Klackerhülse

  • ...aber ich werde wenn ich Rentner bin über diesen selbstständig flankenspielkompensierenden Keilwellenverbinder sinnieren.

    ich hoffe nicht, dass du dann auch so aussiehst wie der erfinder des selbstständig flankenspielkompensierenden keilwellenverbinders :biggrin:biggrin:biggrin

  • Ich habe auch schon eine verschlissen. Man hört am Klackern ab wann man drauf warten darf.

    Die war beidseitig nicht mehr verklebt, obwohl sie es hätte sein sollen. Rock'n Roll Reparatur wäre es gewesen, die Hülse einfach umgekehrt wieder aufzustecken. Dann hätten die schlechten Zähne in der guten Seite der Hülse wieder gegriffen und umgekehrt.

  • Ich finde den Typen im Video auch voll geil. Habe aber keine Ähnlichkeit.

    Ihr habt mich auf jeden Fall überzeugt daß ich da keinen großen Hermann von mache. Ich bastel den Kram trotzdem aus Neugier mal auseinander wenn ich Bock hab. Wat is denn nu mit Einkleben oder Zementieren? Wahrscheinlich dann auch überflüssig???

  • :uwe: Never touch a running System!


    Mach es auf, wenn es an der Zeit ist, aber nicht einfach zum gucken. Oder andersherum, wenn Du es schon auf hast, dann musst Du auch was machen.


    Auch wenn ich keine Erfahrung damit habe, (weil damals Diff getauscht) favorisiere ich die Klemmlösung.

    Das betreffende Diff habe ich seiner Zeit angefangen zu modifizieren. Dabei ist mir aufgefallen, daß die Mutter der Klemmhülse, die ich habe, zu wenig Nuten hat, um ihr die angemessene Vorspannung zu geben. Ausserdem habe ich in Erinnerung, daß die Klemmhülse nicht mittig auf der Clark-Hülse gesessen hätte, sondern einseitig am Rand. Das bedingt durch die Position des Drainageloch in der Diff-Verlängerung.

    Aber, wie gesagt, nie zuende gebaut und nie probiert.

  • So... Ich tu das mal alles in einen Beitrag, damit das für die Nachwelt erhalten bleibt:


    Man benötigt:

    - Spannhülse Nr.: H209-Div-40

    - Pendelkugellager Nr.: 1209-K-TV-C3 SNH 45x85x19 (zu bestellen z.B. bei : agrolager.de )


    Vorbereiten der Teile:

    Ersteinmal muss das grosse Rollenlager dran glauben-Wir benötigen nur den Innenring-Grobmotoriker greifen zur Flex,zerschneiden den Aussenring und pulen die Kugeln mitsamt dem Nylonkäfig heraus-man kann auch das Lager in sich verdrehen,einige Kugeln per Hand entfernen und den Aussenring abnehmen!

    Der Innenring ist konisch-genausowie die Spannhülse-Also Mutter und Sicherungsblech von der Hülse abschrauben-den innenring des Kugellagers auf die Hülse schieben(geht nur von einer Seite)Sicherungsblech und Mutter wieder auf die Spannhülse schrauben.


    klacker1.JPG

    (Spannhülse mit aufgestecktem Innenring des Lagers)


    Nun kann man das Prinzip erkennen-Wenn man die Mutter anzieht zieht sich die Spannhülse in den konischen innenring-dadurch werden hohe Kräfte erzielt,die später unsere Spannhülse zusammendrücken---SPÄTER!!

    Als nächstes müssen wir die Klackerhülse auf der ganzen Länge aufschneiden-habe zuerst mit einer Trennscheibe für Dünnblech vorgearbeitet-danach mit einer handelsüblichen Trennscheibe den Schlitz auf 2,5 mm Breite gebracht-Mit einer Feile die Oberfläche glätten-auch den Grad in der Hülse entfernen!!


    klacker2.JPG

    (aufgeschnittene Klackerhülse)


    Jetzt kann man schonmal das Spannelement auf die Klackerhülse schieben-die Nut in der Spannhülse sollte mit unserem Flexschnitt in der Klackerhülse fluchten-das volle Ende der Klackerhülse und die Spannmutter müssen später zum Diff zeigen-also nach hinten-das maß von der vorderen Seite der Klackerhülse zum Lagerring darf 42mm nicht unterschreiten-sonst schleift der Ring an der Achsverlängerung-am besten markieren und die Spannmutter per Hand oder im Schraubstock so fest anziehen,dass sich das Lager nicht mehr auf der Klackerhülse bewegen lässt.


    klacker3.JPG

    (Spannhülse drübergesteckt)


    Die Klackerhülse mit dem vollen Ende auf den Zapfen des Diffs schieben-Gummitülle der späteren Modelle wenn vorhanden entfernen!


    klacker4.JPG

    (Vorspannen)


    Auf der Unterseite der Achsverlängerung ist ein Loch. Dieses muss auf 20-22 mm aufgebohrt werden-durch dieses Loch werden wir später mit einem Dorn die Spannmutter anziehen!!

