Fragen Hauskauf und Energie

  • Hallo allwissendes Forum, ein paar Fragen.


    Wenn wir ein altes Haus kaufen und die Heizung Ü30 ist muss die neu.


    - neu neu oder kann ich da auch eine einbauen, die 2 oder 10 Jahre als ist?


    Die Hütte ist von 1931, ungedämmt. Muss ich das dämmen?

    Das gleiche für den Fenster, die sind aus den 70ern, müssen die neu?


    Dach müssen wir was machen, das ist unisoliert uns soll bewohnbar werden.


    Dürfen an einen Zug 2 Kaminöfen, d.h. einer im Erdgeschoß und einer 2 Stockwerke drüber?

    Dass es funktioniert weiß ich, nur ob man es darf.


    Nein, keine KFW, keine Förderung, keine Wall Box, keine Wärmepumpe, keine Photovoltaik, nix.


    Danke!

  • oh - ein Eigenheim!!!



    Man kann das auch als gute Basis sehen.


    Platt machen

    Bodenplatte

    Steine stapeln

    Dach drauf


    Vor 20 Jahren waren solche/ deine Absichten noch gut.

    Heute würde ich mir das überlegen!

    Ernsthaft.

  • Kann man ernsthaft gezwungen werden, 'okaye' Fenster auszutauschen (davon ausgehend)? Wer soll das prüfen / erzwingen? 70er klingt zumindest schon nach Doppelverglasung?


    Dach dämmen ergibt schon Sinn, da nicht direkt die Wärme nach oben verloren geht. Bei der Fassade sehe ich das ganze kritisch, da kommst vom einen ins andere. Vor allem, das alles bauphysikalisch in dem Griff zu bekommen, ohne dass die Bude wegschimmelt.


    Interessanterweise hab ich die Tage einen Artikel über kommende 'mediterrane Verhältnisse' zu dem Thema gelesen. Soviel Anarchie muss sein :cool

  • Mein Sohn hat vor Kurzem das Haus neben uns gekauft, Baujahr 1923, Fachwerk, Auflagen Null,außer die obere Geschossdecke also den Speicher zu dämmen, wobei das Dämmen am Fußboden reichen würde .

    Heizung , sofern keine drin ist , darf hier keine Ölheizung verbaut werden,aber ansonsten geht eigentlich alles ,sofern der Schornsteinfeger (bei Verbrenner Heizung) dies abnimmt .

    An einem Kaminzug dürfen mehrere Öfen(haben wir hier auch in jedem Stockwerk 1 Ofen) Mindestmaß letzter Ofen zu Kaminende laut Schornsteinfeger 5 Meter (falls man im Speicher ebenfalls einen Kaminofen betreiben will).

    Bei einer neuen Heizung wie Pellet z.B könnte es sein, da bin ich nicht auf dem neuesten Stand , dass man Prozentsatz X mit erneuerbaren Energien betreiben muss , was soviel bedeutet dass man entweder Solaranlage (Warmwasser) oder Photovoltaik (Stromerzeugung) montieren müsste , aber die Sache mit dem Warmwasser ist nicht teuer .

  • Aus Erfahrung, Gott sei Dank nicht meine Hütte - Lebensabschnittspartnerin, also deren Schwester hat vor einigen Jahren die Außenfassade dämmen lassen, blödt nur, das der Specht seit einiger Zeit auf den Geschmack gekommen ist.


    Im Dritten Stock, am Giebel in den Ecken, schlecht zu erreichen, man darf dem netten Tierchen auch nichts antun.


    Fenster neu - wenn wirklich nötig Fachmann dazu ziehen, wir hatten Holz, meine Eltern haben sich dann von einem Vertreter vor Jahren fachmännisch beraten lassen, dann gabs Plastik, Schimmel war vorher kein Thema, nun hab ich in Allen Zimmern Thermometer mit Feuchtigkeitsmessern, Muttern hat den Auftrag da drauf auf zu passen, und zu lüften, wenn nötig.


    Bin kein Fachmann, aber ein älteres Haus war meiner Meinung nie konzipiert um " dicht " zu sein...


    Hab für mein Man cave schon Plastikfenster liegen, aber auch schon angefangen die alten Holzfenster zu entlacken, Scheissarbeit, Farbe früher war eben noch ein Qualitätsprodukt.


    Als ich Zu Hause Dach neu eindecken lies, habe ich auch Dämmung in Erwägung gezogen, der Zimmerer des Vertrauens hat mich gefragt wie alt ich werden will, da es sich in meinem Alter nicht mehr schön rechnen lassen würde...

