Isolierung Wintergarten

  • Guten Morgen,


    vielleicht kennt sich hier ja jemand wirklich aus...


    Habe übers Wochenende Zwischensparrendämmung Holzfaser angebracht ( alleine eine Scheissarbeit ).


    Nun soll noch Dampfbremse rauf, dann Ausgleichslattung, danach OSB Platten.


    Wenn ich die Dampfsperre an die Balkenlage tackere, muss da dann noch das Klebeband auf die Klammern ?


    Am Rand dann mit Kleber verkleben ?


    Aus dem Netz werde ich nicht unbedingt schlau, vielleicht ist einer hier ja vom Fach, der es so erklärt, dass ich das auch kapiere.

  • Früher gab es hier mal einige Dachhasen. Ist aber lange her.


    Das Klebeband kostet. Aber jede Tackerklammer ist auch eine Sollbruchstelle. 2ct

  • Sinn einer dampfbremse oder Sperre ist es, dass wenig oder keine warme und feuchte Luft in die Isolierung kommt, wo ja irgendwo der taupunkt unterschritten wird, wenn es draußen bedeutend kälter als drinnen ist. Die Feuchtigkeit der innenluft würde an dieser temperaturgrenze kondensieren, die Isolierung wird dort also nass. Eine nasse Isolierung ist noch schlechter als gar keine Isolierung und führt nicht nur zu erheblichen wärmeverlusten und komforteinbußen, sondern auch längerfristig zu bauschäden durch Fäulnis, Schimmel, Insekten.

    Man kann diesen Effekt niemals komplett verhindern, aber das ist auch kein Drama, weil über den Sommer auch einiges der angesammelten Nässe verdunstet.

    Aber trotzdem ist es aus meiner Sicht extrem wichtig dass alle möglichen Fehlstellen in der dampfbremse vermieden werden. Dazu gehören eindeutig tackerklammern, die alle nachträglich abgeklebt werden müssen. Ränder und durchdringungen sowieso.

    Nach dem was ich bisher selbst gesehen habe sind die Produkte von Siga zwar teuer aber deutlich besser als z.B. das Klebeband von Knauf. Was nützt schon ein Klebeband, welches sich nach 2-3 Jahren vom Untergrund löst?

    Du hast prinzipiell schon die beste Dämmung gewählt, weil holzfaser Feuchtigkeit in der faser aufnimmt und kapillar weiterleitet, das kann z.B. Glaswolle nicht und deswegen sind die dämmwerte bei Glaswolle ziemliche Theorie bei Holzwolle in der Realität aber eigentlich immer besser.

    Eine weitere Idee: wenn du sowieso von innen osb Platte anbringst, kannst du bei sorgfältiger luftdichter anbringung die Folie darunter weglassen, da die osb Platte selbst eine dampfbremse ist. Aber dafür müsstest du sie wirklich lückenfrei montieren. Es gilt das selbe wie für die Folie.

    Ich hab z.B. die gesamten 300qm osb auf den Sparten mit Klebeband auf den Stößen abgeklebt, bevor die holzweichfaser Dämmung fürs Dach drauf kam.

  • Auch die OSB(3) Platte kann als Dampfbremse gelten. Ob das hier ausreicht, kann man rechnerisch nachweisen.

    Besser ist natürlich die luftdicht aufgebrachte Folie mit allen verklebten Anschlüssen und Durchdringungen.

    Wichtig ist der diffusionsoffene Aufbau nach außen.

  • Danke für Euer Feedback, OSB als Dampfsperre hab ich mir auch schon angelesesn, deshalb habe ich diese ausgewählt.


    Dampfsperre nur um wirklich sicher gehen zu können. Siga werde ich mir ansehen, lieber einmal, und dann richtig.

  • Schon mit Folie arbeiten, diffusionsoffen.

    Gibt glaube schon preiswerteres als Siga Klebeband das auch über Jahre hält, haben vor 25 Jahren Elternhaus gemacht und war neulich mal oben, da schaut alles immernoch lecker aus.


    Dichtkleber für beispielsweise Giebelseite oder alle Übergänge gibts ja mittlerweile auch schon von mehreren Herstellern und Tackernadeln hab ich auch immer überklebt!

    Gucken halt wegen Kältebrücke,

  • Gelbes Klebeband von BMD vom Amazonas. Top, etliche Rollen wegen Dampfsperre selbst damit verklebt.

  • Ganz ehrlich gerade beim Kleber ist Geiz überhaupt nicht geil. Es kommt wirklich drauf an, dass dieser Klebkram 20 oder gerne auch viel länger hält. Und das konnte der Knauf im Vergleich zu Siga schon nicht, warum sollte das der Chinese das gut machen?

  • Hab beide gleichzeitig benutzt, teure vom Dachdecker und das gelbe, kein Unterschied.

