Entladung einer geladenen Batterie ohne Verbraucher

  • Hallo zusammen,


    folgende Situation: Ich habe die Heckklappe abgebaut, zum Lackierer gebracht und vergessen, das der Kofferraum im Granada beleuchtet ist. Die Batterie wurde komplett leergezogen. Daraufhin habe ich die Batterie aufgeladen, Auto sprang wieder normal an. Da die Heckklappe noch nicht vom Lackierer zurück ist, habe ich die Batterie abgeklemmt gelassen und nach 4 Tagen - die aufgeladene Batterie - wieder angeklemmt. Kam nix.


    Ladegerät ist auch furzneu und zeigt auch an, das die Batterie aufgeladen wurde. 4 Tage ohne irgendein angeklemmtes Kabel. Das Spiel habe ich jetzt 2x durch und verstehe es nicht. Die Batterie war vor der Entladeaktion durch die Kofferraumbeleuchtung topfit.


    Meine Frage: Wie kann sich eine aufgeladene Batterie ohne jeglichen Kontakt zu irgendwelchen Verbrauchern wieder entladen?


    Gruß,

    Tomas

  • Schüttel sie mal durch.

    Wenn die Teile die auf dem Boden der Batterie den Kurzschluß verursachen wieder in schwebe sind packt sie es evtl. noch mal.

    Hat bei mir desöfteren funtioniert.

  • ich würde da mal kurzzeitig nen 24Volt Gerät dran hängen dann mit 12 Volt vollladen dann schön mit passenden Material kurzschließen. Eben ordentlich Rabatz machen.. so was hat bei mir mehrmals geholfen allerdings trägt sie durch die Entladung Schäden von sich von denen sie sich nicht erholen wird.

    Wird nie mehr die alte sein....

  • Kost´n Fuffi bei ebay, dafür Schüttel ich so´n Ding nicht oder tu da mit Kurzschluss oder 24V rum.

    Mir ist einmal eine explodiert beim Versuch die zu reanimieren (immerhin war niemand in der Nähe), seitdem bekommt die einfach der Schrotti, wenn sie Defektsymptome zeigen.

  • Yo, alles klar Jungs. Besten Dank, dann kommt ne neue rein. Kurzschliessen, schütteln oder was auch immer hab ich kein Bock drauf. Das soll ja auch verlässlich sein und nicht vor Mäkkes die Haube aufreissen müssen, um die Batterie zu schütteln ;-) ...

  • . . . . . nicht vor Mäkkes die Haube aufreissen müssen, um die Batterie zu schütteln ;-) ...

    Versuche mit das gerade bildlich vorzustellen. Komme nicht mehr aus dem Lachen raus. Köstlich . . .


    LG

    Andreas

  • Schütteln tun sollte man ja nicht am Mäkki, sondern vorm Laden.

    Bringt ja nix ne Batterie mit Zellenschluß zu laden.

  • Bringt ja nix ne Batterie mit Zellenschluß zu laden.

    Das machen gute Ladegeräte zum Glück gar nicht. Ich habe so ein CTEK MXS 5.0, das kann auch das von Moritz vorgeschlagene mit mehr als 14,4V zu laden. Bringt schon ein bischen was bei Akkus, die nicht ganz kaputt sind.

  • Mit Zellenschluss hat sie aber keine volle Spannung mehr, ist aber auch echt egal, wenn sie sich selbst entleert solltest du auf jeden Fall neu kaufen.

  • ist mir auch schon aufgefallen das die guten Ladegeräte nix können, oder besser gesagt einem sagen was man zu tun hat.

    Somit laden sie keine Batterien die komplett entladen sind wegen fehlender Polarität.

    Egal ob die Batterie nun im Sack ist oder nicht.

    Jedenfalls kann man mit ner paralel geschalteten Batterie dem Ladegerät dann sagen was es zu tun hat.

    Klar kann man gleich ne neue kaufen wenn man denn weis wo der Fehler her kommt.

    Ist beim Fredsteller auch klar.

    Lustig wirds wenn die Lampe im Kofferaum brennt und es keiner sieht.

  • Wenn ein modernes mit Ladespannungerhaltung uns so weiter die Batterie nicht akzeptiert lade ich immer mal ne Stunde mit nem altmodischen Einhell der stur draufhält.


    Z. B. Bei tiefentladen.

  • …lade ich immer mal ne Stunde mit nem altmodischen Einhell der stur draufhält.


    Z. B. Bei tiefentladen.

    Genau so hier. Sonst hätte ich schon oft meine immer noch funktionierende Batterie wegwerfen müssen. So nach dem Winter oder so….

  • Bin bis vor 3 Jahren recht feste RC gefahren.

    Auch so mit vorn hinten verschiedene Dämpferöle. Diff vorne zu 70 z.B. sperren......


