Beim heutigen Diesel und den aktuellen Außentemperaturen springt der Motor als Direkteinspritzer in gutem Zustand immer nach kaum einer Umdrehung an. Die Startpilotanlage ist völlig überflüssig. Ich habe die raus geschmissen.
Auf deinem Bild von der Heckansicht scheint nur ein Einleitungs - Anschluß vorhanden zu sein. Der muß natürlich dicht sein, also neu machen. Bei deinem geschätzten Baujahr und der (Vermutung) Tatsache, daß er offiziell nicht in Deutschland seine Erstzulassung hatte, wird kein mehrkreisiges Schutzventil und / oder eine große Anhängerbremsanlage verbaut sein.
Daher wird der Druck sich gleichmäßig im gesamten System aufbauen, bzw bei einem Defekt nicht aufbauen. Die Anlage muß unbedingt dicht sein, sonst hast du keine brauchbare Druckluftunterstützung beim Bremsen. Der verbaute Nockenwellenkompressor braucht sowieso relativ lange um den korrekten Druck auf zu bauen.
Einleitungsbremsen sind hier nur noch maximal in der Landwirtschaft zulässig. Keinesfalls darf man damit auf die Autobahn.
Ich hatte bei meinem Unimog auch noch den Müll hängen und habe dann auf Zweileitungsbremse umgebaut. Dazu ist ein spezielles Ventil notwendig, natürlich, wie alles beim Unimog, sauteuer. Ich habe aber auch noch einen vom Werk verbauten Zusatzkompressor drin. Die Anlage ist innerhalb von 40 Sekunden von total leer richtig voll. Das heutzutage erforderliche Schutzventil habe ich auch nicht, ist aber bei mir nicht notwendig. Zulassungfähig ist auf jeden Fall immer der Auslieferungszustand. Daher brauchst du auch die Datenkarte von Mercedes.
Dein Nockenwellenkompressor kann natürlich auch defekt sein. Also mal am Besten ohne Unimog prüfen. Nach Abblasventil Stopfen / Verschluß montieren und sehen ob er dann korrekt abbläst. Dann erst den Fehler im Unimog suchen. Den defekten Kugelkopf mußt du sowieso erneuern, in Deutschland ist sonst keine Zulassung als Zugmaschine / Ackerschlepper möglich. Das kann in Österreich anders sein.
Gruß Bleifuß












