Taunus mk1 bj72 Kupplung tauschen

  • Hallo zusammen. Will bei meinem V6 2.0er die Kupplung tauschen, die is jetzt langsam fällig. Hab soweit alles beisammen und hsb mir das ganze in der grube schin mal von unten angeschaut. Fängt ja schon bei der kardanwelle an, is die hinten gesteckt, oder hängt die fest am getriebe? Dass man sie an der hardi scheibe trennen muss? Wie gehe ich hier am besten vor? Dann die frage, senkt sich das getriebe dann soweit ab, dass man an die oberen schrauben der glocke rankommt, da sehe ich jetzt wenig chancen. Kann mir jemand n tipp geben, der das schon mal gemacht hat?

    Merci schon mal.

    Gruß Lutz

  • bloß nicht an der hardyscheibe trennen! einfach aus dem getriebe ziehen. mittelllager abschrauben 2 schrauben und am diff 4 inbusschrauben.

    schalthebel nicht vergessen vorher raus zu schrauben. schrauben oben vom motorraum aus lösen. dann die unteren. man kommt eigentlich an alle halbwegs ran mit Standardwerkzeug, ringschlüssel, ratschenkadten.


    achso, denk dran, dass dann hinten am getriebe mehr oder weniger öl raus läuft, jenachdem wie du das getriebe kippst.

  • sers Onkel. Super, Dankeschön die infos hab ich gebraucht, hört sich schlüssig an :thumbsup beim schalthebel einfach nur den knauf ab oder? Der rest zieht sich dann durch, oder? Auspuff muss ja net weg, das sollte ja so vorbei gehen, richtig? Wenn ich den kram dann schon mal weg habe, wollte ich auf jeden fall den dichtring an der kurbel welle wechseln. Wie siehts mit der ölwannendichtung aus? Das muss ich dann eher auf ner bûhne machen, die wann werd ich so net über die lenkung kriegen. Aber da sollte man ja auch mit angeflanschtem getriebe ran kommen? Gruß Lutz

  • nein, den schalthebel unter der manschette komplett rausschrauben.

    ja, auspuff müsste so vorbei gehen.

    beim kurbelwellendichtring würde ich den nur tauschen, wenn er wirklich undicht ist.

    hast du nen motorkran? wenn das getriebe ab ist, den motor an den lagern lösen und etwas anheben, dann müsste die wanne über die ölpumpe raus zu fädeln gehen.

  • also Schalthebel komplett rausschrauben unterhalb der Getriebeseitigen Manschette, dass ich unten die Gabel in der Hand habe, richtig?

    Bei der Gelegenheit würde ich das Getriebeöl auch gad mal wechseln ( gerade auch weil ja auch n bissi was rauslaufen kann, wenn man net aufpasst)

    da nehm ich das von Liqui moly SAE80 W GL4 oder ? Tachowelle kann ich auch einfachrausziehen, oder gibts da was zu beachten?

    Vielen Dank schon mal für Deinen schnellen und wirklich guten Support!!!!!

    Sorry für die vielen (blöden) Fragen, aber wenn ich nächste Woche in der Grube steh, will ich ungefähr bescheit wissen und net alle möglichen Fehler nochmal selber machen:-)

  • ja, je nach getriebe was bei dir verbaut ist, ist es wahrscheinlich so, dass du ringsum so blechlaschen hoch biegen musst und dann das kunststoffgewinde raus drehst. oder hast schon 5 gang mit geschraubtem anschluss.


    ein gl4 80w ist i.o.


    tachowelle kann man nach entfernen des sicherungsringes rausziehen.

    und noch das rückwärtsganglichtschalterkabel abziehen. danach am besten den Schalter rausschrauben und an die seite legen. wär nicht der erste, der am losen getriebe beim rumwuchten abbricht.


    achso, merk dir wie rum der ausrückhebel drin saß, ist immer ärgerlich nach dem getriebe einfädeln es nochmal raus nehmen zu müssen :cool

  • Wenn Du unter dem Kardanmittellager, oder der Getriebetraverse "Unterlegscheiben" findest, müssen die später wieder genau dorthin.

    Schrauben, die an der Spitze eine Kerbe eingefräst haben, sind selbstschneidend. Meint, schief angesetzt finden die trotzdem ihren Weg, aber spätestens nach dem dritten Mal werden Traverse oder Mittellager nicht mehr fest.

    Etwas einfetten und von Hand eindrehen. Zumindest die ersten fünf Gewindegänge. Und niemals mit dem Schlagschrauber!


    Du hast ein Vier-Gang? Mittelkonsole abbauen und Schalthebel vom Innenraum aus ausbauen.

