Bleifrei Köpfe von außen erkennbar? Granada 2.3

  • Leute, ich weiß, das war hier schon mal Thema, aber ich finds nicht wieder. Gibt es von außen ein sichtbares Indiz, an dem Man Bleifrei - Köpfe erkennt?


    Ist n 84er 2.3


    Gruß, Henning

  • Eher nein als ja. Es gibt wohl auf dem Auslass eingeschlagene Buchstaben. Aber Rost ist gefrässig und die Schlagbuchstaben kann man recht einfach im gut sortierten Werkzeughandel erwerben.

  • Okay, könnte ich mal checken. Was muss da stehen?

    Ich hab hier außerdem mal gelesen, dass es das nur gehen Aufpreis gab, ist das korrekt? Der Motor stammt nämlich aus nem Leichenwagen, da wäre so ein Aufpreisding irgendwie ungewöhnlich.

  • Bleifuss schrieb meiner Erinnerung nach, das Granadamotoren 2.3 u. 2,8 ab den Werksferien 1984 bleifei waren.

    Das gilt nicht für Motoren aus Sierras oder was weiß ich was es zu der Zeit noch für Krankheiten gab.

    Gilt auch nicht für AT-Maschinen, auch nicht für 2.0.


    Ein einzelner Buchstabe sollte da sein, ein "D" z.B.

  • Okay, dann nehm ich morgen mal die Drahtbürste in die Hand und kuck das nach, ist zum Glück eh gerade draußen.

    THX!

  • Leider weiß ich es sicher nur für den OHC ... Die serienmäßige Ausrüstung mit Bleifrei-Sitzringen begann Mitte 1986 und zog sich bis 1989 hin.

    Die Köpfe waren oberhalb der Zündkerze des 4. Zylinders mit Schlagbuchstaben gekennzeichnet:

    OHC 1,6: "M", "MM", "N", "NN"

    OHC 1,8: "S", "SS"

    OHC 2,0: "P", "PP", "R", "RR" und selten auch "L".
    Vielleicht gibt es beim V6 eine ähnliche Kennzeichnung.

    Ebenfalls für den OHC gab es Anfang/Mitte der 90er mal eine Serie "Universal-Köpfe" im Austausch für den Reparatur- und Ersatzfall, deren Sitzringe für Bleifreibetrieb und Autogas ausgerüstet waren. GucktIhr ...


    Die Köpfe für die V6 sind HIER zu finden. Auf der Seite hab ich zwar nichts zu Stempelungen gefunden, aber immerhin die Teilenummern stehen dabei.

  • v6 2,3 ab nov.84 eingeschlagenes B oder C seidlich am zyl.kopf+farbmarkierung F am ventildeckel

    v6 2,8 ab 84(außer sierra erst 86) kennz D oder E

  • Ich kann jetzt nur für den 2.8er sprechen.... mitnichten sind 2.8er ab 84 bleifrei.... Sämtliche 2.8 Vergaser sowieso nicht, und die i erst ab 9/85 , aber selbst da habe ich schon Köpfe ohne Sitzringe gesehen... 100% bleifrei Köpfe haben beim 2.8er alle EFI Motoren...

  • Okay. Hab jetzt nochmal die Papiere gefunden, da steht Feb 84 drin, demnach siehts eher schlecht aus. Trotzdem gleich nochmal kucken.

  • Bleifuss schrieb dass die Sitze gehärtet seien, ansonsten habe ich immer und ausschließlich von Ringen gehört/gelesen, mit Ausnahme der dreiportigen 2.8er-Köpfe, die hatten wohl werksseitig "nur" gehärtete Sitze, sind also ebenfalls bleifreitauglich, für LPG aber eher nicht zu gebrauchen.

    Wissen tu ich selber nix, gebe hier nur wieder was ich meine zu Erinnern aus Geschriebenem und Gelesenem.

  • Durchwegs alle Bleifrei-Köpfe, die durch meine Finger gegangen sind, hatten Sitzringe! Die bleifreitauglich umgebauten vom Motorenbauer wurden / werden auch mit eingeschrumpften Sitzringen aus Sondermaterial realisiert. Es könnte natürlich sein, dass diese Ringe noch induktiv behandelt werden, das weiß ich aber nicht.

    In Leichtmetallköpfen sitzen auch grundsätzlich solche Metallsitzringe, dann primär wegen der Verschleißfestigkeit am Ein- und Auslaß, während für Bleifrei-Umrüstung eigentlich nur die Auslässe mit Sitzringen versehen werden. Sehr alte LM-Köpfe sind also nicht zwingend bleifreitauglich!

  • Das ist reichlich Information. Ich für meinen Teil habe weder einen einzelnen Buchstaben, noch sonstiges, das auf Bleifrei Köpfe hinweist, vorzuweisen. Geöffnet wird der auch nur, wenns sein muss. Aber wenn sowas umgerüstet wird, gibt's da ne Richtung, was das so kostet?

