Köln V6 läuft nicht sauber (2.9i im Klo)

  • Also fahren tut er eigentlich ganz ok, abgesehen davon irgendwie jedes Gummi am Fahrwerk oder zumindest am Antriebsstrang ausgelullert sein dürfte.


    Gegen nicht schließendes Ventil spricht doch die Kompression von überall 11 bar, oder?


    Leerlauf ist immer noch unruhig und es batscht im Auspuff.


    Richtig knalleheiß ist der Zündzeitpunkt fast 15 vor OT, jedenfalls genauer dran als je zuvor. Aber eben nicht ganz sauber und mit Aussetzern. Kann der hin und her wandernde ZZP (zu sehen im Strobo) die Fehlzündung/Aussetzer selbst sein?


    Habe den Tempsensor Ansaugluft geprüft. Hat Recht hohen Widerstand von etlichen Kiloohm, ändert sich aber bei Wärme rasch, reagiert also irgendwie. Hat jemand Referenzwerte, auch für den Kühlmittelsensor des Motors?


    Ausgiebige Rundfahrt hat ergeben, dass Thermostat defekt ist. Im Fahren fällt die Temp ins bodenlose, im Stand erreicht er irgendwann Normal auf der Anzeige. Heizung ist auch besser im Stand.

  • Gemeint sind die Einspritzventile, jedenfalls von mir. Wenn der Kahn Biosprit hatte kann so ein Injektor schon mal klemmen, tropfen . Das der Zündzeitpunkt sich sich bei Aussetzern verändert ist normal.

    Offenstehende Ventile hatte ich zwar auch schon,kann ich mir bei einem Motor mit Hydros nicht wirklich vorstellen.

    Kannst du den Nebenluftschieber mal bei warmem Motor still legen?

  • ist doch schon mal ne Spur.


    Das mit der Kompression habbich nicht gelesen.


    In diesen Baujahren können Tempfühler für Steuergeräte und als Schalter für Lüfter usw unterschiedlich sein.

    Nur, dass du kuckst was da ist und das auch entsprechend werten kannst.



    Da ist auch noch der MAP Sensor.

    Der giebt dem SG Auskunft über Druckverhältnisse / Ansaugmengen.

    Der hat Saugrohranschluss und Kabelei.




    Alles in allem ist das ja ein mit STAR-Tester zu diagnostizierendes Problem.

    Und wir haben doch hier ganz sicher Leute, die da mal das Schatzkästchen auf machen könnten und an der Stelle Hergang, Verlauf und Fehlertabellen für diese Generarion (der Technik) zur Verfügung stellen könnten!?

    :michi:

  • Gemeint sind die Einspritzventile, jedenfalls von mir. Wenn der Kahn Biosprit hatte kann so ein Injektor schon mal klemmen, tropfen . Das der Zündzeitpunkt sich sich bei Aussetzern verändert ist normal.

    Offenstehende Ventile hatte ich zwar auch schon,kann ich mir bei einem Motor mit Hydros nicht wirklich vorstellen.

    Kannst du den Nebenluftschieber mal bei warmem Motor still legen?

    Was ist der Nebenluftschieber? Der Leerlaufregler? Diese "Zigarre" an der Drosselklappe?

    Der Wasserfühler fürs Motorsteuergerät sitzt laut Internet bei dem Motor unter der Drosselklappeneinheit. Der Ansaugtermperaturfühler im Luftsammler auf Höhe Zylinder 2. Widerstände von etlichen KOhm bei 10 °C und dann bei steigender Temperatur rapide fallend sind (auch laut Internet) normale Charakteristiken von diesen Fühlern. Aber spezifisch wissen tu ich es nicht.

    Da ist auch noch der MAP Sensor.

    Der giebt dem SG Auskunft über Druckverhältnisse / Ansaugmengen.

    Der hat Saugrohranschluss und Kabelei.

    Unterdruckverschlauchung ist ok, hatte ich schonmal in der Hand und habs "abgedrückt". Motorlauf wird katastrophl schlechter, wenn ich ihm den MAP klaue.


    Alles in allem ist das ja ein mit STAR-Tester zu diagnostizierendes Problem.

    Und wir haben doch hier ganz sicher Leute, die da mal das Schatzkästchen auf machen könnten und an der Stelle Hergang, Verlauf und Fehlertabellen für diese Generarion (der Technik) zur Verfügung stellen könnten!?

    :michi:

    Bitte! Bittebitte. :worship::worship:

  • Beim DOHC gibt es z.B. Verschlussstopfen an der Drosselklappe - fehlt oder kaputt?