    Die große Überwurfmutter hat viele Blechzungen, die wurden damals alle auf den Getriebehals runtergebogen, um die Mutter gegen Selbstlosigkeit zu sichern. Musst Du hochbiegen, um die Mutter zu lösen. Es reicht aber später zwei-vier Zungen an sinnvollen Stellen nach unten zu biegen. Stichwort: 'knick, knack, knick, knack, knick, knack, ab'.


    Schau Dir die Kugel im Schalthebel an, oder hab am besten schon Ersatz da liegen. Die Suche hat gerade einen Hänger, aber Schalthebel, Kugel und zerbröseln wären sinnvolle Suchbegriffe für ungefähr 50 Freds.

  • Hi Onkel, Hi DC. Vielen dank für die wertvollen Tipps! Ja, ich hab 4 gang und sehe auch die laschen, sind noch nicht mal alle umgebogen. Also von oben einfach den sack anziehen und ausm innenraum ausbauen. Den komplete hebel gibts ja sogar noch bei motomobil, falls was auffallen würde.

    Danke DC für den Kardanwellen tipp.

    Gruß Lutz

  • Wenn du mehrere Ölundichtigkeiten hast, warum dann nicht einmal den Motor raus?

    Kommst überall viel besser dran.

    Der hintere Simmerring "verliert" beim aufschieben auf die Kurbelwelle gerne die kleine Feder hinter der Lippe.

    Hier entweder das richtige Werkzeug, oder peniebel mit einem kleinen Schraubenzieher die Lippe über die Kante begleiten.


    Kardanschrauben sollten

    Sechskant SW15 sein.


    Froststopfen hinten währe wohl auch eine Überlegung wert.

  • das is schon alles unten ganz gut ölbenetzt, vom TÜV auch schon bemerkt aber noch nicht bemängelt :biggrin und fleck is auch keiner unterm auto )A( klar wenn ich schon mal dran bin wär zu überlegen. Muss ich denn ûberhaupt die ganze wanne rausmachen? Die dichtung is ja zweigeteilt. Wenn ich die so weit ablaße wie es geht , und die dichtung und schalen so rein friemel. Drr Bauer wo ich m stehn hab, hat sein fendt mit frontlader leider grade vrrkauft. Mit dem hät ich de motor schön anheben können. Wenn der innere dichtring net saut lass ich n auch drin. Wieso froststopfen innen, macht der auch gern mal probleme?

  • Nein, wird nichts. Die Ölwanne hat hinten kleine Gummkeile am letzten Lagerbock. Wenn du dort nicht richtig arbeitest, siffts da ganz schnell wieder. Das geht mit leicht angehobener Ölwanne nur schief.

  • Ratsam dabei wäre aber auch die entsprechende Ölwanne. Nicht wegen der Verstärkung, sondern wegen der Nupsis, die das Wegrutschen Hervorrutschen der Dichtung verhindern.

  • Die Aluwanne kann man sich schenken und die kleinen Keile hinten sind seltenst ein Problem.

    Die Achse erlaubt aber den Ausbau der Ölwanne nicht. Auch nicht, wenn Du den Motor maximal hoch drückst und die Achse bis zum Ende der Bremsschläuche ablässt nicht.


    Schrauben der Ölwanne durch Stehbolzen (M6x20) ersetzen ist eine super Erfindung.

  • Hi DC, also du sagst, die Ölwanne kriegt man eh nicht raus , auch wenn man achse und motor bis anschlag zieht. Das heißt, muss ja dann auch mit leicht angehobener wanne funktionieren. Hast du das schon mal so gemacht? Oder war der Motor dann komplett draußen?

  • Ich habe am Taunus die Wanne getauscht, weil die OHC-Wanne vom Granada-Motor böse auf der Achse gelegen hat.

    Karre aufgebockt, Motor mit Rangierheber unter dem Getriebe hochgedrückt, bis ich Abdrücke im vorderen Kardantunnel hatte.

    Lenkwelle getrennt, Achse abgelassen, bis der kurze Bremsschlauch vor Schmerzen geschrien hat und auf der anderen Seite noch weiter runter.

    Dann kriegst Du die Ölwanne irgendwie ab. Betonung auf irgendwie. Völliges Geficke.

    Mit der original Korkdichtung auch quasi unmöglich, das halbwegs wieder, mit dem Anspruch auf Dichtigkeit, zu montieren. Bei Gummidichtung und Stehbolzen vielleicht ein Hauch von Chance. Spaß geht auf jeden Fall anders.

  • ich verstehe nicht, wieso man bei abben getriebe und angehobenen motor die ölwanne nicht raus bekommen sollte.

    achse ablassen wird auf der grube eher schwierig.

  • ich seh schon , ne richtige scheißarbeit due man net unbedingt brauch. Deswegen lass ichs auch erst mal, weil ichs ja auch grad net brauch, so lang kein Fleck unterm auto is. Jetzt mach ich erst mal die kupplung neu. Danke nochmal an alle fûr den support!