekt, der schreibt keinen Dünnschiss auf der nicht da ist und man kann bei der Prüfung immer mit unter der Karre stehen.


    Regt sich eigentlich zurecht nur darüber auf, wenn Leute mit kaputter Beleuchtung oder leerem Wischwasser aufkreuzen. Kann ja nicht so schwer sein das mal vorher selber zu prüfen.


    Paradebeispiel dafür, dass frisches HU Siegel nichts bedeutet:

    E36 318i Cabrio angeschaut, TÜV neu vom TÜV Rheinland.


    Mängelbericht im Januar: Handbremse ohne Funktion, Traggelenk vorne ausgeschlagen, Rost Unterboden


    Bei Besichtigung im März: Neuer TÜV bis 2/23, Unterboden dick mit Sikaflex zugekleistert, Handbremse weiterhin ohne Funktion, Reifen blank (teilweise gar kein Profil mehr), Airbagleuchte an

  • Regt sich eigentlich zurecht nur darüber auf, wenn Leute mit kaputter Beleuchtung oder leerem Wischwasser aufkreuzen. Kann ja nicht so schwer sein das mal vorher selber zu prüfen.

    Wie gesagt ist das in Österreich ein Fehler, sowas vorher zu korrigieren. Es darf keine älteren Autos ohne (zu behebende) Mängel geben. Ich bin die ersten Jahre in Österreich immer mit einem technisch einwandfreien Fahrzeug zum ÖAMTC zur Pickerlprüfung gefahren, aber die haben dann so lange irgendwas gesucht, bis sie richtig teure Fahrwerksreparaturen aufschreiben konnten und man natürlich ohne Reparatur der Mängel auch nicht zur Wiedervorführung zu fahren brauchte.

    Inzwischen habe ich mir angewöhnt, die Werkstatt Kleinigkeiten machen zu lassen. Dann verdienen sie sich ein Körberlgeld, haben was zum Aufschreiben für die Statistik und ich günstig ein frisches Pickerl.


    Sollte wirklich was grobes am Fahrwerk defekt sein, dann merke ich das eh selbst früh genug und kann es reparieren (lassen).


    In Deutschland war ich da echt verwöhnt, da bekam ich für mängelfreie Fahrzeuge auch ein Gutachten ohne Mängel. Und mußte nur alle zwei Jahre zum TÜV.

  • Ihr sollt Neuwagen kaufen, die gehen auch nicht kaputt !!! :thumbsup::thumbsup::thumbsup:




    Naja, wenn das stimmt was mir ein bekannter Prüfer erzählt hat, wird es bald eine Menge Fahrzeuge für den Export geben.


    Es wird immer wieder überlegt, ob das MHD von Airbags HU relevant werden soll.

    An meinen Quattro sind sie seit 2004 abgelaufen. Ersatz gibt es nicht und wenn das Fahrzeug mit Airbag hergestellt wurde, muss es auch drin sein.


    Wenn das passiert, wirds lustig, denn dann is "ready to riot angesagt".

  • das wird auch noch spannend. gibt ja nun schon oldeimer mit airbag. in 30 jahren kommt zu der frage "wer kennt sich noch mit vergasern aus" "wer kann alte airbags"


    grundsätlich an das gehäuse ne neue airbageinheit dran zu basteln dürfte ja nicht das problem sein. frage ob sich dafür eine firma findet und das darf mit prüfbericht ect.

  • das wird auch noch spannend. gibt ja nun schon oldeimer mit airbag. in 30 jahren kommt zu der frage "wer kennt sich noch mit vergasern aus" "wer kann alte airbags"


    grundsätlich an das gehäuse ne neue airbageinheit dran zu basteln dürfte ja nicht das problem sein. frage ob sich dafür eine firma findet und das darf mit prüfbericht ect.

    gibts nicht, also ich hatte mal bei Audi 80 den Mangel "Lenkradummantelung lose" und habe mir daraufhin ein Lenkrad besorgt, da das bei Audi inklusive Einbau mir 1150€ beziffert wurde (man darf ja da eigentlich nicht ran).

    Die Geschichte endete mit einer halben Festnahme beim Zoll und einem Verstoß gegen das "Sprengstoffgesetz", sattem Bußgeld sowie Sperrung vom eBay Account. :crying

  • Genau - Airbags fallen unter das SprengG. Da versteht Papa Staat keinen Spaß.

    Anekdote am Rand: Die 13 Jahre alte Tupperschüssel der BEA hat jetzt gerade einen Rückruf wegen Takata bekommen, die Airbags werden kostenlos getauscht. Hätte nicht gedacht, dass das noch jemand kümmert.

