Granada 2,6 Anfahrruckeln

  • Zu 99,9% ist das nicht möglich. Der Teller mit den Dämpfungsfedern trägt zu dick auf, als daß er in die Schwungscheibe passen würde. Außerdem ließe sich in Folge der Automat nicht mehr festschrauben.


    Fehlendes Pilotlager wäre noch eine Variante. Aber eher unwahrscheinlich. Passt nicht zum TE.

  • vom aufwand her ist es natürlich am einfachsten und günstigsten einen neuen kupplungssatz rein zu schmeißen. dann hat man das für kleines geld ausgeschlossen.

  • Die Schwungscheibe hat ein Problem---nach der Motor Uberholung wurde bestimmt die alte Scheibe wieder eingebaut und der Fehler mitgeschleppt

  • Ich weiß nichts anderes, als dass die Schwungscheibe wieder eingebaut wurde.

    Die Kupplung auch.

    Sind die Schwungscheiben gleich, oder ist der 2,6er mal wieder so eine Ringeltaube?

    Ich habe so den Kaffee auf, dass ich diese Schwungscheibe und den Kupplungssatz komplett neu kaufen würde. Aber woher? Die letzte Kupplung war vom einschlägigen Versender. Wenn es die Ursache war-was ich gerne glaube- war das doch wieder so ein China- Krempel, den keiner braucht! So habe ich auch am Getriebe etliche Simmerringe bekommen, und das Öl läuft lustig weiter. Was soll so ein Simmerring für 1,90€ auch können…

  • Die Schwungscheibe ist immer die gleiche.

    Kupplungen gibt es für den Granada drei Größen. 7 1/2", 8 1/2" und 9 1/2".


    Für diese unterschiedlichen Kupplungen haben auch die Automaten unterschiedliche Durchmesser und entsprechend sind die Bohrungen und Zentrierstifte auf einem unterschiedlichen Radius der Schwungscheibe gesetzt. Werkseitig.

    Dadurch sind die Schwungscheiben dann doch anders, aber eben der eigentliche Diskus ist identisch.


    Ab 2,3 hat alles die 9 1/2" Kupplung.

    Dafür brauchst Du dann alles passend.


    Gerade der Kupplungssatz kommt von verschiedenen Herstellern, die an unterschiedlichen Orten produzieren.

    Hat absolut nichts mit dem Händler zu tun.

    Dichtungen und Dichtringe besorgt man sich von Viktor Reinz oder vielleicht noch Elring.

  • Ich weiß nichts anderes, als dass die Schwungscheibe wieder eingebaut wurde.

    Die Kupplung auch.

    Sind die Schwungscheiben gleich, oder ist der 2,6er mal wieder so eine Ringeltaube?

    Ich habe so den Kaffee auf, dass ich diese Schwungscheibe und den Kupplungssatz komplett neu kaufen würde. Aber woher? Die letzte Kupplung war vom einschlägigen Versender. Wenn es die Ursache war-was ich gerne glaube- war das doch wieder so ein China- Krempel, den keiner braucht! So habe ich auch am Getriebe etliche Simmerringe bekommen, und das Öl läuft lustig weiter. Was soll so ein Simmerring für 1,90€ auch können…

    War das dein Granada der die Motorüberholung bei Readhead mit zuerst falscher Nockenwelle bekommen hat?


    Ich kann nur aus meiner eigenen Erfahrung berichten:

    Mein 2.6er GXL Coupe aus 72 hat beim Kauf 2009 auch dieses Anfahrschütteln gehabt. Der Wagen hatte damals ~ 100000 auf der Uhr und 10 Jahre gestanden.

    Dieses Schütteln verschwand auch nicht mehr. Mit dem Vergaser hatte es nichts zu tun.


    Habe bei einem Treffen auf dem Hof von Uwe Hochstein eine NOS Kupplung kaufen können, diese stammte offensichtlich aus den Achtziger Jahren.

    Die habe ich eingebaut und das Schütteln war Geschichte.


    Früher hatte ich dieses extreme Anfahrschütteln auch schon beim Knudsen Taunus, auch damals war die Kupplung schuld.

  • , und das Öl läuft lustig weiter.

    Hat sich denn jemand die laufflächen auf den Wellen angeschaut?

    Sonst wird das meist nix, mit dem Austausch der Ringe ist es oft nicht getan 🤷🏼‍♂️

  • Jap- das mit der falschen Nockenwelle von Readhead war meiner.

    Die Qdyssee ging danach aber erst richtig los.

    Der Motor war nach 1000 km wieder völlig im Eimer.

    Dann Revision 2. Alles, ohne Kolben. Fehler! Wieder 1000km- Kolbenfresser.

    Dann Revision 3. wieder alles komplett.

