.
Guten Morgen!!!
-
-
bleibt zu hoffen, dass die unterste reihe nicht 1 bis 8 ist und schon alles raus geregnet sind.
-
Moin,
nach eeeeewiger Abstinenz werde ich jetzt wieder häufiger hier vorbeischauen.
-
Willkommen zurück!
Wie ist das werte Befinden?
-
Danke, mittlerweile wieder gut - ich kann endlich Granada schrauben

-
Klingt nach einer langen Geschichte für abends am Lagerfeuer in Kottenhain, oder ist einfach nur die Scheidung durch?
-
Alles gut. Bin noch immer verheiratet
War nur alles und auf´s Mal zu viel.Zwei Jahre war ich zudem gesundheitlich ziemlich eingeschränkt.
Hatte mich auch mit meinen Autobaustellen übernommen und selbst gestresst.
Die Ruinen sind nun weg, die Töchter sind ausgelernt, berufstätig und ausgezogen und Papa muß sich nicht mehr
darum kümmern das ihre Kisten laufen und nebenbei bleibt auch mehr Kohle übrig
die ich nicht in deren Tank, Reifen oder Ersatzteile stecken muß.
Ich glaube, das ist der erste Winter seit 10 Jahren wo die Hebebühne nicht mit irgendwelchen
akuten Fällen blockiert ist.
Aber es gab auch viele viele Lichtblicke in dieser Zeit. Aber beschränken wir uns auf´s Hobby
Meine kleine Tochter "Schredder" ist genau so alt-Auto-Begeistert wie ich so das ich ihr zum 22ten einen
meiner E30 vermacht habe. Um Den kümmert sie sich nun aufopferungsvoll. (Wieder einen Weniger um
den ich mich sorgen muss). Wie es die Liebe will ist sie seit einem Jahr mit einem KfZ-Meister leiert der gerne
mit mir schraubt.
Desweiteren habe ich auch den Mk2 Diesel Fiesta abgeschoben. Dafür sind mir ein E21 und ein 630CS zugelaufen
-
Auch wenn ich nicht wusste, daß es mal anders war, schön daß es Dir wieder gut geht.
Ansonsten, abgesehen vom Kfz-Meister und E30 ein vertrautes Lied.
-
Meine kleine Tochter "Schredder"



-



Den Spitznamen hat sie sich verdient - weniger wegen Kaltverformung sondern weil sie mit ihrer großen Klappe und Schlagfertigkeit das Ego selbst des größten Don Chuan in zwei Sätzen hächselt wenn sie will
-
Klingt gut. Und immer schön, wenn man gute Nachrichten liest.
-
Huhu, schön dass du wieder da bist!



-
Willkommen zurück!
-
Den Spitznamen hat sie sich verdient - weniger wegen Kaltverformung sondern weil sie mit ihrer großen Klappe und Schlagfertigkeit das Ego selbst des größten Don Chuan in zwei Sätzen hächselt wenn sie will
Sehr sümpatisch. Und passend zu der Figur, die ich gerad in meiner neuen Geschichte verwende.
ZitatAlles anzeigenLaurie schwieg einen Augenblick, dann fiel plötzlich ein Schatten über die Bank und zwei Typen standen vor ihnen.
Der eine war Emre Yilmaz – groß, schlaksig, im Gesicht etwas, das wohl mal ein Vollbart werden wollte. Daneben Can Öztürk – gedrungen, die Haare nach hinten gegelt, umgeben von einer süßlichen Duftwolke.
„Eh, Seda, weiß dein Vater eigentlisch, dass du rauchst?“ fragte Can.
Seda wollte antworten, doch Laurie kam ihr zuvor: „Eh, Ötzi, weiß deine Mutter eigentlisch, dass du nicht mal ’ne Mutter richtigrum draufkriegst?“
Emre versuchte zu kontern: „Was willst du, Kartoffel?“
Laurie stieg von der Bank. Sie war größer als Can, etwa genauso groß wie Emre. Sie stellte sich vor Emre auf und fragte mit einem süffisanten Grinsen: „Magst du keine Kartoffeln?“
„Ey, bin isch deutsch oder was? Isch bin Türke. Stolzer Türke, verstehst du?“
Laurie wedelte kurz mit der Hand Emres Atemluft zur Seite.
