Erfahrung mit Weber-Nachbau Vergaser

  • Hallo zusammen,

    Ich habe nach verzweifelten Versuchen mein 38er DGAS Weber einzustellen einen neuen bei Motomobil gekauft. Ist ein Nachbau.

    Der Granni ist zur Zeit auch wegen TÜV in der Werkstatt. Die erzählen, so Chinaprodukte wären sehr schlecht einzustellen. Ist das so??

    Sind die Nachbauten von MM schrott oder labert der Typ nur so weil er keine Ahnung hat? Denn ich hab gehört, sobald der Vergaser auf

    CO-Wert runtergedreht wird läuft der nun mal schlechter. Auf eure Meinungen und Erfahrung bin ich gespannt.


    Schönen Gruß Ollie

  • Wenn ich aus meinen Erfahrungen eine Art "Rangliste" aufmachen sollte, kämen gaaanz oben die italienischen Weber. Dann kommt eine ganze Zeit nichts, dann die späteren spanischen Weber. Dann kommt wieder eine ganze Weile nichts und dann die Lizenzbauten der Weber. Eine sogenannte "Nachfertigung" kommt mir nach diesen Erfahrungen nicht ins Haus, dann lieber einen Originalweber aufarbeiten!
    Es gibt mehrere "Nachfertiger", z.B.:

    • FAJS (Bling-Bling-Land)
      Zumindest anfangs waren das übelste Billigheimer, die sich kaum / nicht einstellen lassen, was auch auf schlechten Guß zurückzuführen ist (Beim "40DCOE" eines Bekannten erlebt) und auch sonstige Details sind suboptimal (DK-Wellen nicht kugelgelagert, sondern Gleitlager unbekannter Qualität). Ob sich das mittlerweile gebessert hat, weiß ich nicht ... Europäische Weber-Düsen kompatibel, aber wenn die Kanäle sch..rottig sind ...
    • JP Classic Line (Bling-Bling-Land)
      Auch Billigheimer, hab allerdings nur einmal einen IDF in der Hand gehabt. Aussen sehen sie einigermaßen aus, intern nicht mehr (Kanäle und Bohrungen rauh) ... Europäische Weber-Düsen kompatibel, aber ...
    • ReedMoral (Bling-Bling-Land)
      nach Auskunft eines Bekannten nicht abstimmbar (45DCOE9).Europäische Weber-Düsen kompatibel, aber ...
    • Ungekennzeichnete Fälschungen
      Diese Dinger stehen ganz am Ende der "Nahrungskette". Sie sehen aus, wie Weber, sind aber Sch....e. Ein aus USA stammender 32/36DGV war in der 2. Stufe nicht auf genügend mageres Gemisch abzustimmen, egal, ob Mischrohr- oder Düsentausch, diverse Einstellungen, oder anderes probiert wurde, so dass er schlußendlich gegen einen überholten Originalvergaser getauscht wurde, weil ich das "Gebastel" leid war.
    • "Sonderfall" LCN
      Nach Firmen-Angaben Lizenz-Fertigung (akt. Eigentümer von Weber) Bislang habe ich nur Bildmaterial von den Vergasern gesehen. Nach Auskunft eines Verwenders guter Guß und iqualitativ nahe an den alten "Italy", vernünftig abstimmbar, europäische Weber-Düsen kompatibel ...

    Ein Wort zu den Düsen: Es gibt eine Menge "Schund" auf dem Markt, stellenweise ist es schade um das vergeudete Material! Ich selbst habe aus dem DCOE eines Freundes ein Mischrohr gezogen, dessen vier Schrägbohrungen fast völlig von Gußgrat verschlossen waren. Der Motor lief natürlich wie ein Sack Schrauben und er hat ihn nicht zur Abgabe von Leistung über 2500u/min bringen können. Nach Ersatz durch Original-Weber-Teile, Synchronisation und Einstellung lief der selbe Motor bestens ... Bissl teurer in der Anschaffung, ersparen Originalteile massenweise Frust!

  • Danke, das war mal wieder sehr informationsreich. aber was für ein Nachbau MM vertreibt kannst nicht zufällig was sagen oder? Nun wie auch immer. Ich versuch mal meinen Weber in den Weber-Service zu geben. Hab da so ne Seite gefunden.


    Gruß Ollie

  • Nein, die MM-Seite (Beschreibung und Bilder) gibt keine Auskunft.und auch Vergrößern der Grafiken bringt nix. Ruf die Jungs doch einfach mal an, die sollten eigentlich wissen, was sie da verkaufen.

  • von einem schweizer vergaserinstandsetzer hab ich kuerzlich folgende info erhalten.


    "Wir können Ihnen in Deutschland den Spezialisten, Viktor Günther in Köln empfehlen.

    Freundliche Grüsse"


    mehr kann ich da nicht zu sagen im moment.

  • Die sollen ganz gut sein, war glaube ich auch schon hier im Forum zu lesen.

    Die werden schon sagen können ob das was wird mit den Gasern oder eher nicht

  • Mein 38er Weber den ich vor etwa 5 Jahren bei MM gekauft habe ist ein spanischer Weber und aus meiner Sicht qualitativ völlig ok.

  • Mein 32/36 DGAV ist ein FAJS. Sieht ganz ok aus und hat sich im Standgas auch einstellen lassen.

    Bei der ersten Probefahrt hat sich das Schwimmerventil gelöst, was es spannend gemacht hat wieder bis in die Werkstatt zu kommen. Ansonsten läuft er, mir fehlt allerdings der Vergleich (und ne Rollenmessung hab ich natürlich auch nicht gemacht).

  • Das hat wenig mit "was haben" zu tun.

    Frühe spanische Weber hatten gelegentliche Probleme mit der Gußqualität (oder auch nur mit deren Kontrolle und dem Fehlermanagement), spätere nicht mehr, da ist also kein großes Ungemach zu erwarten.


    Die FAJS sind mir, wenn ich in Kontakt mit denen kam, wegen einer Fülle von nachlässig oder mangelhaft gelösten Details, z.B. wunderbar gelb verzinkten, aber superbilligen Schrauben, die beim ersten Lösen festgingen und abrissen.

    Sowas brauche ich nicht, denn wo einige Minuten grob fehlerhaftes Gemisch einen Motor kosten können, hört der Spaß auf.

  • Als Adressen gabs mal Ruddies in Berlin, weiß aber nach dem Eigentümerwechsel nicht, wie die Qualität ist.


    Erste Anlaufadresse für mich in Fragen Weber ist DiMichele.

    Für IDF im speziellen der Manfred Minninger.