Roststellen richtig behandeln

  • Abend, ich habe vor kurzem die Heckklappe meines E39 Entrostet und dann Teillackiert.

    Hat danach noch großflächiger gegammelt als davor.

    Vorgehen war folgendes:

    -Rostellen mit Wasser und Drahtbürste ordentlich ausbürsten

    -mit Exzenter glatt schleifen

    -gründlich mit Wasser reinigen

    -trocknen

    -Rostumwandler 24h einwirken

    -mit Wasser abspülen

    -reinigen mit silikonentferner

    -Epoxygrundierung

    -Lackierung


    Ich verstehe nicht wie das wieder nach kürzester Zeit gammeln kann. Selbst am Unterboden ist es mit gleichem Vorgehen durch die 3in1 Brantho Schicht wieder gegammelt. Habe dort das brantho direkt auf den Rostumwandler gestrichen.


    Bin da jetzt leider ratlos.


    Viele Grüße Juri

  • Ich würde keinen Rostumwandler benutzen, ich glaube das tut hier fast niemand.

    Habe selber entweder BOB Rostversiegelung oder Owatrol Öl benutzt.

    Oder 3in1 oder Nitrofest direkt auf Restrost angewendet.


    Hast Du mit rotierenden Drahtbürsten gearbeitet?

  • Ich schwöre auf Pelox als Rostumwandler


    Wo ne Drahtbürste rotiert, muss im Anschluss Schmirgelpapier schwingen, sonst hält kommender Aufbau wenig - musste ich schmerzlich lernen.


    Ich hatte "zuletzt": Grob Entrostet - Pelox - entrostet mit Rotation - Pelox - Zinklamellen Spray - Grundierung (Glaube es war Brantho 3 in 1) - dann Lack in mehrern Schichten


    Fahre damit bisher gut, mache das eben so ähnlich auch am Capri.

  • Die Zopfbürste poliert den Rost hervorragend und schafft Hohlräume, in denen es wunderbar weiter rostet. Außerdem hält ein Rostschutz da drauf nur bedingt. Es müssen alle Placken durchweg entfernt werden. Wasser ist dabei nicht Dein Freund.

    Rostumwandler ist Säure. Erstes Manko, weil es den Rost fördert, wenn es nicht vollständig neutralisiert wird.

    Das macht man mit Wasser. Zweites Manko, weil auch Wasser den Rost fördert.

    Drahtbürste, gleich welche, entfernt Rost wirklich nur oberflächlich. Danach haftet die Grundierung nicht mehr so gut. Meint die Grundierung wird schnell unterrostet.

  • Wenn du die rotierende Drahtbürste verwendet hast, ist wie die Vorredner bereits bemerkt haben der Rost im Bauteil eingeschlossen. Das wirst du nie wieder los, betroffenes Blech austrennen und neues Blech einschweißen wird langfristig die einzige Lösung sein.

  • Bob Rostveriegelung, vor 30 + Jahren, allerdings habe ich die Kanten seinerzeit Sand gestrahlt, wobei der Kompressor den ich seinerzeit hatte mehr gepustet als gestrahlt hat.

  • meine bewährte Methode ist:


    1. Fläche mit CSD Scheibe blank machen

    2. hartnäckige Roststellen Sandstrahlen (z.B. mit Glasgranulat)

    3. Mit Phosphorsäure behandeln (z.B. Pelox)

    4. mit klarem Wasser gründlich neutralisieren

    5. nach dem Trocknen Lackaufbau mit 2K EP Primer als Basis


    Ich muss aber zugeben, dass ich den Aufwand nur betreibe, wenn ich wirklich sicher gehen will.

  • Ich würde keinen Rostumwandler benutzen, ich glaube das tut hier fast niemand.

    Habe selber entweder BOB Rostversiegelung oder Owatrol Öl benutzt.

    Oder 3in1 oder Nitrofest direkt auf Restrost angewendet.


    Hast Du mit rotierenden Drahtbürsten gearbeitet?

    Ja rotierend. Vielen Dank für eure Infos. Das motiviert mich es nochmal zu probieren.

  • Wie schon gesagt, wenn man den Rost mit der rotierenden Bürste „einmassiert“ hat man schon verloren, egal was man danach macht.

  • Auf einem einfachen Stück Blech funktioniert meiner Erfahrung nach selbst die Drahtbürstenmethode .

    Wenn ich " Heckklappe" lese kann ich mir lebhaft vorstellen was damit gemeint ist .....mit Sicherheit der Falz an der tiefsten Stelle . Da bringt es generell wenig den Rost von aussen zu behandeln, denn der Gammel breitet sich immer wieder von der Ursprungsstelle aus , und der sitzt innen.