  • Vor etlichen Jahren habe ich Preise von 30-60/Ventilsitz mir gemerkt, je nach Motorenbauer.

    Mit Führungen usw. natürlich teurer, wir haben vor ca. 7-8 Jahren meiner Erinnerung nach ca. 300 (oder waren es doch 400 :gruebel: ) beim Liebl bezahlt, das war aber auch wirklich nur das Einsetzen der Ringe, Führungen waren noch okay und alles andere, wie Einschleifen haben wir selber erledigt.

    Ich meine damals sah der Preis beim Hoddow auch noch anders aus, natürlich kann mich da auch irren.

    Ob Hoddow noch was macht, denke ja, zumindest habe ich dieses oder letztes Jahr noch hier gelesen, dass Jemand was bei ihm hat machen lassen.

  • Ich hab 2020 für 2x V6 Köpfe beim Liebl 1k gelassen, allerdings hat er zu den sitzringen alle auslassventile erneuert und die Führungen angepasst.

  • Ich hab 2020 für 2x V6 Köpfe beim Liebl 1k gelassen, allerdings hat er zu den sitzringen alle auslassventile erneuert und die Führungen angepasst.

    Die sollten aber auch mal den Weg ins Auto finden

  • Hab hier auch nen 84er 2,3er,leider aber auch keinen Buchstaben gefunden. Wohl vor Werksferien oder oder. Hat aber 10,5-11bar Kompression. alle, sehr schön.

    Wurde immer mit dem bleifrei-Zeug gefahren-ich weiß- ich weiß- aber jedenfalls hat er es offenbar gut überstanden- die Jahre ohne Blei, wurde letztes Jahr ausgebaut weil Auto dann doch Schrott (Rost) , vorher immer gewartet und gepflegt bei nem Ford Spezie/Werkstatt der auch mit den Teilen handelt. Sieht auch außen top aus, Werks-Aufkleber noch drauf, Lack gut. Ich meine 160tsd hat er runter sagte er. Wenn bau ich den so ein und guck mal was das Ventilspiel so macht. Endoskop könnte klappen, viell sieht man was. Kann mir auch eins leihen ausm Büro mal.


    Wenn Induktionshärten geht und kein Gerücht ist-warum kann man dann nicht genauso härten mit nem feinen Brenner frage ich mich gerade..schön heißmachen und abschrecken die A-Sitze..da verzieht sich sicher auch nix. Müsste man mal versuchen- und Härte vorher/nachher messen an nem Schrottkopf

  • Wenn Induktionshärten geht und kein Gerücht ist

    Ist kein Gerücht, die dreiprtigen Köpfe waren ja quasi exklusiv für den US-Markt, da gab es vernünftgerweise schon viel früher als in D kein verbleites Benzin mehr, daher mussten die ja irgendwas tun.

    Wickie hat die frühen 2.8i mit den drei Auslässen in mehreren Autos, die Köpfe neigen allerdings wohl zu Rissen im Ventilbereich meine ich mich zu erinnern.

  • Das stimmt- in USA fuhren viele Autos rum -die gar nicht anders waren im Ventilbereich-also damals schon bleifreitauglich. Wissen viele nicht und machen hier ihr bleifrei-Buhei mit Zusatz obwohl gar nicht nötig.

    BMW, Porsche, Opel etc fuhren da wie hier problemlos bleifrei.


    Die Risse könnten natürlich sein wg. Versprödung nach dem Härten.. ist auch die Frage ob das hier genau so funktioniert, USA haben ja Speedlimit-und hier immer noch Leute einen schweren rechten Fuß vermutlich-ob da die Auslässe nicht doch überfordert wären. Es heißt ja immer wieder bleifrei tauglich spielt erst ne Rolle ab 4000min, darunter würden die Sitze auch so gehen. Kann ich nicht dauerhaft ausprobieren, ist für den Capri deutlich zu untertourig :grin da halten viell die Ventile aber Ohr und Freude leiden.

    Mein einer V4 Kopf war jedenfalls A-seitig total hinüber- die andere Seite merkwürdigerweise nicht, nicht eingeschlagen und dicht. Schon komisch. Versch. Härte im Material..?

  • Die meisten Amis haben auch einfach Hydros gehabt, da fällt das Problem mit dem Ventilspiel flach.

    Denn je weniger Spiel, desto mehr Abbrand. Wenn das Spiel immer passt, dann geht der Verschleiß auch nicht so rapide vonstatten.

    Die Kölnklumpen ohne Hydros haben dann eben wohl die gehärteten Sitze bekommen, woran das mit der Rissneigung liegt habe ich vergessen, kann auch an den anderen Köpfen liegen.