Hallo zusammen,
Ich habe ein Geräusch, welches sich nach „Gummi-Knierschen“ anhört. Ich würde behaupten, das ich es beim Mittellager lokalisieren konnte. Wenn dem so sein sollte, muss gewechselt werden oder gefettet oder ähnliches?
Danke und Gruß
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Hallo zusammen,
Ich habe ein Geräusch, welches sich nach „Gummi-Knierschen“ anhört. Ich würde behaupten, das ich es beim Mittellager lokalisieren konnte. Wenn dem so sein sollte, muss gewechselt werden oder gefettet oder ähnliches?
Danke und Gruß
kurzzeitig würde evtl Silikonspray helfen. So kannst du es wenigstens prüfen. Auf Dauer dann evtl neu.
Moin StingBicki,
mein Mk1 Granada mit Automatik machte ein metallisch schleifendes Geräusch, das nur vom Fahrersitz aus zu vernehmen war und ab 110km/h (nach GPS, also eher 120 nach Tacho) gab es massiv auf die Karosserie übertragene Vibrationen. Heute habe ich die Werkstatt ein neues Mittellager einbauen lassen und bin gespannt, ob es was gebracht hat. Die Kreuzgelenke sind in Ordnung, würden aber eh nicht zum Fehlerbild passen.
Das Mittellager selbst ist ein gekapseltes Lager, das in eine Gummiführung eingesetzt ist, die mit einer Schelle an der Karosse befestigt wird. Das kann man nicht fetten, wenn es kaputt ist und Geräusche macht, dann hilft nur der Austausch. Ich habe bei Motomobil die teurere der beiden verfügbaren Varianten genommen, das kostet mit dem Gummiring 76 Euro oder so ähnlich. Fand ich völlig okay.
LG
Julia
Das Mittellager ist dreiteilig.
Einmal das ganz normale gekapselte Kugellager.
Eines wie dieses, aber etwas kleiner. Hier nur Beispiel...
Das führt die Welle.
Drumherum ein Gummihalter aka Schwingungsdämpfer.
Lag hier noch rum, nachdem ich das alles getauscht habe, bevor mir klar wurde, daß doch die Kreuzgelenklager fritte sind.
Ganz außen ist ein Metallkäfig, der den Gummihalter einsperrt und mit dem alles an der Karosserie verschraubt wird. Liegt hier auch noch, aber zusammen mit einer ganzen Kardanwelle ganz unten. Da bleibt es auch, weil das Aussehen sollte grundsätzlich bekannt sein.
Lange her, der Blaukittel sagte, das Mittellagergummi wäre zu weich.
Neues Gummi aus Oberbayern bestellt und eingebaut. Ergebnis: Plakette zugeteilt und Dröhnen vom feinsten. Das geht aber nach einer Weile weg.
Vielen Dank ![]()
Neues Gummi aus Oberbayern bestellt und eingebaut. Ergebnis: Plakette zugeteilt und Dröhnen vom feinsten. Das geht aber nach einer Weile weg.
Selbes hier. Gerade aus der Werkstatt heimgefahren und ab 60 aufwärts dröhnt es, daß man glaubt, die Karre fliegt ab 70 auseinander. Ich hoffe sehr, daß Du recht behältst und das auch bei mir weggeht.
Ich weiß nur nicht mehr, wie lange es gedauert hat.
Das Thema wurde vor etwa einer Dekade schon abschließend durchleuchtet. Die Mittellagergummis von MM wurden als zu hart eingestuft.
Früher gabs das Gummi noch bei Ford weil mindestens der Sierra noch das Gleiche hatte.
Danke! Dann begebe ich mich mal auf die Suche nach diesem Thread und werde dort nachlesen.
Es gibt so ziemlich gar kein Thema, welches hier nicht schon ein dutzend mal durchgekaut wurde.
Vieles ist wie Milch. Ich hatte über die Zeit vermutlich eine fünfstellige Anzahl von Milchtüten im Kühlschrank. Aber ich würde keine von denen nochmal haben wollen, sondern immer eine frische nehmen.
Was mich nicht interessiert lese ich schlichtweg nicht. ![]()
Mal eine doofe Frage, wenn das Mittellager vom Sierra auch beim Granada passt, gibt es da auch eine Teilenummer? Wenn ich im Netz nach Kardanwellenmittellager für Sierra google, dann gibt es viele Treffer, auch von namhaften Herstellern wie Meyle oder Febi Bilstein.
Ist denn eigentlich das Mittellager das Lager, welches im Kardanwellenhalter sitzt? Wenn ja, da braucht es doch bestimmt eine Presse, um es darin zu montieren, bzw. das alte herauszubekommen. Sorry für die blöden Fragen, aber ich hatte beim letzten Mal, als mein Wagen auf einer Hebebühne stand, überhaupt nicht darauf geachtet. Mittlerweile dröhnt es aber immer mal wieder kräftig aus dem Antriebsstrang, so dass ich mich zwangsläufig damit auseinander setzen muss.
