Taunus 17M v6 Taunomatik

  • Guten Tag,

    Ich wende mich auf diesem Weg an Fachkundige Privatpersonen, die wie ich, ihrem Leben der Motorenkunde gewidmet haben ))


    Folgendes:

    Ford Taunus 17M21

    Baujahr 1965

    V6 mit Automatikgetriebe.


    Hab den Wagen bekommen weil andere aufgegeben haben.


    Der Wagen läuft inzwischen einwandfrei ubd schnurrt wie ein Kätzchen.

    Hat Tüv und ist zugelassen.


    Ich habe Probleme mit dem Automatik getriebe.


    Es reagiert überhaupt nicht, in keiner wahlstufe, alles wie Leerlauf.


    Ölstand kontrolliert, diese parkrallen eingestellt, mechanisch am getriebe funktioniert es, hab auch zuerst von unten aufgeschraubt, schaltgestänge ist alles eingeharkt und arbeitet mit. Schiebt also hin und her.

    Trotzdem keine Funktion.


    Hab das getriebe nun ausgebaut.

    Diese druckwandlerscheibe war ja auch noch voll Öl, das komische ist, das Öl im getriebe war rot, im Kofferraum lagen auch atf Flaschen, in dem druckwandler war es aber dünner, älter und eher bräunlich als rot.

    So, nun frage ich mich ob der druckwandler sich überhaupt gedreht hat.

    Ich denke wenn die druckscheibe sich dreht dann schiebt sie das Öl in der Mitte durch die Welle, das hat sie dann vermutlich nicht getan. Vielleicht jedenfalls, vielleicht funktionierte dieses auch nur nicht weil eben kein Gang rein ging seitdem der vorbesitzer das Öl gewechselt hatte???


    Nun weiß ich nicht recht weiter.

    Ich hatte dieses getriebe noch nicht. Es sind noch keine Schäden sichtbar geworden.

    Wenn ich den mittleren , dünneren zapfen am getriebe mit der Hand drehe, dann dreht am antrieb hinten nichts mit, egal welchen Gang ich klipse, das wundert mich ein wenig.

    Aber diese mittlere Welle hat ja 2 Zahnräder, das dünne ist gesteckt, das dicke äußere ist fest, nicht drehbar in keiner wahlstufe von Hand.


    Mhmm, hab die druckplatte nun erstmal in Oxalsäure mit Wasser eingelegt, das erstmal reinigen, hab auch schon getriebe Spezialisten angefragt, es wohnen allerdings alle sehr weit weg von Bleckede/lüneburg.

    Hat jemand ne Idee?


    Liebe Grüße

    Marc

  • So, nun frage ich mich ob der druckwandler sich überhaupt gedreht hat.


    Der Drehmomentwandler ist normalerweise über 3-4 Schrauben oder Muttern mit der Schwungscheibe/Starterkranz verschraubt, dann muss er sich zwangsläufig mitdrehen.

    Du hast das Getriebe ausgebaut.

    Hast Du beim Ausbau hier etwas lösen müssen ?

    Einmal editiert, zuletzt von TufkaP ()

  • Ja richtig, drehmomentwandler meine ich.

    Ja, hab ihn ausgebaut ubd dann die kleinen Schrauben gelöst um das Öl in dem wandler zu entleeren, dann in Oxalsäure gelegt ubd komplett gefüllt.

    Dort lasse ich es bis morgen drinnen. Dann ist absolut jeglicher schmutz gelöst.


    Vielleicht sollte ich es mit dem getriebe auch so machen.

  • Ich musste den drehmomentwandler drehen und ich meine 4 13 er Muttern lösen, um den wandler abnehmen zu können.


    Richtig, es muss gedreht haben.

    Ok, dann war es nur Eibe optische Täuschung mit der Ölfarbe gestern abend.

  • achso, die Auskunft das er bis zuletzt gelaufen ist, nachdem er 20 Jahre gestanden hat sind nur Auskünfte vom Verkäufer. Bei mir lief er nicht am Anfang.

    Gefahren auch noch nicht.


    Er konnte so garnicht anspringen weil die zündspule kaputt war und zusätzlich war der unterbrecher kontakt komplett weg gebrannt.


    Das war für mich schonmal nachvollziehbar

  • Da er aber noch 6 Monate tüv hatte, ging ich eigentlich davon aus, daß er gelaufen sein muß ... theoretisch jedenfalls.

  • Ja richtig, drehmomentwandler meine ich.

    Ja, hab ihn ausgebaut ubd dann die kleinen Schrauben gelöst um das Öl in dem wandler zu entleeren, dann in Oxalsäure gelegt ubd komplett gefüllt.

    Dort lasse ich es bis morgen drinnen. Dann ist absolut jeglicher schmutz gelöst.


    Vielleicht sollte ich es mit dem getriebe auch so machen.

    Wie kriegt man die Oxalsäure dann wieder restlos raus?

