Freigabe von Ford für Ford Granada Mk1 2,8i - Datenblatt genügt nicht

  • Ich habe per Mail eine Freigabe für den Umbau eines Granada Mk1 2,0 Schalter auf 2,8i mit Motorcode PRA erhalten, die 1992 von Ford Deutschland ausgestellt wurde. Der Herr, der die Freigabe unterschrieben hat, ist längst in Pension, aber Ford hat mal Freigaben erteilt. Also muß es auch heute machbar sein, eine gleichlautende und mit meinen Fahrzeugdaten versehene Freigabe zu erhalten. Die Abteilung Kundenberatung, technische Informationen und Sonderanfragen existiert ja noch immer und von dort kam die Rückfrage mit der Bitte um weitere Angaben, die ich bereits gemacht habe.


    Ich werde mit dieser Freigabe, die ich im Notfall auch im Original erhalten könnte, mal bei der Landesprüfstelle vorbeifahren und fragen, ob das nicht schon ausreicht, denn er enthält in den letzten Sätzen wichtige Allgemeinplätze, die den Einbau eines 2,8i-Motors in einen Granada GGFL betreffen, sich auf die ABE für den Granada GGFL beziehen und die auch mit ihrer Nummer angegeben ist. Diese allgemeinen Angaben sind direkt auf meinen Granada anwendbar.. Und ich werde diese Angaben mit zum TÜV in Großgründlach nehmen, da kann mir der Prüfer anhand der ABE das Datenblatt raussuchen und das paßt dann auch alles 1:1 zu der Freigabe von Ford.


    Ich möchte also höflich darum bitten, etwas mehr Optimismus zu verbreiten.


    LG
    Julia

  • Ich sag doch das wird.
    Wegen des PRA statt PR kannst Du ja bei der örtlichen Prüfstelle noch mal anfragen.
    Denn PR ist der eigentliche Motorcode, das A steht ja nur für das (ursprüngliche) Fahrzeug in dem der Motor mal eingebaut war.
    Ansonsten machst Du halt aus Deinem ein PRA.


    Du machst das schon.

  • Denn PR ist der eigentliche Motorcode, das A steht ja nur für das (ursprüngliche) Fahrzeug in dem der Motor mal eingebaut war.

    Aha!


    Einer der größeren Diskussionspunkte bei meinem TÜV-Termin vorgerstern war, dass auf meinem Motorblock nur "PR" eingeschlagen war. Der TÜV-Mann war der Ansicht, dass da unbeding und definitiv entweder 'PRB' oder 'PRC' zu stehen hätte. Ist aber nicht.


    Der Werkstattmann musste mehrfach mit Engelszungen auf ihn einreden, dass es sich dosch schon vom Ausschlussprinzip her nur um diesen Motor (160 PS) handeln könne...


    Schlussendlich hat der Tüffer nachgegeben, aber wohl kaum aus Einsicht, er hatte wohl einfach keinen Bock mehr, weiter auf dem "fehlenden" Buchstaben rumzureiten....


    Mann, mann, mann :S


    Versteh ich das jetzt richtig, dass es völlig normal ist (oder jedenfalls nicht ungewöhnlich), wenn man auf dem Motor nur 2 Buchstaben findet - eben 'PR'?


    Sonnigen Vatertagsgruß,


    Martin

  • Versteh ich das jetzt richtig, dass es völlig normal ist (oder jedenfalls nicht ungewöhnlich), wenn man auf dem Motor nur 2 Buchstaben findet - eben 'PR'?


    Ja,
    das ist bedingt richtig. Wenn der Motor ab Werk eingebaut war, dann hatte er den 3. Buchstaben.
    Wenn er aber als Ersatzteil verbaut wurde, dann schlägt die Werkstatt den 3. ein.


    Aber dazu waren die meisten wohl zu faul...

  • :?::!:


    Kann ich also davon ausgehen, einen Austauschmotor zu haben??? Dazu findet sich in den Papieren absolut nix. Und ich hab ja diverse Papiere (Rechnungen, TÜV-Berichte) dazu bekommen.


    Wenn es ein ATM ohne den dritten Buchstaben ist, müsste er somit ja neu gewesen sein.. :gruebel: Sonst hätte er ihn ja vom vorigen Auto her drauf.


    Dann hätte mein 37 Jahre altes Auto also eine Maschine drin, die sogar nochmal weniger km auf dem Buckel hat, als die ohnehin schon äußerst sparsamen 52.500 :D:D:D

  • So, ich bin die Liste mal durchgegangen und freue mich eigentlich jetzt noch mehr auf den Umbau, denn dann muß ich ein paar Sachen ersetzen, die sowieso auf dem Plan stehen.


