Zieht einseitig beim Beschleunigen und bei der Geradeausfahrt

  • Außerdem hat die Zahnstange in der Lenkung keine Neutralstellung.

    Das dachte ich auch lange, ist aber nicht ganz richtig. :no:


    Wenn man die Spur einstellt, während die Zahnstange außermittig ist, hat man natürlich für diese Position die richtigen Spurwerte.


    Die Lenkgeometrie stimmt aber trotzdem nicht mehr, weil die effektive Länge der Spurstangen anders ist.


    Eine Rechtskurve fährt sich dann ganz anders als eine Linkskurve.


    Man merkt das in der Praxis sehr deutlich.


    EDIT: was natürlich nur indirekt mit der Stellung des Lenkrades zu tun hat.

    Einmal editiert, zuletzt von TufkaP ()

  • Hmmm.


    Wenn ich auf einer klassisch gebauten Strasse mit Dachprofil fahre, dann ziehen alle meine Kisten leicht nach rechts. Auch die mit Servo. Ich freu mich dann immer ueber Seitenwind von rechts.


    Wenn ich ein 40 Jahre altes Auto fahre, das die letzten zwanzig mit ner verstellten Vorderachsgeometrie unterwegs ist, das ploetzlich feststelle, da was mache und der Meinung bin damit ist mein Problem behoben, dann kann man Glueck haben.

    Lenkgetriebe haben die dumme Angewohnheit im Bereich der "Nullstellung" verschleissbedingt einzulaufen. Das ist dann sein "wohlfuehlbereich". Gut merkt man das an Lenkgetrieben, bei denen keine Feder den Gleitstein drueckt, sondern nur ne ganz schnoede Schraube mit Kontermutter zum einstellen des Spiels. Ziehst du sie zu fest, dann laeuft das im Bereich der "Nullstellung" wunderbar. Willst Du aber mal bisschen mehr einlenken, dann gehts ploetzlich gar nicht mehr so gut. Also wird hier wieder mehr Spiel gegeben. Oder man merkt- da ist was eingelaufen.

    Unser Fredfahrzeughalter hat nun beide Spurstangen gleichmaessig verdreht um den eigentlichen, gleichmaessig gewuenschten Lenkeinschlag herzustellen. Damit hat er allerdings auch sein Lenkgetriebe aus seinem "wohlfuehlbereich" gezwungen. Da will es aber auch wieder hin. Gluecklicherweise hat er vmtl genau in die Richtung gedreht, die seinem gehassten rechtsverlenken entgegen wirkt.

    Also die Wirkung scheint behoben. Die Ursache glaube ich nicht.

    Damit bin ich bei Franz, DC, Taunus 80 und mir auch n bisschen.

  • hehe.

    oder aber, er hat durch richtigstellen des lenkeinschlages sein lenkgetriebe WIEDER in den "wohlfuelbereich" gebracht. dann muss allerdings da kuerzlich ne groessere aktion dort unten gewesen sein. vorgeschichte erfaehrt man leider selten.

  • Das verstehe ich nicht.

    Die korrekte Spur kann man nur im geradeauslauf einstellen.

    Verschiebt man das Trapez, ändert sich sofort alles.

    Das ist ja der Witz bei der Sache.

    Jedes Schwenklager generiert den jeweilig richtigen Winkel für rechts oder Links.

    Das Kurveninnere Rad muss immer stärker einlenken als das äussere.

    Sonst wird's nix oder Materialschlacht.

    Die Zahnstange hat aber für re+li nunmal nur die gleichen Wege.

    Und ob die Mittenstellung der Zahnstange um 5mm nach re o li verschoben ist, ( deine 2 Umdrehungen an beiden Köpfen) ist , unter Berücksichtigung der geringfügig unterschiedlichen Anlenkwinkel der inneren Kugelgelenke, ganz sicher zu vernachlässigen.

  • Boa eh,


    Lenkgetriebe Mittelstellung ist Pflicht.

    Egal ob Kugelumlauf mit und ohne Servo.

    Jedenfalls, drehe ich mein Lenkrad ohne Spurstangenköpfe nach links bis zum Anschlag dann nach rechts, dann nach links zurück um genau die Hälfte der Umdrehungen, egal wie zum Schluß das Lenkrad steht.

    Steht das Lenkrad mittig, ist alles gut.

    Wenn nicht geht man auf die Suche nach Murks.

    Lenkwellen, Lenkrad richtig aufgesteckt? Markierungen checken falls welche da sind.

    Denke aber eher daß dein Nachlauf nicht stimmt.

    Muss man den Jungs auch jedes mal erklären, dass man den an der Nuß einstellen kann.

  • Denke aber eher daß dein Nachlauf nicht stimmt.

    Muss man den Jungs auch jedes mal erklären, dass man den an der Nuß einstellen kann.

    Deswegen fragte ich weiter oben bereits unter anderem nach dem Protokoll der Achsvermessung...

    Das könnte aufschlussreich sein.

  • Klar würde ich auch in Mittelstellung des Lenkgetriebes alles stehen haben wollen.

    Man würde ja Weg verschenken.

    Ging ja letztendlich darum, ob es bei der Zahnstangenlenkung diese Auswirkungen haben würde / könnte.

  • Deswegen fragte ich weiter oben bereits unter anderem nach dem Protokoll der Achsvermessung...

    Das könnte aufschlussreich sein.

    Jo dachte ich mir.

    Gehe bei dir auch davon aus, dass du keine Pferde von hinten aufzäumst.

    somit würdest auch du die Mittelstellung sicher stellen.

    Aussermittige Lenkungen verschenken nicht nur Weg, sondern sie zerstören das Lenkgetriebe.