Granada 2,8i Bremsenprobleme - hat irgendwer noch eine Idee?

  • Da uns nichts mehr einfällt wollte ich hier mal nach Erfahrungen / Ideen fragen...


    Problem: Granada 2,8i fing an beim bremsen nach links zu ziehen.


    Zuerst wurde vermutet das einer der Bremskolben vorne rechts vielleicht schwergängig ist oder klemmt. Bei nicht getretener Bremse lassen sich beide Räder gleich leicht drehen.

    Also rechtes Rad runter und Sichtkontrolle.

    Soweit alles okay.

    Scheibe und Beläge sehen auch gut aus.

    Also Splinte gezogen und die Beläge mal halb aus dem Sattel gezogen. In dieser Position lassen sich mit den Belägen die Kolben händisch zurück drücken. Es klemmt also nichts.

    Die Sättel wurden vor 10 Jahren durch Neuteile / generalüberholte (Quinton Hazel) ersetzt.

    In diesem Zuge kamen auch die Bremsschläuche (ATE) und der HBZ (auch ATE) neu.

    Nachdem am Sattel nichts festgestellt wurde ging der Wagen auf den Bremsenprüfstand.

    Ergebnis mehrerer Bremsvorgänge: Differenz zwischen 47 und 52 % !!!

    Die Bremse löst aber sofort wenn man vom Pedal geht, kann man auf dem Prüfstand gut beobachten. Das spricht gegen zugequollene Bremsschläuche.

    Nächste Vermutung: Verglaste Beläge, also mal einen von rechts nach links getauscht, so müsste sich ja auf beiden Seiten etwas ändern wenn es an den Belägen liegen würde. Tat es aber nicht.


    Bevor jetzt wild alles erneuert wird stellt sich also die Frage ob noch jemand eine Idee hat woran es liegen könnte ???

  • Ich würde ebenfalls zu den Schläuchen tendieren, ist mir so mal bei einem P7 ergangen.... sie mal gegeneinander tauschen dann sollte der Fehler ja quasi mit wandern.

  • Entlüftet hast ja diese Seite sicher mal ?

    Selbstverständlich.

    Hab ich nur vergessen aufzuschreiben.


    Bei den Schläuchen ist eh der Umstieg auf Stahlflex im Gespräch. Aber da ist ja immer noch diese Sache mit dem H...

  • Schläuche sind auch mein Tipp.

    Wenn das Probleme mit dem Prüfer gibt, anderen suchen, echt.

    Die Gummiteile von heute sind nicht mehr verkehrstauglich, wer da auf Schrott besteht soll selber mit dem Mist bremsen und die Klappe halten.

  • Also 3x Schläuche...


    Ich kenne Schläuche halt nur in zugequollen und damit auch nicht mehr lösend. Aber gut, ist schnell und einfach gemacht.


    Ich werde die Tage mal einen Prüfer aufsuchen und anfragen.

  • Ich kenne Schläuche halt nur in zugequollen und damit auch nicht mehr lösend. Aber gut, ist schnell und einfach gemacht.

    Ich hatte das schon mehrfach mein ich.

    Als ich noch in dieser Ami-Werkstatt werkelte hattenwir mal einen Wagen verkauft, die Besitzerin kam nach ´nem Jahr damit vorbei weil der Wagen unfassbar zog beim Bremsen, ich wußte noch, dass ich bei dem Wagen Sättel, RBZ und Schläuche gegen Neuteile getauscht hatte, Bremsenprüfstand sagte aber auch Bremse und zwar zeitversetzt, erst schlug links ordentlich aus, einen kleinen Moment später dann auch rechts.

    Und so war es, einer der beiden 1 Jahr alten Schläuche lies scheinbar nicht auf Anhieb die volle Menge durch. Jedenfalls so komisch wir es fanden, Schlauch gegen ein Neuteil getsucht und gut war´s.

    Seither halte ich von modernem Gummi noch weniger als vorher.


    Und naja, nach 10 Jahren kann man die Dinger dann auch ruhig mal tauschen.

    Zu den Stahlflex gibt´s eine ABE dazu und wenn man mit Qualitätsmängeln aus Erfahrung bei Gummi-Neuware argumentiert sollte doch wohl TÜV mit H kein Ding sein. Sicherheitsrelevantes darf man doch auch gegen besser tauschen laut H-Plapperlog oder vertue ich mich da.

  • Ich kenne Schläuche halt nur in zugequollen und damit auch nicht mehr lösend.

