Unterschriftenaktion! WICHTIG!



  • Zumindes ich versteh dich sehr gut und denke da eigentlich genau so


    Aber wenn jetz hier so was protestmässiges wirklich stattfindet weiss ich nicht ob das gut wäre es auf die Unzufriedenheit mit der Gesamtsituation auszuweiten? Von mir aus gerne und ich wär auch auf jeden fall dabei, aber vielleicht is das einigen hier dann doch zu politisch (oder so)?


    Aber egal, so eine Aktion muss meiner Meinung nach schon irgendwie provokativ sein weils ansonsten keinen interessiert. Das werden die Damen und Herren Politiker aussitzen, und auf die Sympathien der nicht-alt-karren-fahrer würd ich mich, wie gesagt, auch nicht verlassen

  • Zitat

    Original von David (member07)



    Trotz allem bleiben wir doch Menschen mit Sorgen und Fehlern. Und da stehe ich zu.


    volle zustimmung!

  • Nur mal so als Denkanstoß:
    (ist jetzt keine Reaktion auf irgend eine bestimmte Antwort weiter oben. Nur ALLGEMEIN!!)


    Firmenwagen, die täglich im Einsatz sind und gebraucht werden, um beruflich Geld zu verdienen, aber auch nicht mehr die neuesten Abgaswerte erfüllen. Und für so eine kleine Firma (Handwerker) ist der Einsatz des Fahrzeugs eine Existenz-Frage. Geld für ein neues Auto ist auch nicht da.


    Jetzt dürften die ab einer bestimmten Feinstaub-Grenze nicht mehr fahren. Aber die Oldtimer mit entsprechender Zulassung haben eine Extra-Wurst gebraten bekommen und dürfen trotzdem fahren.


    Da würde ich diesen -z.B. selbstständigen- Handwerker verstehen, wenn der sich entrüstet:
    "Was?! Ich darf nicht zu meinen Kunden fahren und verliere wichtige Aufträge?
    Aber der Herr David, mit seinem alten Scheiß-Taunus, der mit seiner (jetzt noch nicht vorhandenen) H-Zulassung sowieso schon weniger Steuern und Versicherung bezahlt, DER darf bei zu hoher Feinstaub-Belastung spazieren fahren?
    Wo sind wir denn?!?"


    Bitte, WENN diese neuen Bestimmungen kommen, wäre es ein bisschen egoistisch, wenn man sich ausgerechnet um den Weiter-Betrieb von Oldtimern sorgen macht.


    Auf die allgemeine Unmuts-Lage mit tausenden Beispielen wollte ich mich jetzt nicht beziehen.
    Wir haben schon ein ziemlich eigenwilliges Hobby. Und wie es aussieht, werden wir wohl mit weiterhin Schwierigkeiten rechnen müssen. Passt mir auch nicht! Aber es gibt Leute mit ganz anderen Sorgen. Und die werden uns wohl den Vogel zeigen... 8o

  • Eigentlich richtig, aber für mopeds gibts diese Extrawurst ja schon. Ist also jetzt schon nicht so dass alle "Stinker" :rolleyes: gleichermassen davon betroffen sind.

  • auf "allgemeine" themen ausdehnen wäre zwar irgendwie schön, aber in diesem falle nicht angebracht. meine meinung.


    was den CDU-granni betrifft, war meine aussage irgendwann schonmal "ersteigern und medienwirksam verbrennen" :-)


    zu extrawurst kann ich nur sagen: hab auch nen handwerkerkumpel mit ner ollen kiste. klar hätte der nen problem, aber: DIESES FAHRZEUG IST PRODUKTIV.


    oldies nicht.


    will sagen: wenn er sich ne neue lastkarre zulegen muss, kann er die kosten dem finanzamt "aufdrücken".


    sowas können oldiefahrer nicht. die dürfen nur kfz-steuer zahlen, dann aber nicht fahren.


    dass es schwarze 07er und H schafe gibt, is klar, aber die stellen ja wohl nicht die mehrheit bzw fallen, was die gefahrenen kilometer betrifft, eher nicht ins gewicht.


    und wenn ich mich so in der stadt umsehe: es fahren VIEL mehr 2räder als irgendwelche altkarren rum. ein auto älter 30 jahre ist die ABSOLUTE ausnahme im strassenbild. und genau die müssen den druck machen!


    jetzt nix gegen die 07er rattenfraktion und so, aber die sollten sich zb bei einer sternfahrt zurückhalten, weil das ja genau die "bösen" sind. das meinte ich mit "nach hinten losgehen".


    meiner meinung nach muss man das ganze zweigeteilt angehen:


    1. BREITE online zusammenarbeit, unterschriften sammeln (es gibt auch die möglichkeit, direkt übers web petitionen einzureichen...), um eine möglichst grosse anzahl von besitzern von 07er, H und sonstigen oldies AUF DEM PAPIER zu sammeln.


    2. diese grosse summe von stimmen dann medienwirksam nach aussen kommunizieren, dabei die "hässlichen entlein" schön versteckt halten.


    meine altkarren sind auch nicht die schönsten, so dass ich mir selbst die frage stellen würde, ob ich fahre, oder nicht...


    unterm strich ist es aber wichtig, dass auf jeden fall möglichst viele bei teil 1 mitmachen, und alle an einem strang ziehen. irgendwelche ablehnungen gegen zb oldtimer-info oder sowas bringen da nix...


    die "besseren" sind grossteils im DEUVET organisiert, aber genau gegen den kanalisiert sich zur zeit der unmut, da er bei den 07ern kläglich versagt hat. die ham wohl nur heisse luft produziert, die den politikern egal war...


    jetzt diskutieren sie da drum, den deuvet zu reformieren und wat nich alles...


    wie auch immer: ich bin der meinung, erstmal leute sammeln. vielleicht mal ne kurze stimmige zusammenfassung schreiben und die dann per mail rundschicken.


    ES GEHT UNS JA NICHT NUR UM KALENDER, NICHT WAHR SE??? ;-) (neckisch)


    tschau, chris

  • EDIT: hatte vorm Abschicken einige der neueren Beiträge gar nicht gesehen. Sorry, dadurch wiederholen sich ein paar Punkte. Sei's drum.



