Gewindereparatur mit speziellen Schrauben / Muttern

  • Hallo zusammen,


    vor einiger Zeit wurden in den einschlägigen Zeitschriften mal Mutter- oder Schraubensets vorgestellt, mit denen man nicht-endvernudelte Gewinde wieder richten konnte.


    Ich suche jetzt schon einige Zeit nach so etwas, weil ich mir ein Gewinde an der Getriebeaufnahme vom Capri leicht vernudelt habe, finde aber nichts, nur den Helicoil-Kram.


    Es kommt erschwerend hinzu, dass das Gewinde offenbar zöllisch ist.


    Es sieht auf den ersten Blick aus wie M8, ist es aber nicht, wie ich beim Versuche, die Schraube nachzuschneiden feststellen musste.


    Weiß jemand von Euch, wie so etwas heißt und vielleicht sogar, wo man so etwas bekommt ?


    Grüße,


    Fabian

  • Ich tät das doch erst mal mit einem simplen Gewindeschneider versuchen? Mit etwas Gefühl sollte das wohl klappen, wenn das Gewinde nur am Anfang vergniesgnaddelt ist.

  • wenn das Gewinde nur am Anfang vergniesgnaddelt ist...

    grad dann geht´s nachschneiden meist in die Hose.


    Lösung:


    passende Mutter besorgen und über Eck durchsägen. In die Hälften je 2 kleine Schnitte mit der Puk-Säge in das Gewinde machen und die beiden Hälften auf das gesunde Gewinde der Schraube legen.
    Das Ganze in den Schraubstock einspannen, nicht zu stramm, und die Schraube aus den Muttern-Hälften rausdrehen.

  • grad dann geht´s nachschneiden meist in die Hose.


    Lösung:


    passende Mutter besorgen und über Eck durchsägen. In die Hälften je 2 kleine Schnitte mit der Puk-Säge in das Gewinde machen und die beiden Hälften auf das gesunde Gewinde der Schraube legen.
    Das Ganze in den Schraubstock einspannen, nicht zu stramm, und die Schraube aus den Muttern-Hälften rausdrehen.

    Das funktioniert aber nur, wenn die Mutter härter ist als die Schraube. Und wenn die Schraube, oder der Gewindebolzen wie auch immer, schon ne 12.9er ist, hilft auch keine Mutter der Festigkeitsklasse 12 mehr.


    Besser ist dann ein Scheideisen in der Mitte Sprengen und die hälfen dann hinter die Beschädigte stelle legen und in das Schneideisen einlegen.


    Aber wenn das Gewinde nicht total vergriesgnaddelt ist, funktioniert Nachschneiden wunderbar.


    Ich halte übrigens nichts von diesen Schrauben oder muttern zum nachschneiden, aus den von mir beschriebenen Gründen.


    zur Not lieber die gute alte Gewindefeile...



    Biste sicher das das was zöllisches ist? evtl. nur Feingewinde?
    Ohne das Korrekte Gewinde zu wissen ists eh schwierig.

  • Hallo,


    erst mal vielen Dank für die Antworten !


    Es geht um die Innengewinde, also die eingeschweissten Muttern am Unterboden.


    Schraube lässt sich ja noch relativ einfach ersetzen.


    Problem beim Gewindebohrer ist halt auch, dass ein Abbrechen an der Stelle der Super-GAU wäre.


    Wobei das bei der Größe und etwas Gefühl gehen sollte.


    Ich werde am Wochenende erst mal das genaue Gewinde ermitteln.


  • Das sind doch 4 Stück, haste die alle 4 vergniedelt? hab noch nie gehört, dass die Gewinde zum Befestigen der Getriebetraverse zöllig sind...

  • Ich habe auch schon von anderer Stelle gehört, dass es sich bei den Gewinden am Unterboden um stinknormales M8 handeln soll.