    Wenn der Schlauch so richtig zugequollen ist, stimme ich dem zu. Das beginnende Leiden hat aber erstmal nur geringeren Durchfluss. Das kann sich dann schon so äußern.

  • Bremsschlauch . Hatte hier mal irgendwann nen Fred wo ich mich doof gesucht hatte .

    Der Schlauch benötigte etwas mehr Druck Richtung Bremse ... zurück ging das Problemlos .


    Bremsbeläge hatte ich so aber auch schon . Ganzes Bremssystem durchgeprüft ... auf anraten meines Lehrmeisters die recht neuen Beläge erneuert und gut .


    Vielleicht beides :biggrin

  • Warum dreimal? Wenn das Bremssystem schon offen ist und Du ohnehin entlüften musst....

    3x bezog sich auf die Meinungen, nicht auf die Anzahl der Schläuche :whink

    Aber wenn auf Stahlflex gewechselt wird dann sowieso alle.



    Bremsenprüfstand sagte aber auch Bremse und zwar zeitversetzt, erst schlug links ordentlich aus, einen kleinen Moment später dann auch rechts.

    Hier beginnen beide Seiten gleichzeitig, aber links eben deutlich stärker.


    Die letzten Stahlflex die ich gekauft habe waren als "mit ABE" beschrieben, gekommen sind sie dann mit Gutachten.

    War für Nuss.

    War dann bei diversen Prüfern und die meinten alle H mit Stahlflex nur wenn das Gutachten entsprechend alt ist... :uglyrolleyes:

    Das Argument der höheren Sicherheit wollten sie nicht gelten lassen.

    Ein Hoch auf das logische Denken.

  • Habe neulich bei Spiegler einen Satz für Knudsen gekauft. Inklusive dem kurzen Schlauch zum Verteiler an der Vorderachse in Sonderanfertigung.

    Der schwarze, aber mit H empfehlenswerte, Überzieher kostet extra. Kommunikativ waren die etwas träge, aber das Material ist absolut nach Wunsch.

  • Würde ich bei mm kaufen, billiger als Spiegler und die passen.


    Ich weiß nicht mehr bei wem ich die bestellt hatte, waren kaum billiger als mm und war nervig, weil nix passte, ein Schlauch fehlte, die hinteren waren gleich lang, gefühlte 20 Mails später hatte ich dann was einbaubares.

    Grad nachgeguckt, der Laden hier war´s:

    https://www.ebay.de/str/flexhydraulik

    Würde ich nicht wieder machen, echt lieber mm die Kohle geben.


    Mein IIer-Turnier hatte die Stahlflex schon als ich den gekauft habe, hat damit H und Motoreintragung bekommen, seither war ich damit ja nun auch schon ein paar Mal zur HU, hat nie wen interessiert, nicht mal nach der ABE hat je Jemand gefragt.

  • Von MM hatte ich damals die, die angeblich ABE hatten und dann war es doch nur ein Gutachten.

    Dummerweise habe ich gerade bei dem gleichen ebay-Verkäufer bestellt.

    Naja, mal gucken was kommt.

    Vielleicht haben die ja dazugelernt.

  • War bei mir für´n Einser, stand aber auch explizit drin, für Coupé schwafelsülzalswürden die Schläuche nach oben gucken, was da denn für ein Häuschen über den Achsen wohnt... Egal.

    Als die dann in ihrer Kommunikation noch mehr Geld haben wollten und eine Versandbeteiligung für die Nachlieferung musste ich ein bißchen lachen, also dieses besondere Lachen.

    und konnte denen nur noch mitteilen, dass sie sich ihr Zeug auf eigene Kosten zurücksenden lassen können und ich dann doch einfach bei mm bestelle, weils da dann selbst inkl. Versand deutlich billiger gewesen wäre und ich genervt war.

    Falsches Zeug liefern und dann noch mehr Kohle haben wollen, da kann ich nicht so gut drauf, mich nervt ja allein diese eigentlich unnötige Kommunikation.

  • Nochmal Bremsschläuche.

    Habe Goodridge drin, mit H, allerdings ist der Karren auch ~10 Jahre jünger.

    Ist ne KBA Nummer drauf.


    Papier kannst du dir hier runterladen: http://www.gutachten.goodridge.de/



    Habe durch Blödheit 2 Leitungen + die Verpackung über. Kann ich dir zu schicken, dann kannst du die dem Prüfer unter die Nase halten.