    Nun montieren wir die Achsverlängerung an das Diff-vorher natürlich wieder die Welle mit Lager und Sicherungsring einbauen-Die Achsverlängerung mit den vier Schrauben anziehen(80-90NM)


    klacker5.JPG

    (Spannen im zusammengebauten Zustand durch das aufgebohrte Ablauf-Loch)


    Jetzt wird durch das Loch mit einem Dorn die Spannmutter festgezogen,bis es nicht mehr geht-Wenn man sich nicht sicher ist,ob sich die Mutter noch dreht kann man mit Edding einige Punkte setzen und nach ein paar Schlägen vergleichen-Wenn fest dann eine der Sicherungslaschen in eine der Nuten der Spannmutter schlagen --fertig---


    (Text und Bilder stammen von Wollelunder)

    3 Mal editiert, zuletzt von DX-Zwo ()

  • Sehr cool, danke!


    aber noch eine Frage zum generellen Verständnis: welchen Unterschied gibt es zwischen der Klackerhülse und den Getriebeausgängen bzw Kardanflanschen? Ist ja im Endeffekt das gleiche Prinzip aber ich hab noch nie gehört dass ein Getriebeausgang rundgefahren wäre. Toleranzen anders gewählt, kürzer aufgeschoben?

  • :uwe: Never touch a running System!


    Dabei ist mir aufgefallen, daß die Mutter der Klemmhülse, die ich habe, zu wenig Nuten hat, um ihr die angemessene Vorspannung zu geben.

    Die Spannhülsen sind Normteile. Auch wenn die Mutter nur 4 Nuten hat, der Blechstern ist so konstruiert das auch bei kleinen Drehwinkeln der Spannmutter immer einer der Lappen in eine der Nuten passt.

  • Schon klar. Aber verschraubt wird die Spannmutter, indem man mit einem stabilen Schlitzdreher in die Nuten greift und gegen den Rand der Bohrung in der Duft-Verlängerung hebelt.

    Dafür fand ich die vier Nuten zu wenig, um vernünftig nachzugreifen.

  • Servus,


    mehr wie vier Nuten würden die Spannmutter schwächen, meine Meinung. Da entsteht beim Spannen ein immenser Druck und das die Mutter nicht gesprengt wird, sind halt nur vier Nuten drin. Deswegen auch festdengeln. Wenn das gebohrte Loch 22mm Durchmesser hat, kommst da mit einem kräftigen Durchschlag, und ein Durchschlag mit einem Zentimeter (10 mm) Durchmesser ist kräftig, locker rein und kannst eine Nut nach der anderen vordengeln.

    Die, die das schon gemacht haben, haben es doch auch geschafft und es hält bis 50.000 km Fahrleistung nach deren Angaben. :dunno:


    Gruß schmidtla

  • Schon klar. Aber verschraubt wird die Spannmutter, indem man mit einem stabilen Schlitzdreher in die Nuten greift und gegen den Rand der Bohrung in der Duft-Verlängerung hebelt.

    Dafür fand ich die vier Nuten zu wenig, um vernünftig nachzugreifen.

    Kann man die Welle nicht drehen während der Montage?

  • Die SIRIS von den Antriebswellen sind übrigens Normteile und kosten einen Bruchteil von der MM Ware--Dimensionen der Rings kann ich raussuchen

  • Bevor Du hochmotiviert den vorderen Sommerring nebst Lager tauschen möchtest, lies Dir unbedingt das entsprechende Kapitel aus dem WHB durch und überleg Dir danach, ob Du da wirklich bei gehen möchtest.

    Jene, die gleich schreien, das wäre doch alles kiki und man müsse doch nur die Position der Mutter markieren, wissen ganz genau, daß das funktionieren kann, aber nicht muss. Nimmst Du eine neue Spannhülse, weisst Du nicht, ob die ein identisches Maß hat. Oder ob die alte Spannhülse immer noch so spannt, wie vor vierzig Jahren.

    Garantie gibt Dir auch keiner.

  • dem kann ich nur zustimmen.

    überlege dir gut, lies dich gut in die sache ein, und höre auf jeden rat, was und wie genau das zu machen ist.

    zwischen bestellung und instandsetzung ist ein weiter weg....

  • Das mit dem vorderen Simmerring ist natürlich völlig richtig-das muss jeder für sich selbst entscheiden-ich habe das aber schon mehrfach gemacht und es hat immer gut geklappt--

  • Moin. Vielen Dank für die Warnungen, ich werde es beherzigen. Dachte nur, wenns schonmal auseinander ist.......

    Ein Werkstatthandbuch habe ich ja auch immernoch nicht.

    Das hier in den Links ist glaube ich nicht vollständig.

  • Ich werfe Dir das unter den Baum. Bis dahin kannst Du im Knudsen WHB nach der Hinterachse schauen. Das Diff ist in den relevanten Teilen identisch. Nur daß es eben nicht eine Getriebeverlängerung nach vorne, sondern zwei seitliche gibt.

  • Mir fällt jetzt spontan kein Grund ein warum das nicht funktionieren sollte. Gleiche Mutternstellung führt zur gleichen Vorspannung. Man muss es natürlich genau nehmen und wissen was man tut.

    Die Stauchhülse wird beim Lösen der Mutter wieder ein Stück länger und sitzt bei Wiederanziehen dann unter der gleichen Spannung . Die soll im Prinzip nur verhindern das sich der Innenring des vorderen Kegelrollenlagers auf der Welle dreht weil Schiebesitz.