    Kommen bestimmt beide aus China und der Chinese klebt bestimmt viel mehr als der Herr Wùrth.


    Ist bei Allen der gleiche Kleber und auch nach 3 Jahren geht das nirgends mehr ab und bappt immer noch wie Sau.

    Geht nichtmal gut von den Fingern ab.

  • Tut mir leid Miguel wenn das jetzt bisschen Dir ùber den Mund gefahren rùber kam, wollte ich nicht.

    Hatte auch nicht Alles gelesen, tut mir leid.

  • Plan ist, die Dampfsperre an die Tragbalken zu tackern, vorher natürlich auf beiden Seiten deren Mitte an den Wänden zu markieren.


    Also in Querrichtung kein großes Ding, da die Dampfsperre schmäler als der Wintergarten ist, werde ich wohl auch in Längsrichtung abkleben müssen.


    Gehe davon aus, dass da eine leichte Überlappung von Vorteil sein könnte.


    Auf die Dampfsperre noch eine Ausgleichslattung, und da dann die OSB Platten drauf. Das ganze aber erst wenn es wieder kälter wird, webnn ich von der Arbeit heim komme strahlt die Sonne richtig schon durch die Glasfront rein, da macht da drin arbeiten keinen Spaß.

  • Möglich dass inzwischen auch das billige Klebeband aus Amazonien gut und lange klebt, ich kann ja nur von meinen Erfahrungen berichten und hab halt wegen partiell sehr langsamen baufortschritt gesehen, wie sich das günstigere band nach ein paar jahren einfach von der klebenaht abgelöst hat.

    Dieses Risiko einzugehen um zu sparen muss jeder selbst abwägen, am Bestand der klebkraft über Jahrzehnte hängt halt die Funktion der gesamten Dämmung.

  • am Bestand der klebkraft über Jahrzehnte

    wenn man das immer vorher wüsste, was in 10 Jahren ist. Sicher ist aber, dass keine Dämmung ewig hält. Um so moderner die Baustoffe, um so kürzer die Halbwertzeit, ist mein Eindruck.

  • Das kommt ganz drauf an, traditionelle Baustoffe wie vollziegel und Mörtel verzeihen eben viel. Da konnten die Maurers auch noch mit 3 atü auf dem Kessel irgendwie ne Wand hinklatschen, die 140 Jahre hält. Innenwände bei mir sind überwiegend mit den nicht so schönen Steinen gemauert, die für sichtmauerwerk außen nicht getaugt haben. Und da hat es zwischen 1mm und 6cm Putz gebraucht um eine halbwegs glatte Wand zu bekommen.

    Bei modernen Bauweisen muss man halt ein paar Dinge beachten und wissen damit es langfristig hält, aber dafür friert man sich im Winter auch nicht den Hintern ab, so wie mit den soliden ziegelwänden.

  • An unserem Obergeschoss wurden als äussere Schicht nicht OSB- sondern DWD-Platten verwendet, also einseitig diffusionsoffen, wenn ich das richtig erinnere, Zur Innenseite dann Folie, ohne Abkleben... Das ist jetzt über 10 Jahre her und funktioniert hervorragend.

  • Hätte ich nur früher hier gefragt, zum Thema Isolierung im Bekanntenkreis gefühlt 3 Leute gefragt 4 unterschiedliche Meinungen.


    Wahl fiel auf das Dämmmaterial, da der Kumpel in der Firma gearbeitet hat. Einmal kurz damit durch Nieselregen, schon war es B-Ware mit saftigem Rabatt.

  • Ich bin hier noch am kämpfen, wird langsam, Dampfsperre unter die Decke zu pfriemeln ist mit nur 2 Händen nicht lustig

  • Ja, der eingeplante Helfer hatte Aua, sprich konnte nicht helfen.


    Donnerstag bei über 35 Grad rief dann der potentielle neu Arbeitgeber an, ich kurz vorm Hitzkollaps

  • So nächste Frage, ich hab nun diese Justierschrauben für die Lattung, mein Makita hat die NICHT in die alten Balken gebracht, dickes Teil vom Bruder ausgeliehen, erste Schraube, Bit um die Ohren geflogen, Samstag kurz vor Mittag Bits geholt.


    Die halten aber nicht lange.


    Kann es sein, dass man in 60 + Jahre altem Holz besser vorbohrt ? Wenn ja in welchem Verhältnis zum Durchmesser der Spax ?

  • OK, dann mach ich das mal so, die Latten habe ich ja schon mit anderen Schrauben hochgetackert, seitens Muttern gibt es bzgl. Fertigstellung etwas Druck

  • Ja, vorbohren hilft.


    Mit dem Kerndurchmesser der Schraube, vielleicht 0,5mm mehr

    Geht das nicht nach hinten los wenn 0,5mm mehr als Kerndurchmesser gebohrt wird? Die Schraube soll ja schließlich richtig ziehen!?