Granada 2,6 Anfahrruckeln

  • So - Auspuff ist drin. Ich hatte das Glück, eine originale, unbenutzte Motorkraft- Auspuffanlage zu bekommen. Dafür auch hier nochmals 1000 Dank! Lediglich die beiden Hosenrohre waren von MM. So passte dann auch eins nicht. Das linke war schlicht 50mm zu kurz, was aber nicht wirklich ein Problem war. Ich hatte noch die erste Serie Gusskrümmer drauf - ohne Risse. Die habe ich auch gegen andere getauscht - vorerst, damit ich den Bock irgendwann mal wieder von der Bühne kriege.

    Ich habe Fächerkrümmer bestellt - der Link wurde hier ja auch bereits geteilt. Es dauert nur bis die Dinger fertig sind- werden nach Auftrag erst gefertigt. Also bleibt das noch spannend.

    Aber zum Ergebnis: Die Vermutung, dass die Hirschgeweihanlage zu dünn ist, sollte sich als korrekt herausstellen. Sound komplett anders, Fahreigenschaften ab 4000+ U/Min ebenfalls anders.

    Was noch ganz witzig war: Aus den beiden Mitteltöpfen hatte ich einen Haufen Tannennadeln rausgeschüttelt und rausgeblasen. Keiner weiß, wo das Teil mal gelagert war. Ich dachte, ich hätte alle erwischt. Bis zum Start des Probelaufs in der Garage. Da hat's nochmal ein Kilo Nadeln gratis gegeben. Die Hütte sah aus wie Sau :biggrin .

    Aber wurscht- das Ergebnis zählt. Und das ist schon mal topp.

    Mal schauen, ob die VA- Krümmer passen und wie die Kiste dann läuft.


    Nachtrag zum Grundthema "Anfahrruckeln". Das ist tatsächlich immer weniger geworden und, bei normaler Fahrweise, nicht mehr spürbar.

    Ein Träumchen - dank Tipps und tatkräftiger Hilfe aus diesem Forum.

  • Das sind mal gute Nachrichten, es ist schon erstaunlich was ein zu dünnes Rohr an einer Seite der Auspuffanlage anrichten kann.

    Bei diesem Endtopf wüsste ich auch gern was das für einer war .

    Mit den Fächerkrümmern wird der nochmal besser laufen. Vielleicht sollte dann der Vergaser nochmal neu eingestellt und synchronisiert werden.


    Berichte mal wie es weitergegangen ist.

  • Naja- 20 Jahre der DDR- Historie sind ja unbekannt. Dass dort in Ermangelung des ein oder anderen Ersatzteils hohe Kreativität herrschte, ist hingegen bekannt. Ich werde das Geheimnis wohl nie lüften. Die Anlage war ja optisch erstmal unauffällig.


    Die Fächerkrümmer sollen fertig sein und auf die Reise gehen. Zur Quali, Passform und den Anschluss an eine originale Ford- Anlage werde ich berichten.

    Zum Laufverhalten sowieso.

  • Naja- 20 Jahre der DDR- Historie sind ja unbekannt.

    wobei die wohl sehr interessant wäre, weil so ein auto hatte nicht jeder. kann nur jemand besonders aus dem höheren parteikader gewesen sein

  • Ist das der Granada von dem Journalisten aus Leipzig? Ne glaube das war ne limo, oder? Auf jeden Fall auch ein 2,6er.

    Der hatte ihn aber nur zwei Jahre.

  • Das scheint der zu sein. Am Ende des 2.ten Videos sind die DDR Papiere abgelichtet, Demnach hatte er ihn 2 Jahre.

    4 DDR Besitzer

    Journalist

    Ingenieur

    Verkaufsstellenleiter (ich nehme an VST bedeutet Verkaufsstelle)

    KFZ- Schlosser-Meister


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  • wobei die wohl sehr interessant wäre, weil so ein auto hatte nicht jeder. kann nur jemand besonders aus dem höheren parteikader gewesen sein

    Mm, Erstbesitzer 1909 geboren, heißt 1973 quasi Rentner. Als Rentner durfte man doch ausreisen, war doch so? Also ab in den Westen, neuen Granada kaufen und mitnehmen nach Hause. Wobei gute Kontakte sicher auch nötig waren um den Granada zuzulassen denke ich.

