Ford Sierra - Umbau auf​ 2.3 8V

  • Eben um Punkt 12 n Geistesblitz für Frage 1 gehabt.


    Schnell den Messschieber gegriffen und an 2.3er Kolben-Pleuel-Kombi gemessen.

    Oberer Punkt Kolbenauge bis Kolbenboden, 19,15mm. Dann n Bolzen geschnappt: 20,55mm

    Hälfte vom Bolzen dazu und wir sind bei 29,425. Ein Dritter Wert genau in der Mitte, wie erwartet :sad:


    Doch dann, noch ein Geistesblitz! Eureka!

    Ich hatte mir mal einen "Kolben" (samt passendem Bolzen) drucken lassen mit passender Bohrung, von dem ich weiß, dass er eine Kompressionshöhe von 29,5 hat :wickie:


    Also den Bolzen durchgeschoben und den Plastekolben mit dem Metallklumpen verglichen:


    Kommt auf dem Bild nicht so rüber, aber die Kolben sind fast gleich hoch!

    Der richtige Kolben ist nur minimalst Höher, schätze so 1/10.


    Soviel dann wieder zum "Internet"


    Das schön an den Motorradkolben (wenn ich sie verwenden kann), ist das es sie einzeln gibt und auch in einer Größe die ohne Bohren zum Testen in den Block passen würde.


    Und ja ich habe das aufm Boden gemacht )A(

    Tische waren voll und es musste schnell gehen.


    Langsam schöpfe ich tatsächlich wieder Motivation :seinfeld:

  • Ich hab mich schon zu Anfang gefragt wo überhaupt die Motivation her kommt das zu tun...

    :michi:

    :auha:

  • Bin grade bei endlich die Nockenwellen richtig zu vermessen (rein aus Interesse), 2 von 3 Einlass Wellen hab ich.

    Für die 3te musste ich mit die Lashcaps aus der Halle holen.

    Jetzt kommen wir zu meinem Problem:

    Alle waren in einem Tütchen )A(

    Also gemessen mit Schräubchen, ich weiß, dass die dickeren Einlassseitig kommen.

    1,01

    1,01

    1,02

    1,01


    1,02

    0,99

    1,02

    1,01


    Laut Tütchen in denen ich die mal bekommen habe: 2,25mm und 2,00mm

    Schrick 086713200 - Auslass

    Schrick 086713225 - Einlass

    Keine Garantie, dass die Tütchen zu den Plättchen gehörten!


    Eben also noch die Nockenwelle mit einer Serienwelle verglichen: ca 37,05mm zu 42,05mm

    Unterschied von ~5mm, ergo im Radius ~2,5mm - nah an den 2,25mm des Lashcap-Tütchens, vor allem, da ich nur "flott" gemessen habe.


    Mir haben ja alle Ventile aufgesetzt; haltet ihr es für möglich, dass es die Plätchen dermaßen gestaucht hat?


    Die sind tatsächlich auch gar nicht mehr ganz rund...fraglich allerdings, ob sie jemals rund waren.


    Die Oberseite sieht bei allen noch spitze aus.


    Bin im Moment etwas ratlos :dunno:

  • Mir haben ja alle Ventile aufgesetzt; haltet ihr es für möglich, dass es die Plätchen dermaßen gestaucht hat?

    Nein, das kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen.

    Wenn die Kappen aus Zinn und die Ventile senkrecht zum Kolben stünden, dann vielleicht... Scherz

  • Ist die Frage ernsthaft ob die Plättchen auf halbe Höhe verdichtet worden sind?

    So hab ich das noch gar nicht gesehen )A(

    Aber klar, 1mm ist die Hälfte von 2mm.


    Manchmal sollte man die Dinge aus einer anderen Richtung betrachten.

    Danke!

  • Du bist doch quasi DOHC-Spezialist...


    Wie viel Platz ist vorne in der Ölwanne bis zu den beweglichen Teilen?


    Ich hab doch im roten Taunus Kombi einen DOHC.

    Der sitzt ziemlich tief und damit nah an der Lenkung.

    Da ich gerne eine Servo nachrüsten würde habe ich überlegt ob man die Ölwanne dort nicht flacher gestalten kann.

    Den Motor anzuheben würde ja wieder den Kardanwinkel ändern.

  • Du willst also wissen wieviel Platz vorne im Flächen Teil der Ölwanne bis zur KW/Pleuelschrauben ist, um ggf noch was wegzunehmen. Richtig?

    Das hatte ich tatsächlich schon mal gemessen. Suche ich morgen, ansonsten Messe ich die Tage, habe noch einen aufm Ständer und 3-4 Wannen in Griffweite.

  • der DOHC hat doch Hydros?!


    micha: ich habe im Taunus mit DOHC eine Sierra Servo drin. das passt. Kardanwinkel passt auch, zumindest vibriert nix.

