Ford Sierra - Umbau auf​ 2.3 8V

  • Fehler gefunden, aber es ist komplizierter als das.

    Allerdings muss ich sagen, dass Willi mir der Führungsschiene auf der richtigen Spur war.

    Laut Handbuch soll die Schiene ja erst rein, wenn alles tutti ist und nicht gleich zu anfang. Ich habe die irgendwann mitten drin mal reingesteckt.


    Kurzform: die Steuerzeiten haben sich verstellt, weil die Schiene nicht drin war.


    Lange Version:


    Wenn man den Motor dreht, drücken bekanntlich die Nocken der Nockenwelle auf die Hydros und auf die Ventile gegen die Ventilfedern.

    Ab einem gewissen Punkt ist die Nocke über den höchsten Hub hinweg und das Ventil schließt sich wieder. Die Ventilfeder drückt das Ventil nach oben an die Kontur der Nockenwelle. In einer bestimmten Stellung ist es so, dass im Anschluss nicht direkt ein anderes Ventil öffnet. Da der Motor so monstöse Nockenwellen hat, wirken jetzt die Nocken quasi als Hebel, während der Hydrostößen an die Nocke gedrück wird. Der Druck den die Ventilfeder ausübt über diesen Hebel ist so stark, dass das Nockenwellenrad sich etwas verdreht, nicht viel, in dem es den Spanner zusammendrückt und sich von dort die Kette holt die zum drehen des Rades notwendig ist. Ist keine obere Führungsschiene verbaut labbert das richtig vor sich hin und das Unheil nimmt seinen Lauf. Mit Führungsschiene kann immerhin nichts überspringen.

    Steuerzeiten werden nicht verstellet, da im Grunde die Einlassnocke für einen Moment "vorgeht" und dann einen Moment steht.
    Ich denke und hoffe, dass bei Drehzahl A genug Zug auf der Kette seitens der KW ist, dass das nicht mehr passiert und B der Öldruck dem Spanner hilft und das nicht mehr passiert. Bei Drehzahl wird das unschöne Geräusche geben.

    Kann man sich nicht ausdenken, kann man nicht wissen, wenn man nicht vorsteht. Wieder was gelernt.

    Oben im Bild der Moment, wo es passiert (glaube das war der Zylinder, aufjeden Fall ist die Nockenposition dieselbe)



    Der Moment des Geschens aus Sicht der Steuerkette.

    Weiter geht es dann hoffentlich nach Plan und ohne Komplikationen.

  • Egal ob der Spanner spannt oder nicht. Es dürfen niemals durch eine schlabbernde Kette Ventile aufsetzen.

    Darauf zu hoffen dass der Spanner das verhindert ist doch blauäugig.

  • Da hast du was missverstanden.
    Ventile setzten nicht auf.

    Die Nockenwelle dreht sich nur ein Stück weiter weil dann das nächste Ventil aufgedrückt wird, die Ventilfedern ergo "gegeneinander" drücken.
    Aufgesetzt sind die Ventile, weil das so geschlabbert hat und die Steuerzeiten nicht mehr 100%ig gestimmt haben.

    Weiß grade auch nicht wie ich das anders erklären soll. Fakt ist, dass aktuell nichts aufsetzt beim durchdrehen.

  • Wenn die Kette nicht straff ist, dann wird die Nockenwelle durch die Kraft der Ventilfeder gedreht.

    So verstehe ich das. Das wiederum hat zur Folge, dass die Steuerzeiten sich ändern.

  • Weiter gehts


    Endlich den bestellten Spanner abgeholt, sieht viel besser aus als das verschließene Altteil, der hatte es echt hinter sich.


    Loch am Block final gestopft. Wenn das auch nur irgendwie dicht bleib, mache ich n Kreuz im Kalender. Schwitzen darfs natürlich :uglyzwinker:

    Die Mutter kommt noch ab, die Scheibchen auch, die fixieren das Konstrukt aktuell nur bis zur finalen Montage des unteren Stirndeckels.