    Ist noch in der Einfahrphase.

    Beim Uwe (Hochstein) war ich heute noch.

    Er vermutet, noch einen Kupplungssatz von Sachs zu bekommen. Schauen wir mal.

  • Das mal was daneben geht - kann passieren.

    Aber 3. Revision?

    Wissen die überhaupt was die da tun?

    Das ist doch kein komplizierter High-Tech-Motor...

  • Als der Schaden da war, hörte ich nur, dass alles gut und richtig gemacht wurde… Für mich als Laien war der Kernfehler, den Motor mit Silikondichtmasse zusammenzubauen. Vermutlich war das Zeug etwas großzügig aufgetragen und hat sich im Betrieb zersetzt und nach wenigen 100 km (erster Ölwechsel) das Öl zu einer schwarzen Pampe verwandelt. Die Ölpumpe und Bohrungen waren nahezu dicht. Öldruck und Temperatur waren nach den Instrumenten ok, aber was heißt das schon.

    Lagerschalen, Nockenwelle, Ventiltrieb- alles Kernschrott.

    Das wurde natürlich nicht mehr bei Redhead gemacht. Die machen auch keinen einfachen Ölwechsel.

    Dann wurde alles erneuert, bis auf die Kolben. Das war der Fehler. Die müssen bereits ebenfalls einen thermischen Schaden gehabt haben, sollten aber nach Auskunft einwandfrei laufen.

    Dabei wurde neben den Lagerschalen eine 2,3er Kurbelwelle eingebaut- es sei die gleiche wie beim 2,6er. Ich (Idiot) habe das nicht hinterfragt. Dadurch ist der Kolbenfresser auf Zyl. 3 sicher nicht verursacht worden, aber das grauenhafte Kompressionsbild schon.

    Der Kolben hatte sich trotz seines Schadens (der sah furchtbar aus) wieder freigeschlagen, was zu einer Geräuschkulisse führte, wie Schrauben in der Kaffeemühle.

    Wieder die abenteuerlichsten Geschichten! Die Ventilsitzringe seien herausgefallen- das käme öfter vor! Ich bin sicher kein Motorenspezialist, aber wenn Ventilsitzringe rausfliegen, gibt’s Kleinholz.

    Also Reparatur 3 wieder woanders. Alles was beweglich war raus und neu, Bohren, Schleifen, Planen. Die 2,6er Welle wieder rein, Dichtungssatz und fertig.

    Eins ist sicher: das ist der teuerste 2,6er (ohne Tuning)!

    Da sind auch matching numbers nur ein sehr schwacher Trost.

    Sorry für die ewig lange Antwort, ging nicht in Kurzversion.

  • Autsch!


    An schwarze Pampe kann ich mich zwar erinnern, könnte damit aber nicht soviel anfangen.


    Zwodreier vs Zwosechs: beide Motoren haben den gleichen Motorblock und somit auch die gleiche Bohrung. Daher kommt das Mehr an Hubraum beim Zwosechs auch tatsächlich aus dem Hub. Weil alle Köln V6 die gleichen Pleuel haben, wurde beim Zwosechs ein flacherer Kolben benutzt.


    Baust Du nun in einen Zwosechs die KW vom Zwodreier, dann funktioniert das sogar tatsächlich, aber die Kompression ist dann unterirdisch und die Leistung schlecht genug, daß man den Motor so in einen Transit einbauen könnte.


    Sitzringe werden eingeschrumpft. Die Sitze werden so gebohrt, daß man den Sitzring eigentlich reinprügeln müsste, weil Ring zu groß und Sitz zu klein. Der Kopf wird erwärmt und dehnt sich aus, die Ringe werden gefroren und schrumpfen. Dann gibt es einen kurzen Moment, wo das quasi ineinander fällt. Und wenn beides wieder auf gleicher Temperatur ist, klemmt der Sitzring bombenfest. Wenn der rausfällt, hat man beim Einbau einiges falsch gemacht.

  • Oh Mann. Da kann einen natürlich die Lust vergehen wenn man an solche Spezialisten kommt.

    Ich hoffe für dich das der Brocken jetzt hält!

  • Never touch a running system...das bewahrheitet sich hier mal wieder. Wenn der Motor keinen Schaden hat, lass ihn zusammen. Alles neu ist nicht in jedem Fall besser.


    Wenn Motorüberholung, dann selbstmachen, zum Willi oder zum Liebl, die beiden stecken in den Details.


    Wenn ich das oben lese, sind da ja wohl kapitale Fehler gemacht worden. Beim ansehen der Videos kamen mir schon Zweifel weil viele Bauteile die man sortiert ablegen sollte, wild in der Wanne lagen.