    In der Tat, hat der V6 auch. Ist aber intakt.


    Das Gefährt stand fast 10 Jahre, wurde hier und da mal angeworfen und auf KzKz gefahren oder wenn es mal das Quartier wechseln musste.


    KLR wurde definitiv nicht nachgerüstet. Auch sonst ist eigentlich alles ziemlich erstausrüstermäßig, kann man jetzt von halten was man will, der Reperaturorgie hab ich jetzt. :cool Der einziger Vorbesitzer war zum Jahr der Abmeldung 79 Lenze alt und hat die Abmeldung womöglich nicht mehr selbst gemacht.

  • Hi, dann schalt mal kurz ein Gang zurück.....Kurbelwelle unten auf OT und schauen wo der Verteiler oben steht (nicht das Riemen /Kette was weis ich was der als Trieb hat einfach nur tot ist oder kurz davor)…..dein Hinweis auf....wandert hin und her und Patscht am Rohrende.

    *Gruß Hoffy !!!

  • Guten Morgen. Einfach mal fahren ist eigentlich eine gute Idee, wenn alle anderen Parameter geklärt sind.


    Wenn der 2.9er ohne Batterie steht, braucht er durchaus 2-300 km bis das Steuergerät sich wieder eingerüttelt hat. Merkt man vor allem daran, dass das Standgas pendelt und er fast ausgeht.


    Wenn während der Fahrt richtige Ruckler dabei sind, vor allem im Teillastbereich, würde ich mal den Öldruck messen. Wenn die Nockenwellenlager verschlissen sind, baut er keinen ausreichenden Öldruck (wenn das Öl heiß ist) mehr an den Hydros der Ventile auf und die Steuerzeiten stimmen nicht mehr. Ist richtig ätzend zu fahren.


    Sollten diese beiden Sache geprüft und i.O. sein, dann an Einspritzdüsen und Tempsensoren auf die Suche gehen.

  • Danke Matz nochmal, richtig ätzend würde ich das jetzt nicht nennen, vor allem im Leerlauf war es halt am Zucken und eine gewisse Anfahrunwilligkeit war da, das fühlte sich aber eher so an als ob im Antriebsstrang etwas ausgelullert wäre.

    Ich werde berichten wenn die Fuhre wieder fährt.


    Aktuell ist der Druckspeicher der Bremse zum Auffrischen. Normales Problem der integrierten ABS-Bremse Teves MK2 im vorgerückten Alter.


    Matz, dir wurde weiter oben vertieftes Wissen zum 2,9er zugeschrieben. Hast du Referenzwerte der Sensoren?

  • So. Mal geschaut. Jetzt fehlt Bruno mal wieder.

    Wenn Du die wirklich messen möchtest, kannst Du erst mal alle Sensoren auf die Bestromung vom Steuergerät testen. 4,8. bis 5 Volt. Die Sensoren verändern ihren Wiederstand. Das Verändern kannst Du messen. Die Sollwerte habe ich nciht. Die stehen auch nicht in der originalen Ford Literatur. Da kannst Du aber auch einfach mal neue einbauen. Die kosten nun wirklich nciht viel.

    Vorher mal den Leerlaufregler abbauen und mit Bremsenreinger und WD40 fluten und pflegen. Den Drosselklappenkörper abschrauben und dahinter sauber machen.

    Vorher die Dichtungen bestellen!

  • So. Mal geschaut. Jetzt fehlt Bruno mal wieder.

    Wenn Du die wirklich messen möchtest, kannst Du erst mal alle Sensoren auf die Bestromung vom Steuergerät testen. 4,8. bis 5 Volt. Die Sensoren verändern ihren Wiederstand. Das Verändern kannst Du messen. Die Sollwerte habe ich nciht. Die stehen auch nicht in der originalen Ford Literatur. Da kannst Du aber auch einfach mal neue einbauen. Die kosten nun wirklich nciht viel.

    Vorher mal den Leerlaufregler abbauen und mit Bremsenreinger und WD40 fluten und pflegen. Den Drosselklappenkörper abschrauben und dahinter sauber machen.

    Vorher die Dichtungen bestellen!

    Ok, danke.


    LLRV habe ich schon durchgenommen, seitdem geht er ja nicht mehr aus.


