Granada 2,6 Anfahrruckeln

  • Dann wiegt man mit sorgenvoll gekräuselter Stirn den Kopf und sagt etwas, wie:"Oh, oh, die ist aber nicht mehr gut, die muss neu!" ...

    LOL. Bei mir war es immer das Ausdehnungsgefäss das alle 4 Jahre defekt war.

    Seit Wechsel der Wartungsbude plötzlich seit über 5 Jahren kein Defekt mehr.

    Klar, ne Therme komplett zerlegen brachte ordentlich💰…


    Aber wir kapern hier den Fred :laugh:

    Lassen wir das 👋🏻

  • Falls das mit dem Eisenschwein nicht klappen sollte…

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    Thomas hat eins besorgt, ist auf dem Weg. Wollen wir mal hoffen das das Ding ok ist und wir nur einmal tauschen müssen. Das Eisenschwein ist sauschwer.

    Vor vielen Monden hatte ich mal eine Haltevorrichtung für den Rangierwagenheber gebaut, damit kriegt man das Getriebe allein und ohne wildes Gerüttel eingebaut. Die werde ich noch optimieren, war damals aus Resten zusammengebraten...man hatte doch nichts...


  • Eins hab ich noch, im Prinzip eine Halterung die man kippen und schwenken kann.

    Unten steckt die lose auf einem Dorn der in den Heber geschraubt ist.


    Es besteht aber noch Optimierungsbedarf was den Kippwinkel und die Steifigkeit angeht.


  • Gestern war wieder Schraubertag an Thomas Granada. Er hat 2 Eisenschweine besorgt und wir mussten nur entscheiden welches wir nehmen.


    Bei beiden haben wir den Hauptdeckel abgenommen. Innen sahen beide optisch gut aus. Der Versuch mittels eines Drahthakens festzustellen ob die Vorgelegewelle Spiel hat, war nicht erfolgreich. Letztendlich haben wir uns für eines der beiden entschieden und bei dem dann die Simmerringe gewechselt und alles hübsch gemacht. Die Glocke und die Ausrückmimik haben wir vom alten Getriebe übernommen weil das am Besten aussah.


    Der Tausch ging mit der Haltevorrichtung oben relativ problemlos, mal davon abgesehen das die Führungshülsen aussahen wie durch den Wolf gedreht. Daran konnte man schon erahnen wie die vorherigen Getriebeein,- und ausbauaktionen vonstatten gingen.....


    Beim Anschrauben der Getriebetraverse stellte sich ein Gewinde in der Anschraubkonsole als nicht mehr vorhanden heraus, ein Weiteres wurde schon mal "hemdsärmelig" instandgesetzt.. Nicht viel besser sahen die Schrauben des Mittellagers aus. Hier waren Grobmotoriker am Werk.


    Außerdem fehlte die Kugel am Schalthebel des alten Getriebes...obwohl sie erneuert worden sein soll. Ein kleines Fragment hat Thomas noch finden können, den Rest nicht...man kann sich nur wundern.


    Nachdem wir die Traverse ausgerichtet hatten und die üblichen Unterlegscheiben unter das Mittellager gepackt hatten, gings an die Probefahrt.


    Ich sag mal, teilweise erfolgreich, das Getriebe ist jetzt nicht mehr hörbar und scheint ok zu sein. Ab 40001/min setzt, meiner Meinung nach von hinten her, ein schweres Dröhnen ein. Immer ab 4000, egal in welchem Gang. Geht man vom Gas und tritt man die Kupplung oder nimmt den Gang raus, ist das Dröhnen weg, auch bei 120 km/h. Dreht man den Motor ohne eingelegten Gang auf 4000, ist das Dröhnen auch da, aber viel schwächer.


    Wir haben dann festgestellt, die verbauten, relativ neu aussehenden Imasaf Mitteltöpfe haben unterschiedliche Rohrdurchmesser. Der linke ist wohl die dicke Ausführung, für 2.6L, der rechte ist die dünne Ausführung. Der Endtopf hat ein wesentlich dünneres Rohr nach hinten raus als der 2.6L Hirschgeweihtopf den ich noch liegen habe. Es sieht eher nach 1,7L aus. Es war schon nach 21 Uhr und wir haben dann die Suche abgebrochen weil Thomas zurück nach Bochum musste.


    Ich habe ihm zu der 2.8I Anlage von Fröschl geraten weil die bei meinem auch problemlos läuft und auf jeden Fall dick genug ist.

    Das Anfahrrubbeln ist übrigens nicht völlig weg. In der Ebene gelingt das Anfahren ohne Rubbeln, am Berg nicht so ohne Weiteres.