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    Ich denke darum geht's

  • Oh man. Wenn der in der DDR gelaufen sein sollte, dann hat der nie großartig Drehzahl gehabt. Wollten die lt Video nicht den Block und die Kolben messen? Wäre wohl von Vorteil gewesen. Ich schätze, der hätte nicht gebohrt werden müssen. Lager neu, weil sowieso zerlegt und neuen (Marken) Dichtsatz.

  • Habe mir zur Sicherheit einen guten 2,6er Motor gesichert. Der kommt auf eine Palette und wird dort hin und wieder bewegt. Der drückt auf allen Pötten 9,5 und kommt im Bedarfsfall so rein wie er ist.

  • Habe mir zur Sicherheit einen guten 2,6er Motor gesichert. Der kommt auf eine Palette und wird dort hin und wieder bewegt. Der drückt auf allen Pötten 9,5 und kommt im Bedarfsfall so rein wie er ist.

    Genau...vorher die Nummer umschlagen, dann haste wieder matching numbers :sinnlos:

  • Ich staune immer wieder, dass mein in der Garage zusammengepanschter 2,3er schon so lange hält wenn ich sowas höre.

  • Trotzdem kommt mir das komisch vor das der Motor dann 1000km läuft und danach dann alles im Eimer ist...hats am ÖL gelegen?

    War das überhaupt Öl was da eingefüllt wurde?


    Jedenfalls war die Odyssee teuer und nervenaufreibend....


    Andererseits hätte er ja vorher hier fragen können, da wäre ihm geholfen worden und er wäre seit Jahren glücklicher Besitzer eines geschmeidig laufenden Granadas gewesen...vielleicht :wonder:

  • Weil Du es selbst gemacht hast und weißt, was Du tust!

    Jaaaa neee ich weiss ja nicht...son Ford V6 ist ja nun wirklich das allereinfachste, was man als Motorenbetrieb so in die Finger bekommen kann. Ein Geschenk quasi. Ehrlich, in die Motoren kann man doch sogar reinkacken, die laufen trotzdem irgendwie. Die Nockenwellenlager waren bei meinem Motorblock quasi nicht mehr vorhanden trotzdem lief der Brocken bis das Stirnrad aufgegeben hat. Das Ding mit ner Motorüberholung so zu killen, dass der wirklich komplett schrott ist...das will mir wirklich nicht in den Kopf. Haben die alle Bauteile trocken eingebaut ohne Öl oder wie bekommt man das hin?

  • Es wurde ja was von zuviel Dichtmittel geschrieben.. wenn sich das so langsam in den ölkanälen verteilt und die Schmierung immer weniger wird..


    Was wohl bei der Prüfung der schwungscheibe und der Laufflächen der wellendichtringe rauskommt ..?

  • Jaaaa neee ich weiss ja nicht...son Ford V6 ist ja nun wirklich das allereinfachste, was man als Motorenbetrieb so in die Finger bekommen kann.

    Das habe ich auch immer gedacht. Aber nach der ersten Revi - die mit der Schleicher-Welle - sah der „einfache Motor“ von innen aus wie nach einem Bombenangriff.

    Die Ventilstössel hatten Kantenausbrüche, als hätte einer mit der Axt reingeschlagen. Die Lagerschalen der K-Welle hatten Riefen ohne Ende und an der neuen Nockenwelle fehlten an der stärksten beschädigten Nocke 5mm Hub! Die Ölpumpe saß komplett zu mit Spänen und eben schwarzem Kunststoffmüll.


    Silikondichtmittel hat an so einem Motor nix verloren, schon gar nicht im Überfluss. Meine Überzeugung heute, aber damit steht man ziemlich allein da.

    Es wäre tatsächlich besser gewesen, vorher hier mal nachzufragen.


    Jetzt läuft der Motor- schauen wir mal, wie lange.

    Die zwei Niederlagen haben mich (nahe der Verzweiflung) veranlasst, eine völlig unabhängige, andere Werkstatt zu suchen (und zu finden), die ohne Kenntnis der Vorgeschichte loslegen kann. Natürlich mit dem ok, alles zu ersetzen und, nach einem Fresser wohl unvermeidbar, die Zylinder aufbohren zu lassen.


    Schwungscheibe und Ersatz aller Kupplungsteile habe ich schon angesprochen- Ergebnis wie immer: kann nicht sein, das sah doch alles gut aus…

    Der Kampf gegen die Wand geht weiter.

  • Das liest sich jetzt tatsächlich so als wenn die Schmierbohrungen der Nowe-Lager nicht mit denen im Block fluchtig waren.

    Dann läuft das tatsächlich eine zeitlang..aber nicht lange weil obenrum gar nichts ankommt.

    Hast Du Fotos von den Schäden machen können?