  • Sorry dass ich hier etwas doof Frage, aber sind das die Dinger mit denen beim DOHC das Ventilspiel eingestellt wird?


    Der DOHC hat Hydros.
    Alledings habe ich umgeschliffene Nockenwellen, bei denen der Grundkreis vom Nocken reduziert wurde. von 42mm auf 37mm im Durchmesser.
    Heißt der Hydro müsste 2,5mm zusätzliches Spiel ausgleichen, was er aber nicht mehr packt, bzw mehr belastet wird, blabla.

    Um diese Differenz auszugleichen bzw zu reduzieren, kann man halt die Caps auf das Ventil setzten, damit kommt der Hydro höher und kann wieder vernünftig arbeiten. Allerdings sieht die Ölnut vom Hydro nicht mehr dort wo sie soll, da der dieser ja nun höher sitzt. Entsprechend ist die Nut auch geweitet worden.

    Kann ich gerne nochmal Bilder von einstellen, auch im Detail, falls Interesse besteht.

  • der DOHC hat doch Hydros?!


    micha: ich habe im Taunus mit DOHC eine Sierra Servo drin. das passt. Kardanwinkel passt auch, zumindest vibriert nix.

    Beim grünen Dings war ja auch eine Servo drin, original Taunus.

    Aber bei diesem sitzt der Motor tiefer. Und etwas weiter hinten.

    Hätte ich beides so nicht gemacht, aber ich will ja nun nicht alles neu bauen.

    Zumal der Tunnel auch umgeschweißt wurde.

    Deswegen die Idee mit der Ölwanne.

    Falls Du trotzdem mal ein Bild mit der Sierra-Servo für mich hättest....

  • Denke Dienstag oder Mittwoch fahre ich in die Halle und kann messen Micha-05



    Heute dann endlich die letzte Nockenwelle vom 8V vermessen. Hat ja alles lange genug gedauert.
    Die wunderschöne Tabelle ist im Übrigen von Suicide Jockey - danke dafür nochmal!



    Blau = Serie

    Braun = Dbilas 272°

    Orange = örtlicher Motorbauer "Fischer"


    Die Soll-Werte von Fischer habe ich eben nicht im Kopf, stehen hier aber irgendwo im Fred )A( Ist jedenfalls asymetrisch.


    Bei der Dbilas Auslasswelle fällt auf, dass die Ablaufende Rampe sehr abrupt und steil endet - kann mir nicht vorstellen, dass das gut ist für die Hydros.

    Fällt innerhalb von 5° von 0,82mm auf 0,07mm. Habe ich heute nochmals gemessen, ist definitiv kein Mess/Schreibfehler







    Die gelbe Linie stellt den Kolben dar und passt noch nicht zum Motor. Folgt allerdings.

    Wer die Rohdaten haben möchte, schreibt bitte ne PN.



    Willi Die originalen Kolbenbolzen haben einen Durchmesser von 20,6mm, die Pleuel sind für 20mm ausgelegt.

    Was wäre der einfachere Weg? Kolben auf 20mm umarbeiten oder Pleuel auf 20,6mm?
    Oder sehe ich grade etwas nicht?

  • Willi Die originalen Kolbenbolzen haben einen Durchmesser von 20,6mm, die Pleuel sind für 20mm ausgelegt.

    Was wäre der einfachere Weg? Kolben auf 20mm umarbeiten oder Pleuel auf 20,6mm?
    Oder sehe ich grade etwas nicht?

    Pleuel auf 20,6 umarbeiten, sonst müsstest du ja Buchsen in die Kolben einsetzen und andere Bolzen besorgen. Das wäre sehr aufwändig.


    Die Tabelle sieht ja fast genauso wie die aus, die ich dir mal geschickt hatte. Stammt im Grunde übrigens von einem User namens Zajak aus dem Opel Hecktriebler Forum.

  • Ach dann war die von dir und nicht von Suicide Jockey )A(

    Upsi!
    Ich komm schon ganz durchher.
    Im Original waren Pinto Wellen drin.


    Ich werd den Krempel wohl gegen Ende April erwerben und dann gehts langsam los. Bolzen in 20mm gibt es für den Motor + Pleuel bei Wössner. Die haben für die normalen 2L Motoren auch Kolben im Programm, aber nicht für meinen 2.3er.

    Vielleicht fahr ich tatsächlich dies Jahr noch den Motor, glaub ich aber selber nicht und Eile habe ich schon lange keine mehr.