    Gentlemen,


    möchte zunächst vorschlagen, die 07er-Debatte hier und jetzt abzuhaken. Der Fisch ist gegessen.
    Konzentrieren wir uns doch bitte auf die drohenden Fahrverbote wegen der unsäglichen Feinstaub- und NOx- Scharade.


    Habe gestern und heute viel Zeit damit verbracht, über die verschiedenen Aspekte dieser Debatte zu lesen.
    Das hat mich sehr nachdenklich gestimmt.


    Erstens, es scheint überall ähnlich wie hier zu sein: es wird rege diskutiert und nach Möglichkeiten der Einflussnahme gesucht, ABER immer nur von einer kleinen Gruppe des jeweiligen Forums. Die Mehrheit scheint das Problem zu verdrängen und macht weiter wie taunitreiber sagt: Felgen, Vergaser, Getriebe... Die wenigsten scheinen sich zu fragen, ob sich das alles überhaupt noch lohnt. Es liegt mir fern, deshalb irgend jemanden angzugreifen, aber es ist schon entmutigend und macht es schwer, an eine breite Solidarität unter uns Verrückten zu glauben.


    Zweitens, David hat natürlich Recht. Selbst wenn es uns gelänge, in unserer Selbstdarstellung auf dem schmalen Grat zwischen "Rüpeln in ranzigen Stinkern" und "Golfschlägerschwingendem Geldsack" zu wandeln und Sympathien zu sammeln - was nützt es uns? Hermann und Frieda Normalbürger werden sich - im günstigsten Fall - über die vielen Oldtimer freuen und sich vielleicht denken, schade, wenn die verschwinden müssten. Und dann? Werden Hermann und Frieda massenhaft Briefe an ihren Abgeordneten schreiben, oder ihrer Stammpartei mit Liebesentzug drohen? Pah. Noch schlimmer, wenn H. und F. mit ihrem 11 Jahre alten Polo selbst betroffen wären. Dann taucht zwangsläufig die Frage auf: warum soll es "denen" besser gehen als uns? Was antworten wir dann? Ich wüsste es nicht...


    Ich glaube nicht, dass es noch sinnvoll ist, gegen die eigentlichen Fahrverbote angehen zu wollen. Die Städte selbst sind alles andere als begeistert von der Notwendigkeit, solche Maßnahmen zu ergreifen, denn das kostet die richtig Geld und schadet der lokalen Wirtschaft. Sie müssen aber, denn die EU verpflichtet sie zur Einhaltung der (längst beschlossenen) Grenzwerte. Da hätten wir nicht heute nach Berlin, sondern vor Jahren nach Brüssel fahren müssen.


    Das Einzige, was man m.E. noch versuchen kann, ist eine Ausnahmeregelung für Oldtimer zu bewirken. Und, hallo Se, dazu ist Lobbyarbeit vielleicht nicht die schlechteste Möglichkeit. Leider hat sich allerdings auch der DEUVET bisher nur durch Erfolglosigkeit hervorgetan.


    Versteht mich nicht falsch: ich bin nach wie vor dafür, etwas auf die Kette zu bringen. Sternfahrt nach Berlin, Oldieshow / Demo vorm Reichstag etc, bin ich dabei. Ich möchte Euch nur bitten, die o.a. Punkte in Eure Überlegungen einzubeziehen und vielleicht zu prüfen, ob Ihr zu den gleichen Schlüssen kommt.


    Nachtrag: Die Medien für eine - wie auch immer geartete - Aktion zu begeistern, stell ich mir nicht so schwer vor. Das Fernsehen ist doch in letzter Zeit absolut geil auf Autothemen, die wären bestimmt dabei...


    Gruß
    Benno (nachdenklich)

  • Mein Senf:
    Natürlich betrifft mich die 07er und auch das Fahrverbot.
    ABER: mit meinem silberling habe ich letztes Jahr keine 1000 Km zurückgelegt, das Jahr davor keine 1500.
    Damit wären die Fahrverbote für mich zwar ärgerlich aber nicht mein Hauptproblem.
    Mein Hauptproblem wären die zwei Alltagsautos die wir besitzen.
    Beide mit Euro 1-G-Kat (der Umwelt zuliebe!), beide Bj. 90, einer von beiden wäre auf Euro 2 zu bringen.
    ABER: Euro 2 soll ja auch eingeschränkt werden.
    Und sowohl ich als auch mein Freundin können nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln zur Arbeit fahren.
    Ich habe wechselnde Arbeitszeiten, meine Firma liegt im Industriegebiet. Wenn ich z.B. um 2.00 Uhr morgens anfangen muss fährt da noch lange kein Bus. Und wenn ich andererseits mal erst um 23.00 Uhr feierabend habe ist der letzte Bus schon lange weg.
    Meine Freundin arbeitet an wechselnden Standorten. Mehrere Tage die Woche auch vormittags woanders als nachmittags.
    Der Staat fordert von uns das wir in der heutigen Zeit flexibel sein sollen was die Arbeit betrifft. O.K., wir sind beide flexibel, haben uns auf die Anforderungen eingestellt.
    Jetzt denkt irgendsoein bekloppter Politiker (oder wird mittels Geld von der Automobilindustrie zu dem Gedankengang angeregt):"Wenn ich jetzt unter dem Deckmantel des Umweltschutzes alten Autos ein Fahrverbot erteile werden mehr Leute ein neues Auto kaufen und damit die Wirtschaft ankurbeln."
    NUR: Selbst wenn ich wollte, ich KANN mir gar KEIN neues Auto kaufen weil mir schlicht und ergreifend das Geld dafür fehlt. Und damit bin ich sicherlich nicht der einzige in diesem Land. Auch eine Finanzierung könnte ich mir nicht leisten, zumal ich sie überhaupt nicht angeboten bekommen würde.


    Aber vieleicht sollte ich es ja so machen wie es mir der Polizist am Donnerstag empfohlen hat als ich in zweiter Reihe stand um abzuladen. Der wollte mir erzählen das ich genausogut arbeitslos sein könnte. Denn was würde es mir doch nützen wenn ich arbeiten gehe aber jeden Tag Knöllchen für Behinderung des fliessenden Verkehrs (ich habe weder wen behindert noch floss da wirklich Verkehr!) zahlen müsste.
    Super hab ich gedacht, einerseits erzählt Dir der Staat das Du arbeiten gehen sollst, egal als was und zu welchen Konditionen (und nur um überhaupt zu arbeiten mache ich ja diesen Job), andererseits erzählen Dir sogenannte Staatsdiener das Du besser mit Deinem Arsch zu Hause bleibst und Dich dafür vom Staat bezahlen lässt.....