Der versuchte jetzt, sie zu provozieren: „Eh, Kartoffel, mach disch locker.“
„Sprichst du mit mir? Mein Name ist nicht Karl Toffel.“
„Eh, wie heißt du nochmal? Laura, oder?“
„Nenn mich nicht so“, giftete sie ihn an. Ich bin Elenn!“
„L.N.? Was ist das? Abkürzung oder was?
„Nicht L.N. Elenn. Sags richtig: Elenn. Man spricht es flüssig. So flüssig wie das da hinten in deiner Hose.“
Seda wollte lachen. Ihre Lippen zuckten, ein kurzes Kichern stieg auf, doch sie biss es weg und zog an der Zigarette.
„Eh Kartoffel, dein Auto brennt“, versuchte sich Can dann an einem mehr als mittelmäßigen Scherz. Niemand lachte.
„Ja wirklisch, hab isch gerade gesehen. Deiner ist doch der Rosteimer mit dem Gestell hintendrauf? Der brennt.“
„Ja, ich habs gehört. Und, was soll ich jetzt machen? Soll ich dir zugucken, wie du die Flammen auspinkelst? So viel Zeit hab ich nicht. Verkrümelt euch, ihr Schnuftis.“
Emre und Can zogen murmelnd wieder ab, Seda schnippte die Kippe weg, dann ertönte der Gong. „Elenn?“, fragte sie.
Laurie zuckte mit den Schultern. „Noch ne komplizierte Geschichte.“
Seda grinste. „Normal ist bei dir nicht drin, oder?“
„Normal ist wie Küssen mit geschlossenen Lippen – technisch okay, aber völlig sinnlos.“
„Komm, wir müssen rein. jetzt ist WiSo.“
Laurie grinste breit. „WiSo, weshalb, warum – wer nicht fragt, bleibt dumm.“
Ich mag sie 
-
Guten Morgen zusammen.
-
Morgen.
-
Guten Morgen,
danke für die lieben Grüße
@Streety - kommt ungefähr hin

und für Bonnie ein

Noch jemand außer mir der sich den Tag mit Arbeit versaut ?
-
@Streety - kommt ungefähr hin

Hehe prima, hab ich ne Bestätigung, dass meine Figur nicht nur Fantasie ist

Noch ne Szene
ZitatAlles anzeigen„Laurie? Tochter, wo bist du?“, rief Tom durch die Werkstatt.
„Hier, wo die Hand leuchtet“, kam es hinter einem roten Chevy Bel Air hervor.
„Was machst du da?“
„Die Sitzbänke wieder rein. Hast du mir doch selbst vor ‘ner Stunde gesagt…“
„Ja, später. Wenn ich mit anpacken kann. Die Dinger sind doch für einen viel zu sperrig!“
„Zu spät. Alles schon drin.“
„...und der Lack ist versaut?“
Laurie verzog beleidigt das Gesicht. „Wenn ich was mache, mach ich’s ordentlich, Boss.
Was gibt‘s noch zu tun? Noch ne Viertelstunde bis Feierabend.“
Tom schüttelte den Kopf. „Heute nichts. Morgen musst du mir mal helfen. Wir müssen bei der C4
die Haube wieder drauf…“
„Määäp!“, machte Laurie ein Geräusch wie nach einer falschen Antwort beim Quiz. „Leider
verloren. Morgen ist Berufschule.“
Tom verdrehte die Augen. „Ach scheiße. Scheiß Schule. Kannst du nicht ausnahmsweise mal blau
machen? Paula hat doch ‘nen Arzttermin und der Kunde will morgen Mittag sein Auto abholen.