    Bräuchte ich aber wieder zurück, sollen noch ins Auto wandern. Jedes Mal Bremsleitung abbauen beim Belagwechsel fetzt nicht )A(

  • ich hatte auch solche Problemchen und viel Bremskram erneuert


    am End war ne VA Feder einfach Matsch, 2cm kürzer, bzw ausgeleierter als die gegenüber


    jetzt alles gut

  • Auch das erklärt aber die Differenz auf dem Prüfstand nicht.

    Ohne diese Information hätte ich auch gerne noch die Zugstrebengummis in die Wagschale geworfen, aber die Messung zeigt deutlich, daß es wirklich was mit den vorderen Bremsen zu tun haben muss.

  • Hatte dasselbe Problem bei meinem consul, allerdings hinten.


    Hab die bremsschläuche und Leitungen an der Hinterachse getauscht und beim entlüften (altmodisch mit pumpen) ordentlich Druck aufgebaut und getreten.

    Resultat war dreck und grint in den Leitungen.

    Hab mit Sicherheit 2 Liter bremsflüssigkeit durchgejagt, danach ging es wieder.

  • Ich weiss nicht, warum einige Prüfer sich mit den Stahlflexen so anstellen. Als ich den Braunling auf H genommen habe, war mein Prüfer sichtlich erfreut, dass ich auf Stahlflex umgerüstet habe! Gut möglich, dass ihm die Problematik der aktuellen Gummimischungen bekannt ist.

    Hab auch das Zeug von mm drin & hatte so einen roten Zettel in der Verpackung dabei, der zur Eintragung vorgelegt werden sollte.

    Wenn mich nicht alles täuscht, stand auf der Verpackung was von Fischer drauf. Fischer Hydraulik oder so.

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  • Problem am Prüfstand ist meist der Anwender.

    Der Absolute Bremsdruck wird auch bei zugeqollenen Schläuchen im Gegensatz zu gammeligen Kolben nahezu identisch sein.

    Entscheident für das einseitige Ziehen, ist der Zeitpunkt der Bremsung .

    Soll heissen der Sattel der früher anfängt zu bremsen, da er vorgespannt ist egal ob mistigen Schlauch, Gammelbolzen oder Sattel ist zu erkennen.

    Somit ist der Beginn der Prüfstandbremsung aussagekräftiger.

  • Falsch gedacht.

    Jener der klemmt liegt ja schon an.

    Es handelt sich ja um einen Festsattel mit zwei Kolben. bei einem Schwimmsattel mit festen Bolzen wird der Weg länger.

    Gequollene Schläuche haben ja nur höheren Wiederstand als das Rückstellmoment der Kolbendichtung.

    Somit kann ein Zurückdrücken des Kolbens keine zuverlässige Diagnose über den Bremsschlauch ergeben. über den Zustand des kolbens schon.

    Einmal editiert, zuletzt von Pitsgarage ()

  • Die Amis haben auch eine andere DOT als wir zulande hier üblicherweise aufkippen oder? Kann ja sein, dass deswegen die Schläuche so schnell hin waren!

  • Problem am Prüfstand ist meist der Anwender.

    Der Absolute Bremsdruck wird auch bei zugeqollenen Schläuchen im Gegensatz zu gammeligen Kolben nahezu identisch sein.

    Entscheident für das einseitige Ziehen, ist der Zeitpunkt der Bremsung .

    Soll heissen der Sattel der früher anfängt zu bremsen, da er vorgespannt ist egal ob mistigen Schlauch, Gammelbolzen oder Sattel ist zu erkennen.

    Somit ist der Beginn der Prüfstandbremsung aussagekräftiger.

    Was mich an den Schläuchen erst zweifeln liess war ja die Tatsache das die Räder frei drehen und bei Beginn der Bremsung beide Seiten gleichzeitig reagieren, die rechte halt nur im ganzen Bereich schwächer.

    Sowohl bei "gefühlvollem" treten der Bremse mit Steigerung des Bremsdrucks als auch bei plötzlichem reintreten wie bei einer Gefahrenbremsung.

    Sobald man das Pedal wieder loslässt gehen auch beide Seiten sofort wieder runter.

    Deswegen hatte ich die Schläuche halt erstmal ausgeschlossen.

    Wie ein klemmender Sattel so reagiert kenne ich nach all den Jahren Altblech natürlich auch. Hier ist es irgendwie anders.

    Deswegen ja meine Fragerunde.

  • Ein großes Radlagerspiel auf einer Seite kann auch so ein Phänomen hervorrufen. Zumindest würde es Anfangs ungleichmäßig sein und sich dann angleichen.