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  • Kaminanschlüsse - mit Schornsteinfeger vorher absprechen, der kommt ohnehin jährlich? zur Feuerstättenschau, kostet natürlich.


    Bitte beachten, wenn neues Heizsystem auf irgendeiner fossilen Basis, die sind heute eben effizienter, sprich wirdt Edelstahl oder Plastikrohre einziehen müssen, um Schwitzwasser zu vermeiden.


    Ich habe einmal Öl neu, und einmal Scheitholz neu, die mussten jeweils auf einen separaten Zug.

  • Haben das Thema grad beim Haus meiner Mutter...


    Erste entscheidende Frage: Nur zur Selbstnutzung oder soll vermietet werden. Gibt da wohl gravierende Unterschiede!


    Heizung und Öfen am besten mit dem zuständigen Schornsteinfeger besprechen. Wieviel Öfen an einen Schornstein dürfen hängt hier auch vom Schornstein und den einzelnen Öfen ab.

    Unsere Schornsteinfeger hat mit gebrauchten Öfen und Heizungen kein Problem. Sie müssen halt nur die aktuellen Richtlinien erfüllen.

    Da würde drauf achten, daß dies auch noch für ein paar Jahre der Fall ist. Wäre ärgerlich jetzt eine Heizung einzubauen, die dann in ein paar Jahren nicht mehr betrieben werden darf...


    Grundsätzlich wird es da aber sicherlich auch von Bundesland zu Bundesland unterschiedliche Regelungen geben...

  • Der Handwerker mit hoheitlichen Rechten muss das eh abnehmen, kannst den auch gleich fragen, das kommt nämlich immer drauf an, Länge des Zuges, Durchmesser, art und Größe des Ofens. Aber bimsch2 sollten die sein, dann ist er schon mal viel entspannter.

    Ich bin froh dass ich die Bude hier gedämmt habe, neben einem dramatisch geringerem Brennstoffverbrauch ist es deutlich behaglicher. Die Vorbesitzer haben zweimal im Jahr Brennstoff gekauft und haben es trotz nur 1/3 der beheizten Grundfläche noch wichtig gefunden Styroportapete zu verkleben.

    Man darf sich da nicht in den blumigen Erzählungen verfangen, früher wurde auch innerhalb der Häuser in vielen Räumen gefroren. Nur die Küche war immer warm, weil muddi den ganzen Tag dort den Herd beheizen musste.

    Ja ich habe auch eine lüftungsanlage verbaut, weil der Luftaustausch mit neuen Holzfenstern nicht mehr gereicht hat, vorher gab es in den Mahagonifenstern genau keine Dichtungen.

  • Und ich glaub nicht, dass du dämmen musst, oder Fenster tauschen musst, wenn es dir egal ist, dass die Wärme zu selbigen herauspfeift, aber das mag inzwischen anders sein, ich hätte nicht gemusst.

    30er könnte schon eine Hohlschicht haben, die mit irgendwas auszublasen kann erstaunlich viel bringen bei geringen Kosten

    Die superschlauen Nachbarn habe die alte Bude aus den 50er mit den einschaligen kalksandsteinwänden erst innen umgebaut und renoviert nach Kauf um nach weiteren 3 Jahren die schimmelbude komplett abzureißen. Obwohl Omma vorher auch schon jeden Winter am keuchen war, weil alle Wände immer schwarz vom Schimmel waren. Bauphysik lässt sich nicht bescheissen.

  • Moin,

    Doppel Mauerwerk kannst recht Preiswert mit zb. Hyperlite einblasen.

    Ist Problemlos selber machbar.

    Habe ich bei unseren Nachkriegsbau gemacht, keine Schimmel Bildung oder Feuchtigkeit s Probleme bekommen.

    Vernünftige Lüftung ist natürlich Voraussetzung.

    Irgendwo muss die persönliche Feuchtigkeit ja hin.

  • Genau dann wenn Feuchtigkeit und CO2 vom schnarchen anfallen lüftet naturgemäß niemand weil alle schlafen. Oder man lässt stumpf das Fenster auf Kipp und nimmt halt in Kauf, dass die teuer erwärmte Luft abzieht, alles nicht so einfach.

