Butschers Granader Fred

  • Alter....

    1. DU BIST DER BUTCHER !!!

    2. Du baust doch keinen Sportmotor.

    3. So'n V6 läuft eigentlich immer, vermutlich wäre Dein alter auch gelaufen wenn Du den, nachdem der Kurbeltrieb wieder gängig war, einfach gestartet hättest.


    Was Du jetzt machst ist ja eigentlich nur dazu da möglichst viele Jahre Ruhe zu haben.

    Und den Verschleiß von 20+ Jahren vernachlässigter Wartung zu beseitigen.

    Im übrigen könntest Du die Stößel ja auch übernehmen... Also wenn es Dich beruhigt.

  • Stößel gehören zur Nockenwelle. Kauf dir ne passende Honbürste für den Durchmesser und hon die Stößelbohrungen.

    Prinzipiell richtig.

    Funktioniert aber in zig Motoren auch gemischt.

  • Ich hatte Mal einen gammligen, der mir neben dem Motor angerostet ist. Ausgebaut noch super, in Schaumstoff abgestellt und drei Wochen später sah das Ding aus wie ein Silberleopard.

    Ölig lagern hilft.


    Ja, man sollte die Positionen nicht vertauschen, weil Welle, Stössel und Stößelstange sich aufeinander eingelaufen haben.

    Solange da nicht irgendwas deutliche Einlaufspuren hat, hätte ich keine Schmerzen die Sachen zu vertauschen.

    Außerdem, was wenn die NW auch den Motor wechselt?

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    So, habe alle Stößel mit in Öl getränktes 1000er Schleifpapier geschliffen und auch die Bohrungen mit 1000er geschliffen. Jetzt flutscht alles wieder wie am ersten Tag :m05: Danach noch schnell die Zylinder gehont, dann sind die beiden Dinge schonmal wieder fertig!


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    Dann mal eben einen Froststopfen rausgeholt...


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    ...und den neuen China-Deckel mal anprobiert. Passt :thumbsup:


    Frage in die Runde: Setzt ihr die Froststopfen mit Dichtmasse ein oder so trocken reinkloppen?


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    In der Zwischenzeit ist auch das Nockenwellenlager Raushol Dingsbums vom Mafijoosi gekommen!


    Wenn ich morgen dazu komme, wird das wohl als nächstes gemacht! Für heute erstmal Feierabend coyo

  • Ich kenne die nur trocken eingesetzt. Einkleben mit Dichtmasse negiert ja die eigentliche Funktion, dass der Stopfen vom gefrierenden Wasser aus dem Block gedrückt wird.

  • Willi schrieb hier mal, "mit" dann wird das richtig sein und auch zuvor las ich das desöfteren, kam mir aber auch kurios vor, daher verstehe ich den Einwand durchaus.

  • Vor Verwendung der Kurbelwelle mal die Lager vermessen. Nur um sicher zu gehen, dass beide Wellen noch Grundmaß haben und du keine Lager für Untermaß benötigst!


    EDIT: evtl erkennst du auf den alten Lagern noch was, da brauchst du nbicht messen.

  • Willi schrieb hier mal, "mit" dann wird das richtig sein und auch zuvor las ich das desöfteren, kam mir aber auch kurios vor, daher verstehe ich den Einwand durchaus.

    Ich habs halt vor ypsen Jahren so gelernt-waren zwar Pumpen für die Industrie, aber die Grundfunktion ist ja gleich.

    Vermutlich wird aber bei der heutigen Material- und Fertigungsqualität ein Hauch Dichtmasse nicht schaden.

  • Bin heute in aller Früh wieder hoch und hab mich an die Nockenwellenlager gemacht. Mafijoosi93 hat das ja in einem Fred wunderbar beschrieben also hab ichs so gemacht wie in der Anleitung. Die Druckstücke hatte er mir ja zugeschickt, alles perfekt.