Vielleicht gibt es ja auch noch irgendwie die Chance auf ein Ford-Originalteil.
Das Mittellager dürfte ja eigentlich nicht vom Motortyp abhängig sein, oder? Zumindest gab es beim Sierra den 2,0l V6 noch in den ersten beiden Modelljahren.
Um das Mittellager zu wechseln, hast Du die Kardanwelle auf dem Tisch.
Beim mittleren Kreuzgelenk muss man eine Schraube lösen und kann dann die Welle trennen. (Position markieren, auch wenn ich meine, daß es sich nur in einer Position zusammenbauen lässt)
Vermutlich lässt sich dann der Metallkäfig mit Gummilager vom eigentlichen Lager herunterziehen.
Das Lager kannst Du dann mit einem Zweiarmabzieher ausbauen.
Das Lager selbst ist ein Standardteil und kann von jedem namhaften Kugellagerhersteller bezogen werden.
Innendurchmesser/Außendurchmesser/Höhe sind die relevanten Daten.
Die Käfige der Modelle sind speziefisch.
Anschraub-Ebene und deren Winkel variieren.
Wenn man ein kpl. Mittellager vom Sierra liegen hat, wird man wahrscheinlich den Gummie tauschen müssen.
Ich erinnere mich dunkel, daß da Laschen aufgebogen werden müssen um das Gummie zu tauschen.
...aber das sieht man dann schon...
Mittlerweile dröhnt es aber immer mal wieder kräftig aus dem Antriebsstrang
Da würde ich mir die Kreuzgelenke sehr genau anschauen...
Habt vielen Dank für die Hinweise. Ich werde mich die Tage mal unters Auto schieben, um mir die Kardanwelle nebst Lagern und Gelenken anzuschauen und die Problembereiche untersuchen. Die Welle ausbauen, dafür brauche ich erstmal eine Bühne, die ggf. auch ein paar Tage blockiert werden kann.
Die Welle ausbauen, dafür brauche ich erstmal ...
... vier Unterstellböcke und einen (vernünftigen) Rangierwagenheber.
Alternativ dürfen es auch zwei Auffahrrampen und zwei Böcke sein.
... vier Unterstellböcke und einen (vernünftigen) Rangierwagenheber.
Alternativ dürfen es auch zwei Auffahrrampen und zwei Böcke sein.
Wenn das reicht, dann werde ich das Projekt mal in Kürze angehen. Ich habe nur keinen Bock, weil wenig Platz, das die Kardanwelle auf mich rauf fällt, wenn ich die Schrauben löse oder wenn ich sie mangels ausreichender Bewegungsfreiheit nicht mehr an Ort und Stelle bekomme.
Apropos Schrauben! Lassen sich die alten Schrauben erneut verwenden oder müssen sie ersetzt werden?
Nimmst ein Unterstellbock mehr mit unters Auto und stützt die Welle drauf ab, dann geht es recht gut eigentlich. Die Schrauben kannst wieder nehmen würde ich sagen.
Ach und zumindest beim Transit wars so dass beim rausziehen der Welle aus dem Getriebe Öl rausgelaufen ist (nicht viel), also vielleicht ne Schüssel drunter stellen oder nen Gummihandschuh mit KAbelbinder drumrum machen usw.
Die Schrauben habe ich noch nie getauscht.
Unter dem Mittellager sollten U-Scheiben sein. Die müssen später auch wieder dorthin. Wobei U-Scheibe hier wirklich wie ein U geformt und einseitig offen ist. Siehste dann...
Die Mittellagerschrauben sind selbstschneidend. Deshalb beim Einbau etwas Fett aufs Gewinde und möglichst weit von Hand reindrehen. Mit dem Schlagschrauber ist zwar zügig gearbeitet, aber minimal schief angesetzt reicht, ein neues Gewinde in das vorhandene zu schneiden.
Die Mittellagerschrauben sind mit 18-23Nm angegeben. Das sollte man nicht überreißen. Gut gemeint ist da eindeutig das Gegenteil von gut.
Die vier Schrauben vom Diff sind SW15. Handbremse ziehen, Gang rein und diese Schrauben als erstes lösen.
Das Getriebe ist bis zur seitlichen Kontrollschraube (Innenvierkant oder 3/8" Inbus) mit Öl gefüllt. Wenn der Getriebehals tiefer als diese Schraube kommt, läuft es raus. Sollte hier aber nicht passieren. Trotzdem kann nein Schluck Öl entweichen, wenn Du die Kardanwelle herausziehst.
Sollte das Getriebe unter sich lassen, wäre jetzt auch eine gute Gelegenheit, den hinteren Simmering zu tauschen.
Hier sei ausdrücklich die Verwendung von Markenware empfohlen.
Wenn Du diesen Gummiteller in der Kardanwelle hast, verdient der ganz besonderes Augenmerk. Und falls Du brauchst, habe ich noch eine original Gromex Giubo aus einer Sammelbestellung hier liegen.