    Auch ich schweife gerade ab :rolleyes:
    Was ich eigentlich sagen wollte: SCHEISS STAAT!


    Und irgendwie wusste ich vorher schon das eine große Koalition nur noch schlimmer sein kann als SPD oder CDU als alleiniger Wahlgewinner.....
    Bestes Beispiel: Mehrwertsteuererhöhung:
    Die SPD hat gesagt mit Ihr gibt es keine Mehrwertsteuererhöhung
    Die CDU hat gesagt: Mehrwertsteuererhöhung auf 18%
    Ergebniss der großen Koalition: 19% - also mehr als es die Parteien einzeln vorgehabt haben.
    Für das jetzt vorhandene Ergebnis bin ich jedenfalls nicht wählen gegangen. Hätte ich das gewusst hätt ich es mir auch schenken können. Und vertreten fühle ich mich von den Volksvertretern schon lange nicht mehr.


    So, nu hab ich mich wirklich genug aufgeregt, wollte ja eigentlich bewusst nix zu dem Thema schreiben....

  • Nachtrag zum Thema Brüssel und EU:
    Was machen denn die anderen EU-Länder ?
    Kann sich jemand Frankreich, Italien oder Griechenland mit einem Faherverbot für Altautos vorstellen ?
    ICH NICHT!

  • In italien sind GANZE LANDSTRICHE (SIEHE HIER ) für stinker gesperrt worden... noch fragen?


    vielleicht als kleines gegenargument, warum wir ne extrawurst für oldies (07 UND H) brauchen:


    IRGENDEINE D3 schaffende gurke gibts für rund 500 euro.
    wer also MOBILITÄT sichern muss, kann mit kosten in dem bereich erstmal ein paar jahre über die runden kommen...


    einen oldie kann man noch nichtmal mit quasi unbegrenzten mitteln in so ne schadstoffklasse bekommen. und da ist das problem: wir WÜRDEN ja unser hobby aufrüsten, wenn wir denn KÖNNTEN...

  • Ja aber glaubst Du wirklich das das in Italien auch so eingehalten wird ?
    Als ob da jeder Bauer seinen alten 500er Fiat jetzt (nach 20-30 Jahren) wegen irgendwelcher Bestimmungen verschrottet und sich einen neuen Wagen kauft.
    Ach so: Und wo bekommt man ein D3-Auto für 500 Euro ?
    Abgesehen davon haben meine beiden Alltagsautos weniger als 500 gekostet, also jeweils einzeln gesehen.

  • Hat jemand eine Statistik darüber, wie oft beispielsweise 2005 die Feinstaubbelastung so hoch war, daß es zu einem Fahrverbot käme? Mit verschiedenen Städten als Beispiele?


    P.S.: Michael: Ich hätte jetzt zu gern was dazu geschrieben: "Meine Freundin arbeitet an wechselnden Standorten. Mehrere Tage die Woche auch vormittags woanders als nachmittags." :O
    Aber dafür is das Thema zu ernst umd wichtig.

  • Ich hätte auch schreiben können das sie in verschiedenen Filialen tätig ist, hört sich dann aber an als würde sie bei Aldi an der Kasse sitzen (nichts gegen Aldi-Kassiererinnen....)

  • Zitat

    Original von Michael - member05 -
    Ja aber glaubst Du wirklich das das in Italien auch so eingehalten wird ?
    Als ob da jeder Bauer seinen alten 500er Fiat jetzt (nach 20-30 Jahren) wegen irgendwelcher Bestimmungen verschrottet und sich einen neuen Wagen kauft.
    Ach so: Und wo bekommt man ein D3-Auto für 500 Euro ?
    Abgesehen davon haben meine beiden Alltagsautos weniger als 500 gekostet, also jeweils einzeln gesehen.


    1. sind die spaghettis knallhart, da filzen dich die finanzer auch schonmal wenn du ausser kneipe kommst, ob du ne ordentliche rechnung vom wirt bekommen hast (damit der keine schwarzumsätze machen kann)


    2. kadettE 1,4i (400 eus?) plus nen kaltlaufregler für nen hunni. sollte in dem bereich zu kriegen sein (und ist kurz darauf wahrscheinlich durchgegammelt)


    Nick: das geht jetzt wieder in die smog-richtung, is aber die falsche schiene.


    es gibt grenzwerte. diese dürfen an maximal X (30 oder so) tagen im jahr überschritten werden. diese x tage sind oft schon im märz erreicht...


    also müssen die städte sorge dafür tragen, im nächsten jahr an nicht so vielen tagen zu überschreiten. das machen sie über die luftreinhaltepläne, wo dann VORSORGLICH gesperrt, nass gekehrt wird oder sonstwas.


    im übrigen, es gibt jede menge an statistiken und sonstigem drögen scheiss, aber DAS LIEST DOCH KEINER.


    es werden ja wohl noch nichtmal alle links innerhalb dieses threads angeklickt, geschweige denn dort mal die wiederum aufgeführten links gelesen...

  • Nick: habe mir das für Düsseldorf und Freiburg angesehen. Riesen Haufen Material, hab die genauen Zahlen jetzt nicht mehr im Sinn. Gab jedenfalls in beiden Fällen dramatisch mehr als die erlaubten 30 Tage. Sogar in Düsseldorf, was geographisch (wg. Luftaustausch und so) eher günstig liegt.


    Das Witzige ist, dass es in beiden Städten jeweils nur 2 Punkte gibt, wo es auf ein paar hundert Metern wegen Bebauung, Verkehrsaufkommen etc. kriminell wird. Düsseldorf hält sich noch halbwegs zurück, während Freiburg gleich komplett dicht gemacht wird.


    Gruß Benno
    (dem vor Zahlen noch immer der Kopf schwirrt)

  • ok, denn bläh ich den thread mal nochn bisschen auf.


    aber so könnte eine argumentationskette aussehen.
    ich habs auch nicht wortwörtlich gelesen, aber der verfasser bringt es in meinen augen ganz gut auf den punkt, worum es bei oldies geht, und hat auch ein paar interessante ansätze.


