Ventilschaftkappen V4 V6

  • Moin,

    ich habe gerade meine letzten Kappen verbaut, nachdem der V4 dann doch etwas nach verbranntem Öl gemüffelt hat, die Kappen waren nach 40 Jahren leicht rissig.

    Wo kaufe ich denn jetzt Kappen für den nächsten Motor, die verbauten waren aus einem Dichtsatz von MM und ich befürchte, dass die keine 40 Jahre mehr halten.

    Und nein, ich will nicht die Dichtringe mit der Feder, sondern wieder die Oldstyle Kappen. Wer hat eine qualitativ gute Quelle?

    Gruß Miguel

  • Nichts wird wieder 40 Jahre halten. Aber nachdem das Fahrzeug doch in guten Händen ist, sollte das auch kein Problem sein, die schon in 20 Jahren zu tauschen.

  • Na klar, aber ich gehe bei den MM Kappen mal eher von 4 Jahren aus und für solche Intervalle ist mein Projektspeicher viel zu gut gefüllt.

  • Elring ist ja auch Marke, wird aber egal sein welcher Hersteller dir die Verpackung um die Chinaware macht....

  • TufkaP , vielen Dank, ich hatte die Elring 173.053 gesehen, aber bei Daparto waren sie ohne Bild. Bei den anderen Buden war man sich mit dem Bild nicht einig, ob nun Kappe oder Federring, ich hab einfach mal einen Sack voll bestellt, wenn man nicht über Motointegrator, kfzteile24, oder wie die anderen Läden der selben Unternehmung auch alle heißen mögen, kostet ein Käppchen auch nur noch 95Ct. Und nicht mehr 2 Thaler.


    Tomford, da wirst du Recht haben, aber vielleicht ist es dem Elring etwas weniger egal wie schlecht der Inhalt der Schachteln mit ihren Namen ist, als bei irgendwo einer NoName Bude.

  • Alles schön, 40 Stück oder so liegen jetzt fein säuberlich nebeneinander in einem Karton, damit die Erben sich dann irgendwann mal freuen, was der alte alles so auf Vorrat gekauft und nie benutzt hat.

    Die elrings 173.053 sehen genau so aus wie sie sollen, danke nochmal TufkaP

  • das sind aber dann die gummikappen und nicht die alten nylon dinger?


    bei neuen gummis habe ich nämlich immer angst um die haltbarkeit... :michi:

  • Hi, janee is klar....allerdings wäre die Frage der Dichtigkeit, die Gummis dichten eine Weile das Öl am Ventil ab bis die durch Wärme hart und spröde werden und irgenwann in der Ölwanne landen, wie is das bei den Plastikkappen...lösen sich nicht auf, allerdings dichten die nach kuzer Zeit auch nicht mehr ab ?

    *Gruß Hoffy !!!

  • wie is das bei den Plastikkappen...lösen sich nicht auf, allerdings dichten die nach kuzer Zeit auch nicht mehr ab ?

    Das sind ja Ölabschirmkappen (im englischen Umbrella seals genannt), original aus Nylon, die dichten überhaupt nicht im eigentlichen Sinne.


    Solange sie intakt sind, läuft das Öl einfach über den Schirm ab.

  • Also die alten Gummikappen waren jetzt mindestens 20 Jahre in Betrieb und der Wagen macht schon noch mehrere tausend km im Jahr. Vermutlich sind die Kappen eher 40 Jahre alt, aber dazu kann höchstens der Vorbesitzer was sagen.

    Na klar muss das neue Gummi nicht mehr so lange halten das wäre jetzt auch erstaunlich, aber bessere Chancen sehe ich da beim elring als bei irgendwelchen türkischen Imitaten wo zu viel Ziegendung mit reingerutscht ist.

    Es waren alle Kappen leicht verhärtet aber eigentlich hatte nur eine drei echte kurze Risse zum mittelloch hin und das konnte man schon gut riechen und auch an den Ablagerungen an der Kerze sehen.

    Besser haben als brauchen!

  • Habe letzte Woche die Schaftdichtungen am 2,0 V6 (1977) getauscht. Es waren alle Gummikappen gerissen.

    Eingebaut habe ich gebrauchte Nylon kappen aus einem 108PS Motor. Der Motor bläut jetzt gar nicht mehr. Die alten Nylonkappen haben einen sehr soliden Eindruck gemacht, während so billig Zubehörkappen so wirkten als zerbrächen sie einem in der Hand.


    Grüße, George

  • Ich hab noch nicht nachgesehen, aber der V4 mit den neuen Kappen bläut immer noch, oder schon wieder. Also entweder sind die elring Kappen totaler Müll, oder es sind doch die kolbenringe.

  • Hat ja wieder Monate gedauert, aber gestern hab ich mir mal die Ventilschaftdichtungen am V4 angesehen, die sind alle noch tadellos.

    Der Wagen verbraucht aber eindeutig Öl und er stinkt auch, irgendwo wird also Öl verbrannt.

    Wenn ich mir die Kerzen so ansehe, dann tippe ich mal auf Zyl 1

    Danach hab ich noch einen Druckverlusttest gemacht und da sind alle Zyl gleich bei ca 50%, nach der Skala also Mitte im moderaten Bereich.

    Der Wagen läuft ja auch einwandfrei und startet gut, wenn nur das Gestinke nicht wär.


    Tippe ich mit den Sachen die ich gefunden habe richtig wenn ich den Ölabstreifring von Zyl 1 im Verdacht habe?

  • Ne kaputte Ansaugbrückendichtung kann auch für Ölverbrauch und Auspufffahne sorgen. Davon ab sorgt verbranntes Öl immer für so eine eher helle Kruste an den Kerzen. Das allerdings nach längerer Fahrzeit.

  • Ich konnte 4 von 6 schrauben der Ansaugbrücke deutlich nachziehen, Einser sogar echt lose. Aber trotzdem stinkt er noch.

    Aber wenn die Brücke keinen guten Andruck mehr hatte, für ? Jahre, kann das natürlich auch die Dichtung killen.

    Also erstmal die Dichtung checken?

  • Würde ich machen. Bei angebauten Ventildeckeln kann man den Zustand und den Sitz der Ansaugbrückendichtung einigermaßen prüfen. Manchmal verschiebt sich die Dichtung. Wobei das beim V4 nicht so leicht passiert, beim V6 meistens bei Zylinder 2 und 5.

  • Bei angebauten Ventildeckeln? Du meinst bei abgebauten?

    Aber auch da sah erstmal alles komplett unauffällig aus, die Schnittstelle zwischen Zylinderkopf und Ansaugbrücke war wie sie soll und man konnte überall die Dichtung sehen. So krass hat sich da nichts verschoben.

  • Bei abgebauten Deckeln, klar. Das Wischtelefon hat son gewisses Eigenleben...

    Tja, was tun... Bleibt ja noch der Test mit Startpilot oder Bremsenreiniger in den Öleinfüllstutzen. Ändert sich der Motorlauf? PCV Ventil muss dafür aber abgestöpselt sein.

  • Wenn der motorlauf sich dann ändert hab ich einen weiteren Hinweis, dass vermutlich zyl 1 aus dem Motorgehäuse direkt zieht?

    Aber das hätte ja auch direkt und dauerhaft Einfluss auf das Gemisch in zyl 1 und damit würde man das doch am Lauf merken?