Dein Autowahn liegt ja auch im oberen Drittel. Bist also ne Ausnahme ![]()
Ich hab momentan zwei Granada Mk1 am Wickel und ein Projekt wartet auf Bühnenplatz. Der Mustang interessiert mich kaum, der andere Bremer Roland war von Anfang an Ersatz und braucht deswegen keine Zuwendung oder dergleichen. Der steht einfach abgedeckt bis den anderen der Alltagsrost unwiderbringlich dahin gerafft hat (-ist sowas beim Granada überhaupt möglich? Der Versuch läuft nun mit geringer Zuwendung und etwas Fluidfilm über 10 Jahre).
Mein Bedürfnis an Altkarren ist gedeckt, es gibt eigentlich keine Wünsche mehr. Und ne Altkarre ist für mich nicht alles was ein bestimmtes Alter erreicht hat. Das Schreiben hier über Error und Klo z.B. wäre vor kurzem noch undenkbar gewesen.... Bei mir kommen bei sowas immer noch keine Emotionen auf.
Egal. Aales was ich haben wollte habe ich nun auch schon mal gehabt oder möchte es einfach nicht mehr.
Es gibt daneben ja auch weitaus wichtigere Sachen als Automobilität...
Ja, was soll ich nach 25 Jahre noch zum Thema Hecktrieb schreiben außer hier ab und an mein begrenztes Wissen bei Fragen zu teilen, Sachen für andere aufzugabeln oder quer durchs Land zu fahren, beim Blödsinn der Welt mitzuspielen und ein paar interessante Sachen zu verlinken?
Ich kann sagen dass es hier langsam geordnetere Verhältnisse an nimmt, man sieht Boden, die Berge schrumpfen weil sie zu viel gefordert haben - mehr als sie geschenkt haben.
Seit ein paar Jahren scheint die Zeit bei vielen ein großes Thema zu sein, kaum einer hat noch Zeit die frei verfügbar ist, vieles reißt an unserer Aufmerksamkeit, schreit nach Pflege.
Ich mag diese unaufmerksame Schnelllebigkeit nicht. Mag Sachen die ich verstehe, selbst selektiere, warten und einschätzen kann.
Ich gehe momentan an den Hecktriebkram nur ran wenn ich Bock dazu habe. Dann stehe ich aber hoffentlich mit Werkzeug und guter Musik oder mit nem Bier und nem Kollegen in der Werkstatt und nicht wie ein Unerwachsener mit dem Handy um damit möglichst zeitnah mit dem Bildmaterial mein gefaktes Social Media Leben zu kreieren.
Dadurch ist es selten angebracht für mich Arbeitsprozesse zu dokumentieren. Ich mag auch den Flow beim Tun und dass ich dann da bin, an nichts anderes denke. Das ist das geile beim Handwerk-dass der Kopf schweigt, Ruhe einkehrt.
Und dabei setze ich keine zeitlich utopischen Ziele, denn damit würde ich mir selbst im Weg stehen, kündige möglichst wenig an & bin auf andere Meinungen darüber kaum angewiesen. Mir geht es um den persönlichen Prozess und es geht um die Auseinandersetzung damit.
Genauso finde ich es aber auch gut wie der Butscher so aufdreht, Leute beim
Tun mit nimmt, seinen Run hinlegt. Jedem das Seine. Die Nummer ist auch etwas das die Gemeinschaft (hier) mit Futter versorgt.
Recht ambitioniert und eine schöne Story- das hat bestimmt einigen den Abend versüßt und für Freude gesorgt.
Ich mag das Paretoprinzip, es aber gern auch quick & dirty; zu improvisieren was andere sich aufgrund von Selbstanspruch nicht trauen würden.
Mein Lieblingsfred war mal unter anderen "Weiterfahren um jeden Preis".
Der hat ein Lebensgefühl widergespiegelt. Da ging es eher um das Rumkommen als um Show & Shine.
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Was nützt uns Hecktrieb wenn keiner mehr quer fährt?
