Motor anmalen.

  • Womit, wenn überhaupt, könnte man einen angerosteten Motor behandeln so das eine einheitliche, tja, Farbe(?) rauskommt? Jetzt außer mit Farbe anmalen.


    Der Klumpen im ‘29er ist rostich, das tut der Karre nichts, aber da ich einen Haufen glänzende Neuteile verbaut habe, nervt es mich. Wenn’s ein Karosseriteil wäre, würde ich es mit Rostumwandler und denn Owatrol einschmieren, aber ein Motor wird ja warm…

  • Leinölfirnis, da tät ich schon auf Bruno hören.


    Dauert ´ne ganze Weile bis das ausreagiert hat (mit Luftsauerstoff), bei unseren Vorkriegsbahnschienen in der Werkstatt hat das super funktioniert.

    Kann man auch Holz und sonstwas mit anpinseln, ich find´s gut.

  • Was heißt eine Weile?


    Das eigentliche Problem ist daß sich die Originalfarbe löst, und das Eisen in Flecken rostet, deshalb hört sich das Leinölfirnis so an wie das was ich brauche, weil ich den ja nicht blank machen will, sondern überjauchen. Rostumwandler hätte den Rost ja eingefärbt, und den Lack nich’. Aber ich habe es an einer Ecke ausprobiert, und der macht den Motor Lilla :)…

  • kommt auf die Temperatur und Schichtdicke an. Wenns kalt ist und du dick aufpinselst dauert es Wochen bis Monate bis zur vollständigen Reaktion. Dünn anstreichen undin die Sonne stellen und es sollte nach n paar Tagen gut sein.

  • An einem warmen Tag machen schadet schon mal nicht, bei unseren Schienen hat es ein paar Wochen gedauert, in der dunklen Werkstatt wphlgemerkt.

    Motor nicht direkt nach dem überpinseln anreißen :uwe: denke dann könnte das Zeug durchaus noch brennen wollen.

    Einzweidrei Tage würde ich aus dem Bauch heraus warten, das wird halt erstmal fein klebrig.

    Kriechen kann es ganz gut, Rostumwandler der herkömmlichen Sorte sind m.E. vor allem gut für den Hersteller.

    Wobei das Lila sich vermutlich auch nach ein paar Wochen in schwarz umfärbt.


    Der Rost wird einfach sehr dunkelbraun.

  • Ich hab seiner Zeit den motor so weit es geht entrostet und dann mit einem rostumwandler eingepinselt und anschließend mit brantho kurrox 3in1 angepinselt.. ist top geworden .. wobei ich dann jetzt beim nächsten mal nicht pinseln sonder doch zu dose greifen würde....

  • Nee, entrosten will ich da nix, auch nicht aus der Karre ziehen, ich brauche was das man mim Pinsel oder einem Lappen in der Einfahrt auftragen kann, so das der Rost weniger rostig scheint, und jut. Wie gesagt, von Eigenschaften her ware ein Rostumwandler die perfekte Loesung, es hat im Innenraum von der Karre genau das bewirkt was ich wollte, alles rostige wurde schwarz, die 93 Jahre alten Lackreste sind da geblieben wo die waren, und eine anschleissende Owatrolung hat's richtig fein ausgeglichen und versiegelt. Aber ein Probelauf auf'm Motor hat gezeigt das es denn so lilla wird, und tja. Ja. Nein.


    Das Leinoelfirnis hoert sich bis jetzt am besten an. Wenn ich den Motor mal komplett mache, denn kriegt er ein gruen/blau/tuerkis das ich mir vor 10 Jahren ausgedacht habe und jut. Im Moment soll der einfach nur schwaerzer werden.

  • Ahso ok..

    Ob die rostumwandler da wirklich das liefern was der name verspricht, wage ich zu bezweifen...


    Je nachdem wiestark der rost ist kann der lack wohl auch drauf...

  • Was der Umwandler mim Rost chemisch anstellt ist mir Wurscht, es sieht so aus wie ich es gerne hätte. Würde man es mit dreckiger Verdünnung so hinkriegen, würde ich es wohl machen. Geht aber nicht, deshalb die Suche nach einer Alternative.