    Der Bremskraftverstärker paßt, das ist der große mit der Doppelmembran, aber der HBZ ist noch immer der alte von 1975. Der wäre zwar ebenfalls der richtige (22er), aber den will ich erneuern, kommt also neu. Ferner sind die Bremsscheiben mindestens 23 Jahre alt und die Bremssättel sind die allerersten, die ich im Jahr 2004 mal mit einem Repsatz auf Vordermann gebracht hatte, nachdem der Granada etliche Jahre rumgestanden hatte und die Bremse festgegangen war. Die beiden müssen also auch neu, das gefällt mir und da schließt sich der Kreis zum HBZ - ein Wunder, daß der noch geht!


    Ein dickerer Stabi wird nicht verlangt, also bleibt der mit 20mm drin (gemessen hat der an jeder Stelle etwas mehr als 21mm). Die vorderen Fahrwerksfedern werden nur zwischen OHC, V4 und V6 unterschieden - paßt, bleibt.


    Bei motomobil gibt es einen Wasserkühler speziell nur für den 2,8i, da aber keine Angaben zur Kapazität gemacht werden, bin ich nicht sicher, was den unterscheidet. Meiner hat den Ölkühler wegen der Automatik integriert und schaut eh wie neu aus, die Leitungen zur Automatik sind ja ebenfalls nagelneu. Vielleicht paßt das ja so trotzdem, ansonsten ist ein neuer Kühler jetzt auch nix, was mich groß ägern würde.


    Mindestgröße der Bereifung 185HR14 auf Felgen 6J14 - paßt, da kommen nur die chinesischen Wanli runter und was besseres drauf. Oder mal schaun, was der TÜV so an Daten hat, vielleicht gibt's ja eine Freigabe für 195/70HR14.


    Der Rest betrifft direkt den Motor und da ist auch alles avisiert.


    Das sind ebenfalls Punkte, die ich mit dem Prüfer durchgehen möchte. Ich möchte das alles freundlich besprechen und schon durch ruhiges Auftreten klarmachen, daß die Kiste kein Krawallbruder werden soll, sondern wie ich schon schrieb einfach nur eine gut motorisierte Reiselimousine.


    LG
    Julia

  • Hallo
    Ja genau so war es bei Mir auch mit der Liste.
    Am besten dann noch eine Bestätigung von einer Ford Werkstatt mit Briefkopf und Stempel das der Umbau
    fachgerecht erfolgt ist. Dann klappt das mit dem Tüv.
    Viel Glück. Und jetzt Vatertags Prost.


    Grüße Rolf.

  • Apropos Ford-Werkstatt: Uwe ist ja offizieller Typreferent für den Granada. Im Zweifel werde ich die Damen und Herren in Köln im Kundenzentrum darauf festnageln, daß der den Umbau auch in seiner Werkstatt machen darf. Ihm trau ich nämlich weiter als den Teiletauschern bei Ford in den Werkstätten. :)

  • Obacht jetzt fühle ich mir auf den Schlips getreten.
    Bei uns wird noch repariert und nicht nur getauscht.


    Grüße Rolf.

  • er arbeitet aber in einer. Da hab ich sogar den zuverlaessigsten Ford gekauft, den ich je besessen habe. Fuer 200 Doppelmaak :laugh:


    Edith merkt an: ich wuerde auf den grossen HBZ gehen, also 23,8 oder was die haben, und die Bremse vom MK3 2.8i. Wenn Bremse, dann immer maximal :)

    Einmal editiert, zuletzt von Mafijoosi93 ()

  • Na dann könnte er ja den Umbau auf 2,8i machen. Uwe hat ja vor Ende 2017 überhaupt keine Kapazitäten und das sollte schon von jemand gemacht werden, der weiß, was er bzw. sie tut. Und das mein ich jetzt ganz ernst, das ist nix, was ich alleine in Angriff nehmen wollte, echt nicht.

  • Update: das Datenblatt vom TÜV habe ich nun, das Gespräch mit dem Prüfer in Großgründlach, den ich eh schon seit Jahren kenne, war sehr produktiv. Er hat mir auszugsweise auch die ABE selbst mitgeben und die Unterschiede zwischen den Ausführungen F (2,3L V6) und J (2,8i) markiert. Leider muß ich doch den Stabi auf 24mm umbauen, aber ich hoffe, der ist zu beschaffen. Andererseits ermöglicht mir der dickere Stabi dann auch das Aufziehen von 195/70R14 auf die 6J14-Kleeblätter. Sehr praktisch.