    Ich habe gestern doch das Einspritzgeraffel auseinandergerissen. Und siehe da: Alle Düsen wirklich endkrass verdreckt. Äußerlich einmal, da dort noch Ölkatastophe ist wegen ewig undichten Ventildeckeldichtungen (sind erneuert). Aber auch am spritzenden Ende der Düsen merkwürdige Ablagerungen, Ölschmand auch da, aber auch so weißliche, krustige Rückstände. Vergaserreiniger und Zahnbürste habens alles blank gemacht. Der Dreck hat dem Spritzbild sicher nicht gut getan.

    Die Dichtung von diesem Ansaugkopf war auch mehr Knäckebrot, da könnte er sich auch gut Nebenluft genehmigt haben.


    Habe neue Dichtungen der Düsen und die kleinen Filtersiebchen für vor die Düsen geordert. Bei Bestromung öffnen die Düsen und Widerstandswerte laut Boschliste sind auch i.O.

    Werde berichten.

  • Sehr gut. Und nicht verzagen, wenn er nach dem Zusammenbau noch ruckelig läuft. Das gibt sich wirklich erst nach ein paar Fahrten.

  • Sehr gut. Und nicht verzagen, wenn er nach dem Zusammenbau noch ruckelig läuft. Das gibt sich wirklich erst nach ein paar Fahrten.

    OK, ich gebe mir Mühe, nicht zu verzagen. Ich bin nämlich kurz davor.


    Habe alles wieder zusammen, Motor läuft, im Wesentlichen allerdings so wie vorher. Schüttelt sich ein bisschen im Leerlauf, also so ein Zucken halt und das "Batschen" im Auspuff ist auch noch da. Wenn man im Stand Gas gibt, geht aber auch mal so ein Schüttler durchs Aggregat. -> Ja, ich werde fahren.:rock:


    Wenn ich ihm ne Einspritzdüse klaue (ok, erst 4 von 6 getestet, war mir dann zu warm an den Fingern), läuft er aber schon schlechter, allerdings nicht so gravierend, wie ich es von einem Duratec V6 (Mondeo...) kannte - der wollte schier aus dem Motorraum hüpfen.


    Fahrtest lief ganz ok. Hat schon Leistung (ist halt kein Rennwagen), höhere Drehzahlen (bis 4500 probiert) geht er mit und arbeitet sich auch aus niedrigen Drehzahlen in hohen Gängen bei Vollgas bergauf sauber nach oben raus, ohne Rüttler und Schüttler.


    Es ist halt schwer zu beurteilen, ob im Fahrbetrieb was rucklermäßiges vom Motor kommt, da halt alles Gummi oll ist, ganz besonders auch die Reifen.


    Ich habe auf (meine ich) einer Bank ein beständiges Tickern im Betrieb. Hydrostößel? Hatte bei Zylinder 2 ziemlichen Ölschlamm unterm Ventildeckel, Zyl. 2 ist in der Bank, die tickert. Tickern ist auch mit Ölspülung nicht weggegangen, Kompression aber absolut im Normbereich und v.a. genauso wie auf allen anderen Zylindern. Dann droht von da doch nix, oder?


    Den weiter oben vorgeschlagenen Test, den Motor von Hand auf OT an der Riemenscheibe zu drehen und dann den Verteile anzuschauen habe ich jetzt noch nicht gemacht. Mache ich noch.


    Weiß langsam nicht mehr weiter.:dunno:

  • Habe alles wieder zusammen, Motor läuft, im Wesentlichen allerdings so wie vorher. Schüttelt sich ein bisschen im Leerlauf, also so ein Zucken halt und das "Batschen" im Auspuff ist auch noch da. Wenn man im Stand Gas gibt, geht aber auch mal so ein Schüttler durchs Aggregat. -> Ja, ich werde fahren.:rock:

    Aus aktuellem Anlass würde ich dir raten das mit den Einspritzdüsen weiter zu verfolgen. Habe da nämlich auch so ein ähnlichen Fall und da bin ich heute erstmal bei na Einspritzdüse hängen geblieben die 60Ohm statt 14,5 hat....

    Klingt alles sehr ähnlich

  • Aus aktuellem Anlass würde ich dir raten das mit den Einspritzdüsen weiter zu verfolgen. Habe da nämlich auch so ein ähnlichen Fall und da bin ich heute erstmal bei na Einspritzdüse hängen geblieben die 60Ohm statt 14,5 hat....

    Klingt alles sehr ähnlich

    So, auch Diebstahl der restlichen Düsen führt zu verändertem Motorlauf. Also die arbeiten alle, zumindest irgendwie.

    Widerstand liegt auch bei allen bei 14,2 bis 14,3 Ohm.