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    Genauso meine Motorständerhalteplatte zum Ausziehen des ersten Lagers missbraucht....aber ich kann die scheisse so fest ziehen, dass ich mit normaler Manneskraft die Mutter nun keinen mm mehr weiter drehen kann. Das Lager kam keinen einzigen mm raus :huh


    Wird doch nach vorn rausgezogen der Dreck oder habe ich da was falsch verstanden. Das Ausziehwerkzeug vom Joosi ist auch nur aus so Kunstoffartigem Zeug gefertigt, ich kann da ja jetzt nicht Röhrich-mäßig mit nem zölligen Rohr noch Gewalt aufwenden oder? Sitzen die tatsächlich so brutal fest?


    Das Rohr bietet definitiv genug Freiraum um die Bohrung, dass habe ich gecheckt, dass nicht das Lager vor das Ausziehrohr geht. Vorsichtig mit nem Hammer rechts und links mal gedengelt habe ich auch. Habe jetzt mal wieder alles mit WD40 geflutet und warte mal nen Frühstück lang.


    Für Tips was man da noch machen kann wäre ich sehr dankbar :inlove:


    Mafijoosi93 ist das denn korrekt, dass es nur ein angefastes Ausziestück gibt? In deiner Beschreibung ist von 2 Ausziehstücken die Rede!

    Vom Gefühl her passt das aber perfekt in die Schale rein.


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  • Der Auszieher hat ja eine Führung durch das Lager durch. Ich habs vorher auch mal von vorne reingesteckt und eigentlich sah das ganz gut aus. Aber da es sich um ein selbst gefertigtes Werkzeug handelt eventuell nicht auszuschließen. Mal abwarten was der mafijoosi schreibt :sad:

  • Moin,

    Die Beschreibung habe ich mit meinem Satz für große Lager gemacht, das bei dir ist halt der Satz für kleine Lager, der ist nicht so perfekt weil erster Versuch und dann ewig nicht mehr angefasst bis ich 2021 endlich mal nen Motor mit kleinen Lagern in der Mache hatte.


    Du machst das schon so wie es vorgesehen ist, also nach vorne rausziehen. Dass die so extrem fest sitzen kenne ich nicht, aber kann schon sein.


    Würde mal probieren, ob man die Lagerschale nicht irgendwie schwächen kann, Schlitz reinsägen oder so.


    Der Kunststoff ist n glasfaserverstärker PA, der kann schon bissl was ab. Wenn’s je doch kaputt geht ist es net schlimm.



    Wenn du irgendwie die Möglichkeit dazu hast:

    Zwei Platten mit Durchmesser 44 und 43 drehen lassen, links und rechts seitlich abflexen dass man nur noch ca 36-38mm Breite hat. Ich hatte die Dinger leider nicht für die kleinen Lager. :(

  • Okay wollte erstmal sicher gehen, dass ich nicht alles komplett falsch mache. Dann probiere ich nachher nochmal mein Glück. Danke!

  • Der Auszieher hat ja eine Führung durch das Lager durch. Ich habs vorher auch mal von vorne reingesteckt und eigentlich sah das ganz gut aus. Aber da es sich um ein selbst gefertigtes Werkzeug handelt eventuell nicht auszuschließen. Mal abwarten was der mafijoosi schreibt :sad:

    Das Ding hatte ich so „zugerichtet“ um es durch die Lagerbohrung 4 reinzukriegen, als ich beim ersten Versuch das zweite oder dritte Lager zu weit eingezogen hatte und dann wieder rausgezogen habe. Muss vom Durchmesser her also auch durch Lagerbohrung 1 passen.

  • Krieg ich wohl hin, wenn ich die Freigabe von dir habe bis zum äussersten zu gehen von der Gewalteinwirkung :thumbsup:

  • Lager 1 und 2 sind draussen! Hab die Stange von hinten mit ner Mutter rein und dann das druck stück nach aussen durchgeschlagen. Nur Lager 3 bereit mir Kopfzerbrechen weil das Druckstück dafür zu groß ist. Man könnte jetzt lager 4 nach innen reinschlagen und dann Lager 3 samt 4 in Richtung stirnrad durchschlagen? :wonder:

  • Nummer 4 nach vorne raus meinst du vorne schwingradseitig? Da würde mir dann ja das werkzeug fehlen, das da plastik druckstück dafür zu groß ist oder? Deswegen war mein Plan nummer 4 in den motor samt metall druckstück zu schlagen und dann 3 und 4 zusammen in richtung stirnrad raus. Könnte ich ja bei meinem alten Block mal probieren ob das geht :w00t

  • Okay dann war mein Plan ja gut. Heute werde ich leider nicht mehr dazu kommen aber morgen bestimmt

  • So, das Drama in mehreren Akten ist beendet. Heut morgen wieder um 7 Uhr in der Früh in die Werkstatt und so wie oben geplant, die letzten beiden Nockenwellenlager zur STirnradseite rausgekloppt.


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    War ich froh, als die endlich draussen waren. Aber dann kam ja auch gleich die nächste Hürde, die Neuen müssen wieder rein! :sad:


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    Da ich für die M18 Stange erst noch eine Gegenplatte mit einem 18er Loch hätte bauen müssen und ich nichtmal einen solchen Bohrer besitze habe ich aus Zeitgründen die M12 Stange zum Einziehen benutzt.


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    Kann nur eins sagen für die Leute, die sich den Scheiss auch mal antun wollen:


    Geht da nicht ohne diese passenden Druckstücke bei und passt beim Einziehen auf, dass ihr die Lager nicht zu weit einzieht! Immer mal wieder losschrauben und kontrollieren, sonst hat man nachher das Problem, dass das Lager zu weit drin sitzt und man eventuell mehrere Lager wieder ausbauen muss um das wieder zu berichtigen. Der totale Zeitkiller. Generell kann ich dazu sagen, dass dies echt die beschissenste Arbeit am Motor ist, weil man an die Lager nur sehr schlecht dran kommt und es mega schwer zu sehen ist ob die Lager im Inneren des Motors jetzt passen oder nicht. Denn nicht nur die Lage des Lagers ist wichtig sonder auch, dass die Ölbohrungen exakt passen. Bei Lager 2 und 3 bin ich mir (fast) sicher, dass das alles passt aber ohne Endoskop...schwierige Geschichte. Vielleicht haben ja die Spezis hier noch einen Tip wie man da 100 Prozent sicher gehen kann...


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    Aber nach mehreren Stunden rumgemache und getue war die Nockenwelle dann endlich am Platz. Schön leichtgängig und flutschte ganz einfach rein. So wie es sein soll! Beim Einziehen der Lager am besten nach Lager 2 und 3 die Welle mal reinstecken ob das fluchtet und dann erst 1 und 4 einziehen. Bei mir hat alles beim ersten Mal geklappt, habe also auch noch einen kompletten Lagersatz über fürs nächste Mal....NICHT :irre:


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    Ende gut alles gut, beim Motor geht es jetzt erst am Dienstag weiter, da nun die Feiertage kommen und da die Familie bedient werden will. Ausserdem muss ich noch Dichtmasse und die Kolbenringzange von der Arbeit holen...Also Dienstag Abend kommt dann das nächste Update, Kurbelwelle einbauen und Kolbenringe wechseln und wenn noch Zeit die Kolben mit neuen Pleuellagern einbauen.


    Wünsche allen frohe Ostern :thumbsup::michi:

  • Freut mich sehr dass es funktioniert hat!


    Hast du kontrolliert, ob die Nuten der NW bei Lager 2 und 3 „freigängig“ sind? Von unten an den Hauptlagerbohrungen hochschauen ob man die Nut sieht, sowie oben durch die Bohrungen für die Köpfe schauen ob man da ebenso die Nut der NW sieht. Vielleicht passt ja die Bohrung des Lagers zur Bohrung des Blocks, aber wenn die Nut der Nockenwelle nicht übereinstimmt dann muss man eben etwas korrigieren. Ich meine ich hätte irgendwann einfach nen Bohrer durch die Bohrung der Köpfe links und rechts gegangen und hab aufgeweitet bis es gepasst hat. Danach Schmirgelpapier um nen Besenstiel und dann entgratet.