    Da ärgert mich aber die Dichtung sehr dolle! Passt einfach nicht (und nein, die ist nicht billig gekauft).


    Am oberen Stirndeckel gings scheiße, da musste ich mit der Dichtmasse nachhelfen, damit das einigermaßen in Position bleibt.

    Als alles gesessen hat, habe ich festgestellt, dass der Deckel die Schrauben von den verstellbaren Nockenwellenrädern berührt :sad:


    Also kurzerhand mit dem Drehmel Material weggenommen.

    (sauberer geht der echt nicht, sieht auf dem Bild schlimmer aus als es ist)


    Dann wieder mit dem guten Dirko versuchen zu verbauen. Kurz vorm ausrasten hats dann geklappt.

    Geht doch.

    Klappe zu.

    Bier.

  • Hab n Simmerring doof eingekloppt und der, der auf Reserve lag war falsch verpackt und ist somit falsch )A(

    Also wieder kurze Pause.


    Dafür geht es an anderer Stelle weiter.

    In Abstimmung mit dem Tüv darf ich meine Bremsanlage aufwerten.

    Hinten alles wie vom Cossie 2WD mit Adaptern

    Vorne waren Wilwood geplant, was aber nicht umgesetzt wird, da hat der Prüfer Schmerzen mit, stattdessen gibt es Sättel von Porsche.

    Auch beim H sieht er keine Bedenken.


    Jetzt gehts Teile shoppen!

    Danke nochmal an dich @16V-Hexe fürs Aufzeigen von Alternativen und generell fürs Aufschlauen! :thumbsup

  • Nicht das ihr glaubt hier geht es nicht weiter, Hauptbaustelle ich allerdings grade die Bremse. Motörchen dümpelt bisdahin (rostfrei!!!) vor sich hin.


    Schrauben von den Wapu verlegt :rolleyes

    Sind bis jetzt aber die einzigen und könnten es sogar bleiben.

    Apropos bleiben;

    3 Kreuze wenn das dicht bleibt

    Simmerring dings ist nicht wirklich dolle plan zum Block, geht auch nicht.

    Überschüssige Dichtung abgeschnippelt.

  • Nachtrag:

    Hat noch wer 2 von den Ventildeckelversträrkungsschnubbeln?

    Die kurzen für vorne.

    Mir ist der Deckel im Schuppen vor nem halben Jahr umgefallen, denke dabei haben die ihre Freiheit gefunden.

    Schuppen aufn Kopf stellen und schütteln ist keine Option.

  • Eben ne Mail bekommen, dass die Bremsadapter ca 8 Wochen brauchen :crying


    Vorher gibt's als kein Motor und auch sonst wird wohl mehr oder weniger Stillstand sein :sad:

  • Postmann war da

    Gleich zusammengesteckt um selbst zu schauen.

    Freue mich, endlich kanns es richtig losgehen.


    Pömpel vom Ventildeckel suche ich noch immer.

  • Watt für Pumpe von Ventildeckel?

    Trockensumpf fahre ich noch nicht :sinnlos:



    Aktueller Projektstand, alle Bremskomponenten und Leistungen verbaut


    Leitungen sind mittlerweile sogar nochmal lackiert, da der Schutzlack beim Biegen und Bördeln hier und da leichte Blessuren bekommen hat.


    Zur Zeit macht mir die Elektronik Kopfschmerzen. Ich habe einen Baum und einen Plan, allerdings ist der Teilbaum den ich habe kleiner als der Plan (alternativ ist der Plan zu klein, da es nur n Ausschnitt ist), was mich mit Fragezeichen zurück lässt.

    Während ich auf n größeren Plan warte, gucke wie ich den Füllstandssensor zu Funktion überreden kann.


    Zusätzlich wird noch n Hitzeschutzblech zum Krümmer gebaut.