    Der Wagen ist ja aus deutscher Produktion. Weiss nicht ob die Engländer an der Stelle Zollgewinde eingesetzt haben.


    Zollschrauben haben ja tendenziell wohl auch leicht andere Antriebsmaße, oder ?


    Mich beschleicht fast der Verdacht, dass es sich bei meiner Vergleichsschraube/Mutter um ein M8x1-Gewinde handelt.


    Hab halt einfach was genommen, was in meiner Schublade lag.


    Ich kann mir allerdings absolut nicht erkären, wie das in die Schublade gekommen sein soll :gruebel:


    Das Ding sah irgendwie auch nicht wie normales M8 aus...


    Ich fürchte fast, das Ding ist bei uns vorm Werk vom Schrottlaster gefallen ... und ich habs dann mitgenommen, ich kann sowas einfach nicht liegenlassen, Schrauben und Muttern kann man immer gebrauchen... :dc:

  • Mess halt einfach mit dem Messschieber, dann weist dus 100%ig

  • Die originalen Schrauben sind selbstschneidend. Dementsprechend ist das Gewinde nicht zöllig, sondern nach dem soundsovielten Ausbau , einfach beliebig.
    Eine Weile hilft es, eine andere Schraube zu nehmen. Wenn das dann auch nicht mehr will, bohrst Du die Mutter ein wenig auf und schneidest M10 rein.

  • Hello :winke:
    Sorry für Senf
    Ich bin kein Freund von HeliCoil , ich kanns auch ned wirklich begründen , ich mag das Zeug hald nicht
    Ich würd das anders machen wenn ein Gewindeweibchen defekt ist :
    Wenn ich ein Innengewinde M8 benötige und die Flanken übern Jordan sind gibts zwei Lösungen :


    Loch verschweissen und neu Bohren und Gewindeschneiden ................ nicht cool !


    Wenn ich ein abgefucktes Gewinde M8 habe bohre ich das Loch mit einem 10,2 mm HSS Bohrer aus und schneide ein M12 ein ( wenn genug"Fleisch" vorhanden)
    Ich besorge mir Gewindebuchsen : Aussen M12 Innen M8 Gewinde


    http://www.ebay.de/itm/10-Stuc…waren&hash=item3a92b36ea3


    Anschließend klebe ich die Gewindebüchsen mit Loctite 243 in das neu hergestellte Gewinde in der Karosse
    Lass mal `nen Tag trocknen und Du hast eine Schraubverbindung die nahezu die gleichen Zugfestigkeitswerte hat wie neu ab Werk
    Viele Maschinenhersteller oder Komponentenhersteller für die Industrie verwenden sowas ab Werk um bei Beschädigung die Standzeiten zu reduzieren

  • Das setzt aber voraus daß eine Schraube M10 durch die Durchgangsbohrung am Gewinde geht )A(

  • Moin,


    ich würde mal zum nächsten größeren Metallbauer fahren und fragen ob du n Helicoil oder Baercoil Set ausleihen kannst... dann die Rep machen und was in die Kaffeekasse und gut.
    Gibt noch mehr Zeug von anderen Firmen, was alles ähnlich funktioniert.

  • Es ging wohl nur um die Gaytriebetraverse. Da hilft dann auch wieder der Bohrer. Das läuft bei mir unter "angemessener Aufwand" Wenns nicht grad ne Pagode ist......

  • Ich bohr die Gewinde einfach aus und schneid M10 rein. Anschrauben. Fertig. Aus die Laube.


    Das wäre auch mein Plan B. Ist halt unschön wegen der verschiedenen Schraubenköpfe, aber wohl der sicherste Weg.


    Aber, wie ein Freund von mir zu sagen pflegt: Das Leben geht weiter :dc:


    DC: Tatsächlich, die Schrauben haben so eine Schnittkante.


    phil: Mir ist Helicoil auch irgendwie suspekt. Die Buchsengeschichte wäre natürlich am elegantesten, aber da fehlt es wohl an Fleisch an der Stelle.


