Kein Getriebeölfred!

  • Nur mal so ne Frage in die Runde:

    Ich habe mal bei nem Schaltgetriebe das Öl abgelassen, ein Lager repariert und neues Öl eingefüllt. Das alte Öl ist in einem transparenten Eimer gewesen und verschlossen in der Ecke gestanden.

    Jetzt hab ich zufällig nachgesehen und siehe, das Öl hat sauber sedimentiert, unten im Kübel ist drei Zentimeter Dreck, darüber 2,5L klares Getriebeöl.

    Ich hätte fast Lust, das saubere Öl wieder zu verwenden, Getriebeöl altert ja eigentlich nicht. Was meint ihr dazu? Mir gefällt nicht so schönes Öl wegzuschütten....

  • Getriebeöl altert ja eigentlich nicht.

    Das würde ich bezweifeln, das Öl ist ja auch Beanspruchung durch Scherung ausgesetzt, und zwar viel stärker als im Motor.


    Zitat

    Zudem können Getriebeöle durch die hohen Betriebstemperaturen und ständige Beanspruchung ihre Viskosität verlieren. Wenn das Öl zu dünn wird, kann es die Zahnräder nicht mehr ausreichend schützen.

    … sagt LiquiMoly

    Einmal editiert, zuletzt von TufkaP ()

  • Du würdest nicht fragen, wenn Du nicht selber Bauchschmerzen damit hättest.


    Keiner kann Dir sicher sagen, daß das Zeug noch gut ist und ich denke auch nicht, daß irgendwer aus der Ferne die Verantwortung für Dein Getriebe übernehmen möchte.


    Vermutlich ist es noch gut, um bspw eine Fahrradkette zu schmieren, aber ins Getriebe zurückkippen würde ich es nicht. 2ct

  • über welche Menge reden wir!? 1-2l zu 6eur.


    aber im Eigenfahrzeug wäre ich bei so einer Beobachtung auch sehr versucht.


    Kühlerfrostschutz klärt sich auch schön im Eimer. Da habe ich das schon vollzogen.

  • Du würdest nicht fragen, wenn Du nicht selber Bauchschmerzen damit hättest.

    Hab noch nie gebrauchtes Öl wieder verwendet, außer das Altöl meines Alltagsautos in meinem Benz, der auf 200km 1L Öl gefressen hat, damals in den 90ern. Das komische war, der hat nicht gebläut, lag vermutlich am Wurm-Kat. Aber der Motor war halt mit geschätzten 500tkm mechanisch fertig.

    Trotzdem war er zuverlässig und laufruhig, hat auch jede Asu bestanden...

    Weil Getriebeöl heutzutage so gut ist, dass man es normalerweise nie wechseln muss, dachte ich das wär zu schade zum Entsorgen...aber ihr habt Recht, wegen 20€ riskiert man keinen Getriebeschaden.

  • Dass man Getriebeöl nicht wechseln muss liegt aber eher an der Definition der Lebensdauer. Will man lange und oder viel fahren empfiehlt sich auf jeden Fall, die lebensdauerfüllung zu erneuern.

  • Anstatt ins Getriebe lieber in Tank rein, da kanns weniger Schaden anstellen und alle anderen haben auch was davon

  • im 54ger AS (oder gar DS25/28) hat das ZF oder Renk Getriebe auch nie eine nennenswerte Belastung (gemessen auf die grösse und Ölfüllmenge) erlebt. geschweige denn eine erwärmung über 40grad.


    Dreck und gerade Kondensat (von den massiven Gehäuse) wird isch aber trotzdem zur genüge drin befinden. diese Getriebe mit den völlig überdimensionierten Lagern und Zahnflankenspiele stecken das halt einfach weg und nehmen wenig schaden. würdest Dich wundern, wie zerkratzt die Zähne auf den Zahnrädern aussehen. mach mal den Decke runter... hab mal ein Hanomag Traktor getriebe nach ü50 jahren geöffnet. das war ohne zweifel fahrbar, aber gut ist anders...

  • Hab aus dem Farmall meines Vaters Cappuccino abgelassen, dann frisches Öl rein, gefahren und wieder Cappuccino abgelassen. Inzwischen ist es halbwegs ölfarben, klingt aber trotzdem kaka, was aber auch an der Geradverzahnung liegen könnte.


    So alte Getriebe können wohl wirklich was ab, aber irgendwann ist dann doch auch mal gut.

  • ein Hanomag Traktor getriebe nach ü50 jahren geöffnet

    ich auch, bei meim R12, da war nur noch gelbe Niveacreme drin. Beim Schlüter mal kurz unten aufgemacht und was da rauskam sah nicht schlimm aus.

    Also wieder zu. Never change a running system.

  • Beim Holder ED 2 noch so knapp 70 Jahren mal Getriebeöl gewechselt, Füllmenge so 9 Liter rum, 20 Liter Eimer passt da schön drunter, da er aufgebockt war. Raus kamen dann fast 20 Liter feinster Brühe