Öl drückt nach kurzer Zeit aus Benzinpumpe beim V6

  • Hallo :smile ,


    Frage an die Motorspezialisten für den alten Ford Köln V6 Motor (70-80-er Jahre). Innerhalb von nur 1 Jahr und vielleicht 700km tritt schon wieder Motoröl aus der Entlüftungsbohrung der mechanischen Benzinpumpe aus. Der Stößel im Motor wird doch geschmiert. Da ich das Problem wiederholt nach nur kurzer Betriebsdauer der neuen Benzinpumpe habe, hier meine konkrete Frage.

    Gibt es in dem Bereich wo die Benzinpumpe angeschraubt wird auch eine Rückflußöffnung für das Öl, welches ja logischerweise auch zwischen Stößel und dessen Führung austritt. Evtl. ist ja diese Öffnung bei meinem V6 verstopft und deshalb drückt es dann das Motoröl durch die Benzinpumpe hindurch. Anders kann ich mir das nicht erklären. Leider kann man nur schwer an diese Stelle schauen, aber wenn, dann müsste diese Rücklauföffnung ja relativ weit unten in dem Anschlußbereich angebracht sein. Vielleicht hatte ja schon mal jemand das gleiche Problem. Kann mir nicht vorstellen, das heutzutage alle Benzinpumpen Mist sein sollen. Die erste war eine einfache preiswerte, die derzeitige Benzinpumpe war dann schon etwas teurer und trotzdem bei beiden nur nach ca. 1-1,5 Jahren Betrieb (im Oldtimer) gleiches Fehlerbild? Das muss eine andere Ursache haben? Danke im Voraus

    Gruß Mario :tongue

  • Das sollte in sich dicht sein.

    Wenn’s bei der neuen Pumpe auch suppt , mal schauen ob der Stößel auch die richtige Länge hat. Und den Flansche der Pumpe auf Verzug prüfen.

  • Hallo,

    Flansch der Pumpen definiv plan und dicht. Stößel hat richtige Länge. Durch den Pumpenkörper geht ein dünner Stößel gene diese Feder bis hin zur Mebran der Pumpe. Dieser wird mit einer Art Vierkantring gegen das Pumpengehäuse abgedichtet. Bei den ganz alten Pumpen konnte man noch alle Teile wechseln, auch wenn man diese heute auch kaum noch bekommt. Das Öl drück durch die Abdichtung Stößel in Pumpe gegen Pumpengehäuse. dann gibt es eine Entlüftungsbohrung , damit die Menbran überhaupt arbeiten kann und am Schluß läuft durch diese Entlüftungsbohrung dann das öl raus. Dieses Problem gab es bei den alten Pumpen auch irgendwann, aber erst nach Jahren und wenn der Stößel verschlissen war. Vorher war die Menbran rissig und man hat die Pumpe deshalb überarbeitet oder getauscht. ich vermute mal ein Problem mit dem Rückfluß des Öls auf der Motorseite, weil überall wo ich öl evtl. mit Druck hinbringe, muss es ja auch wieder zurück in die Ölwanne. muss ich halt dann doch irgendwie mit Spiegel oder Kamera nach der Rückflußöffnung suchen, wenn ich wieder eine neue Pumpe einbaue. Das Öl wird halt durch den mitdrehenden Kühlerlüfter schon seitlich über den ganzen Motor verteilt. und tropft dan in der Garage auf den Boden.

    Trotzdem Danke für deine Hinweise.

    Gruß Mario

  • Problem hatte ich auch mit 2 neuen pumpen verschiedener Hersteller…

    Hab ne gebrauchte eingebaut, die suppt dann immerhin weniger…..


    Jetzt habe ich eine neue eingebaut mit einer dünnen unterleg-Platte.

    Aber noch keinen Fahrtbericht dazu…

  • mir ist nur beim Ventilspiel einstellen aufgefallen das unter den Deckeln in den Ecken wo das Öl nicht direkt abläuft (Vertiefungen an Versteifungen vom Zylinderkopf und andere Ecken) sich im Öl auch leicht krümelige Bestandteile angesammlt haben. Den Bereich oben unter den Ventildeckeln habe ich gründlich gereinigt. Deshalb meine Vermutung das bei dem Anschluß der Benzinpumpe auch etwas verstopft sein könnte. Die alte Pumpe vom Vorgänger habe ich damals in 2020 ausgebaut und die war mit einer roten Silikondichtmasse (vermutlich) abgedichtet, ebenso die Ventildeckeldichtungen und die Ölwanne. Können also auch Rest von den alten Ventildeckeldichtungen oder der Dichtmasse meiner Vorgänger sein. Ich habe jetzt die Gummidichtungen unter den Ventil-Deckeln und verwende auch die Ventildeckelverstärkungen aus V2A hier aus dem Forum. Diese habe ich nur vorsichtig mit Hylomar in den Ventildeckel geklebt, da ich im Kopf nun Stehbolzen habe. Da lässt sich der Deckel leichter draufsetzten, wenn die Dichtung etwas im Deckel klebt. Hatte zwar bis jetzt noch die letzten Kork-Dichtungen unter den Deckeln, aber nun sind die Gummis drunter. Damit bin ich nun sehr zufrieden. Leider gibt es für die Ölwanne keine Gummidichtungen. Habe zwar den Kölner V6 verbaut, aber im USA-Mustang II von 1974. da ist die Ölwanne an einer Stelle leicht nach aussen gewölbt und man braucht deshalb eine spezielle Ölwannen-Dichtungen. Die Ölwannenverstärkung aus V2A lies sich anpassen, da dort genügend Material vorhanden war. Die spezielle Ölwannen-Dichtung ist meist nur in UK oder USA erhältlich. ist dann so ein Kombipack mit gerader Kante und einem 2. Teil mit der Auswölbung.