    Was mir noch auffiel: Am Kabelbaum wurde schon rumgeflickt, original ist das wohl eher nicht, oder? Die Kabel, an denen diese Isolierverbinder dran sind, gehen jedenfalls zur beifahrerseitigen Lamdba und zum Einspritzdüsen Multistecker. Einspritzdüsen arbeiten ja aber, daher kann es so schlecht nicht sein.


    img_20201101_18590739xuj9d.jpg


    Ich fürchte, ich brauch bald mal so einen Star-Tester. Hat jemand?:bye::michi:

  • Es gab so verschrumpfte Verbinder, ich denke das gehört so.

    ok. Obwohl ich nur drauf gekommen bin, weil auch die Wickelung des Kabelbaums da fehlte. Sicher Zufall.

    Sieht schon sehr gut und gleichförmig aus und die Verbinder sind auch verschiedenen Höhen, also zu "mit dem Messer in den Kabelbaum gerauscht" passt das Bild eh nicht.

  • Klo ist nicht so meine Baustelle, aber im Sierra kenn ich den 2.9er mit 1 und mit 2 Lambdasonden. Kann durchaus möglich sein, daß die 2. Sonde werksseitig so in den Kabelbaum eingeflickt wurde :gruebel:

  • Bist Du eigentlich zwischendurch mal Strecke gefahren? So 400-500km?


    Oder nur große Runden um den Block?

    Das Steuergerät braucht Strecke um sich selbst anzulernen. Und zwar jedes Mal, wenn es stromlos war.

  • Bist Du eigentlich zwischendurch mal Strecke gefahren? So 400-500km?


    Oder nur große Runden um den Block?

    Das Steuergerät braucht Strecke um sich selbst anzulernen. Und zwar jedes Mal, wenn es stromlos war.

    Ich bin 150-200km gefahren, dann Batterie ab wegen der Einspritzdüsen, unmittelbar danach viellecht 20 recht problemlose Km, im Fahrbetrieb ok, im Stand weniger, wie gehabt.

    Heute aufm Weg zur Arbeit erst alles normal, plötzlich im 5. Gang auf der Autobahn beim Versuch zu beschleunigen Fehlzündungen/Aussetzer wie verrückt, äußerte sich in deutlichem Ruckeln/Bocken. Aufm Rückweg natürlich das gleiche, keine Spontanheilung.


    Warum nur? :cursing


    Mir sind inzwischen weitere technische Daten zum Motor zugeflogen, kann ich wenn gewünscht auch mal reinstellen.


    Habe die Zündspule gemessen, Primär- und Sekundärkreis Widerstand im Normbereich.


    So ist das Ding praktisch unfahrbar. :tired

  • beim Versuch zu beschleunigen Fehlzündungen/Aussetzer wie verrückt, äußerte sich in deutlichem Ruckeln/Bocken.

    Ich hab das auch manchmal, habe die Unterdruckverstellung des Verteilers in Verdacht.


    Gibt es so etwas beim 2.9i auch?

    Der Schlauch dorthin ist übrigens auch gerne vollkommen porös, was man aber sieht, wenn man ihn biegt.

  • Dann mess noch ein paar Werte die gut sind....

    Das war aufs Anzünden bezogen. Ich werd mich informieren, wie das mit dem Druck geht und berichten. Bin ja für jeden Tip dankbar. :heart

  • Mach mal den Auspuff ab und lern das Steuergerät wieder richtig an ...

    Von Mir aus auch umgekehrt .

    Auspuff nach und nach , oder direkt vorm Kat .

  • Wenn der 2.9er ohne Batterie steht, braucht er durchaus 2-300 km bis das Steuergerät sich wieder eingerüttelt hat. Merkt man vor allem daran, dass das Standgas pendelt und er fast ausgeht


    Ich bin 150-200km gefahren, dann Batterie ab wegen der Einspritzdüsen, unmittelbar danach viellecht 20 recht problemlose Km, im Fahrbetrieb ok, im Stand weniger, wie gehabt.

    Merkste was? Du fährst ein bisschen. Weniger, als das Steuergerät braucht um sich neu anzulernen und dann verlierst Du wieder die Nerven, steckst die Batterie ab, löscht alle mühsam erfahrenen Daten im Steuergerät und wunderst Dich, daß die Karre scheisse läuft.

    So wird das nichts! :no:


    Der Kahn hat, wie lange noch gleich, gestanden. Der muss langsam ins Leben zurück und, vor allem, man muss ihm die Zeit dafür geben. 2ct