    Kopfzerbrechen bereitete allerdings uns beiden, daß es den 2,8i GGFL zumindest laut ABE nicht mit Automatik gab. Wie überrede ich nun den Prüfer in Österreich, daß die C3-Automatik die Mehrleistung locker verkraftet? Später gab's den 2,8i ja sehr wohl mit der C3 ... daß ich gerne ein A4LD verbauen möchte, wollte ich eigentlich niemandem auf die Nase binden, aber vielleicht muß ich das ja doch als Argument für eine Genehmigung des Umbaus anführen? Aber das A4LD gab's niemals im GGFL, das wird den Prüfer wieder den Zeigefinger heben lassen.


    Ansonsten alles wie gehabt, die Umbaumaßnahmen halten sich in Grenzen, sogar der Endtopf kann bleiben. Jetzt brauch ich noch die Unbedenklichkeitsbescheinigung aus Köln, aber ich werde trotzdem schonmal vorab mit den vorhandenen Unterlagen in Österreich nachfragen, ob das in die richtige Richtung geht.


    LG
    Julia

  • Das Diff hinten muß 3,45 sein beim 2,8i und die 150PS bzw. das Drehmoment des 2,8i reichen sicher für 130km/h bei 0,75. Ich finde das genial zum Absenken der Drehzahl! Aktuell fährt der 2,3er mit 1,0-Endübersetzung und 3,64er-Diff schon total einfach bei 130km/h (fühlt sich an, als würde zum reinen Halten der Geschwindigkeit auch an leichten Steigungen auf Autobahnen weniger Drehzahl genügen) und die längere Gesamtübersetzung wird der 2,8er glaub ich locker wegstecken, ohne daß die Leistung einbricht. Wenn mal zügig beschleunigt werden muß, dann kann ja immer noch in den dritten Gang runtergeschaltet werden. Zudem ist der Motor von Jos ja nockenwellengetuned (Jos vermutet so um die 170-175PS), aber das will ich dem Prüfer erst recht nicht auf die Nase binden.


    Übrigens danke für die Angabe der Gesamtübersetzung des Overdrives. Ich wußte gar nicht, daß das 0,75 ist. Ein Traum für mich! Der Granada muß nicht bei 6000 U/min 190 km/h schaffen, sondern nur problemlos 130-150 nach Tacho und das wird er glaub ich.

  • Ich würde niee einen 2.8i nachträglich einbauen, sorry aber der ist sowas von dünn bei 3,45er Achse, dafür würde ich nie so einen Aufwand betreiben, mit eintragen und alle Theater. Schönen 2.8 Vergaser davor gebaut und los geht's.


    Aber wie immer..........jeder wie er gerne möchte !!

  • da wird der mike recht haben,
    2.8i können untenrum nix, grad in verbindung mit automatik eine katastrophe, die automatik schaltet, außer bei vollgas, immer deutlich ehe aus dem motor etwas heraus kommt.
    (2.8) vergaser lassen sich herrlich im untertourigen bereich bewegen, sind somit viel besser für automatik geeignet.

  • Ich könnte mir vorstellen das das mit der A4LD schon funktioniert, allerdings eher nicht mit dem 3,45er Diff.
    Für die Abnahme könnte man ja aber auch ganz einfach das Blechfähnchen vom 3,45er an das vorhandene Diff schrauben :whistling:

  • ich vermute auch, dass mit dem 3.45 alles zu spät ist und das ganze mit z.B. 3,89 deutlich besser fahrbar ist.
    empfinde ich im 2.8i mit 5gang jedenfalls als recht gute kombination und bei mir muß der wagen auch häufig mal 180 rennen, auch mal schneller und der 5. ist kürzer als der 4. der A4LD


    mnaximilianfrederick hat noch ellums übersetzungsrechner eingefügt:
    http://hecktrieb.ellum.ch/html_old/gearcalcWT.php


    ich meine beim eingeben punkte statt kommas

    Einmal editiert, zuletzt von Bierchen ()

  • 5000 u/min, A4LD (0.75) und 3.45er Achse macht 220 Kmh


    wenn du dann im vierten 100 fährst, dann wirst du bei jeder Gegenwind-Böhe langsamer...

