Was für ein Getriebe ist das?

  • Interessantes Projekt, willkommen hier!

    Bei den von Dir angegebenen Leistungsdaten würde ich mir in Sachen Haltbarkeit vom Standard-T9 keine großen Sorgen machen, das wurde meines Wissens mal auf 250 Nm ausgelegt. Das Getriebe ist eher am 2,8er V6 grenzwertig belastet (216 Nm), kann aber auch da recht lange halten.

    Die T9 sterben wohl vor allem bei längeren Volllast-Orgien im 5. Gang auf der Bahn den Hitzetod.

    2ct

  • Lange Vollasttouren im 5. sind eh nicht mein Ding, aber ab und zu Autobahn mit reduzierter Drehzahl zu fahren wäre schon Ok. Das Getriebe will ich ohnehin nur einbauen, weil die Übersetzungen im 1.-3. Gang etwas länger sind, als in meinem Originalgetriebe. Der 5. ist dann ein Goodie on Top.

    Ich könnte auch einfach eine andere, längere Achsübersetzung nehmen. Das erfordert aber die Anpassdes Tachos und mein Diff läuft grad so schön…

    Allerdings wäre der Wechsel der Achsübersetzung wesentlich billiger, als der Getriebe-swap.


    Chris

  • SU-Vergaser speziell auf getunten Motoren

    Ich glaube fast gerade da haben die ihren Ruf abbekommen. Auf braven Serienmotoren mit genug Saugrohrunterdruck liefen die ok, aber wehe scharfe Nockenwelle...die Frau Hue wirds hinbekommen, aber paarmal fluchen wird sie auch (im Stillen :rolleyes )

  • Deshalb muß ein getunter Motor mit SU-Vergasern zwingend auf die Rolle. Dort wird bei unterschiedlichen Lastzuständen u.a. CO gemessen und die Nadeln entsprechend angepasst. Die müssen dann in unterschiedlichen Bereichen entprechend geschliffen, um das Gemisch entsprechend anzupassen. Das ist Feinarbeit, aber viel einfacher als beispielsweise die Einstellung von Webern.


    Chris

  • 150mn sind deutlich zu hoch gegriffen. Ich würde von ca. 120nm ausgehen, wenn’s gut läuft!

    Habe viele Beispieldaten vom Prüfstand gesehen mit ähnlichem Tuning von A-Serie…100ps und 120nm wären bei gutem Kopf mit der KentMD266 schon absolut Top!!

    Einmal editiert, zuletzt von birger77 ()

  • Hat er! Wenn er letztlich 120nm hat bin ich völlig zufrieden. Bisher sind das nur Schätzwerte aufgrund des Fahrverhaltens. Genau werde ich das nach der Einstellung auf der Rolle wissen. Und wenn er „nur“ 90 oder 85 PS hat ist das auch Ok

  • Auf jeden Fall! Spaß hat er ja auch mit 47Ps gemacht!! Im Mini ist der 1000er mit ca. 45Ps auch schon fein. Auf Zusammenbau wartet noch ein 1275 er. Der wird wohl ca. 80ps und 100nm haben. Bei 630kg wird das richtig Laune machen…

    Hast du Fotos vom Minor?

  • Cool :spitze: Ein Traveller! So ein Woody mit Dampf macht voll auf Wolf im Schafspelz finde ich. Man erwartet eher das der Kasten rechts ran fährt, damit der Stau vorbei kann…

  • Stau hinter mir? Wovon träumst Du nachts? Ich werde selten überholt.


    Den Artikel aus Minimania kenne ich. Man weiß aber doch vorher, daß so ein billiger Stoßstangenmotor kein Drehzahlwunder ist.

    Ob meine 38mm Einlassventile nicht doch zu groß und 36er die bessere Wahl gewesen wären, werde ich in ein paar Tausend Kilometern vielleicht wissen. Aber bis dahin habe ich erstmal Spaß.


    Chris

  • Tja, schon richtig.


    Aber ich denke noch immer darauf rum, ob es nicht klüger ist, einfach die Achsübersetzung etwas länger zu machen. Damit würde ich eine Menge Geld und Umstand ersparen. Die Achse ist schnell geändert, der Aufwand ziemlich überschaubar und mein derzeitiges 4-Gang-Getriebe ist in Ordnung und funktioniert tadellos. Die Übersetzungen 1./2./3. sind mit einer 3,9er Achse nur marginal anders, als die des 5-Gang mit 4,22-Achse. Ob sich da der 5. on Top lohnt? 4-500 Revs im 5. weniger spielen nur auf der Autobahn Rolle. Die fahre ich aber vielleicht zu 10%.


    Mit dem T9 muß ich Kardan und Getriebetunnel ändern, zusätzlich etliche weitere Änderungen machen und habe ein zunächst überholungsbedürftiges Getriebe mit einer seriösen Schwachstelle, für das es kaum noch Ersatzteile und Leute gibt, die sich damit auskennen.


    Chris

    Einmal editiert, zuletzt von Magermix ()

  • Bei größerem Motor ist die längere Achse wohl der bessere Weg.

    Der 5. im T9 ist ja ein Overdrive und auch im Grunde nur als solcher zu benutzen. Liest man…

  • Ich weiß nicht so richtig, woher der schlechte Ruf vom T9 eigentlich herrührt. An meinem 2,8er hat es über 250 tkm gedauert, bis das Vorgelegelager hin war, dann allerdings auch richtig. Und ich fahre viel im 5., allerdings eher gemütlich.