  • Und dann diese Gurtstraffer,

    auch ´ne spannende Sache, ´nem Ex-Kollegen sind die in seinem Verbrauchswagen mal einfach so während der Fahrt losgegangen, erst der vom Beifahrersitz, seine Frau hatte dann auch schön Blutergüsse von der Wucht, kurz darauf dann der auf der Fahrerseite, er meinte, da sei sehr viel Glück von Nöten gewesen deshalb keinen Unfall zu verursachen.

    Insofern durchaus ziemlich sicherheitsrelevant.

    Das neue Gurte (die kann man danach nicht mehr wirklich benutzen) den Wert des Känguru oder was es war deutlich überstiegen hätten versteht sich von selbst.

    Ist aber wohl gar nicht unüblich erfuhr er dann.

    Eine super Sache.

    Einmal editiert, zuletzt von Bierchen ()

  • Naja, solange die Prüfer ihren Job machen und den Titel "Prüfingeneur" verdient haben, ist alles gut.

    Sicherheitsrelevante Dinge möchte ja jeder ordentlich gecheckt bekommen, aber Pisackerei zu ertragen erfordert Geduld.

    Ich habe mal bei der Dekra ein Polizeibesuch ausgelöst, weil meine vor 15 Jahren eigetragenen Felgen (bündig abschließend, eingefedert im Radkasten verschwindend) bemängelt wurden, weil ich ja damit ein vorbeilaufendes Kind mitreißen könnte.
    Als er dann noch meine neuen gammelfreien Benzinleitungen bemängelt wurden, weil sie aus unzulässigem Material schienen, bin ich aus Versehen pampig geworden.


    Was soll das bedeuten "Ku-Ni-Fer" meinte er, habe ich mir nicht verkneifen können zu fragen wo er denn seinen Ingeneur bekommen hat. Dann wurde zurückgepampt und er wollte meinen Wagen stillegen. MIt dem Wagenheber in der Hand und den Worten "er solle mein Kennzeichen in Ruhe lassen" wurde dann seitens der Dekra die Polizei gerufen.

    War ein schöner Tag, habe es aber selbst vergeigt.

  • Ich steh doch auch immer mit dem Tüffer unter dem autowagen. Aber die Taktik von Julia mach ich fast immer. Nur beim Scort nix genutzt. Da war der querlenker wirklich im Eimer und das Wischergummi hat er zu ersten Mal nicht beachtet.

    Geil war das mal davor, die dieselpumpe hatte eine winzige Inkontinenz. Er Vollgas getestet, ich Schweißperlen auf der Stirn, Werkstatt ebenso. Er die Bimmel rausgefahren und dann direkt ins Büro zum Drucker gegangen. Genau die Zeit hab ich zum wischen gebraucht. coyo

  • Wie gesagt ist das in Österreich ein Fehler, sowas vorher zu korrigieren.

    Das Prinzip erinnert mich stark an die 90er wie ich es mit meinen verbastelten Schrottkisten gehalten habe. Bei Polizeikontrolle - und die gabs oft in der Ecke wo ich damals wohnte - bloss nicht den Verbandskasten oder Warndreieck dabei haben. Also kleinigkeiten die man auf erste Nachfrage sofort verneint. Damit hatte der Beamte vor Ort schon seinen Fang für die quote und gleich was zu schreiben und nen Zehner kassiert, und übersah immer solch kleinigkeiten wie falsche Räder dran oder nicht eingetragenes Lenkrad drauf. Hat immer ganz Wunderbar geklappt. Eine abgelaufene ASU war auch immer ganz brauchbar, das sah damals niemand so eng , musste aber meisst auch mit nen zehner geahndet werden :smile

  • was sagt man denn dem Kunden in der Ford-Werkstatt bei Übergabe der Werkstattrechnung, wenn, unter vielem anderen, die komplette Vorderachse überholt und mit komplett neuen Bremskomponenten geschmückt da drin steht, und im beiliegenden Tüv-Bericht ebenjene sich wieder findet, mit dem Spruch: "Bremse nähert sich der Verschleißgrenze"...

  • Naja. Eigentlich nähert sich eine neue Bremse ab der ersten Bremsung ja auch der Verschleißgrenze...

    Wie alle anderen Verschleißteile halt auch.

  • Da musste was auf´n Zettel, sonst bekommt der arme Prüfer es beim Vierteljahregespräch mit seinem Bezirksobermacker ordentlich hintenrein, aber ohne Vaseline