    Keule: Wie hast Du das vollbracht ? Wenn ich das richtig im Kopf habe, ist die "Mutter" doch auf der Innenseite eines Hutprofiles... Von oben das Bodenblech aufgebohrt ? :wonder:


    Vielen Dank für Eure guten Tipps !

  • ich hasse fest gefaulte Schrauben und vermurktste Sacklöcher.


    Stehbolzen rein, Mutter drauf und gut ist´s.


    auch Ventildeckel, beim V6 die inneren in der Brücke...


    Ölwanne, mit Gummidichtung, auch nur mit Bolzen und Stop-Muttern.

  • Bruno, das wollte ich schon länger fragen... ein Stehbolzen gammelt doch auch irgendwann mal fest, und der ist doch dann sicher noch schwerer wieder raus zu bekommen als eine Schraube? Ich mein, falls das Gewinde was raus steht mal vermurkst ist?

  • An den Ventildeckeln hätte ich gern 1 oder 2 Zentralschrauben oder Spannbügel anstatt das elende Gefummel mit den Schrauben. War von Anfang an eine Kackkonstruktion...
    Jetzt mit Brunos Edestahlverstärkungen ist das Ganze sogar halbwegs dicht, vorher wars ne Katastrophe. Kann nicht mal einer Silikondichtungen für die Ventildeckel herstellen damit diese beschissenen Korkdichtungen verschwinden ???

    Einmal editiert, zuletzt von Bibo ()

  • @ Benno,
    mit etwas blauen Loctite eingesetzt gammelt nix zusammen.


    @ Bierchen,
    das waren Schrauben M6. Die waren vorne etwas "angespitzt", so lässt sich die Mutter sehr einfach aufdrehen.


    @ Bibo,
    Silikondichtungen gibt oder gab es mal. Ich werde forschen.


    @ all:
    die VA-Verstärkungen kann ich vermitteln, für V6 bis 2,8ltr und für die Ölwanne.

  • Ich hab an den Ventildeckeln so kleine Stege unter den Schrauben und hab Inbusschrauben benutzt. Auch mit den Korkdichtungen wird das alles superdicht. Keinerlei Probleme bisher. Hab aber auch Ventildeckel, die noch grade sind und nen kleinen Drehmomentschlüssel vom Fahrrad.

  • habe in der Ansaugbrücke komplett Stehbolzen drin. Mußte nur längere nehmen, da ich auch bei den Aludeckeln noch die "Unterlegplättchen" verwende.Sind glaube insges 30mm lang.

  • So,


    Problem gelöst.


    Habe mir nach einem Tipp in der Oldtimer-Praxis selber eine Reparatur-Schraube hergestellt:


    Man flext einfach in eine normale Schraube so eine Art Schnitz ein und hat damit eine quasi eine selbstschneidende Schraube.


    Ich habe dafür eine Edelstahl-Schraube genommen, die war am einfachsten zu beschaffen.


    Mit ein bisschen Öl, Kraft und Gefühl ließ sich das Gewinde damit wunderbar nachschneiden.


    Gewinde ist (bei mir) übrigens 5/16 UNC.

  • da es grad um schrauben geht, was haltet ihr eigentlich von der anwendung von edelstahl schrauben, spzeiel in in punkto korrosin bei der verbindung von va schraube in "blanke stahlmutter-motorhaube, heckklappe, tür...
    und wie sie im guss vom v6 anwendbar sind?
    die ersten va schrauben mit den ich vor 2 jahren meine motorhaube geschraubt hatte gingen wie butter raus, korrosion gabs gleich null, die gewinde in der motorhaube sind blank da ich sie nach dem lacken mit nem gewindeschneider nachgeschnitten hab. matte die ganze zeit angst das zu kanttacktkorrosion kommt und die schrauben gleich abreissen....