    Um das Nadellager am Vorgelege zu tauschen, muss halt das gesamte Getriebe auseinander. Das ist Aufwand, aber eigentlich kein Hexenwerk. Wenn das Ding einmal so weit auseinander ist, kann man gleich eine komplette Revision machen und alle verschlissenen Teile ersetzten. Danach hat man quasi Neuzustand und für lange Zeit Ruhe und weiß, dass das Getriebe in Ordnung ist.


    Aber vermutlich hast Du unterm Strich Recht, dass der Diff-Tausch für Dich die günstigere Lösung wäre. Es sei denn, Du brauchst zwingend ein Bastelprojekt. :whink

  • Ich habe mal die Übersetzungen gerechnet und bin zu dem Schluss gekommen, daß eine längere Achse die bessere Lösung ist. Dabei wird die Gesamtübersetzung rund 5% länger, was genau das ist, was ich will. Der Aufwand an Arbeit ist ein Bruchteil dessen eines Getriebe-swap und die Kosten gerade mal 30%.

    Beim T9 wäre der 1. deutlich kürzer, der 2. etwas länger und der 3. nur wenig länger als bei der Originalübersetzung. Ziemlich unharmonisch finde ich und einen Ampelbüffel brauche ich nicht.

    Ich denke, ich werde das T9 und den schicken Schalthebel mit Schaltwegeverkürzung wieder verkaufen.


    Aber Leute, die Hints und Empfehlungen hier im Forum waren sehr hilfreich! Danke!


    Chris

  • Das ist meiner Meinung nach auf jeden Fall die richtige Entscheidung.

    Bei dem ganzen Rattenschwanz, welcher sich da noch dranhängen würde....

  • Einziges Problem beim Wechsel der Achsübersetzung wäre eine mögliche Überlastung des Originalgetriebes, das bis 120nm belastbar und damit mit meinem Motor an der Grenze ist.

    Wenn man das im Hinterkopf behält und entsprechend fährt, sehe ich das Risiko eines Getriebeschadens als überschaubar an, zumal das Getriebe derzeit völlig Ok ist.

    Für das C4 gibt es m.W. kein Einbaukit für den Morris, da müsste alles angefertigt werden.

  • Naja, falls Du Dein Getriebe irgendwann mal hingerichtet hast, steht ja dann immer noch die Option, anstelle eines anderen Originalgetriebes dann ein T9 einzubauen. Mit dem ganzen Rattenschwanz, den der Swap nach sich zieht.

  • Was mir noch einfällt: Die Maniflow-Krümmer halten unter dem Hitzeschutzband nicht so lange. Der verwendete Stahl kann die Dauerhitze nicht gut ab und bricht. Ich würde es weglassen, wenn es nicht dringend zum Schutz von Bauteilen im Motorraum gebraucht wird.

  • Danke für den Tip. Durch die direkt über dem Krümmer liegenden Vergaser gibt es trotz Hitzschitzblechen immer mal wieder Probleme mit Dampfblasenbildung und das dann gerne in unpassenden Momenten. Deshalb das Hitzeschutzband. Ich warte mal ab, wie lange der Krümmer hält und sooo teuer ist der auch nicht, daß man den Ersatz fürchten müsste.


    Chris

  • Da ist ein Hitzeschutzblech montiert! Dieses besteht aus 2 Lamellen. Die zum Auspuffkrümmer zeigende Seite ist aus einer alukaschierten Keramikmatte, die andere Seite aus Edelstahlblech. Beides ist vernietet. Es geht kaum besser und effektiver. Damit habe ich ONS-Rennkatalysatoren in einem anderen Auto isoliert und sitze beim Fahren direkt daneben.

    Ich habe die Temperaturen der Schwimmerkammern etc gemessen bevor der Hitzeschutz montiert wurde und danach. Mit Hitzeschild und Krümmercover sind es 50° weniger. Da diskutiere ich nicht mehr, sondern lasse es so. Mit den großen Ventilen produziert der Motor wohl auch mehr Hitze im Abgastrakt.


    Chris

    Einmal editiert, zuletzt von Magermix ()

  • Frage an die Getrieberestauratoren:


    Was wird bei der „Verstärkung“ der vorderen Lagerung der Vorgelegewelle eigentlich gemacht?

    Im Zahnradblock ist ja wohl nur vorne genug Platz für die Vergrößerung des Lagersitzes und für ein Kegelrollenlager mit Käfig müsste dort ja erstmal der Lagersitz ausgedreht werden. Oder klemmt da was bei mir? Und was passiert mit der hinteren Lagerung des Zahnradblocks? Diese besteht ja, wie die vordere, auch nur aus 20 Nadelrollen ohne Käfig und ist wohl ebensowenig belastbar. Da ist aber wohl zu wenig Material im Zahnradblock für ein stärkeres Lager.??

  • Werkseitig verstärkte Getriebe erkennt man zumindest an einer Ausbuchtung unterhalb der Eingangswelle, die Platz für ein vollständiges Lager bietet.

    Hinten kann ich mir vorstellen, daß die Bohrung vergrößert wird und der Getriebehals das trotzdem abdeckt.


    Bei der Nachrüstung braucht es vorne vielleicht eine andere Dichtung und die Glocke ist gleichzeitig der Deckel.

    Wissen ist aber was anderes.