schweißnähte bei reparaturschweißungen - stumpfnaht vs. überlappend

  • taunitreiber: ok, seh ich ein.


    Günther: ja, hatte ich auf der vorherigen seite geschrieben. von daher handelt es sich ja nicht um eine durchgezogene naht und wir haben im prinzip auch eine art von punktverschweißung. meines wissens wird das so gemacht bei dünnen blechen, dass immer wieder nur punkte oder sehr kurze nahtstücke gesetzt werden, dann gehts an einer anderen stelle weiter an der es schon wieder abgekühlt ist. hauptsächlich um verzug zu vermeiden. und zum anderen dürfte sich dann auch die versprödung in grenzen halten.


    @mev: zitat stammt aus Roloff/Matek - Maschinenelemente, 15. Auflage, S.115, Punkt 1b)5.


    ich werde mal noch andere literatur zu rate ziehen und bei gelegenheit meinen prof interviewen. kann doch nicht angehen, dass in einem weitverbreiteten lehrbuch schwachsinn drinsteht.

  • Fast schon alles gesagt!
    Ich hab mir mal beim Tüv vor 25 Jahren dieses Heftchen gekauft,wo drin steht wie sie es wollen.
    Weiss nicht,obs das noch gibt.
    Fakt ist,neben der Naht wirds spröde,kann ein jeder beobachten,der mit normalstrom per Schutzgas nen Auspuff schweisst,das reisst immer wieder daneben.
    Fakt ist aber auch,dass der Tüv durchgehende Nähte z.T.akzeptiert,z.B.wenn du selbst Bleche anfertigst und die ausserhalb des Autos durchgehend geschweisst hast!(da gehts nur um Verzug :stupid: )
    Wenn du aber gut mit dem Schutzgasgerät umgehen kannst ,kansst du praktisch wie mit der Flamme das Material grossflächig erhitzen und den Draht praktisch beilaufen lassen.
    Wenn du gleich Autogen schweisst wird dir z.B.der Auspuff nicht mehr brechen.
    Das Werkstatthandbuch für P6(1966 gabs noch nix Schutzgasgerät ;) )
    sagt z.B.entweder Punktschweissen mit der Zange,oder (im Schnitt je nach Einsatzstelle)alle 25mm auf 10mm durchgehend schweissen oder hartlöten.
    Und z.B.Rahmen an Kühlerzwischenwand soll rundum verschweisst werden.
    Ralf

  • Zitat

    Original von stanley_motors
    oder hartlöten.


    ...das hab ich mir auch schonmal überlegt, warum lötet man reparaturbleche nicht ein? oder machen das manche gar? wenn, auf was muß man da achten?

  • Kann dir gerne gelegentlich mal paar Seiten aus dem WHB scannen(grad gehts nicht),z.B.sind serienmässig beim P6 einige Stellen(z.B.Übergänge Seitenteile /Säulen/Rückwand)hartgelötet,das kann kann nicht mit Spaltfüllung zu tun haben,da hätte ja die Weichlotmethode gereicht.
    Und für die Reparaturen wars ja als gleichwertig mit Autogenschweissen aufgeführt!
    Ralf

  • na schlimmer als das weiche verrostete blech kann die versprödung ja net sien ;)


    ausserdem wenn man überlabbend das zeug anschweisst aht doch der rost weider ne schöne angriffsfläche weil feuchtigkeit in dei überlappenden stellen eindringen kann ?!

  • Zitat

    Original von Tomas
    Theorie vs. Praxis


    Gab schon immer Diskussionsbedarf ...


    is genau die selbe ksite wie beim lackieren, in der theorie können das alle und auch alle unterschiedlich und in der praxis ist das meiste davon fürn arsch!

  • Zitat

    Original von GothiConsul
    na schlimmer als das weiche verrostete blech kann die versprödung ja net sien ;)


    ausserdem wenn man überlabbend das zeug anschweisst aht doch der rost weider ne schöne angriffsfläche weil feuchtigkeit in dei überlappenden stellen eindringen kann ?!


    kommt darauf an wieviel du überlappen lässt !


    wenn´s nur 1/2 cm ringsrum is ist das kein problem...

  • das brennt doch weg bei der hitze und durch das flussmittel was wir ja schonma innem threat hatten .... wird das übrige getan oder sehe ich das falsch ....

  • Anpunkten, durch den "schlitz" nochmal Grundierung reinlaufen lassen. Mit säurefreier verzinnuspaste verzinnen, abschleifen, fertig?

