DZM von 4- auf 6-Zylinder umstricken

  • Leute, das hat bereits mal einer hier erwähnt:

    man kann die DZM per Poti oder Widerstand oder sonstwie von 4 auf 6 Zylinder ändern.

    Es geht um einen Sierra MK II DZM, da sind 6 Zylinder Varianten sehr selten.


    Falls jemand was weiss, bin ich wie immer dankbar!

    Viele Grüße George

  • Man kann einen DZM mittels Poti auf der Platine eichen. Oft ist der regelbare Bereich ausreichend, daß sich das Instrument über ein Drittel seines Bereichs einstellen lässt.

  • Ich hole das nochmals hoch:

    habe mir einen kleinen China PWM Generator gekauft um den DZM einzustellen.

    -kann mir jemand (habe daheim nur den DZM vom Sierra) die Belegung nennen? Mitte ist Signal (Klemme 1) ?

    von hinten gesehen: links + und rechts - ?


    Das PWM Signal sollte doch immer ein negativer Impuls sein, oder?


    Danke

  • da sind 6 Zylinder Varianten sehr selten.

    Ich hab' noch diesen hier, die "6" kann man noch gut erkennen. Beim Rangieren auf'm Hof hatte der Zeiger nicht voll ausgeschlagen.

    Den Grund dafür hab' ich nicht erforscht, sondern mit'm NOS Teil ersetzt.



    Bei Bedarf kann ich den abgeben, werd' ich wohl nicht mehr prüfen lassen.

  • Die Bezeichnung "negativer Impuls" bezieht sich auf die Ansteuerung der DZM durch Klemme 1 der Zündspule, der U-Kontakt schaltet da bekanntlich gegen Masse. Wenn die Zündspule aufgeladen wird, liegen da 12V an, die im Zündmoment gegen Masse geschaltet, auf 0V gehen. Solche DZM werden auch als "kapazitiv geschaltet" bezeichnet (= parallel zum U-Kontakt). Englische Instrumente: RVC


    Es gibt noch DZM, bei denen der Strom an Klemme 15 der Spule zur Ansteuerung durch eine Koppelspule im DZM induktiv ausgewertet wird, englisch RVI. Da wird der positive Impuls ge"zählt". (im Pkw-Bereich heute selten).

  • Und einfach das reine Instrument gegen 6zyl tauschen geht nicht?

    Also Zeiger ab, Instrument tauschen gegen Scorpio-v6-Zwiebel, Zeiger wieder drauf?


    Die haben doch vermutlich die genau gleichen Abmessungen da Zuliefererstandardkram.

    Komme ich grad drauf weil ich beim Röhren-KI nach dem Versagen des originalen DZM auch einfach einen vom 2.Serie verbaut habe, passt als wäre er dafür gemacht, könnte ich mir, ohne Ahnung von Sierra und Scorpio zu haben irgendwie gut vorstellen, also falls die Skalierung gleich ist, sonst wird es natürlich zur Monduhr.

  • Einen Versuch ist sowas allemal wert, es wäre nicht das erste Mal, dass es solche Baugleichheiten gibt ...

    Leider erschöpft sich meine Kenntnis von diesen Instrumeten auf Smiths-einzelinstrumente, VDO Einzel- und Zusatzinstrumente und solcherlei alten Plunder. Bei dem modernen Hexenwerk KI bin ich so recht nicht zu Hause ...

  • Das PWM Signal sollte doch immer ein negativer Impuls sein, oder?


    Danke

    Nochmal etwas ausführlicher:


    Am Motor, also an der Zündspule, entsteht ein annähernd symmetrisches Rechtecksignal, das zwischen 12V und 0V oszilliert.


    Dieses musst Du nachbilden, wobei die Symmetrie nicht so wichtig ist.

    Also Duty Cycle einfach auf 50%.


    Die Ruhelage, also ob bei stehendem Motor 12V oder 0V anliegen, ist unerheblich.


    Der DZM interessiert sich nur für Phasenübergänge, also wenn es von 12V auf 0V wechselt.

    Der DZM generiert dann intern für jeden Phasenübergang einen schmalen Impuls definierter Länge (diese Länge kannst Du mit dem Poti im DZM verändern), der auf das Messwerk geht.

  • Löte ein Poti parallel wenn der Verstellbereich nicht ausreicht und stell das ein.

    Das macht so keinen Sinn.

    Mit einem Poti parallel zum Poti kann man weder einen größeren noch einen kleineren Widerstand erreichen.

  • Einen kleineren per Parallelschaktung schon ... Festwiderstand geht auch!

    Reihenschaltung: Rgesamt = R1 + R2 + RX


    Parallelschaltung: 1/Rgesamt = 1/R1 + 1/R2 + 1/RX

    Beispiel: zwei 100 Ohm in Reihe; Rgesamt = 100 + 100 = 200 Ohm ...