  • Dämmen spart Heizenergie , die erste Frage ist wieviel das Haus ohne Dämmung an Energie verbraucht , die zweite Frage wäre dann wieviel Energieverbrauch danach verbraucht wird .... Gesamtkosten der Außendämmung , möglicherweise noch Fenster , teilt man dann durch die Differenz.. Je nachdem wie alt man ist muss man da schon noch gewaltig lange leben bis sich das amortisiert.

    Ich kenne völlig ungedämmte alte Häuser die mit einer Holzzentralheizung, oder gar mit Kaminöfen beheizt werden , wenn es kalt ist wirft man eben mehr Holz drauf , denn Holz kann billig sein wenn man "Schlagraum" im Wald hat , kostet nur Arbeit und Zeit , allerdings geht es nicht ohne Equipment , aber auch da würde ich wohl eher in Equipment als in Dämmung investieren. Ich muss dazu sagen für mich ist das nix , habe zwei linke Hände für so was , mein ungedämmtes Haus wird durch insgesamt 3 Klimaanlagen mit 8 Innengeräten beheizt, auf dem Dach ist eine PV Anlage .

  • Es gibt furchtbar viele Geschichten, was irgendwo irgendwie beim Sanieren schief gegangen ist, es geht aber auch anders.

    Hütte aus 1951, Mitte 2000 neue Kunststofffenster, Kellerdecke, Dachbodenboden und Außenwände isoliert. Natürlich keine perfekt geschlossene Isolation, aber so gut es halt geht. Neue Heizung (Pellets).

    Alles mit paradiesischer Förderung, allerdings.

    Fazit:

    Bleibt im Sommer halbwegs kühl, Verbrauch zum Heizen je nach Winter irgendwo zwischen einem Drittel und der Hälfte.


    Alle paar Jahre bildet sich minimal Schimmel an einer bestimmten Ecke.


    Wenn man nicht jeden Euro zweimal umdrehen muss, definitiv eine Investition in Lebensqualität.


    Das war nicht deine Frage, komm ich grad drauf....

  • ist ne grundsatzfrage was man will. bequemlichkeit oder hobbyförster werden, geld investieren oder/und geld sparen.

    wie schon gesagt wurde, heiztechnisch sagt dir der schorni was er mitgeht.

    wenn fie ortssatzung nicht vorgibt, dass du die oder die fenster brauchst, wegen historischer ansicht kannst du machen was du willst.

  • HaliHallo, bezüglich Austauschpflich von alten Öfen (auf Grundlage BimschVo) gibt es höchstoffizielle Ausnahmen:

    > Historische Öfen: Kamine und Öfen, die vor dem 1. Januar 1950 errichtet wurden und sich am ursprünglichen Standort befinden, sind ausgenommen.
    > Handwerklich gesetzte Grundöfen: Grundöfen (Kachelöfen), die traditionell handwerklich vor Ort eingebaut wurden, sind von der Pflicht befreit.

    > Offene Kamine: Diese sind ausgenommen, wenn sie nur gelegentlich genutzt werden. Hier gilt eine Grenze von maximal 8 Tagen pro Monat für jeweils maximal 5 Stunden. Diese sind ausgenommen, wenn sie nur gelegentlich genutzt werden. Hier gilt eine Grenze von maximal 8 Tagen pro Monat für jeweils maximal 5 Stunden.

    > Holzherde und Backöfen: Privat genutzte Herde und Backöfen mit einer Nennwärmeleistung von unter 15 kW sind von den strengeren Grenzwerten ausgenommen.

    > Badeöfen sind auch von der Austauschpflicht befreit.


    Ausnahmen aufgrund der Nutzung

    > Einzige Heizquelle: Wenn der Ofen die einzige Heizquelle einer Wohneinheit darstellt, ist er von den Vorschriften ausgenommen.

    > Notfeuerstätte: Unter bestimmten Bedingungen kann ein alter Ofen als „Notfeuerstätte“ eingestuft werden, wenn er nicht regelmäßig genutzt wird und nur als Notlösung dient. Die genauen Anforderungen sollten mit dem zuständigen Schornsteinfeger geklärt werden.


    Daher, wenn man wirklich Willens ist die Mühhsal der Holzheizung auf sich zu nehmen (ich gehöre auch dazu) gibt es also genug Möglichkeiten den alten Ofen drin zu lassen.

    Die beste Variante ist die in Fachkreisen Harzervariante genannte Ausnahme der "einzigen Heizquelle". Daher wenn keine andere Heizung im Haus ist kannste machen wasde willst...


    Zum Thema mehrere Öfen an einen Schornstein ist das allerwichtigste das die Öfen Bauart 1 sind, daher selbstschließende Türen haben. Bauart 2 oder auch offene Kamine dürfen nur 1 Ofen/ Kamin am Schornstein haben.