„Sorry old man“, grinste Laurie, “Schule geht vor, sagt mein Ausbilder. „Es sei denn, du schreibst
mir ‘ne Entschuldigung.
Komm, ich diktier‘ dir: ‚Lieber Lehrer, meine Tochter aka ‚die Spitzenazubine‘ kann heute
traurigerweise nicht zur Schule kommen, weil ich leider drei Beine, aber keine drei Arme habe und
sie für mich einfach unentbehrlich ist. Mit freundlichen Grüßen, Tom – Herr und Meister‘ “
Tom grinste sie an. „Nee nee, nix da! Du gehst schön da hin. Muss der Kunde eben noch ‘nen Tag
warten.“
„Oder wir machen’s jetzt noch schnell. Los, hopp, pack an!“, drängte Laurie und stellte sich schon
an die linke Seite der Haube.
Tom stöhnte. „Die ist nicht schwer, nur unhandlich. Allein krieg ich die nie sauber rein.“
„Na dann – zwei Mann, vier Ecken. Come on.“
Sie griff links, er rechts. Gemeinsam hoben sie das sperrige Teil an, balancierten es vorsichtig über
die Corvette.
„Noch ein Stück … höher … ja, genau da!“, rief Tom, während er die Scharniere anvisierte.
Laurie hielt das Gewicht stabil, biss die Zähne zusammen. „Jetzt! Rein damit!“
Mit einem dumpfen Klack glitt die Haube in die Aufnahmen. Beide ließen gleichzeitig los und
atmeten durch.
Tom wischte sich die Hände ab. „Allein hätte ich das nie geschafft.“
Laurie grinste breit. „Siehst du? Spitzenazubine. Und jetzt hab ich wirklich Feierabend.“
Tom nickte, trat einen Schritt zurück – und runzelte plötzlich die Stirn. „Shit! Die Kabel am
Lüftermotor … die hätte ich besser vorher noch festgezogen.“
Laurie zog eine Augenbraue hoch, verschränkte die Arme und lächelte überlegen. „Längst erledigt.
Vorhin, als du Kaffee gekocht hast.“
Tom blinzelte, überrascht. „Echt?“
„Echt. Ich denk halt ab und zu mit.“
Er schüttelte den Kopf, halb genervt, halb stolz. „Du bist schneller als ich gucken kann.“
Laurie schnappte sich ihren Schraubenschlüssel, pustete ihn an wie einen rauchenden Colt im
Western und meinte: „Na klar, ich schraub’ schneller als mein Schatten. Sonst wärst du ja totally
lost. Bis morgen. Nee, übermorgen…“
-
wo gibts eigentlich die ganze Story? -
Entsteht grad erst. Es gibt bisher zwei fertige Teile, diese Auszüge sind aus Teil 3.
-
Jo, Schredder ist auch so
-
Ich spam mal weiter voll hier:
ZitatAlles anzeigenDas Licht war kalt. Neonröhren an der Decke, ein einzelner LED-Spot über der Werkbank. Kein Tageslicht, keine Fenster. Nur Werkstattlicht – hart, flimmernd, ehrlich.
Vor dem Tor stand Hook, der rostig-pastellgrüne Chevy C10 mit dem selbstgebauten Abschleppgestell auf der Ladefläche. Seine Dienste waren heute Abend nicht gefragt, er hatte Pause. Wie ein alter Hund, der vor dem Haus Wache hielt.
Drinnen stand Elenn mit dem Rücken zur Kamera. Die Träger ihrer Latzhose hingen lose über die Hüften, der Oberkörper frei, glänzend vom Öl. Ihre Haut trug Spuren – nicht von Schmuck, sondern von Stahl. Und sie trug sie wie Auszeichnungen. Der rechte Arm war tätowiert, von der Schulter bis zum Handgelenk. Autos, Werkzeuge, Frauen. Hook. Ein Archiv auf Haut.