    Leider geht beim 74-er Mustang die Achstraverse unter dem Motor nicht raus und die Ölwanne wurde noch nicht in der Tiefe angepasst. Also muss man den Motor ziemlich weit anheben. Aber das ist ein anderes Problem. Ich schaue mir dann den Bereich wo die Benzinpumpe angebracht wird mal genauer an, wenn ich sie wieder wechsele. Was anderes bleibt mir wohl nicht übrig. Der eigentlich Motorblock ist ja der gleiche wie beim deutschen Modell.

  • Abdeckblech vom 2,8i verbauen und auf elektrische Benzinpumpe umrüsten. Bin mit den anfälligen mechanischen Pumpen die man noch bekommt nicht warm geworden.

  • Kann man machen, freilich.

    Aber dann beginnt die ganze Elektrik- Strickerei mit Sicherheits- Abschaltung und so… gibt ja genug Freds hierzu.


    Und man baut sich eine weitere Fehlerquelle ein.

    Oder ist schon mal wer hier wegen defekter mechanischer Pumpe liegengeblieben…?

  • Ich auch - jedes Mal wenn ich eine neue eingebaut hab war die scheisse - jedes Mal wenn ich eine gebrauchte gekauft habe, ging’s gut. Kann natürlich daran liegen dass ich immer Müll gekauft habe

  • Was braucht man den alles für den Umbau auf elektrische Benzinpumpe und wo sitzt die elektrische Benzinpumpe dann? Bei der mechanischen gibt es keinen Druckregler die elektrische wird wohl einen brauchen.

  • Stimmt, neue machen immer Probleme.

    Die aus den Schrottmotoren liefen immer…


    elimar : lies dich mal ein zu dem Thema, hier im Forum gibts genug Info. Oder auch im www.

  • Geht es jetzt um die elektrischen Pumpen oder die mechanischen?

    Nachdem Du das Thema aufgemacht hast, darfst Du frei wählen.


    Pumpen aus Schrottmotoren sind auf alle Fälle mechanisch.

    Und die Pumpe vom Micha war vermutlich in dem grünen Ding.

  • Also bisher hier noch kein Pumpenausfall unterwegs.

    Bisher immer nur nach längerer Standzeit. Und da sowohl bei mechanischen als auch elektrischen.

  • Beim Granada 2,8i sitzt die serienmäßige elektrische Pumpe unter der Heckbank. Draußen. Hat die einen Druckregler? Denke nicht. Aber die wird so gewählt sein, daß Fördermenge und -druck den Anforderungen entsprechen. Das obere Ende der Leistungskurve ist gewissermaßen auch eine Begrenzung.

  • Ich fasse zusammen...


    - neue mechanische Pumpen machen gern auch bald wieder Ärger oder gehen kaputt

    - alte gebrauchte mechanische Pumpen aus Schrottmotoren usw. machen eher selten Probleme

    - elektrische Pumpen sind ok, erfordern jedoch Arbeit, Änderungen, Kabelage usw -> und dazu kann man sich hier im Forum schlaulesen

  • Obacht, die Pumpe vom 2,8i würde ich niemals nicht auf einem Vergaser fahren! Die bringt >6 bar, was so ungefähr das Zehnfache dessen ist, was ein Vergaser braucht!

    :irre:

    Axo: die Druckregelung beim Einrotzer erfolgt im Systemdruckregler.

    Einmal editiert, zuletzt von Joe ()

  • Das wie Joe schreibt!


    Elektrische Pumpen sollten für Vergaser geeignet sein. Haben weniger Druck, sodass das schwimmernadelventil auch weiter seinen Job machen kann.



    Eventuell hat das Kurbelgehäuse auch einfach zu viel Überdruck? Kolbenringe fritte? Einfach mal beim laufenden Motor öeinfülldeckel abnehmen und die flache Hand drauflegen?

  • Und die Pumpe vom Micha war vermutlich in dem grünen Ding.

    Nene, ich meinte das eine mechanische bei mir mal ausgefallen ist.

    Im gleichfalls grünen Kombi damals.