    Zum Thema Dämmung, hier liegt warscheinlich die Wahrheit irgendwo in der Mitte...

    Dämmung der Decke halte ich für sehr sinnvoll da dort nunmal die meisten Wärmeverluste.

    Dämmung Fussboden halte ich persönlich auch für sinnvoll da Behaglichkeit.

    Dämmung Wände habe ich im denkmalsgeschützten Altbau immer 2-5cm Calziumsilikat innen geklebt. Das ist ein sehr gut dämmender Baustoff der auch einen sehr guten Wasserhaushalt hat, daher Feuchtigkeit aufnehmen und weiterleiten kann. In Verbindung mit anorganischen deckbaustoffen quasie nicht schimmelbar. Anorganisch bedeutet einfach nur Kalkputz und Silikatfarbe. Im Sockelbeerich bis ca. 40cm Höhe mache ich übrigens immer Styrodur, einfach damit die aufsteigende Feuchtigkeit erst dort aus der Wand austreten kann wo es auch ein bissl wärmer ist. Habe ich bei einem nicht gesperrten Sandsteinhaus mit temporärer Nutzung, bis jetzt seid über 10 Jahren keine Probleme...UND, selbst 2cm Innendämmung hebt die Wand-Oberflächentemperatur um einige Grad, daher der Körper empfindet den Raum auch bei niedrigerer Raumtemp. angenehmer.


    Viel Spass mit dem stilvollen alten Haus und das Dir das Holz nie ausgehe

  • Die Nummer mit den heizkosten ist eine Sache und ja, das kann sehr lange dauern, bis sich das rechnet, wenn Öl billig bleibt und die Handwerker teuer arbeiten. Aber bei dünnen und damit arschkalten Wänden haste nicht nur schnell den Schimmel völlig unabhängig vom Lüften, es friert einen trotz 24°C Lufttemperatur wenn die Außenwände nur 10° oberflächentemperatur haben.

  • Ich gebe meinem Vorvorredner völlig Recht, Heizkörper oder Klimaanlagen erwärmen keine Wände, Kaminöfen schon , aber dann ist der Fußboden kalt usw , ich weiss das, wohne ich ja in so einem Haus , aber Schimmel gibt es nirgendwo , wobei dies natürlich keine Allgemeingültigkeit darstellt.


    Holz ist eine tolle Sache , gibt eine Megawärme, der Grund wieso dies nur noch meine zweite Heizung ist ist recht einfach zu erklären. Meine Nachbarn ,ein älteres Ehepaar , heizten immer mit Holz , der Mann ging in den Wald für Polterholz bzw Schlagraum und fuhr alles mit seinem Hercules Moped und einem kleinen Anhänger zum Haus ... alles lief gut, bis er plötzlich starb. Seine Frau war nicht kräftig genug Eimerweise das Holz in die Öfen zu tragen , oder es aufzusetzen wenn es geliefert wurde ... Dies gab mir zu denken , denn irgendwann ist Schluss mit schwerer Arbeit ,deshalb die Sache mit den Klimaanlagen , wobei die Kaminöfen noch da sind, eben für die arschkalten Wintertage.

    Wenn man ein super Handwerker ist, alles selbst machen kann und auch will ,dies finanziell möglich ist , dann ist jede Art der Modernisierung völlig in Ordnung und Gold wert. Handwerkerpreise für Dämmung, Dach decken, Zentralheizung einbauen wo noch nie eine war usw sind für mich unbezahlbar, und so lebe ich eben auf einer Art Mittelweg .

  • Google mal "energetische Sanierung".

    Da gibt's Vorgaben bzgl. Dämmung oberer Geschossdecke, Heizung, Isolierung Warmwasser-/Heizungsleitungen.

    Bzgl. Schornstein/Heizungserneuerung sind wir gut damit gefahren, den zuständigen Schornsteinfeger zu fragen.

    Hier Baujahr 1936.

    Rohre selbst gedämmt, Heizung 2024 neu, Dämmung... in Arbeit. ;)

  • Dem Haus eine warme Mütze zu verpassen, ist definitiv eine sehr gute Idee. Bei den Außenwänden bin ich da schon etwas skeptischer, eher ist da noch die Kellerdecke (sofern vorhanden) noch sinnvoll.