Im Hintergrund: Chaos. Werkzeug lag verstreut, Kabel schlängelten sich über den Boden, das Schweißgerät wartete auf einen seiner zahllosen Einsätze. Ausgebaute Sitze lehnten gegen die Wand, wie stumme Zeugen eines Projekts, das mehr war als nur ein Auto. Links am Bildrand: ein gelber AMC Pacer.
Der skurrile Kleinwagen war Elenns aktuelles Projekt. Tom hatte ihn ihr überlassen. „Hier, mach was draus“, hatte er gesagt. Der AMC Pacer – ein Fahrzeug irgendwo zwischen Kult und Comedy, hatte es zeitlebens schwer gehabt in der Welt der Automobile. Von den einen verlacht wegen seiner Form, ein wenig wie ein Goldfischglas auf Rädern. Von den anderen nicht für voll genommen. Ein Kleinwagen, der zu groß war, zu durstig, zu schräg.
So hatte er einige Zeit auf Toms Hof verbracht. Als Ladenhüter aus einem schlechten Deal war er in den Reihen immer weiter nach hinten gerutscht. Leute guckten, fragten, lachten, aber niemand kaufte.
Bis zu diesem einen Tag. Bis Laurie ihn ansah. Und er guckte zurück. Mit seinen sonderbaren Froschaugen.
„Ich will das Auto“, hatte sie gesagt. Und Tom hatte lapidar geantwortet: „Dann nimm ihn.“
Immerhin, sein Zustand war gar nicht mal so schlecht. Er war vor ein paar Jahren aufwändig neu lackiert worden. RAL1016 – schwefelgelb. Dazu war er von Geburt an mit einem V8-Motor gesegnet. 304 cubic inches, runde 125 PS. Nicht üppig, aber eine gute Basis für ein Projekt. Denn Elenn wollte mehr. Nicht unbedingt mehr Leistung – noch nicht. Aber mehr für sich, mehr für den Pacer – mehr für die Welt.
Und so hatte sie zu ihrem Projekt einen Vlog initiiert. Sie dokumentierte den gesamten Aufbau mit ihrer Kamera und stellte die Folgen ins Netz.
Und jeden Samstag, pünktlich um 20 Uhr Miteleuropäischer Zeit, streamte sie live. Live aus der Werkstatt, die Laura ihr in einem Nebengebäude der Fabrik eingerichtet hatte. Aus ihrem Refugium, ihrem Atelier, ihrem Universum aus Öl, Rost und Chrom.
Elenn hielt ein Shirt hoch. Kurz, verwaschen, Vintage. Der Druck einer Band, die heute kaum noch jemand kannte. Ihre Finger glitten über den Stoff, langsam, fast zärtlich, als würde sie eine Erinnerung streicheln.
Dann ihre Eröffnung – eine Hommage an ihr Leben in New York, ein Ritual, das ihre Community kannte und liebte: „It’s Saturday night… and I’m live.“
Sie zog das Shirt über den Kopf, ließ es kurz auf dem Haar liegen, bevor sie es mit einem Ruck nach unten streifte. Ihre Bewegungen waren fließend, kontrolliert, fast wie ein Tanz.
Dann drehte sie sich um, griff nach den Trägern der Latzhose, zog sie hoch, klickte sie ein. Ein Grinsen huschte über ihr Gesicht – frech, herausfordernd, voller Lust am Spiel.
„This is Rebel Yello. Für die unter euch, die neu sind: Ich bin Elenn. Ich schraube. Ich fluche. Ich baue ein Biest. Let’s get dirty.“
Sie griff zum Schraubenschlüssel, hielt ihn kurz in die Kamera, drehte ihn zwischen den Fingern. Dann stellte sie sich im Profil auf, leckte einmal langsam über das kalte Metall – nicht hastig, sondern mit einem Blick, der sagte: Ich weiß, was ich tue. Und ich weiß, dass ihr zuschaut.