    BITTESEHR (geklaut bei oldtimerinfo.de):


    Technisches Kulturgut
    Ein Plädoyer


    Fast jeder Oldtimerclub schreibt es sich auf die Fahne, den Schutz des „technischen Kulturgutes“, womit letztlich unsere Oldtimer gemeint sind. Doch darf man es sich wirklich so einfach machen?
    (pdg) – Angeregt durch ein Gespräch mit einem Bekannten, der auch gleichzeitig Mitglied der „Historischen Kommission“ der FIVA ist, möchte ich mich einmal näher mit den Thema und dem Begriff „Technisches Kulturgut“ auseinandersetzen. Was mir da mein Bekannter von der letzten Sitzung der FIVA-Kommission in Paris berichtete, ließ mich zunächst einmal erschreckt aufhorchen, kam mir doch unweigerlich der Gedanke „Na, wie lange werden wir unsere Oldtimer noch auf der Strasse bewegen können?“ Jetzt höre ich schon das „Ach, der alte Argwöhner“ – Allerdings hätte ich mir früher auch nicht denken können, dass ich heute einmal fleißig meinen Müll trenne, mein Altpapier samstags ordentlich zur Sammelstelle bringe und lieber Joghurt in Pfandgläsern als in Kunststoffbechern kaufe. Wer hat mich dahin gebracht? Es ist meine fünfjährige Tochter, die im Kindergarten ‚Umwelterziehung’ genießt und mir diese Dinge nicht nur erklärt, sondern auch strikt über deren Einhaltung wacht. Spätestens jetzt ist mir klar, dass hier in Sachen Umwelt eine gänzlich andere Generation herangewachsen ist. Heute lachen wir noch über Feinstaub- Emmissonswerte und all die anderen Gruselworte und haben immer den Satz im Kopf „Na, so schlimm wird es wohl nicht kommen…“ Nein, so schlimm wird es auch nicht kommen, wenn wir jetzt die Bremse ziehen und uns ernsthaft Gedanken zur Stellung unserer Oldtimer innerhalb dieses komplexen Themas machen. Gibt es nicht so etwas wie Besitzstandswahrung und hat man nicht sogar den Begriff „Kfz-technisches Kulturgut“ eingeführt und sogar in Paragraphen gefasst. Also alles ganz einfach: Laut § 21c der Straßenverkehrs-Zulassungsordnung (StVZO) und der „Richtlinie für die Begutachtung von Oldtimer-Fahrzeugen“ muss der Fahrzeughalter nur TÜV-Expertise einholen und damit ist sein Oldtimer als „KFZ- technisches Kulturgut“ anerkannt. Doch ich muss leider sagen, dass ich allmählich unseren Paragraphen nicht mehr traue und so möchte ich von einer ganz anderen Seite an dieses für uns so wichtige Thema herangehen.
    Wenn ich all das – Entschuldigung: Geschwafel – der Oldtimerclubs über Bord werfe, bleibt eine Auslegung übrig, nämlich einmal die Definition, die das Hessische Amt für Denkmalschutz gibt, nämlich „Ein Kulturdenkmal ist eine Sache, an deren Erhaltung aus wissenschaftlichen, künstlerischen oder heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse besteht. Die Eigentümer und Besitzer haben die Kulturdenkmäler im Rahmen des Zumutbaren zu erhalten und pfleglich zu behandeln.“ und andererseits die universitäre Definition (da wir ja unsere Oldtimer nicht als Denkmal sehen wollen), nämlich „’Kulturgüter’ oder ‚Kulturgut’ können sowohl Bestände von Bibliotheken, Archiven und Museen sein als auch Gebäude (Baudenkmäler wie Kirchen, Klöster, Schlösser). Kulturgüter stammen häufig aus der Hochkultur, sie können aber auch zur Volkskultur oder der Alltagskultur gehören.“ Es gibt sogar Fachbereiche an deutschen Universitäten, die sich mit diesem Thema beschäftigen. An der Fachhochschule für Technik und Wirtschaft in Berlin gibt es im Fachbereich Ingenieurwissenschaften einen eigenen Zweig, der sich nur dem Thema „Technisches Kulturgut“ widmet mit dem Ziel, Objekte als historisch komplexe Sachzeugen der Geschichte in ihrem im Laufe der Herstellung und Nutzung entstandenen Zustand für die Nachwelt zu erhalten und dem interessierten Publikum zu präsentieren. Das dritte Semester zum Beispiel beschäftigt sich zur Zeit ganz praktisch mit der Konservierung und Restaurierung eines Gutbrod Atlas 800. Interessant ist auch das Credo, das sich dieser Fachbereich gegeben hat, nämlich – auch wenn es sich etwas gespreizt anhört –: „Die Lehre vom Umgang mit der Hinterlassenschaft der Arbeitswelt und des Alltags der vergangenen 200 Jahre“.
    Wir sehen also, das technische Kulturgut ist ein weites Gebiet, das die Produkte und Produktionsmittel der Technik umfasst und insofern von den Dingen des täglichen Lebens bis zu Industrieanlagen und dem Straßenbau, der die Architektur unserer Landschaften grundlegend verändert hat, reicht. Wenn wir die vergangenen 200 Jahre sehen, dann ist des Automobil seit 120 Jahren so stark an der technischen Entwicklungsgeschichte beteiligt wie kaum ein anderes Produkt. Was uns jedoch fehlt, ist ein allgemeines Bewusstsein für den Wert dieses Kulturguts als dingliches Zeugnis der Vergangenheit, an dem sich viel über Arbeitsprozesse, Nutzung von Dingen und Lebensbedingungen ablesen lässt. Ja, ich gehe einfach soweit zu behaupten, Ethik, Kultur-, Material-, Ingenieur- und Naturwissenschaft wurden vom Automobil entscheidend mitbestimmt. Das heutige Aussehen von Städten und Landschaften der Industrienationen sowie die Gestaltung der individuellen Umgebung beruhen zu einem großen Teil auf den kulturhistorischen Entwicklungen der vergangenen 200 Jahre. Vielen Menschen ist diese Formung ihrer Umgebung durch eine Industriekultur, die nun der Vergangenheit angehört, wenig bewusst. Und doch sind ihre kulturelle Identität, ihre gegenwärtige Lebenssituation genauso wie ihre Träume und Sehnsüchte eng mit dem Automobil verbunden. Als weiteres Beispiel möchte ich hier nur die Erschließung des Individualtourismus nach dem Krieg anführen. Insofern ist es von großer Bedeutung, einen Teil der Hinterlassenschaften des automobilen Industriezeitalters als historische Zeugnisse des 19. und 20. Jahrhunderts zu erhalten.