  • ...wieder jede Menge Halbwissen unterwegs...
    Vieles wird richtig gemeint, aber nicht im richtigen Zusammenhang...und von jemand anderem falsch aufgegriffen und so weiter...


    Und einige sind schon wieder mit dem Blech auf dem Kriegspfad...
    Tipp: bleibenlassen!!!


    Wer das Schweißgerät anfasst, sollte sich vorher mit der Materie beschäftigt und das eine und das andere verinnerlicht haben!
    Diese Diskussion lässt es niemanden richtig machen!
    Ich selber bin auch weiß Gott kein Profi, aber ich weiß sehr wohl wenn´s nach Blödsinn aussieht...
    Als Standartwerk für unsere Lektüre kann ich nur jedem das OM Sonderheft Blech-Praxis ans Herz legen.
    Kostet 4,50€ und ist sicherlich zu bekommen.
    Wenn ich wüsste, wie ich den Kram als PDF aufarbeiten kann, dann könnte ich das auch zur Verfügung stellen.
    Der Tüv-Ratgeber den Ralf erwähnte muss auch nich schlecht sein!


    @ Se: vielleicht dreht es sich ja bei deiner Angelegenheit um andere Einsatzgebiete und Blechstärken und Materialien...
    Im Autoblechbereich sind nur eine Hand voll Sachen zu beachten um vernünftige Ergebnisse zu bekommen.
    Dabei kann es in WHB bei Arbeitsschritten schon mal Abweichungen ggü. Schulwissen geben.


    Gerade die Aussagen in Zusammenhang mit Überlappungen treibt hier komische Blüten. :O


    Vielleicht kann ja auch mal derjenige was zu dem Thema sagen der vor einer Weile mal dem Knudsen V6 Automatik auf der Hebebühne
    die ganze vordere Ecke rausgehackt hat und freitragend wieder zusammengeschustert hat... :stupid:
    ...Würde mich mal interessieren, ob da hinterher die Tür noch reingepasst hat... :paranoid:


    Um mich in das aktuelle Gespräch einzumischen: Ellum ist verdammt nah dran...er hatte ja auch das privileg, einem Profi zuzukucken! :spitze:
    @ GothiConsul : du willst dein Auto totmachen! :no: ;)

  • Zitat

    Original von ellum
    Anpunkten, durch den "schlitz" nochmal Grundierung reinlaufen lassen. Mit säurefreier verzinnuspaste verzinnen, abschleifen, fertig?


    ...ich glaube, daß man sich vor dem verzinnen das Grundieren sparen kann / sollte.


    Die Farbe fackelt weg ung verkleistert nur den Falz.
    Lieber die Schweißflansche vorher mit Schweißprimer behandeln und hinterher ( nach dem verzinnen ) mit wachs konservieren.

  • Zitat

    Original von OnkelB


    ...das hab ich mir auch schonmal überlegt, warum lötet man reparaturbleche nicht ein? oder machen das manche gar? wenn, auf was muß man da achten?


    Ralf erwähnte das auch.
    Übergänge zum Dach und Schweller sind auch am Taunus gelötet.
    Ich denke, daß hier eine besonders große Blechverbindungsfläche auf Dauer Rissfrei verbunden werden soll.
    Schweißnähte,Spachtel oder Zinn würden vermutlich über kurz oder lang reißen...

  • franz: schlauer bin ich jetzt immer noch nicht was meine ausgangsfrage angeht. und das besagte OM hab ich auch. vielleicht nochmal reinschnüffeln.


  • Vielleicht ist das ja nicht unbedingt im Zusammenhang mit der Autoblechgeschichte gemeint.


    Das Zitat ist mir persönlich ein bissel zu weit aus dem Zusammenhang gerissen, um mir da wirklich ein Bild von machen zu können....



    EDITH sagt noch: ...ja, schmökern in der OM ist in jedem Falle hilfreich.
    viele Infos stecken auch zwischen den Zeilen...

    Einmal editiert, zuletzt von franz ()

  • Zitat

    Original von franz


    Das Zitat ist mir persönlich ein bissel zu weit aus dem Zusammenhang gerissen, um mir da wirklich ein Bild von machen zu können....