    Wenn Du der Substanz was Gutes tun willst und es baulich/gestalterisch möglich ist, dann gehört die Dämmung IMMER auf die kalte Seite! Andernfalls holst Du Dir ordentlich Wasser in die Bauteile der Gebäudehülle.

    Der ganze Plastikmüll, der einem da so für diese Zwecke aufgeschwatzt wird, ist hervorragender Sondermüll und erzeugt im Brandfall herrlich giftige Gase - muss man wissen, ob man sowas im/am eigenen Haus gern haben mag. Es gibt aber inwzischen erfreulich viele Alternativen.

    In Sachen Heizung bin ich bei den Vorrednern: sprich mit dem Schorni drüber, was geht und was nicht.

  • huhu,

    wie schon gesagt, kaminofenfrage definitiv mit dem schornsteinfeger, nur der entscheidet, geht auch um durchmesser usw.

    heizungsaustausch weiß ich nicht genau, alte ölöfen müssen bei hausverkauf definitiv raus, unsere gasheizung von 1982 oder so darf zb noch weiter betrieben werden, aber das weiß definitiv auch der schornsteinfeger.

    bei neukauf muss definitiv die oberste geschossdecke bzw. bei bewohntem dachgeschoss die dachfläche innerhalb von 2 (?) jahren nach kauf gedämmt werden, hier ist auch der schornsteinfeger im spiel, der hat das nämlich eigentlich zu kontrollieren.

    also auf jeden fall immer nett sein zum schornsteinfeger, am besten schickst du wiebke vor :zooland:

    eine pflicht zum fensteraustausch, fassadendämmung oder was auch immer für kram gibt es nicht, sowas dürfte weiterhin bestandsschutz haben.

    solltest du allerdings irgendwas ändern wollen muss es die neuen anforderungen erfüllen.

    das dachgeschoss nachträglich ausbauen ist zb so eine änderung, wenn du neuen wohnraum schaffst muss er die aktuellen anforderungen an schall- und wärmeschutz erfüllen.


    und los, hophop, mehr details :uglybeer:

  • Meine Hütte ist von 1810 bis 1820 in dem Dreh. Wurde damals mit spindeldürren Wänden gebaut, Fachwerk in der Billoausführung, gefüllt mit dem, was der Bauer im Wald gefunden hat, vornehmlich Sandstein.

    Die folgenden Generationen haben aber befunden, daß Frieren nicht hübsch ist, und jetzt hab ich durch eine Art Zwiebelsystem immerhin ca. 35er (problemlose) Wände.

    Die Fenster sind größtenteils noch die originalen.

    Einfachverglast, mit größtenteils "mundgeblasenen" Scheiben. Ich habe allerdings die originalen Winterfenster davor, zur Laibung hin eingekittet. Mit dem 12 cm Luftpolster sind die Dinger ähnlich warm wie die Innenwände.

    Beheizt wird der Bunker durch EINEN Schwedenofen aus'm Baumarkt.

    Natürlich nur der "Wohnbereich", quasi die Hälfte der Grundfläche von ca. 68 qm.

    Das macht der 8 KW Ofen locker, sogar so gut, daß ich ein Loch in die Decke gesägt habe, wo jetzt so ein Fußabstreifergitter drin ist, so daß die warme Luft, die oben an der Decke klebt, munter mein Schlafzimmer im 1. Stock beheizt.

    Ich hab die letzten Winter im Schnitt 6 bis 7 Ster Holz durchgeblasen. Lächerlich.

    Wenn ich zum Bierkonsum einlade, kommen die Kumpels auch im Februar in der Unterhose.

    Allerdings: Warmwasser muss ich eben alternativ bereitstellen, bei mir Boiler.

    Kostet, aber wenn ich das mit den Heizkosten von weniger als 500 Euro gegenrechne, bin ich mehr als zufrieden.

    (Ich weiß, das ist auf meine alone at home situation gerechnet, wenn Du mit 3 Frauen und 8 Kindern da leben willst, sieht die Welt kälter aus...)


    Viel Geschröbsel, was ich loswerden will:


    Scheiß auf Fenster, mach die alten mal frisch. Die machen ohnehin nur wenig Prozent der Außenhülle aus.


    Scheiß auf Außenwände, wenn sie IN ORDNUNG sind. Wenn nicht, nur in kleinem Maßstab sanieren. (Bei uns in Bayern muss man, wenn man mehr als 10% der Fassade angreift, die ganze Hütte und vier Nachbarhäuser dämmen)


    Am Keller, wenn vorhanden, wirst Du wenig Effizientes tun können.