  • Soll ich dir nachher mal ein Bild von unseren komplett übergerosteten Bahnschienen hier reinpacken?

    Wir haben nicht alle angemalt, nur die die man schnell mal berühren kann, die gaben doch gut braune "Farbe" ab an Finger und Klamotten, nun ist es eine "saubere" Fläche.

    Vorbehandelt hatten wir nix, also einmal abgesaugt, fertig.

  • Soll ich dir nachher mal ein Bild von unseren komplett übergerosteten Bahnschienen hier reinpacken?

    Wir haben nicht alle angemalt, nur die die man schnell mal berühren kann, die gaben doch gut braune "Farbe" ab an Finger und Klamotten, nun ist es eine "saubere" Fläche.

    Vorbehandelt hatten wir nix, also einmal abgesaugt, fertig.

    Bittebitte!

  • Bittebitte!

    Stets und sehr gerne zu Diensten,

    erstmal Opas Schubkarre, also nur die Griffe und dann die erwähnten Gleise, über den senkrechten, jeweils das gleiche in ungeleinölt (bei uns von "Linea Natura", billig und wohl auch noch ökoschnöko)

  • Ein Bild zuviel, naja, denke aber die Schienen passen auch altersmäßig zur Frage, auf einer steht noch gut lesbar eingegossen "RSW 1929" oder 1926 egal, wird wohl für Reichsschienenwerk oder so stehen und vor allem für ein Baujahr nahe dem des Motors.

    Ob Ford oder das Reichsschienenwerk damals das bessere Eisen hatten vermag ich so spontan nicht zu sagen, vermutlich war´s damals jeweils das billigste verfügbare :evillaugh:

  • leinölfirniss trocknet nur schneller. sonst gibt es da keinen wirklichen unterschied.

    ich hab ja auch bloss keine Ahnung,

    aber Bruno bestand in ähnlicher Situation auf diesen Unterschied.


    :dunno:

  • Der Leinölfirnis werden noch Stoffe zugesetzt damit die Reaktion schneller vonstatten geht, außerdem ist Firnis immer gekochtes Leinöl, je öfter gekocht, desto zäher.


    Unbedingt beachten, zusammengeknüllte Lappen können sich selbst entzünden, also entweder abfackeln, in ein luftdichtes Schraubdeckelglas oder satt wässern.

    Das ist wie bei den meisten Holzölen und so macher ahnungslose Heimwerker hat sich mit leichtfertigem Herumliegenlassen oder in den Müll werfen der gebrauchten Lappen schon die Hütte abgefackelt.

  • Bei den Grillsportlern wird eine Mischung aus Leinölfirnis und Graphitpulver als der letzte Schrei bei der Konservierung und optischen Aufbereitung von stählernen Grillgeräten mit Oberflächenrost angepriesen.

    Ich hab das natürlich getestet an meinem Smoker, aber das Ergebnis ist nicht ernsthaft schwarz sondern eher schwarz silbrig und die Dauerhaltbarkeit ist ebenfalls überschaubar. Wobei man ganz klar sehen kann, dass es besser auf den Stellen hält, die nicht soo heiß werden. Aber ich glaube kaum, dass das Graphit die Haltbarkeit verschlechtert, also ist Leinöl nur eine temporäre optische Verbesserung und darf gerne alle 2 Jahre wiederholt werden. Dafür ist es leicht zu verarbeiten.

  • Flott, aber:

    entrosten will ich da nix, auch nicht aus der Karre ziehen, ich brauche was das man mim Pinsel oder einem Lappen in der Einfahrt auftragen kann, so das der Rost weniger rostig scheint, und jut. Wie gesagt, von Eigenschaften her ware ein Rostumwandler die perfekte Loesung, es hat im Innenraum von der Karre genau das bewirkt was ich wollte, alles rostige wurde schwarz, die 93 Jahre alten Lackreste sind da geblieben wo die waren, und eine anschleissende Owatrolung hat's richtig fein ausgeglichen und versiegelt. Aber ein Probelauf auf'm Motor hat gezeigt das es denn so lilla wird, und tja. Ja. Nein.