Fehler gefunden, aber es ist komplizierter als das.
Allerdings muss ich sagen, dass Willi mir der Führungsschiene auf der richtigen Spur war.
Laut Handbuch soll die Schiene ja erst rein, wenn alles tutti ist und nicht gleich zu anfang. Ich habe die irgendwann mitten drin mal reingesteckt.
Kurzform: die Steuerzeiten haben sich verstellt, weil die Schiene nicht drin war.
Lange Version:
Wenn man den Motor dreht, drücken bekanntlich die Nocken der Nockenwelle auf die Hydros und auf die Ventile gegen die Ventilfedern.
Ab einem gewissen Punkt ist die Nocke über den höchsten Hub hinweg und das Ventil schließt sich wieder. Die Ventilfeder drückt das Ventil nach oben an die Kontur der Nockenwelle. In einer bestimmten Stellung ist es so, dass im Anschluss nicht direkt ein anderes Ventil öffnet. Da der Motor so monstöse Nockenwellen hat, wirken jetzt die Nocken quasi als Hebel, während der Hydrostößen an die Nocke gedrück wird. Der Druck den die Ventilfeder ausübt über diesen Hebel ist so stark, dass das Nockenwellenrad sich etwas verdreht, nicht viel, in dem es den Spanner zusammendrückt und sich von dort die Kette holt die zum drehen des Rades notwendig ist. Ist keine obere Führungsschiene verbaut labbert das richtig vor sich hin und das Unheil nimmt seinen Lauf. Mit Führungsschiene kann immerhin nichts überspringen.
Steuerzeiten werden nicht verstellet, da im Grunde die Einlassnocke für einen Moment "vorgeht" und dann einen Moment steht.
Ich denke und hoffe, dass bei Drehzahl A genug Zug auf der Kette seitens der KW ist, dass das nicht mehr passiert und B der Öldruck dem Spanner hilft und das nicht mehr passiert. Bei Drehzahl wird das unschöne Geräusche geben.
Kann man sich nicht ausdenken, kann man nicht wissen, wenn man nicht vorsteht. Wieder was gelernt.
Oben im Bild der Moment, wo es passiert (glaube das war der Zylinder, aufjeden Fall ist die Nockenposition dieselbe)
Der Moment des Geschens aus Sicht der Steuerkette.
Weiter geht es dann hoffentlich nach Plan und ohne Komplikationen.