    Habe noch nie davon gehört, also ausser im Essen…

  • Oxalsäure benutze ich bei brutal verkalkten Außenbordmotoren oder Z-Antrieben, wirkt echt wunder aber in Verbindung mit Öl ist es mir neu, bin gespannt.

  • Kann bisher berichten das die Oxalsäure das Öl verdrängt.

    Das Öl, also die ölreste schwimmt oben drauf und wird mehr.


    Ich werde es anschließend mit Wasser spülen und mit kompressor ausblasen.


    Ein Tag Sonne anschließend bei 20 bis 30 Grad wie heute und alles ist wie neu, trocken und sauber.


    Ich glaube es gibt mehrere Zeven.

    Der Wagen kommt oben von Lübeck.

    Ostholstein Kennzeichen gewesen.

  • Wie lange lief der Wagen da? Ein ähnlicher P5 wurde vor nicht allzu langer Zeit in Zeven verkauft. Ist das Bild bei dir entstanden?

  • Ist der Wagen denn davor laut Papieren im Landkreis ROW gelaufen? Das Bild sieht nämlich aus, als wäre es vor der Scheune des Vorbesitzers geschossen worden, wenn es der Wagen von hier ist.

  • Werde ich definitiv probieren, wieder was gelernt.

  • Cool, dachte echt das taugt nur für kalk, Algen und was sich sonst noch alles unter Wasser festsetzt, werde ich auf jeden Fall testen, kostet ja auch quasi nix.

  • Hab auch testweise vergaser inklusive benzinleitung usw. Probiert.

    Greift das gummi nicht an, jedenfalls nicht nach einem Tag.

    Außen und innen metallisch neu.

    Ich baue nichtmal mehr die Düsen aus.

    Braucht nur die Zeit

    Auf 5 Liter wasser einen Deckel von einer spühflasche farbe.


    Hab auch schon wie getriebe , große Teile in eine Maurer bütt gelegt. Wasser voll und einen kaffeebecher Oxalsäure.


    Geht auch


    Ich bin nur nicht sicher wo in meinem Fall das Problem liegt.

    Es wäre schade alles zurück bauen und vielleicht nochmal abnehmen.

    Mhmm

    Hoffte es hatte schonmal jemand einen fest geklebten drehzahlwandler oder es wüsste jemand ob das große Zahnrad welches vor dem drehzahlwandler liegt drehbar sein muss beim schalten oder eben im Leerlauf.

    Ich weiß, sehr spezielles Fachwissen gefragt.

  • Taunomatic oder Automaten überhaupt, habe ich nur marginale Kenntnisse.

    Aber

    Ölstand prüft man bei laufendem Motor in P oder N, nachdem alle Fahrstufen mehrfach durchgeschaltet wurden.


    Kann es sein, daß das Getriebe einfach in P steht, die Parkkralle in ein Zahnrad greift und Du deshalb die große Welle nicht bewegen kannst?


    Vor dem Getriebeeinbau muss der Wandler ins Getriebe eingesetzt werden. Aufstecken, von Hand drehen und vorsichtig drücken. Dabei muss der Wandler dreimal spürbar einrasten. Innere Welle, äussere Welle und die Aussparungen am Schaft vom Wandler.

  • Ich habe mehrfach probiert, warmlaufen lassen, dann Rückwärtsgang, und handbremse, dann 2 Minuten laufen lassen .... bis 1cm über der Markierung versucht den ölstand zu erhöhen. Nichts

    Hatte ja von unten auch das getriebe geöffnet und diese Bremsbänder einstellen.

    Sie lagen nicht auf der Welle auf, die haben nichts gebremst.

    Dann auf 15nm reingedreht und 2 umdrehen zurück.

    Alles vorher durchgespielt.

  • achso, Moment, ich habe vor dem Ausbau probiert bremsbänder einstellen und es ging immernoch Nichts.

    Vielleicht habe ich sie jetzt zu fest gestellt, wäre ja möglich, also werde ich sie nochmal lösen und dann mit der Hand drehen, denn die bremsbänder waren vorher Lose in jeder Stellung, Schieben habe ich aber nicht probiert.

    Das versuche ich gleich, das große Zahnrad muss sich drehen können inklusive der antriebswelle, anders geht es garnicht, hab ich ja von unten gesehen

  • So habe ich es auch ausgebaut, ich dachte es wäre falsch gewesen denn vom platz angebot wäre es leichter gewesen, ich hätte es inklusive drehmomentwandler abgeschraubt denn ich musste den motor sehr schräg überspannen und zusätzlich das getriebe nach rechts drehen.

    Mhmm, ok. Danke

  • aha, das hintere bremsband, also das an der druckdose gelöst, auf Stellung p fest, in den anderen schaltstufen dreht es, inklusive antrieb, aber schwer Hand, aber es bewegt sich.

  • Moment!


    Ausbau: Wandler von Schwungscheibe lösen und mit Getriebe ausbauen.

    Einbau: Wandler ins Getriebe einsetzen, mit Getriebe einbauen und dann Wandler mit der Schwungscheibe verbinden.


    Du benutzt teilweise ungewöhnliche Begriffe. Woher kommt das?