    Einmal editiert, zuletzt von Nico95 ()

  • Bremse habe ich ja schon live gesehen, gefällt mir. Sauber gelöst die Sache, wegen TÜV sollte das ohne Probleme durchgehen.


    LG

    Andreas

  • Danke für die Blumen, aber noch ist kein Stempel drauf.
    Bremswerte müssen noch passen.

    Kurzes Update zu später Stunde.
    Eben zufällig den vermutlich benötigten Schaltplan gefunden, in genau der Form, wie ich ihn ohne Probleme verstehen kann.


    Jetzt bleibt nur die Frage ob der "Low Brake Fluid Sensor" der obere von den 3 Steckern am eigentlichen Aggregat ist oder der Deckel/Füllstandssensor gemeint ist. Das würde zumindest erklären, warum der 2 Anschlüsse, einmal links, einmal rechts hat.
    Bis auf das Relais müsste ich alles haben. Laut Unterlagen Platz VII - Morgen mal zum Schrotti vorstoßen und n Relais zocken. Der aufm Schrott ist n neuer Sierra, also theoretisch im Motorraum...
    Wir werden sehen.

  • Wenn ich raten müsste, ob der englischen Bezeichnung, ist ein Sender immer ein Geber. Also wirds der Anschluss am Deckel sein.

  • Sieht sehr fein aus Nico.

    Was ne Arbeit.

    Schade das es spähter schmutzig wird.


    Auch was du da schon an Zeit und Geld versenkt hast.


    Respekt.

  • Danke für die Blumen :thumbsup

    Hoffe nicht, dass es so arg schmutzig wird.



    Geld was bis jetzt reingegangen ist will ich nicht mehr zählen. Alleine das was noch kommen soll bereitet meinem Sparschwein Kopfschmerzen.


    Hoffe am übernächsten Wochenende bremst er. Nächstes haben ich anderweitig zu tun.

  • Alles klar.

    Hätte nach heutigen Test so oder so den Deckel angeschlossen.

    Hab ma geschaut was der so macht/kann und für brauchbar befunden.

  • Es bremst.

    Alles zusammengebaut und funktioniert bis jetzt.

    Ging leider nicht so schnell wie geplant, es mussten noch Teile beschafft werden.

    Ein aktuellers Bild habe ich tatsächlich nicht.

    Hitzeschutzbleche sind noch drin und alles schön in einen Hitzeschutzschlauch gesteckt.

    Einige Kleinigkeiten muss ich noch erledigen, Handbremse nachjustieren, Füllstandssensor spinnt einwenig und so was.

    Pedalweg ist sehr knackig, man klebt sofort an der Scheibe, wenn man es nicht gewohnt ist.


    Demnächst auf den Bremsenprüfstand und dann langsam aber sicher zum Tüv.


    Die Sättel passen im Übrigen unter die Felgen und das Rad dreht noch ohne Kontakt, allerdings war nicht mehr viel Platz.

    Weiter nach links ging der 50er nicht und die Einkaufswagenmünze nicht tiefer.


    Habe folglich in 5mm Distanzscheiben von H&R investiert :thumbsup:


    Fahrzeug natürlich im Nachgang verschränkt mit maximalen Lenkwinkeln. Platz genug für einen Zollstock. Top.


    So, das wars erstmal.

    Nächste Update kommt vermutlich wenn alles eingetragen ist.

  • Problem:

    Soweit so gut alles, aber die Hinterachse blockiert bei einer Vollbremsung zuerst.

    Nun ist die Frage warum, denn auf dem Schotterplatz vor meiner Halle hat die Vorderachse eindeutig zuerst blockiert.

    Auf dem gepflasterem Hof beim TÜV die Hinterachse.

    Reduzierventil inne fritten? Hang Jahrzehnte lang draußen beim Schrotti rum.

    Bin etwas sehr ratlos eben.


    Reifen sind identisch auf VA und HA