    Ich könnte mal das Modellbau Ladegerät probieren. Lädt wirklich alles. Kannst jeden Parameter angeben und haut 20 A raus.

  • Dann lasst mich bitte nicht dumm sterben. Zu dem CTEK kam ich über diverse Beiträge in Autoforen, in denen es unter anderem zur Erhaltungsladung immer wieder mal genannt wurde. Es kostet nicht die Welt, es lädt bis 80% mit 5A, drosselt den Strom anschließend und checkt am Anfang, ob der Akku einen Kurzen hat. Natürlich bedarf es dafür nicht viel Elektronik und ich will nicht bezweifeln, dass es für mehr Geld erheblich bessere Ladegeräte gibt. Aber was ist an den CTEK-Dingern nun wirklich so mies?


    In dem Jaguar steckte beim Kauf eine 80Ah-Batterie, die vor kurzem den Geist aufzugeben schien, sich aber mit dem Ladegerät wieder halbwegs in Betrieb bringen ließ.

  • Das doofe an den schlaumeiergeräten ist dass sie bei zu niedriger akkuspannung einfach nicht laden. Die Trafogeräte erkennen das nicht und schieben auch Strom in eine tote Batterie. So kann man eine Batterie meist noch mal wiederbeleben, die mit ctek oder ähnlich leer bleibt.

  • Genau das isses, mit dem dummen lader ist die Chance höher dass Schwefelsäure überkocht oder die Batterie platzt, obwohl das bei den üblichen kleinen 4 oder 6 A Ladestrom eher unwahrscheinlich ist. Chancen und Risiken sind höher beim dummen lader.

    Einmal editiert, zuletzt von miguel ()

  • Woher der Strom kommt um die tote Batterie soweit vollzuladen dass der ctek macht, ist egal. Britzelt halt vielleicht etwas wenn da ungebremst ne andere Batterie angeklemmt wird. Und da ist das Risiko halt durch den möglichen Ladestrom viel höher!

  • Das ctek mxs 5.0 hab ich mir vor ein paar Monaten mal vom Kumpel ausgeliehen. Wegen der Repair Funktion. Der meinte das das schon war bringen soll. Hab hier etliche Batterien die mal eine kleine erfrischungskur vertragen könnten. Bisschen den SOH pushen.

    Meiner erfahrung nach nach das Ding ( oder wohl andere mit Repair) eine Batterie an die 10% wiederbeleben. Leider nicht mehr. Hatte auch mehrere Batterien gehabt die zb SOH 55% hatten.. nach 1 Tag auf Repair dann ausgelesene 70% mir anzeigten, und nach 2 Tagen wieder am Netz und nochmaligen Repair wieder nur 55% SOH, obwohl SOC immer 12.8V war. ?

    Wenn die Spannung unter 6V fällt, verweigern die neuen dinger Tatsächlich Ihre Dienste. Ich häng solch Notfall auch einfach parallel an die anderen Batterien an - und lass die so auch erstmal ein paar Stunden hängen bis die Batterie eine Spannung von so 12.2V-12.3V hat.

    Vollgeladen sollte eine abgeklemmte Batt. eine Spannung von 12.8V haben. Wenn unter einer Last von zb. 50W die Spannung gleich auf 12.2V oder drunter einbricht ist die Batt defekt.


    Die Dinger sind für den Normalen Hausgebrauch völlig Okay. Selbst bei mein US-Car Schrauber hier um die Ecke baumeln überall in den Motorräumen die Cteks zur Spannungserhaltung rum.

  • Also,

    Batterie ist nach einer kurzen Tiefentladung ,ein zwei Tage eher selten Schrott.

    Wenn se länger kein Saft hat dann schon.

    Laden einbauen und Fahren.

    Bei den Amibuden sollte man ohne Erhaltungsstrom auch gar nicht anfangen.

    Da gehn meist tausend Lichter an ,wenn man nur die Türe auf macht und bis die Diagnose durch gelaufen ist die Batterie dann auch leer.

    Da ist es schon wichtig eine Stromquelle zu haben die sich mit den Steuergeräten und der Diagnose verträgt.

    Einmal editiert, zuletzt von Pitsgarage ()

  • Etwas OT, aber vielleicht trotzdem interessant, wo das Thema eh schon leicht in eine allgemeine Diskussion abgeglitten ist: die LFP-Akkus werden immer billiger und es gibt sie inzwischen auch als 1:1-Ersatz für klassische Starterakkus in Autos. Sowas werde ich mir in ein paar Jahren sicher zulegen, wenn der Granada oder der Jag einen neuen Akku brauchen. LFP sind zyklenfest, temperaturfest, können durch Beschädigung nicht abbrennen (kein thermal runaway) und das eingebaute BMS schützt sie vor Tiefentladung.