  • Ah okay, sehr schön. Die Fischer Nockenwellen sehen für mich sehr gut aus, das wäre nach der Tabelle 290° Einlass und 280° Auslass. Grundsätzlich ist es bei Hydrowellen relativ normal, dass die sehr steil auf- und ablaufen, weil sonst die Hydros eventuell zusammen gedrückt würden, die Ventile in den Hydros müssen relativ schlagartig schließen. Aber trotzdem ist das bei den Bilas Wellen schon recht extrem, finde ich auch.


    Trotzdem glaube ich immer noch nicht, dass du dafür schon andere Pleuele brauchst. Ich hatte heute morgen ja ins WHB geschaut und ich meine beim 2,3 stand da was von 6175 U/min als Dauerdrehzahl. Wenn du dann noch ein paar Gramm aus den Kolben und Bolzen nimmst wird da nienich irgendwas passieren.


    Gerade nochmal nachgesehen: 6150 dauer, 6375 kurzzeitig.

  • Bei den anderen Wellen sieht man halt schön die Anrampung und wie die harmonisch eine Kurve bilden. Bei der Ablaufenden von Dbilas eben nicht.

    Ob das eventuell n Fehler ist? :gruebel:


    Die Werte vom originalen 2.3er hatte ich auch. Werde mich jetzt aber noch mal auf die Suche machen nach Erfahrungsberichten. In den 2L Motoren sind die fast dieselben Pleuel und dort wird deutlich höher gedreht mit Serienpleuel. Mittlere Kolbengeschwindigkeit sollte in guter Indikator sein.


    Ein Vorteil wäre natürlich, dass ich dann die Pleuel der 2L Motoren verwenden kann, diese haben eine "Ölspritzdüse" Richtung Kolbenboden, die 2.3er nicht.


    2L Pleuel


    2.3L Pleuel



    Gussform ist dieselbe nur ist der Kanal nicht gebohrt.

    Vermutlich wegen einer Öldruck Thematik, der 2.3er hat dieselbe Pumpe aber noch Ausgleichswellen, die auch versorgt werden wollen.


    Vorteil wäre natürlich das Gewicht

    628g Serie, Schmiede 568g. Also 4x 60g, 240g. Mir fehlt zwar die Erfahrung, aber ich denke nicht, dass das spürbar ist.


    Wo mir auch die Erfahrung fehlt ist bei der Drehzahl, bzw wo ich eben mit den Wellen von Fischer am Ende landen werde.

    ARP Pleuelschrauben hab ich da, also der Lagerdeckel sollte mir eigentlich nicht abhauen.

  • Da haben sie beim 2,3 die einfachere Form der Ölversorgung für den Kolben gewählt.... Gut möglich, dass du recht hast mit der Vermutung, der Öldruck wäre ansonsten unter Umständen knapp geworden.


  • Holzauge sei wachsam!
    Habe ich gar nicht gesehen. Dort wird dann wohl überflüssiges "verbrauchtes" Öl nach oben geschleudert.


    Ich habe jetzt noch in einem Prospekt von Suhe gelesen, dass die bis ~7200 drehen, aufm 16V. Ich denke nicht, dass die sich die Mühe gemacht haben und die angegebenen 205Ps aus 2L gekitzelt haben. Dafür ist der Umbau auf 2.3 zu simpel.


    Die Cup Motoren haben bis 7800 gedreht, soweit mir bekannt waren die Rumpfblöcke aus der Großserie übernommen.

    7800 Umdrehungen bei nem Hub von 86mm (2L) macht eine Mittlere Kolbengeschwindigkeit von 22,36m/s

    Rückwärts gerechnet bei einem Hub von 91mm (2.3L) erreiche ich bei 7371 Umdrehungen die Kolbengeschwindigkeit von 22,36m/s. Das würde mir vermutlich reichen.

    Leider habe ich von den Kolben kein Gewicht und kann auch nicht wiegen. Meine 2.3er stecken noch aufm Pleuel und in meiem 2l steckt noch n Bolzen :gruebel:

  • Also ich gehe mal davon aus dass dem 8V Kopf spätestens bei rund 6500 Umdrehungen die Luft ausgehen wird. Okay, wenn da später mal ein 16V Kopf rauf soll, dann geht da vielleicht noch was, aber auch dann muss man erstmal dauerhaft über 7000 drehen. Und wenn ich überlege wie lange wir nun schon einen serienmäßigen 2,3 auf dem Acker quälen...


    Welche Cup Motoren meinst du, die bis 7800 Umdrehungen gedreht haben? Ich denke du meinst du die Wolf Motoren aus der DTC (Deutsche Tourenwagen Challenge)? Die hatten aber auch sehr extreme Nockenwellen, aber tatsächlich auch Schmiedekolben und Stahlpleuel.


    Heute bin ich noch auf ne interessante Info gestoßen bezüglich der Ölbohrungen. Haben si ab Modelljahr '95 bei allen Motoren wegrationalisiert: