Einspritzermotor aus Taunustank befeuern

  • Aloha,
    bei meinem DOHC Taunus wurde seitlich ein Rohr in den Tank gelötet um die Benzinpumpe die unter der Reserveradwanne hängt zu bedienen.
    Das Rohr im Tank hat einen viel größeren Durchmesser als das Saugrohr am Tankgeber.
    Im Tank selber gibt es keine Modifikationen, also keinen Schwallkörper.
    Ich möchte gerne bei Zeiten das ganze Setup ändern und dabei einen neuen Tank verbauen.
    Der Plan ist: Das Original Saugrohr am Tankgeber zu nutzen, dahinter einen Benzinfilter und einen Catchtank mit integrierter Benzinpumpe IN die Reserveradmulde zu bauen.
    So einen z.B.: https://www.ebay.de/itm/Benzin…-B-Bosch-044/351663322058


    Das Einzige was mit Kopfzerbrechen macht ist, ob es einen zwingenden Grund hat, dass das eingelötete Saugrohr so viel dicker ist als das Röhrchen im Geber.


    Edit: Zwischen Filter und Catchtank muss wohl die aktuelle Spritpumpe noch rein.

    2 Mal editiert, zuletzt von Miles2 ()

  • bei einspritzkraftstoffpumpen ist sehr oft die ansuagseite deutlich größer als die förderseite. das röhrchen im tanggeber ist doch auch nur gelötet. rauslöten, größer bohren und dickeres ansaugröhrchen einlöten, würde ich machen

  • DOHC funktioniert eigentlich auch mit dem normalen Saugrohr. Beim meinem Transit hab ich seinerzeit einfach nur die mechanische Pumpe gegen eine elektrische Pumpe getauscht-ohne Änderungen an der Saugleitung vorzunehmen.
    Catchtank ist aber sicher nicht verkehrt.

  • @Dirk L.(IM Schaf): Welche Pumpe hast Du da genommen? Das wäre ja echt bequem


    Nach OnkelB's Anregung hirne ich über eine Tankgeber-Lösung.
    Jetzt hab ich folgende Idee:
    So eine In-Tank-Pumpe von nem Audi müsste man doch relativ einfach an das Saugrohr befestigen können und den Schlauch auf das Rohr selbst stecken. Strom müsste dann noch durch den Geber geführt werden.
    Was haltet ihr von dem Gedanken?

  • Ich verstehs noch nicht ganz. So ne intank pumpe samt Topf ist kein geschlossenes System. Ansonsten ist die pumpe ja auch nur eine pumpe. Du wolltest doch einen vorspeicher wegen der Einspritzung schaffen.


    Edit. Achso du meinst nur die pumpe quasi unter Wasser im Tank versenken. Klar kann gehen. Mercedes hat so pumpengruppen neben dem Tank hängen. Sowas hab ich immer genommen. W124 pumpe mit druckspeicher und Filter. Lässt sich auch schön außerhalb befestigen. Ich denke ein 500ml Kraftstoff Filter reicht schon als catchtank.

    Einmal editiert, zuletzt von OnkelB ()

  • Mercedes hat so pumpengruppen neben dem Tank hängen. Sowas hab ich immer genommen. W124 pumpe mit druckspeicher und Filter. Lässt sich auch schön außerhalb befestigen. Ich denke ein 500ml Kraftstoff Filter reicht schon als catchtank.

    Stimme ich zu. VW hat es früher ähnlich gemacht, mit zwei pumpen: Eine "Lift-Pump" im Tank (an der Gebereinheit) und eine zweite Pumpe mit Filter neben dem Tank. Kein extra catchtank.
    Solange man die Karre nicht Leergefahren hat, gings auch ohne Liftpump, wie ich feststellen musste...

  • @Dirk L.(IM Schaf): Welche Pumpe hast Du da genommen? Das wäre ja echt bequem

    Die stammt glaube aus einem 1.6er Golf. Hat die Größe einer Zündspule und Schlauchanschlüsse zum stecken-also ohne Hohlschraube. Ist aber quasi auch egal, solange die Pumpe den Systemdruck (beim DOHC sind es etwas über 2bar) schafft. Also 3bar Pumpendruck sind völlig ausreichend.
    Druckspeicher hab ich keinen drin und vermiss den auch nicht. Filter ist ein normaler Glasfilter in der Leitung. Manchmal ist weniger mehr...
    Allerdings macht sich das fehlende Schwallblech im Tank ab ca. 10 Liter Restinhalt in Kurven bemerkbar. Deshalb die Bemerkung, das ein kleiner Catchtank nicht verkehrt wäre. Ich kann ohne leben und hab so immer eine Erinnerung, daß Zeit zum Tanken ist. ;)

  • Ich eruiere gerade die Möglichkeiten wie ich das jetzige System ersetzen bzw. verbessern kann. Beim Umbau wurde seitlich ein dickes Rohr in den Tank gelötet und dem geschuldet Vorfilter und Kraftstoffpumpe in gerader Linie dazu unter der Reserveradmulde angebracht.
    Diese Lösung finde ich schlecht.
    Die Pumpe ist ungeschützt, es gibt keine Möglichkeit einen Sieb ans Ansaugrohr zu montieren, ich könnte den Tank nicht einfach ersetzen, muss Filter nutzen die an dicke Schläuche passen also keine Standardware und es scheint mir technisch nicht nötig zu sein, dass ich mit verschiedenen Schlauchdurchmessern leben muss die ineinander adaptiert werden.



    Nach dem was ich jetzt verstanden habe wäre es ohne weiteres Möglich eine Pumpe direkt an den Tankgeber an zu schließen und in Verbindung mit einem großen Filter davor hätte ich einen Quasi-Catchtank. Alles mit 8mm Schläuchen und frei platzierbar entweder mit einem Umweg in die Rederveradmulde oder irgendwo unter dem Wagen.



    Highclass wäre Pumpe mit Filter am Geber und dahinter Catchtank mit Pumpe. Es hört sich gut an aber wirkt auf mich wie ein overkill und wahrscheinlich hätte ich mit Motorseitigem Rücklauf und Catchtank Gerödel und 2 Pumpen ein Nest von Komponenten die teilweise gegeneinander arbeiten.


    Alternativ könnte die W124 Lösung genommen und einfach an den Tankgeber angeschlossen werden? Ich hab mir Bilder davon abgesehen aber verstehe die Verschlauchung nicht. Hat das System einen Ein- und einen Ausgang oder muss noch ein Rücklauf in den Tank gemacht werden? Reicht das so wie es ist oder muss noch eine Vorförderpumpe eingebaut werden?


    Dankscheee

  • warum baust du dir nicht einen tank passend um?
    den kann man prima teilen, schwallbleche und/oder sonstiges gedöns einschweissen und fertig ist der einspritzer tank


    oder einfach rechtzeitig tanken...

  • Hallo Selim, habe mal einen Opel GT auf Einspritzer umgebaut, da habe ich neben der Benzinpumpe einfach ein T- Stück in die 8 mm Saugleitung gemacht und dort die Rücklaufleitung angeschlossen. Dadurch wird am Tank nur die tatsächliche benötigte Menge an Sprit entnommen, quasi wie beim Vergaser Motor. Könnte allerdings im Sommer zu Dampfblasen Bildung führen, ist beim GT aber nie geschehen.
    Grüsse, Manfred

  • da habe ich neben der Benzinpumpe einfach ein T- Stück in die 8 mm Saugleitung gemacht und dort die Rücklaufleitung angeschlossen

    Wenn das funktioniert hat, dann war das reiner Zufall plus Glück plus Zauberei. Die Pumpe war hydraulisch "kurzgeschlossen" (Ausgang mit Eingang verbunden).
    Wenn da das kleinste Luftbläschen reinkommt, geht nix mehr. Schätze mal das ging nur weil vermutlich der Spritdruckregler im Rail als Drossel gewirkt hat und alles sauber entlüftet war.
    Das würde ich auf keinen Fall nachbauen.

  • Wenn das funktioniert hat, dann war das reiner Zufall plus Glück plus Zauberei. Die Pumpe war hydraulisch "kurzgeschlossen" (Ausgang mit Eingang verbunden).Wenn da das kleinste Luftbläschen reinkommt, geht nix mehr. Schätze mal das ging nur weil vermutlich der Spritdruckregler im Rail als Drossel gewirkt hat und alles sauber entlüftet war.
    Das würde ich auf keinen Fall nachbauen.

    Was für ein Quatsch, die Rücklaufleitung mündete vor der Pumpe in die Saugleitung, die Pumpe hat, wenn sie mehr Sprit brauchte als die Rücklaufleitung lieferte, aus dem Tank mit angesaugt. Hat die Rücklaufleitung mehr Sprit geliefert, als benötigt, wurde der Sprit über die Saugleitung wieder in den Tank zurückgeführt (was theoretisch ausgeschlossen sein sollte, da ja bei Motorlauf auch immer etwas Benzin eingespritzt wird). Funktioniert ganz problemlos. Aus dem Tank wird dann nur der tatsächliche Bedarf bedient, genau wie bei einem Vergaser-Motor. Mann kann natürlich auch einen Dicken Saugschlauch an den Tank bauen und die Rücklaufleitung in den Tank münden lassen, dann ist der Tank das T-Stück, mit dem Unterschied, das der gesamte Tankinhalt umgewälzt wird und nicht nur das Benzin in der Leitung.
    Grüsse, Manfred
    EDIT: Der Vorteil ist, dass ohne Schwallbleche im Tank die Gefahr der Luftansaugung bei geringem Tankinhalt bei Kurvenfahrt viel geringer ist, wenn nur minimal Benzin den Tank verlassen muss. Aufgrund dieser Problematik, habe ich das bei meinem Opel GT so gemacht. Seitdem konnte ich den Tank auch wieder komplett nutzen und musste nicht bei 1/4 Voll wieder tanken.

    Einmal editiert, zuletzt von lilly65 ()

  • Mann kann natürlich auch einen Dicken Saugschlauch an den Tank bauen und die Rücklaufleitung in den Tank münden lassen, dann ist der Tank das T-Stück, mit dem Unterschied, das der gesamte Tankinhalt umgewälzt wird und nicht nur das Benzin in der Leitung.

    Das stimmt, mit dem Unterschied, dass wenn Du den Tank leerfährst und wieder tankst, dann gibts kein Problem mit dem Entlüften. Verwendest Du ein T-Stück in der Saugleitung der Pumpe, gibts da Probleme, denn die
    Pumpe kann dann sowohl aus dem Tank als auch aus der Rücklaufleitung ansaugen. Wie zwingst Du sie, nur aus dem Tank anzusaugen?

  • Rainer, mach es doch nicht so kompliziert, an der Saugseite der Pumpe saugt die Pumpe, woher das Benzin kommt egal. Sollte die Pumpe Luft angesaugt haben, was auch bei einem leeren Tank der Fall wäre, wird die Luft über die Einspritzdüsen entsorgt, was auch bei einem leeren Tank so passiert. Deswegen wird die Pumpe nicht zerstört. Bei meinem Opel GT hat die Pumpe regelmässig bei 1/4 vollem Tank in Rechtskurven Luft angessugt (wegen fehlender Schwallbleche), nach dem Einbau des T-Stücks war Ruhe.
    Grüsse Manfred

  • Naja, ich glaubs Dir ja, man müsste mal genau sehen, wie Du das im Detail gemacht hast.
    Könnte mir vorstellen, wenn Deine Ansaugleitung an der tiefsten Stelle des Tanks montiert war, so wie auf Tims Foto, und die Pumpe tiefer lag als der Tank, dann könnte es gehen.


    Ich habe mal folgendes probiert und es ging nicht:
    Mein P7 hat nur eine Leitung vom Tank zum Motorraum. Als ich den Motor eines 2.3er Sierra eingebaut habe, hatte ich einen Vergaser mit zwei Anschlüssen, Zu- und Rücklauf.
    Damals dachte ich auch, kein Problem, T-Stück unten vor die Benzinpumpe und dort den Rücklauf anschließen. Ergebnis:
    Die Pumpe hat vermutlich einfach die Luft im Kreis gepumpt, zum Vergaser und über den Rücklauf zurück zum T-Stück. Jedenfalls wurde vom Tank nichts mehr angesaugt.
    Dann habe ich die Rücklaufleitung abgeknickt und plötzlich gings. Habe dann das T-Stück wieder entfernt und den Rücklauf am Vergaser mit einem Stopfen verschlossen. Seitdem gehts.
    Alle Autohersteller legen mühsam 2 Leitungen vom Tank zum Motor. Wenns mit T-Stück auch zuverlässig ginge, würden die das schon lange machen, denke ich.

  • Du verwechselst eine mech. MEMBRANPUMPE mit einer elektr. FLÜGELZELLENPUMPE, das ist Äpfel mit Birnen vergleichen.

    Einmal editiert, zuletzt von lilly65 ()

  • mit dem Dieselfilter hast du dann nen schönen Catchtank, aber brauchst trotzdem noch den Rücklauf zum Tank. Falls die Pumpe mal Luft ansaugt, pumpt es den Sprit erstmal im kleinen Kreis und die Luft wieder nach hinten.

  • Ich weiß dass das verschiedene Pumpen sind, aber tut das was zur Sache? Ich habe jedenfalls Bedenken mit der T-Stück-Lösung, auch wenns u.U. funktionieren kann.
    Bei mir hats nicht funktioniert und in der Produktion wird es auch nicht so gemacht. Ich empfehle dem Miles deshalb zwei Anschlüsse für den Tank.


    Pitsgarage: Bitte Erklärung zum Bild, ist das ein Filter?


    Gute Nacht erstmal und bis morgen in alter frische!

  • Ich hab auch den Rücklauf mangels Anschluss am Tank in ein T-Stück münden lassen, direkt hinten am Tank. Funktioniert seit 7 Jahren und zig Tausend km, der Tank war auch schon öfters draußen, das System also auch komplett leer.


    Klar, die feine Variante ist das nicht, die russische funktioniert aber zumindest bei mir sehr gut (Vergaser mit stinknormaler mech. Pumpe). Ob sich das beim Einspritzer anders verhält, vermag ich nicht einzuschätzen.