    Der Verlust der wesentlichen Zeugnisse dieser nahen Vergangenheit hinterlässt im Kleinen wie im Grossen, im Privaten wie im Gesamtgesellschaftlichen eine Leere. Nur vor dem Hintergrund einer in der Breite der Gesellschaft verankerten Balance zwischen Vorwärtsstreben und Rückbesinnung kann ein Klima der Innovation und des wirtschaftlichen Aufschwungs entstehen. Und auf diesem Augenmerk sollte zu einem erheblichen Teil unser Hobby liegen. Oldtimer werden in Museen als Objekte und Belegstücke der Errungenschaften und der Meisterleistungen der Ingenieurkunst des 19. und 20. Jahrhunderts gesammelt oder aber von Interessierten, die sich für historische Lösungsansätze technischer Problemstellungen interessierten, dokumentiert. Aber um das Automobil als historisch komplexe Sachzeugen der Geschichte zu präsentieren, müssen diese Zeitzeugen auch für ein interessiertes Publikum auf der Strasse – dem Ort, für den Sie geschaffen wurden – präsent sein. Leider hat allem Anschein nach unsere Politik das nur wenig begriffen, denn sonst müssten die Anliegen von uns Oldtimerfahrern – und jetzt werde ich etwas ketzerisch – nicht beim Verkehrsministerium, sondern bei den Kulturverantwortlichen aufgehängt sein.
    Am 29. Januar erhält Carl Benz das Patent mit der Nr. 37435 auf das erste Automobil. Auf der Ringstraße in Mannheim fährt Carl Benz am 3. Juli zum ersten Mal mit seinem „pferdelosen Wagen“ außerhalb des Fabrikgeländes, also 120 Jahre Technikgeschichte, die die Welt veränderte und die es auch als ein Stück „Geschichte der Technik“ zu bewahren und durch unser Oldtimer lebendig zu präsentieren gilt. Bei der Verwendung dieses Begriffes sollte man sich auch nicht scheuen und die entsprechende Argumentation parat haben. Die Erhaltung von technischen Kulturgütern ist eine große Herausforderung für Museen und private Sammler, wie wir es vielleicht sind. Als Wichtigstes ist hier ist ein „demokratischer“, nicht „aristokratischer“ Zugang zum Thema gefragt. Lokomotiven, Uhren, Automobile oder Bankomaten erschließen sich nicht nur über ihre Ästhetik und Einzigartigkeit, sondern auch über ihre Funktionalität und industrielle Fertigung. Neben der Darstellung der mechanischen Entwicklung taugt kaum ein Objekt so konsequent wie das Automobil, die Entwicklung von modernen Materialien wie Lacken, Farben, Kautschuk und Kunststoffen aufzuzeigen. Und da man ja von anderen lernen kann, möchte ich hier ein in meinen Augen besonders positives Beispiel eines anderen Clubs darstellen.
    Historischen Fernverkehr gibt es auch heute noch zum Anfassen, beispielsweise bei der alle zwei Jahre stattfindenden Deutschlandfahrt für historische Nutzfahrzeuge. Weil alte Nutzfahrzeuge auch als technisches Kulturgut gesehen werden, planen die Organisatoren unter dem Motto „Technik trifft Kultur – eine Tour zu historisch bedeutsamen Orten hierzulande“ den Besuch von Stätten, die von der Unesco zum Weltkulturerbe ernannt wurden. Mehr als dreißig Orte sind auf dieser Liste: der römische Limes, der Aachener Dom, der Dom zu Speyer, die Würzburger Residenz, die Wallfahrtskirche „Die Wies“ in Oberbayern, die Schlösser Augustusburg und Falkenlust in Brühl bei Bonn, der Dom und die Michaeliskirche zu Hildesheim, römische Baudenkmäler, Dom und Liebfrauenkirche in Trier, die Hansestadt Lübeck, die Schlösser und Parks von Sanssouci, die Benediktiner-Abtei Lorsch mit dem Kloster Altenmünster, die Altstadt von Goslar nebst dem Bergwerk Rammelsberg, die Altstadt von Bamberg, das Kloster Maulbronn, in Quedlinburg die Stiftskirche, das Schloss und die Altstadt, die Völklinger Eisenhütte, die Fossilienlagerstätte Grube Messel bei Darmstadt, der Kölner Dom, die Bauhausstätten in Weimar und Dessau, die Luthergedenkstätten in Eisleben und Wittenberg, das klassische Weimar, die Wartburg, die Berliner Museumsinsel, das Gartenreich zu Dessau-Wörlitz, die Klosterinsel Reichenau am Bodensee, die Zeche Zollverein in Essen, die Altstädte von Stralsund und Wismar, das obere Mittelrheintal, das Elbtal bei Dresden, Rathaus und Roland zu Bremen sowie den Muskauer Park.
    Vielleicht müssen solche Aktionen auch nur mehr in die Öffentlichkeit gerückt werden, um auch unseren Politikern klar zu machen, was der Begriff „technisches Kulturgut“ bedeutet und dass es nicht darum geht, ein paar Oldtimer möglichst steuerbefreit fahren können, sondern dass die Aufwendungen eines jeden einzelnen Oldtimerbesitzers dazu beiträgt, Geschichte zu bewahren.


    Emozzione

  • Also einen E-Kadett zähl ich jetzt nicht wirklich in den Bereich Auto...
    Ausserdem hab ich nix gewonnen wenn ich mir alle 6 Monate einen anderen kaufen muss.
    Was mich jedoch interessieren würde warum der 1.4er D3 erreicht und alle anderen nur Euro 2.
    Ist ja das gleiche bei meinem Scorpio, der KLR würde ihn auf Euro 2 bringen.
    Davon ab ist der Kadett auch zu klein, habe ja nicht umsonst einen Scorpio angeschafft. Wir haben halt eine große Familie (eigentlich brauchte ich einen 12sitzer Transit 8o).

  • was zahl ich an strafe wenn ich erwischt werde? hab ich ne rechtsschutz? scheisse, nein. fuck. ich reg mich grad auf.


    und ja, wir können die emailfunktion auch für soetwas nutzen. aber nur in begrenztem maße. dürfte klar sein. soll ja nicht in spam ausarten.


    des weiteren: ich bin der meinung, dass all die hübschen unterschriftenaktionen rein GAR NIX bringen werden. solange wir nicht 100.000 oder mehr bekommen interessiert das da oben eh keinen. sind keine wichtigen wählerstimmen.


    ich geh kurven fliegen üben... :rolleyes:


    ale macht geht vom volke aus. ha!!! wo denn???

  • Interessieren würde mich mal wie das mit ausländischen Fahrzeugen ist ...
    Wenn die Fahrverbote gelten, werden dann auch Fahrzeuge aus, beispielsweise, Osteuropa angehalten und zum stehenbleiben verdonnert ?
    Ich hab da nämlich gerade 'ne Idee ...

  • Michael: klar ist nen ekadett ne dreckskarre, aber er ermöglicht mobilität (für familien dann als kombi, bisschen teurer...). und nur darum geht es, wenn man über existenzielles philosophiert.


    du möchtest jetzt schon wieder auf den "luxus" einer coolen kiste, die gleichzeitig deine mobilität sichert, hinaus.


    solche argumente werden uns aber nichts nützen, wenn wir sie so aussprechen. genau das ist meiner meinung nach das mögliche eigentor.


    die argumentation muss sein: oldies kriegen freie fahrt, weil sie 1. nicht nachrüstbar sind 2. wenig bewegt werden und 3. historisches kulturgut darstellen, welches beim rumstehen kaputt geht.


    (und ein schöner golf 1 IST ein oldie. in 10 jahren wird auch ein golf 2 selten sein)


    was dann jeder hinterher mit den ausnahmeregelungen anfängt, ist doch egal...


    was euro2 oder d3 betrifft, liegt auf der hand: die, die d3 schaffen, liegen ohne klr schon näher dran...
    es gibt ja auch neuere nachrüst-kats, elektronische extrasysteme und son krams, um in ne bessere klasse zu kommen.


    der ekadett meiner freundin hat zb ab werk so nen aktivkohlefilter für die benzindämpfe ausm tank. hat bestimmt auch was mit der schadstoffklasse zu tun...

  • Zitat

    Original von taunitreiber
    Technisches Kulturgut
    Ein Plädoyer ff...

    finde ich nicht schlecht, aber doch reichlich überzogen.


    vielleicht stell ich mich jetzt hunde-dämlich an, aber so richtig Freude hätte ich nicht daran, streng reglementierte Ausfahrten zum Schloss X zu machen oder halt nur streng nachweislich nur zu Oldie-Treffen fahren zu dürfen.


    Der Griff nach dem Strohhalm, mein Auto nur bewegen zu dürfen unter dem Deckmantel "Kulturgut"


    HORROR!! 8o


    der -wieder mal- nicht eingeloggte David

  • Zitat

    Original von Se
    solange wir nicht 100.000 oder mehr bekommen interessiert das da oben eh keinen. sind keine wichtigen wählerstimmen.


    klar, wenn mans gar nicht erst versuchen mag.


    wie gesagt, 100.000 h-kennz, 40.000 07er, jede menge normal angemeldete "schätzchen".


    das web KÖNNTE ein schöner multiplikator sein, wenn jeder, der einen kennt, der wieder einen kennt usw...


    es dürfen ja nicht nur leute unterschreiben, die nen oldie haben, is doch logisch, oder???


    unterschriftsreifes pdf kreieren, an gott und die welt damit, als brief an ne zentrale stelle schicken lassen und dann kübelweise nach berlin karren.


    da kann man bestimmt was medienwirksames draus machen...

  • Zitat

    Original von taunitreiber
    du möchtest jetzt schon wieder auf den "luxus" einer coolen kiste, die gleichzeitig deine mobilität sichert, hinaus.

    Der Scorpio ist nicht cool sondern zweckmässig....

  • Brief-Protest


    was die Oldtimer-Fahrer (organisiert oder Loneley Wolfs) auch machen könnten:


    an die entscheidenden Politiker einen Brief mit ihren Sorgen schreiben.
    -unpolitisch
    -sachlich
    -freundlich
    -bewusst besorgt
    -keine Phrasen-Drescherei
    -kein Musterbrief; jeder in seiner eigenen Schreibe


    dann noch ein paar Seiten mit Bildern vom Fahrzeug und Arbeits-Bilder, die belegen, dass man sehr viel Mühe und Zeit in sein Schätzchen gesteckt hat.
    Und eine Aufstellung der Kosten, die damit verbunden waren.


    Auf jeden Fall genügend Papier, welches einen DIN A4-Umschlag rechtfertig und als Post-Eingang in deren Geschäftsstellen schon mal mehr Eindruck als ´ne Postkarte macht.


    Macht pro Brief 1,44 Porto, was bei weitem nicht so viel kostet wie das Sprit-Geld nach Berlin.


    Das müsste in der Oldie-Scene publik gemacht werden.


    Übrigens sind nicht nur die Politiker in Berlin die wichtigen Adressaten, sondern auch die jeweiligen Kommunal-Politiker, denn deren Abstimmungen in den Länder-Parlamenten beeinflusst ja bekanntlich die Bundesrats-Abstimmungen. Und ohne Zustimmung des Bundesrates sind die Beschlüsse des Bundestages ja nicht verabschiedungsreif.

  • Zitat

    Original von Michael - member05 -

    Der Scorpio ist nicht cool sondern zweckmässig....


    wie auch immer, aber er ist dir offensichtlich lieber, als ein D3-auto (welches mobilität aber auch erfüllen könnte).


    wir schweifen ab, das sind doch nebensächlichkeiten.


    David:


    ich glaube, DIESE sache muss aus irgendwelchen gründen gar nicht durch den bundesrat... evtl. weil damit nur eu-richtlinien umgesetzt werden (gegen die ein bundesrat auch kein veto einlegen könnte).


    im übrigen: eine unterschrift auf einer vorlage sollt doch in unserem bürokratenstaat genausoviel wert sein, wie ein liebevoll gemachter aufsatz, der auch nur 1x unterschrieben ist.


    die meisten ham kein bock, sich was ausn fingern zu saugen, einfach nur unterschreiben is besser...

  • Zitat

    Original von taunitreiber
    ich glaube, DIESE sache muss aus irgendwelchen gründen gar nicht durch den bundesrat... evtl. weil damit nur eu-richtlinien umgesetzt werden (gegen die ein bundesrat auch kein veto einlegen könnte).


    im übrigen: eine unterschrift auf einer vorlage sollt doch in unserem bürokratenstaat genausoviel wert sein, wie ein liebevoll gemachter aufsatz, der auch nur 1x unterschrieben ist.


    die meisten ham kein bock, sich was ausn fingern zu saugen, einfach nur unterschreiben is besser...

    möglicherweise hast du mit der Kompetenz des Bundesrates sogar Recht.
    Aber wo kommen denn EU-Politiker her? Die saßen, sitzen noch oder werden auch in Länder-Parlamenten sitzen und unweigerlich mit EU-Abgeordneten zu tun haben. Ich glaube nicht, dass EU-Abgeordnete autonom ohne Absprachen aus ihren Heimat-Ländern in Brüssel machen und abstimmen können, wie sie persönlich wollen.


    Sowohl ´ne einzelne Demo mit Transparenten wie auch einzelne Unterschriften-Listen machen -wenn überhaupt- meiner Meinung nach nicht so viel Eindruck wie eine Masse an Briefen. Jeder einzelne Brief zeugt nämlich von der Mühe und Ernsthaftigkeit, die ein Protestierer beweist.


    Problematisch hierbei ist, wie du schon befürchtest, dass viele keinen Bock haben, sich was aus den Fingern zu saugen.


    Besser wäre das aber!
    Wenn in jedem Bundesland
    a) jeder Minister bzw. Senator und
    b) jeder Landes-Parlamentarier
    von möglichst vielen Interessen-Vertretern wie uns und allen Oldie-Fahrern und -Symphatisanten massive Brief-Sendungen wie oben beschrieben bekommen würden, macht das wesentlich mehr Eindruck!


    Bleibt natürlich jedem überlassen, für wieviel Brief-Sendungen er wieviel Porto bereit ist zu zahlen.
    Aber:
    je mehr die davon kriegen -am besten als Einschreiben mit Rückschein! :O - um so mehr nehmen die das ernst!
    Und die Briefe müssen die öffnen! Sie wissen ja vorher nicht, was in dem Brief drin ist. Die Gefahr, das da irgend was anderes wichtiges übersehen werden könnte, ist für die einfach zu groß.


    Ein Brief mit ´ner Unterschriften-Liste ist da schneller vergessen. Glaub mir.


    Je mehr von denen mit möglichst viel Material zugeschissen werden, um so mehr müssen die sich damit befassen. Und das macht mehr Eindruck.


    Wenn da keiner Bock drauf hat, passiert auch nichts!
    Und wenn dann jeder noch ein Duplikat an die Lokalzeitungen schickt mit einem Verteiler als Hinweis, welche wichtigen Leute diesen Brief noch bekommen haben, macht das auch bei der Presse Eindruck!


    Nur: die Masse muss stimmen!


    Vielleicht kann man sogar die einzelnen Partei-Ortsvereine nerven...


    Wenn 100 000 die Schnauze halten oder nur mal kurz Pieps sagen und dann wieder enttäuscht in der Versenkung verschwinden, wird auch keiner an sie denken! Dann kann natürlich auch keine Masse Eindruck machen!


    Weißt du, wie intensiv in den 70ern und 80ern gegen Atomkraft demonstriert wurde? Ohne die vielen Menschen, die NACHHALTIG auf ihr Problem aufmerksam gemacht haben, hätten wir heute alle 50km ein Atomkraftwerk stehen! (Kein Witz! Das soll wirklich mal so geplant gewesen sein!)


    Da muss von möglichst vielen Nachhaltigkeit bewiesen werden. Und genau an den beiden Punkten harperts wohl leider: VIELE müssen NACHHALTIG nerven! Sonst nimmt das niemand ernst.


    Trotzdem würde ich zusätzlich meine Unterschrift auf ´ne Liste setzen und auch gern nach Berlin fahren! Das unterstreicht das ganze dann noch!

  • Hi,


    aus oltimer-info:
    Pressemitteilung


    oder hier zu lesen:


    www.oldtimer-info.de
    Wittener Straße 105
    44575 Castrop-Rauxel
    Tel. (02305) 29 011
    Fax (02305) 4 26 02


    Februar 2006


    Harte Zeiten für Youngtimer-Fahrer


    Bundesrat erhöht Altersgrenze für 07er Kennzeichen von 20 auf 30 Jahre!
    Castrop-Rauxel. Für Zehntausende von Oldie-Fahrern kommt die Nachricht wie
    ein Schock: Mit Beginn des nächsten Jahres wird ihren Autos per behördlicher
    Verordnung der Oldtimer-Status entzogen, was im Einzelfall zu erheblichen
    Nutzungseinschränkungen und massivem Anstieg der Betriebskosten führen
    kann. Hintergrund ist die am 10. Februar vom Bundesrat beschlossene
    Fahrzeugzulassungs-Verordnung (FZV), die in §2 Nr. 22 einen Oldtimer generell
    als ein Auto definiert, das mindestens 30 Jahre alt ist. Alle jüngeren Fahrzeuge
    haben somit nach Inkrafttreten der Verordnung am 1. Februar 2007 keinerlei
    Möglichkeit mehr, von den zulassungs- und steuerrechtlichen Vorteilen eines
    Oldtimers zu profitieren; selbst liebevoll gepflegte Autos zwischen 20 und 30
    Jahren werden mit abgenutzten Gebrauchtwagen in einen Topf geworfen.
    Besonders hart getroffen sind laut Angaben des Internetportals www.oldtimerinfo.
    de Autofans, die gleich mehrere Fahrzeuge dieser Altersklasse zu
    vertretbaren Kosten in den Status des historischen Kennzeichens herüberretten
    wollten. Sie hatten seit einigen Jahren über ein sogenanntes rotes 07er-
    Wechselkennzeichen die Möglichkeit, mehrere Fahrzeuge ab einem Alter von 20
    Jahren zu besonderen Anlässen wie Clubtreffen, Oldtimerveranstaltungen oder
    Probefahrten zu bewegen. Dieses Sammelkennzeichen galt dabei jeweils für das
    Fahrzeug, an dem es angebracht war. Die Präsentation automobilen Kulturgutes
    wurde vom Gesetzgeber mit einem günstigen, hubraumunabhängigen
    Pauschalsteuersatz von EUR 191,00 pro Jahr belohnt. Darüber hinaus boten
    viele Versicherungen für diese „Wenigfahrer“ günstige Tarife an. Bei Erreichen
    der 30-Jahres-Grenze hatte der Halter dann die Möglichkeit, für jedes einzelne
    Auto ein sogenanntes H-Kennzeichen zu beantragen, mit dem sein Wagen zum
    gleichen Steuersatz nun auch im Alltag bewegt werden durfte.
    Mit diesen Möglichkeiten ist im nächsten Jahr Schluß. Der größte Teil der 07er
    Nummern wurde jeweils befristet auf ein Jahr erteilt und kann schon wegen der
    geänderten Gesetzeslage nicht verlängert werden. Und egal welche Alternative
    man künftig bei der Zulassungsform wählt, sie geht richtig ins Geld: Die reguläre
    Zulassung ist für die meist kat-losen Autos mit abenteuerlich hohen Steuersätzen
    verbunden, großvolumige Exemplare müssen gar mit Steuerbescheiden von
    2.000 Euro und mehr pro Jahr rechnen! Summen, die den Betrieb mehrerer
    Fahrzeuge für den Normalverdiener (und der stellt in der Oldie-Szene die
    Mehrheit) schlichtweg unmöglich machen.
    Die weiteren Alternativen heißen Saison-Zulassung (nur für einige Monate) oder
    einmotten, was aber unweigerlich mit teuer zu reparierenden Standschäden an
    der Technik verbunden ist. Viele Oldtimerfahrer sind daher gezwungen die große
    Lösung zu wählen: Sie müssen ihr(e) Auto(s) verkaufen oder verschrotten. Damit
    erreicht der Gesetzgeber genau das Gegenteil von dem was ursprünglich
    geplant war.
    Einziger Lichtblick: Obwohl primär für die Interessen der Gewerbetreibenden
    verantwortlich hat sich aufgrund der zugespitzten Situation der Bundesverband
    der Oldtimer-Fachbetriebe (BVOF) in dieser Angelegenheit eingeschaltet. Mithilfe
    belegbarer Daten will er das ganze wirtschaftliche Ausmaß der Bundesrats-
    Entscheidung aufzeigen und Bundesverkehrsminister Tiefensee auffordern, die
    erforderliche Gegenzeichnung der Verordnung zu verweigern.
    Bei weiteren Fragen wenden Sie sich bitte an:
    Herrn Frank Wilke (Tel. 02305/92151-16 oder eMail: [email protected])

  • das was der Gesetztgeber schon immer wollte !!!!
    Die Altfahrzeuge machen keinen Umsatz beim Neuwagenkauf sondern verhindern diesen !
    Drei Kennzeichen müssen zur Zeit verwaltet werden
    H o7 und " normal " mehr Arbeit kostet also mehr Geld.
    Viele der Altfahrzeuge werden dann unverschämter Weise selbst gewartet und gepflegt , wieder kein
    Geld in der Industrie/ Staatskasse . Dann brauchen Luxusfahrzeuge von vor 30 Jahren mit 6 oder Achtzylindern auch noch weniger Sprit als sonne Tupperdose weil Sie auf Kat und bestimmt 600 Kilo Mehrgewicht für elektrischen Firefanz verzichten.


    Um Schadstoffe , Emissionen oder den ganzen Kram geht es doch gar nicht, überlegt mal welche Mengen an Schadstoffen bei der Produktion eines Tupperautos in Die Luft gebalsen werden und bei dessen Recycling 5 Jahre später denn konzipiert ist der Mist ja für 3 Jahre Leasing, 2 Jahre Grauchtwagen--- Schrott !
    Der Staat die ( EU ) hat jetzt den Weg gefunden die Nutzung von Altfahrzeugen nicht zu verbieten aber eben unmöglich zu machen.
    Um eine Lösung für uns kleine Schaar gehts dabei nicht, die die EU hat ihr Problem mit uns gelöst. Für die Umwelt wäre es sinnvoll gewesen aus Umwelttechnischen Gründen ( die ja nur als Deckmantel für das Indirekte FahrVerbot vorgeschoben wurden ) die Fahrzeuge kleiner Euro 2 einfach den Einbau einer Füssiggasanlage zur Auflage machen. Die sonst auftretenden Schadstoffe gibt es dann nämlich nicht mehr und es werden sogar Recourcen geschont sowie der eigene Geldbeutel aber wie gesagt darum geht es den Herrschaften nicht. Wir sollen gefälligst alle einen Einheitssmart kaufen und Steuern dafür zahlen als wärs
    ein 500 SL darum gehts !
    Ich hab den Deuvt angetextet ( der auf die Gasidee nicht mal gekommen ist ) was ich nun mit 2 Endsiebzigerfahrzeugen tun soll ( verschrotten )
    Den 51 Chevy nur noch nach Vorschrift Sonntag Nachmittag zwischen 1und 3 ausführen , alles lieb und nett formuliert , 5 Tage her keine Antwort , klar jetzt ist doch eh schon alles vorbei vermutlich schreiben Sie grad Bewerbungen.....
    Gruss der Mike der nicht weiß wie es weitergehen soll

  • Tja, da die Versicherungen in Deutschland leider nicht Halterbezogen sind sondern nur Fahrzeugbezogen und man Autos mit selbstgemalten Kennzeichen net versichern kann, wird es wohl in den nächsten Jahren viel mehr Unfälle mit Fahrerflucht geben. Schade eigentlich.
    Denn ich glaube nicht dass wirklich jeder sein Auto einfach verschrottet oder in die Ecke stellt bis es weggegammelt oder alt genug ist. Da kenn ich genug Leute (gerade in ländlichen Gegenden wie hier) die sich dann sagen, ach wenn ich 3-4 mal im Sommer damit zu Treffen fahre wird schon nix passiern... aber was wenn doch?