    Es ist aber nicht besonders ausgeprägt.


    Das Pilotlager haben wir angeguckt, sah gut aus und hatte Fett. Die Schwungscheibe war ja neu geschliffen und auf Null gewuchtet. Die Kupplung auch neu und von Motorcraft.



    Kurios am Rande, auch das alte Getriebe, das ja tausende km ohne signifikante Ölmenge betrieben wurde und beim letzten Mal eine gar fürchterliche Geräuschkulisse hatte, sah innen optisch völlig ok aus und beim Drehen der Wellen von Hand war nichts zu spüren.


    Man kann also das ausgebaute Getriebe wohl nicht wirklich seriös beurteilen.....


    Thomas besorgt jetzt eine Auspuffanlage und dann sehen wir weiter...es bleibt spannend....

  • Auch wenn völlig unbeteiligt, sage ich an dieser Stelle einfach mal Danke Bibo, daß Du Dich kümmerst.

    Ohne Deine Hilfe hätten wir Thomas vermutlich aus dieser Gemeinde verloren.

  • Klasse.

    Und die ganzen Reparaturen/Schäden zeigen wieder einmal, dass man die Kisten nur noch in wenige Werkstätten geben kann

  • …welche verständlicherweise auch oft damit überfordert sind.

    Die kennen die ganzen Eigenheiten, Änderungen, vorherigen Reparaturen nicht, haben keinen Zugriff auf die richtigen Ersatzteile usw.

    Und im normalen Werkstattalltag hat kaum einer Zeit sich eingehend mit so komplexen Problemen zu befassen…


    Daher sind wir ja alle schrauber und auf die Hilfe und Erfahrung aus den Foren oder schraubergemeinschaften angewiesen.


    Davon abgesehen gibts leider auch etliche unbegabte in Werkstätten, wie hier nachzulesen..

    Alteimer fahren bedeutet halt viel Eigeninitiative.

  • Na, ja. Das waren im Prinzip alles Oldtimerwerkstätten, von dem Motorenbauer mal abgesehen.

    Eine davon ist sogar auf Granadas spezialisiert.


    Mir quillt spontan das Unterputzkabel am Hals weit raus wenn ich daran denke wie die Schraubengewinde der Getriebetraverse und des Mittellagers aussahen.


    Wenn ich einen Werkstattmenschen dabei erwische wie er diese Schrauben mit dem Schlagschrauber rein,- oder rausdreht, schluckt er den Schrauber runter, mit Nuss und Schlauch.


    Eines der Gewinde des Getriebetraversebockes hatte man rausgeflext und dilettantisch ein neues reingebraten, das andere an der selben Seite war nicht mehr vorhanden, da hatte man einen Helicoil in das Loch gesteckt, das reichte gerade so das die Schraube nicht rausfiel.

    Wenn das ein Bastler gemacht hätte...Schwamm drüber...aber eine Werkstatt?


    Wir haben dann eine M10 Mutter mit SW 19 von einem Schwerlastanker von oben eingefädelt und durch 2 daneben gebohrte Löcher sauber verschweißt.


    Die Gewinde vom Mittellager konnten wir durch Nachschneiden gerade noch retten.

  • Jetzt sind ein paar Tage vergangen, in denen ich das „neue“ Getriebe öfter mal warmfahren konnte. Das Gebrumme nimmt ab. Ich denke, 20 Jahre Lagerung haben die ein oder andere Stelle träge werden lassen, was jetzt wieder in Bewegung kommt.

    Werde nach ein paar 1000 km das Öl wechseln- sicher ist sicher.


    Neben den ganzen Überraschungen, die Frank bereits geschildert hat, fand ich auch toll, dass der TimeMax- Unterbodenschutz hier und da in Getriebe- und Hinterachsnähe zerkloppt war, ein Blechfalz ist völlig verbogen. Wo rohe Kräfte sinnlos walten…

    Das, und auch die von Frank beschriebenen, defekten Gewinde sind nicht schön, kann aber alles passieren. Was nervt, ist, dass keiner etwas gesagt hat. Enttäuschend.


    Die nächtliche Heimfahrt war ja der erste „Langstreckentest“, etwa 180km.

    Ich hätte vielleicht besser die Tachoschnecke mal rausgenommen, sauber gemacht, gefettet, und wieder rein. Auch die stand 20 still. Hatte ich aber nicht, also hat sich das gute Stück nach wenigen Kilometern verabschiedet und die Tachonadel ruhte in Null- Position. Das fahren mit Geschwindigkeit nach Gefühl wurde mit einem roten Blitz und Foto „belohnt“. Das Ticket ist noch nicht da…

    Habe am nächsten Tag die Tachoschnecke aus den anderen Eisenschwein schön gemacht und eingebaut. Gleiche Anzahl an Zähnen und läuft seidenweich. Ergebnis: Tacho läuft, zeigt aber nur noch Müll an. Immer so 15-20 km/h zu schnell.

    Eine Schnecke habe ich noch. Die kommt demnächst rein in der Hoffnung auf Normalität.


    Der Auspuff ist schon da. Krümmerdichtungen haben bei MM gerade eine Woche Lieferzeit, daher fehlen noch ein paar Teile.


    Frank hatte mir bereits wieder angeboten, den Auspuffwechsel gemeinsam zu machen, was mich ein weiteres Mal sehr tief beeindruckt! Diese Hilfsbereitschaft (übrigens auch die seiner tollen Frau) sucht ihresgleichen! Das gemeinsame Schrauben macht zudem noch voll Bock, besonders bei den klasse Ergebnissen.

    Selbstredend, dass meine Unterstützung und aktive Hilfe sicher ist, wenn gewünscht!


    Wie bereits erwähnt- es bleibt spannend.

    Nur die anfängliche Hoffnung wich der soliden Zuversicht!

    Nochmals: Danke für alle Tipps und Hilfe!

  • Für das nächste Mal ohne Tacho: es gibt Apps für smarte Telefon die per GPS deine Geschwindigkeit ermitteln. Muss man sich nur das Telefon irgendwo hinklemmen und nicht in den Griffeln halten, sonst gibt's noch mehr Tickets.

  • Oder das gute, alte Navi mit dem Saugnapf in die Scheibe tackern.

    Bei vielen Autos gehen die Tachos nach dem Mond, ich weiß aber gerne wie schnell ich bin. Daher fährt das Ding bei mir immer mit, egal wie gut ich die Strecke kenne :biggrin

  • Oder das gute, alte Navi mit dem Saugnapf in die Scheibe tackern.

    Bei vielen Autos gehen die Tachos nach dem Mond, ich weiß aber gerne wie schnell ich bin. Daher fährt das Ding bei mir immer mit, egal wie gut ich die Strecke kenne :biggrin

    Trotzdem wäre in seinem Fall eine passende Tachoschnecke schön. Sind bei dem Eisenschwein die Zähnezahlen nicht schon an der Farbe erkennbar?

    allerdings kennen wir die Hinterachsübersetzung noch nicht. Original war bei den frühen 2.6ern die 3.64 verbaut. Bei seinem wurde aber das Diff schon getauscht. Zwar ist es eins mit dicken Antriebswellen, kann aber auch ein 3,45er sein wie beim 3 Liter oder den späteren (ab 74?) 2.6ern.

  • Ich hab hier noch ein festgerostetes Eisenschwein liegen. Soll ich da mal nach der Farbe vom Ritzel gucken? Wollte ich bald auf den Schrott bringen…

    Auf jeden Fall!

    Nimm das Ritzel raus , der Rest kann weg wenn nicht mehr zu gebrauchen.

  • Die Farbe ist es nicht.

    Ich habe ein blaues Ritzel und ein weisses/ gelbes, beide 20 Zähne.

    Ich muss nur den Simmerring ersetzen. Die von MM passen nur theoretisch.

    Mal schauen, wo ich passende bekomme.

  • Update:


    Inzwischen hat Thomas eine neue Auspuffanlage mit passendem Durchmesser gekauft und dazu die Fächerkrümmer von MM.

    Der rechte Krümmer passte nicht ( MM wirft die manchmal durcheinander) Nach Rückgabe kam die Nachricht das MM diese Krümmer nicht mehr in Deutschland ausliefert da ihnen das per Schreiben vom Kraftfahrtbundesamt verboten wurde.


    Das kommt mir merkwürdig vor. Kann das Kraftfahrtbundesamt tatsächlich den Verkauf verbieten?

    Solang der Verkäufer darauf hinweist das die Dinger im öffentlichen Verkehrsraum nicht verwendet werden dürfen, kann denen das doch egal sein.


    Tatsächlich steht bei den Krümmern jetzt ein entsprechender Hinweis.

    Auspuff-Krümmer V6 2,0-2,8i (Fächerkrümmer, Satz, ohne ABE, kein Verkauf nach Deutschland möglich, da dieses Produkt nicht in Deutschland zugelassen ist, müssen angepasst werden)


    Irgendwer hier hat doch solche Krümmer in besser mal aus Edelstahl gefertigt...wer war das doch gleich?