  • Nun,
    da fehlt noch immer bisschen Zusammenhang,denke mal bei dem Text,dass es sich auf groben Maschinenbau,Schiffsbau u.ä.bezieht,jedenfalls nicht auf Dünnbleche im Karosseriebau!
    Ist ja auch erwähnt,bei dünnen Querschnitten punkten,wobei dünn relativ ist und es ja auch wirtschaftlich begründet wird.
    Sicher ist:Bei Dünnblechen brauchste für ne haltbare Naht(durchgehend)viel Übung,mach einfach mal son halbes Jahr lang Übungen,Knickproben,dann weisste welches Gas,Stromstärke,Draht
    (Hab damals bei EWM Hightec Welding gelernt,viel Gelegenheit zum Üben,die haben gerade den Innovationspreis des Landes fürn neues Verfahren gekriegt ,mit bisschen Glück fang ich da auch wieder an,dann kann ich euch mit Infos zuspammen :D Die Maschine,die ich mir damals da gebaut hab schweisst übrigens seit 1983 ohne Störung!Werbung Ende ;) )
    Echt das Beste was es in D gibt,auch drüber hinaus.



    Son Ozeanriese wird auch aus "Blechen"zusammengeschweisst,auch Tanks,Silocontainer...
    Die sind natürlich dann durchgehend geschweisst!
    Ich weiss jetzt leider nicht,bei welcher Stärke "Blech"aufhört,aber du hast ja gewiss ein Buch dazu.

    Einmal editiert, zuletzt von stanley_motors ()

  • Zitat

    Original von stanley_motors


    Ich weiss jetzt leider nicht,bei welcher Stärke "Blech"aufhört,aber du hast ja gewiss ein Buch dazu.


    also 20mm wird durchaus noch als blech bezeichnet :D und ja das ganze ist sehr allgemein gehalten. deswegen wollt ich ja was dazu wissen!

  • Zitat

    Original von Se



    Jo, so richtig weiß ich mit der Info, vor allem im Zusammenhang mit dem Rest, immernoch nichts anzufangen.
    Vll. meint der gute Mann ja das verschweißen ohne Zusatz und /oder unter bestimmten Umständen.
    Allgemein würde ich sagen der spricht von fetten Materialien und mehrlagigen Schweißnähten
    und nicht gerade vom Fischbüchsenblech einer selbsttragenden Karosserie mit all ihren Besonderheiten...


    Ansonsten kann ich da nur Grundsätze lesen, von denen auch in der Blechklempnerei ausgegangen wird.:


    KLICKBAR


    btw: I-Nähte (stumpf verschweißt) werden durchgezogen und sehr wohl verwendet, nur eben nicht z.B. am Schweller...
    ...


    Edith: Ralf war schneller....

    Einmal editiert, zuletzt von franz ()

  • steht ja auch oben drüber: "allgemeine konstruktionsrichtlinien" - und das buch ist allgemein gehalten für die Ingenieurslehre Maschinenbau ausgelegt. da gibts bleche von-bis...

  • das steht auch garnicht welche belastung, zug oder biegung, hat dann ja ne andere kerbwirkung, die naht oder nicht naht

  • Zitat

    Original von Kowalski
    das steht auch garnicht welche belastung, zug oder biegung, hat dann ja ne andere kerbwirkung, die naht oder nicht naht


    nein, ist halt allgemein gehalten. auf alles bezogen. einfach grundlegende dinge! ich bin doch erst im 3. semester :sad:

  • ...warum das nun gerade da steht und wie das gemeint ist, und was damit nun im Zusammenhang mit z.B. Karosseriebau Sache ist, musst du wahrscheinlich deinen Pauker fragen.


    Wichtig für das hiesige Fachpublikum ist eigendlich nur,
    daß es sich bestimmte Leute nicht zu unser aller Leidwesen ausgedacht haben bestimmte Anforderungen an Reparaturarbeiten zu stellen...
    Es nützt niemandem, wenn man Pfuscht, es aufwändig kaschiert und andere und sich selber in Gefahr bringt.
    Richtige vorgehensweise und damit haltbare und konforme Ausführung solcher Arbeiten sind letztendlich vom Aufwand her gleich...
    Also warum Pfuschen???

  • also stumpfnaht ..... so mach ichs ...soll ja hitnerher ordentlich aussehen udn net sone punkt kaccke ... mal ehrlch wie startk werden denn kotflügelaufnahmen beansprucht .... ?! ... zumal das blech bei den alten kattren dreimal so dich ist wie bei neuen autos hält das ja schonma mehr aus ....

  • franz & gothic: GENAU deswegen wollt ichs wissen warum das so gemacht werden soll! und dass beim TÜV nicht alles sinn hat was gefordert wird ist doch wohl lange bekannt oder?