  • Das sind mit 195/70er-Bereifung im vierten Gang des A4LD bei 3000 U/min 133km/h. Der 2,3er dreht in echt und nach dem Getrieberechner bei 133km/h schon 4000 mal pro Minute, das fühlt sich total easy dabei an und der Motor unterfordert. Ich bin daher sicher, daß der 2,8i das bei 3000 U/min auch easy schafft. Der müßte allen Unkenrufen zum Trotz das Mehr an Drehmoment und das Mehr an Leistung hierfür haben. Ich weiß, der Vergleich hinkt, weil der Scorpio die um Welten bessere Aerodynamik hatte, aber ich hatte den mal als 2,8i 4x4 (heute ausgestorben, war ein gutes Auto) als 5-Gang Schalter und der fuhr die 130 Sachen mit noch weniger Drehzahl, weil der Scorpio noch länger übersetzt war. Schwach kam auch der mir auf der Autobahn nicht vor.

  • Der müßte allen Unkenrufen zum Trotz das Mehr an Drehmoment und das Mehr an Leistung hierfür haben.


    Und genau da liegst du leider falsch.


    Die späteren 2,8i hatten das max. Drehmoment erst bei 4000 u/min, wird bei dir auch so sein.
    Wenn nun aber noch eine andere NW ins Spiel kommt, wird das Drehmoment noch später anstehen.


    Ich hab in meinem 20M auch das A4LD drinn, aber die HA so übersetzt das ich bei 5700 u/min im vierten Gang Vmax erreiche.

  • Na gut, dann bleibt eben das alte 3,64er-Diff drin. Oder noch anders: erstmal bleibt das C3 drin und dann kann ich ja sehen, wie sich die längere Endübersetzung auswirkt.


    Aber bitte immer dran denken: ich pflege einen äußerst phlegmatischen Fahrstil und kann wunderbar damit leben, wenn ein Motor im vierten Gang bei 130km/h und nur 3000 U/min noch nicht sein maximales Drehmoment entwickelt hat. Na gut, gestern bin ich mit dem ollen Benz mal wieder mit über 200 über die A3 gebrettert, aber der verwöhnt mich auch mit enormem Drehmoment des 3l-V6-CDI und die 7G-Tronic ist in allen Fahrstufen wandlerüberbrückt und hat somit null Schlupf.


    Oder noch besser: ich baue als allererstes das A4LD in den 2,3er ein und überzeuge mich dann davon, daß der Wagen unfahrbar sein wird.

  • das klingt sinniger wobei der vergleich dann dennoch hinkt


    bruno hat vollkommen recht.
    das wird nix, das macht keinen spaß. ein originaler 2.8i mit c3 ist schon mist. probier es aus, das ist mist, c3 mit 2.3er finde ich durchaus gut.
    das drehmoment des i kommt einfach viel zu spät.

  • Nachtrag zu meinem Beitrag 113:


    Achse 4.63
    Vmax bei 5,7k u/min 189km/h
    Motor 2,3 114PS mit 2,6er Brücke, 38er EEIT, Viscolüfter und Hydrostößel.

  • das wird nix, das macht keinen spaß. ein originaler 2.8i mit c3 ist schon mist. probier es aus, das ist mist, ...


    das drehmoment des i kommt einfach viel zu spät.

    aha.. und ich dachte schon, das bleibt alles in der Automatic stecken.


    Bin jetzt ca. 50 km mit meiner Neuerwerbung gefahren, von 160 PS würde ich wirklich nicht ausgehen (wenn ichs nicht wüsste).


    Naja, zum cruisen langt es. Und bei Bedarf macht man ihm mit Kickdown ja doch ziemlich Beine :D

  • 160PS wird der auch nicht haben, vermutlich nicht mal 150.
    die serie streute grad beim 2.8i quasi generell tüchtig nach unten

    also ich hab ja einen 2.8i original mit 5.gang und 3.45er Achse..........muss sagen, eher müde das Ding so ab 4000 1/min geht er dann etwas, aber unten rum "Katastrophe" !! Autobahn halt sehr angenehm da er wenig dreht bei 140km/h so als Reisegeschwindigkeit!!


    Dagegen ist das Coupé mit 2.8 Vergaser geradezu ein wildes Tier!!

  • Liegen die Leistungsunterschiede rein an der Nockenwelle oder sorgt die Einspritzung für das spätere Drehmoment? Wie verhält sich ein 2,8i Block mit Vergaser im Gegensatz zu einem ursprünglichen Vergaser-Block?