Dann beugte sie sich in den Motorraum. Die Kamera fing die Rundung ihres Rückens ein, das Spiel der Muskeln unter der Haut, das rhythmische Atmen. Ihre Hände glitten über den Vergaser, suchten die Schrauben, lösten sie mit geübter Präzision.
ZitatAlles anzeigenDann beugte sie sich in den Motorraum. Die Kamera fing die Rundung ihres Rückens ein, das Spiel der Muskeln unter der Haut, das rhythmische Atmen. Ihre Hände glitten über den Vergaser, suchten die Schrauben, lösten sie mit geübter Präzision.
Der Chat überschlug sich.
1382 Zuschauer – einige hingen schon seit über einer Stunde im Stream – bloß nichts verpassen. Kommentare flackerten über den Bildschirm: Flammen-Emojis, Herzchen, technische Fragen, bewundernde Worte, freche Anspielungen.
Aber Elenn las sie nicht. Noch nicht. Sie war ganz bei sich. Ganz bei ihrem Biest.
„So, heute geht es an die verfickte Gasfabrik“, begann sie und klopfte mit dem Schraubenschlüssel auf den Vergaser, als wolle sie den Neulingen im Chat zeigen, was eigentlich gemeint war. „Zu groß“, murmelte sie leise, „erstickt den Motor. Ja, das ist ein fetter 750 CFM Double Pumper. Sieht geil aus, oder? Der Mythos besagt: Mehr CFM – also mehr Luftdurchsatz – bringt mehr PS. Falsch. Auf einem fast serienmäßigen 304er V8 ist das Ding einfach nur überdimensioniert. Der Motor kann den Luftstrom nicht schnell genug verarbeiten, die Strömungsgeschwindigkeit sinkt, und das Teil mischt nicht richtig. Das Ergebnis: Weniger Leistung, nicht mehr.“
Der Chat stimmte zu.
„Size matters“, schrieb einer.
„Ich fahre ’nen 500er“, ein anderer.
„Never change a running system!“
„Bullshit, das System runnt ja nicht“, konterte ein weiterer. „Raus mit dem Monster.“
Zwischendurch immer wieder die lakonischen „Ausziehn ausziehn“-Rufe.
Und dann: „Du bist das Biest, nicht der Pacer!“
Elenn überflog die Texte kurz, ein süffisantes Lächeln auf den Lippen. „Ganz genau. Der Motor braucht Effizienz, keine protzige Größe.“
Sie wischte sich die Hand am Shirt ab und deutete auf eine kleinere, unscheinbare Box auf der Werkbank. „Das hier ist die Lösung. Die richtige Größe, perfekt abgestimmt auf den Drei-null-vier. Er wird atmen können.“
Stunden später war der neue Vergaser verbaut. Die Zahl der Zuschauer hatte sich fast verdoppelt, und Elenn las inzwischen mehr, als dass sie schraubte. Sie erklärte, diskutierte, stritt – und neckte. Immer wieder mal rutschte ein Träger, das Shirt öffnete einen Spalt Haut, gerade genug, um die Fantasie zu reizen. Nie plump, nie zu viel.
Dann bereitete sie das Finale vor. Der Chat wusste, was jetzt kam.
Elenn legte den Schraubenschlüssel weg, gab letzte Kommentare ab: „So – so weit, so gut. Testlauf gibt es dann, sobald die neuen Ventildeckel drauf sind, nächste Woche oder so. Sie sah direkt in die Kamera. Ihr Grinsen war schief, herausfordernd, voller Lust am Spiel. „Hab ich noch was vergessen?“
Die Antworten flackerten im Sekundentakt.
„Das Shirt!“
„Ausziehn, ausziehn!“
„Ich will dein Shirt!“
Sie lächelte, schob langsam die Träger von den Schultern. „Okay, you dirty bunch. Same procedure as every week.“ Sie zog das Shirt aus, hielt es hoch – Öl, Schweiß, Risse. Darunter Haut, glänzend im Werkstattlicht, mehr als ein Portrait, weniger als ein Geheimnis.
„Das war heute mein Werkzeug. Wer mir das geilste Bild schickt – Werkstatt, Körper, Chaos – whatever – kriegt das Shirt. Ungewaschen. Ehrlich. Elenn.“
Der Chat explodierte. Bilder strömten herein, sie scrollte, lachte, kommentierte. Schließlich legte sie sich fest: „Okay, the Winner is… oh wow! DirtyDaisy. Geiles Pic, girl! Schick mir den Kontakt, dann bekommst du mein Shirt. Alle anderen: Better luck next time. See you next week. Rebel Yello over and out.“
Die Kamera glitt in die Unschärfe, ein Schraubenschlüssel fiel klirrend zu Boden. Dann war der Stream vorbei.
Die Kamera glitt in die Unschärfe, ein Schraubenschlüssel fiel klirrend zu Boden. Dann war der Stream vorbei.
-
strebst du den literaturnobelpreis an?
zur mittagspause glühweingutscheine mit den kollegen einlösen macht die nachmittagsarbeit zwar müder aber irgendwie fluffiger
-
Das wär noch ne Idee

Nö, macht einfach Spaß, sich sowas auszudenken...
-
zur mittagspause glühweingutscheine mit den kollegen einlösen macht die nachmittagsarbeit zwar müder aber irgendwie fluffiger
Ein Schluck und ich hätte überhaupt kein Bock mehr irgendwas zu Arbeiten.
Abgesehen davon: Als mehrmaliger Teilnehmer der Flensburger Punschrallye (1990.91,92 und 93) kann ich alle Arten heißer alkoholischer Getränke nicht mehr sehen !
@ Streety - liest sich flüssig und sehr visuell

-
Danke

Ist auch erst die erste Rohfassung, noch mit Fehlern. Ich werde wieder erstmal die Story entwickeln, dann überarbeiten, korrigieren, anpassen... Hat bei den ersten zwei Teilen Jahre gedauert.
Hier noch ein Abschnitt mit einer Nebenfigur - Erster Auftritt von Stratos, dem Griechen:
ZitatAlles anzeigenLaura war gerade dabei, die letzten spontan angereisten Händler mit den verbliebenen Restplätzen zu versorgen, als plötzlich der Zustrom der Transporter stockte. Erstes Hupen war zu hören, die Zufahrt wurde blockiert von einem rostig-weißen Fiat Ducato. Darin ein heftig gestikulierender Mann mit wildem Haar.
Laura ging zu ihm, öffnete die Fahrertür. „Stratos, was ist los? Will er nicht mehr?“, fragte sie den schimpfenden Griechen.
„Re maláka, springt nicht mehr an. Was ist los? Scheisskarre…! Habe ich erst letzten Monat gekauft neue Batterie und jetzt – wieder tot. Skatá!“
Laura winkte die beiden Hilfskräfte heran, um den Fiat kurzfristig aus dem Weg zu schieben, dann griff sie zum Telefon.
„Warte kurz, ich ruf meine Tochter an. Die kann dir eben Starthilfe geben.“
„Omorfiá mou, meine Schönheit – du bis immer da für Stratos. Ohne dich nix läuft. Nicht mal meine Scheissauto!“
Laura wählte den Kontakt 'Tochter'. „Mal sehen, ob sie schon rangeht.“
Es klingelte drei, vier, fünfmal, dann wurde das Gespräch angenommen. „OP zwo, Schwester Thusnelda am Apparat!“
Laura grinste. „Guten Morgen Tochter. Bist du schon wach?“
„Ich bin noch wach…“
„Ach so. Kannst du mal zum Tor kommen? Wir brauchen hier mal Starthilfe.“
Schweigen.
„Bitte?“, ergänzte Laura das Zauberwort.
„Give me one minute!“ Dann war das Gespräch beendet.
Nur eine knappe Minute später, Laura hatte sich wieder den wartenden Händlern zugewandt, hörte sie, wie vor der Halle die Tür des Pickup zuschlug, langsam erwachte Hook zum Leben und er brauchte einige Momente, bis er jeden einzelnen seiner sechs Zylinder zur Arbeitsaufnahme überredet hatte. Mit viel Getöse fuhr Laurie zum gestrandeten Ducato. Zwanzig Meter über den Platz – keine Gefahr, kein Hindernis. Aber Laurie schaltete das Rundumlicht ein, als stünde eine Großevakuierung bevor. Ein typischer Laurie-Moment: aus einer Kleinigkeit eine kleine Show machen. Heftig mit den Armen rudernd stieg Stratos aus.
Laura ging kurz zu ihnen und zog die Stirn kraus. „Moin. Hast du bis jetzt gestreamt?“
„Laurie sah sie nicht an, sondern öffnete bereits die Motorhaube von Stratos’ Transporter. „No, bin in der Halle eingepennt“, erklärte sie lapidar.
„Na, danke, dass du wenigstens ne Hose angezogen hast“, kommentierte Laura das recht freizügige Outfit ihrer Tochter.
„Sorry, das Shirt ist schon eingetütet… Was liegt denn an?“, fragte sie und guckte prüfend unter die Motorhaube das Patienten.
„Springt nix an – nur Klack, Klack...“, erklärte Stratos das Problem und Laura ging wieder in die Halle. Bei Laurie war das blecherne Sorgenkind in den besten Händen.
Nur fünf Minuten später rollte ein strahlender Stratos in die Halle, draußen hörte man Hook davonfahren.
„Das ging aber schnell“, staunte Laura. Wo fährt sie denn jetzt hin?“
Stratos zuckte mit den Schultern. „Brötchen holen?“ vermutete er und fing an, seine Ware auszuladen.
Zur Erklärung: Laura ist die Mutter, zentrale Figur der ersten beiden Romane, Laurie/Elenn ist ihre Tochter.
-
es ließt sich nachvollziehbar, ich glaub ich kenn die frau. mir persönlich ist es etwas zu viel "gespräch". ich verliere da schnell den faden, wer was sagt und wer wer ist und mit wem und so. aber bis jetzt bin ich noch einigermaßen mitgekommen. brauche mehr reine erzählung. aber das ist auch nur mein persönliches empfinden
der glüh lässt langsam nach, geht ja auch auf feierabend zu. damit gehts auch wieder richtung motivation
-
Ist ja auch nur auszugsweise hier reinkopiert. Im Original wird das etwas mehr strukturiert und nachvollziehbarer. Ansonsten ist der ganze Text aber eher dialogorientiert, da kann man die Figuren schöner darstellen. Zum Beispiel "Justav", den Berliner:
ZitatAlles anzeigenDa rief auch schon der nächste Händer nach Unterstützung.
„Lauraa!“
„Justav, was ist los?“ fragte Laura und ging zu einem schräg parkenden Volvo mit Anhänger.
„Dit stümmt nich hier“, beschwerte sich der Händler und lief immer wieder seinen reservierten Standplatz ab.
„Wat stümmt nich?“, imitierte sie seinen Dialekt und sah ihn fragend an.
„Ick hab acht Meter reserviert. Dit sind aber bloß fünfe hier“, beschwerte er sich und schritt wieder demonstrativ mit fünf großen Schritten den Kreidestrich entlang, der Platz 2B markierte.
Laura sah auf ihr Klemmbrett mit dem Hallenplan und schüttelte den Kopf.
„Nee, du hast fünf Meter.“
„Mädel! Ick hab ümmer achte. Wie soll ick denn auf fünf Meters mein janzet Zeuch unterbringen? Ick hab Ware für zehn Meter dabei. Soll ick noch ne zweete Reihe obendruff packen oder watt?“
Laura zog die Brauen zusammen und blätterte in ihren Unterlagen. „Hast du online reserviert?“
Justav winkte ab. „Tss, Onlein. Diesen janzen modenen Firlefanz broocht keen Mensch. Ick hab dir n Dings jeschickt, wie heest’n dat? Na, so n Blatt. Über Telefon…“
„Ein Fax?“
„Jenau dit.“
Laura grinste. Telefax. Die Trendkommunikationsform aus den 80ern. Aber gut, die Märkte waren Retro, warum sollten nicht auch die Händler und ihre Kommunikation Retro sein? Wenigstens hatte Justav keine Postkarte geschickt.
Sie blätterte nochmal, dann hatte sie seine Bestellung gefunden. „Hier steht fünf“, bestätigte sie die Korrektheit der Reservierung und zeigte ihm das Blatt.
„Watt?“ Justav suchte seine Brille, fand sie im schütteren Haar und sah auf das Blatt. „Mädel, dit is keene Fünnef, dit is ne Achte!“, erklärte er seine Handschrift.
Laura rollte mit den Augen und seufzte.
„Und nu?“ fragte er.
Laura sah auf den Hallenplan. „Wer steht denn neben dir?“
Justav sah sich um. „Bis jetzte – keener.“
„Na, dann ist doch alles klar. Du nimmst die drei Meter nebendran dazu, ich trag dich hier für zwo b und c ein, und allet is jeritzt.“ Sie nahm ihren Kuli und ergänzte die Markierungen auf dem Plan.
„Mädel, du bis ne jute.“, lobte Justav. „Hat dir dit schon mal eener jesacht?“
Laura grinste und zog weiter zum nächsten Problemfall.
Laura grinste und zog weiter zum nächsten Problemfall.
Eine Szene vom Markt. Nachdem Laura in den ersten zwei Romanen (Akt)modell und Erotikunternehmerin war, nutzt sie jetzt ihre alte Textilfabrik, die sie in Roman zwei gekauft hat, für Veranstaltungen.
ZitatAlles anzeigenSeit fast zwei Jahren waren diese Märkte Lauras neue Aufgabe. Nachdem die Konzerte ausgelaufen und damit auch die wichtigste Einnahmequelle versiegt war, hatte sie sich neu orientieren müssen. Und da sie eine ausgesprochene Liebhaberin von Trödelmärkten war – fasziniert vom Alten, vom Stil und der besonderen Atmosphäre – lag es nahe, ihre Fabrikhalle genau dafür zu öffnen. Eine Konsequenz, die sich fast von selbst ergab.
Lauras Märkte waren dabei eine Welt für sich. „Dust & Desire – Märkte für Staub und Sinnlichkeit“ – schon der Name versprach mehr als bloßes Stöbern zwischen alten Kisten. Wer hierher kam, betrat einen Ort, an dem Vergangenheit und Verlangen Hand in Hand gingen. Zwischen antiken Spiegeln, zerlesenen Büchern und Möbelstücken mit Patina fanden sich auch Objekte, die leises Erröten hervorriefen: erotische Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, manchmal frech, manchmal kunstvoll, immer mit einem Augenzwinkern – und ohne diesen erotischen Anteil wären die Märkte nicht Ausdruck ihrer Vergangenheit und ihres offenen Umgangs mit Lust und Körperlichkeit – sie wären einfach nicht „Laura“.
Es war genau diese Mischung, die den Reiz ausmachte: Staub und Sehnsucht, Trödel und Tabu, Nostalgie und Neugier. Lauras Märkte waren kein Ort für billige Massenware, sondern für Menschen, die Geschichten suchten – und bereit waren, sich überraschen zu lassen.
Man kam nicht nur, um etwas zu kaufen. Man kam, um zu sehen, zu staunen, zu lachen – und vielleicht auch, um sich ein wenig aus der Fassung bringen zu lassen. „Dust & Desire“ war ein Markt, der Neugier weckte und Tabus berührte, zugleich ein Zuhause für all jene wurde, die das Ungewöhnliche liebten.
-
Abgescickt,abgeschickt,abgeschickt.....
Schœnen Abend.
-
Sind die Romane irgendwo verlegt und zu kaufen, oder machst Du das just for fun?