  • Manche Eintragungen im DDR Brief sind etwas eigenartig. Das fängt an mit Ford Braunschweig als Hersteller.

    Länge, Breite, Höhe standen in meinem braunen BRD Pappbrief für meinen 72er gar nicht drin. Das wurde bei der H-Abnahme gemessen.

    Hellblaumetallig mit g am Ende hab ich auch noch nicht gesehen und was bei der Zahl der Sitzplätze passiert ist, weiß der Geier, 14 sind jedenfalls zu viele.

    Die Fahrgestellnummer steht auf dem "Karosseriequerträger"?

  • Hellblaumetallig mit g am Ende hab ich auch noch nicht gesehen und was bei der Zahl der Sitzplätze passiert ist, weiß der Geier, 14 sind jedenfalls zu viele.


    :laugh::thumbsup::rock:



    Stretchlimo! :biggrin

  • Interessanter Videolink von ‚redhead-zylinderkopftechnik‘.

    Aber was ist das für ein unerträgliches politisches Gehetze und Geschwafel in der videobeschreibung…?

    Hat der was am Zylinder..?

  • Aber was ist das für ein unerträgliches politisches Gehetze und Geschwafel in der videobeschreibung…?

    Hat der was am Zylinder..?

    Das ist ja absolut bizarr.

    Respekt dafür dass Du bei dem Geschreibsel überhaupt so weit lesen konntest.

  • Ach, dieses sch... Intro zum Video hätte ich nie machen sollen. Hinterher ist man immer schlauer.

    Das war noch alles vor der wirklichen Odyssee "Motor".


    Zum aktuellen Stand: Die Fächerkrümmer sind da und montiert. Dafür braucht man sehr viel Geduld und sehr krumme Finger. Die Muttern lassen sich nicht mit der Knarre draufschrauben- kein Platz für die Nuss. Also der gute alte Schraubenschlüssel - und den alle 10tel Millimeter umdrehen und wieder einen 10tel Millimeter drehen. Nach einer kleinen Ewigkeit ist dann "schon" ein Bolzen fest.

    Der Abstand der Rohre unter der Karre haben aber so gar nichts mit dem der beiden Anschlüsse an den Töpfen zu tun. Wäre ja auch zu einfach gewesen. Also wieder Bastelstunde.

  • ich habe mir vor einiger Zeit, mit Hilfe des Forums hier, eine 14er Nuss mit 1/4" Antrieb für die kleine Ratsche zugelegt- wegen der Fächer.

  • Ich habe die Stehbolzen an manchen Stellen durch Inbusschrauben ersetzt, die kann man mit abgesägtem Schlüssel dann ganz gut drehen.

  • Zwischenstand und wieder eine Frage:

    FK sind drin.

    Vor dem Probelauf tropfte plötzlich jede Menge Sprit runter. Der Fehler war schnell festzustellen: die Kunststoffleitung unter dem Boden war im Radkasten v.l. in eine zu kleine Gummi-Spritleitung gesteckt und mit einer Schlauchschelle übel zusammengenudelt. Da der Durchmesser der Kunststoffleitung für die 6mm- Gummileitung zu groß war, hat man kurzerhand mit einem Cuttermesser die Leitung längs auf einer Länge von 3 cm halbiert. Dann in die Gummileitung rein und Schelle drauf.

    Dieses hochwertige Kunstwerk hatte sich verabschiedet. Mit weiterem Dank an die Fachwerkstätten für diese Glanzleistung habe ich mich - wenn man schon sowieso unter der Karre liegt - mal wieder am Dauerbrennpunkt Motor umgesehen, warum der einfach nicht aufhört zu ölen wie Sau.


    Und, siehe da, die Verschraubung der Ölwanne- ein Gedicht der Werkstattkunst!

    Dass man die Schrauben bei den Korkdichtungen nicht nach WHB anknallt ist schon klar. Aber dass die alle komplett lose sind und sogar zwei fehlen, ist sicher auch nicht richtig.

    Soweit ich drankomme, habe ich die natürlich handfest angezogen und die zwei fehlenden ersetzt.

    Gibt es eine Möglichkeit, die Schrauben, die nicht so eben von unten zugänglich sind, anzuziehen, ohne den Motor wieder auszubauen?

    Sicher ist, dass dieses Auto nicht mehr in eine „Werkstatt“ zur Wartung kommt!