    Beispiel: zwei 100 Ohm parallel:

    1/Rgesamt = 1/100 + 1/100 = 2/100 = 1/50 ... Rgesamt ist also 50 Ohm

  • Bo ey

    Das Poti wird natürlich als regelbarer Widerstand geschaltet. Also von einem Ende zum Schleifer. Somit geht Rg bis auf 0 Ohm. :biggrin

    Die Imulse von Kl.1 werden differenziert und als Nadelimpulse auf das Messwerk gegeben.

    Drehspulinstrumente haben einen linearen Zusammenhang Impulsfrequenz zur Anzeige.

    Da ein 6Zyl. mehr Impulse liefert als ein 4Zyl. Muss man nur die anliegende Spannung begrenzen.


    Ach was solls

  • Okay, Du meinst also ein Poti in Serie, oder parallel, zum Drehspulinstrument an sich ?

    Das macht natürlich Sinn.

    Kann funktionieren, wenn die Nadelimpulse schmal genug sind.

  • Macht euch keine Sorgen, ich habe als 7 jähriger meinen ersten Lötkolben vom gesparten Taschengeld gekauft und spätestens mit 10 jahren kannte ich das ohmsche Gesetz....

  • ">


    So sieht das Signal aus. Leider reagiert der Drehzahlmesser nicht darauf, wenn ich "GND" auf DZM Masse legen und "Signal" auf DZM Signal.

  • Meine Idee mit dem Scorpio-v6-DZM hinter der Sierrablende ist nicht umsetzbar?

    Interessiert mich einfach.

    Nicht so einfach: der vom MK1 ist deutlich größer. Der vom 92-94 ist zwar kleiner, aber passt auch nicht von der Größe. Die Anschlüße passen alle gar nicht.



    so hatte ich das dann erstmal...

    2 Mal editiert, zuletzt von GP ()

  • Schade,

    beim betrachten der beiden KI (Sierra 4zyl und Scorpio 6Cyl) die ich hier liegen habe fand ich die Ziffernblätter recht ähnlich, aber wenn dahinter nichts passt kann man es natürlich vergessen.

    Falls ich mal wieder ins Außenlager komme denk ich an dich, dort müssten noch mehr 80er-90er-KI liegen, eventuell ist ja auch mal eins vom Sierra mit v6 dabei.

  • @Heinz, immerhin zwei BOA Sierra in einem Thread, auch nicht schlecht. Das Instrument vom Facelift hatte ich auch mal hingehalten, aber irgendwas hat auch nicht ganz gepasst, kann mich aber nicht mehr erinnern

  • Ist und bleibt Gebastel. Selbst die Versionen vom Wolf waren nur ein paar Drähte die an die Leiterfolie gelötet wurden.

  • IMG_20241110_173059188.jpg">


    So sieht das Signal aus. Leider reagiert der Drehzahlmesser nicht darauf, wenn ich "GND" auf DZM Masse legen und "Signal" auf DZM Signal.

    Man erkennt auf dem Bild leider überhaupt nichts, ist nur ein Thumbnail.

    Bist Du denn in einem plausiblen Frequenzbereich unterwegs ?


    6000 RPM = 100 Hz...
    Mal 6 Töpfe wären also ca. 600 Hz Maximalfrequenz.


    EDIT: Wegen 4-Takter nochmal nur die Hälfte, also 300 Hz für 6000 RPM.


    Der Scope-Trace sieht aus, als ob der untere Pegel gar nicht aktiv getrieben wird, also zum Funktionieren einen Pull-Down-Widerstand benötigt (welcher beim Messen vom Messgerät gestellt wird).


    Falls der Eingang des DZM dann noch einen Pull-Up hat, wird Kommunikation unmöglich.


    Ist der Trace mit angeschlossenem DZM aufgenommen ?

    3 Mal editiert, zuletzt von TufkaP () aus folgendem Grund: 4-Takter betrachtet.

  • TufkaP : das sind 300Hz. Der DZM war im Bild nicht angeschlossen. Ich mache mal einen Widerstand dazwischen und schaue mir das Bild an.

  • Als ich damals meinen DZM getestet habe, hatte ich (mangels Funktionsgenerator mit geeignetem Pegel) eine niederohmige Ausgangstufe gebastelt, ein Mosfet in Source-Schaltung mit 10 Ohm Lastwiderstand…

  • Alte Rechteckgeneratoren gibts schon für Kleines und eine Amplitude von > etwa 9V reicht gut aus.


    Für eine Festdrehzahl wäre auch das Heranziehen der Netzfreuenz denkbar.


    Mein "Generator" ist ein alter Verstärkerbaustein aus PC-Boxen, dem ich einen Rechteckimpuls variabler Frequenz aus dem PC verpasse, geht auch ...