    Dach ist natürlich ratsam, vor allem, weil man da doch ein paar Wärmebrücken zustopfen kann. Aber bitte keine 65 cm Aufsparrendämmung.


    Und: erkundige Dich nach den sexuellen Bedürfnissen Deines Kaminkehrers, sei devot! Mann muss sich auch mal bücken können.


    Frag nie bei der Stadt/Gemeinde nach, der Schuß geht immer nach hinten los. Einfach machen, und wenn (was bei mir NIE der Fall war), "das war schon immer so".


    Hat jetzt nich sooooo viel mit Deiner eigentlichen Fragestellung zu tun, aber hilft Dir vielleicht trotzdem n büschn. Außerdem gilt zu beachten, daß Hütten aus den 30ern gerne mal nur 180er Türen beinhalten, welche helmartige Frisuren verlangen.... :jj:

  • So ein Ofen mit ordentlich Holz vollgestopft macht je nach Bauart ne Menge Strahlungswärme und die erwärmt dann die Innenwände. Das läuft dann unter gemütlicher Ofenwärme, weil der thermisch so performt, dass er in der Wahrnehmung dominiert und ja auch relevant Wärme durch Strahlung überträgt.

    Wenn man mal überlegt, welchem Bauteil der eigene Körper die größte Oberfläche als Empfänger für Wärme oder Kälte zeigt, muss man vielleicht noch mal überlegen, wie egal die Dämmung der Wände so ist.

    Innendämmung ist technisch anspruchsvoller, weil der taupunkt in die Wand wandert, aber das war er ohne Dämmung teilweise schon seit Jahrhunderten. Solange die Feuchtigkeit nicht einfach so in die Dämmung zieht ist das kein Problem. Aber ne nasse Dämmung ist noch schlimmer als eine kalte Wand, egal ob innen oder außen.

    Ich hab Kalziumsilikat aus Unkenntnis nicht verwendet, aber ohne Kunststoff und alkalisch mit passablen Dämmwerten klingt ziemlich gut.

  • Bei Strahlungswärme muss ich an das Haus in der Marsch denken was ich mir letztens angeschaut habe: Völlig überdimensionierter Holzofen im Erdgeschoss, die ggü ! liegenden Wände waren angeschmort und das DCFix von den Paneelen geschmolzen :sinnlos:

  • Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Mein Öfelchen macht schon ordentlich Dampf, vor allem gefühlt wenn man direkt davor hockt. Allerdings macht er auch die Wände (und alles, was er sonst noch "anstrahlen" kann) warm, und diese erwärmen dann zwangsweise die Luft im Raum. So wie ein Heizkörper, der ja auch nur durch seine Oberfläche die Luft erwärmen kann.

    Deswegen hab ich in der Bude nach ca. einer Stunde so ne Warmluftschicht unter der Decke hängen, daß ich nahezu gezwungen bin, diese nach oben in den 1. Stock abzuleiten.

    Für die meisten meiner missratenen Kumpels ist das natürlich immer eine Grenzerfahrung, weil sie diese Art von Wärme nicht kennen.

    Würde ich meine Hütte in 10 cm Styroirgendwas in Verbindung mit Plastefenstern einpacken, könnte ich nach 4 Jahren den Bagger beauftragen.


    In den 30ern hatten die Leute auch keinen Bock mehr zu frieren, ein Holz- oder sogar ein kannenbetriebener Ölofen war damals das Mittel der Wahl. Danach wurden auch die Häuser gebaut. Und das eher nach Erfahrungswerten als nach lobbyistischen Empfehlungen/Verordnungen.


    Aber das dürfte dem Pascal ja klar sein, seine Frage war ja eher nach irgendwelchen Baubestimmungen usw.

    Da diese je nach Bundesland variieren dürften, kann ich da natürlich keine rechtsverbindliche Antwort geben.


    Außer: kaufen! (wenn der Preis stimmt)

    Ich hab meine Hütte jetzt seit 25 Jahren, ist abbezahlt, ergo hab ich als jährliche Kosten ungefähr das, was n Kumpel in München für seine 80 qm Mietwohnung in einem Monat abdrückt.


    Der Bunker war die beste Entscheidung meines Lebens, da ich meist zu der schlechtesten Entscheidung neige...

  • Frag nie bei der Stadt/Gemeinde nach, der Schuß geht immer nach hinten los. Einfach machen, und wenn (was bei mir NIE der Fall war), "das war schon immer so".

    Das ist der wichtigste Tipp :grin