Trommelbremse belüften / verbessern

  • hab mir Gedanken gemacht um die Wirkung der Trommelbremse zu verbessern, ich weiß am besten ist sie ersetzt durch eine Scheibenbremse - aber gehen wir mal davon aus ich will kein Geld dafür ausgeben.


    Ist doch das Größte Problem die Wärmeabführung.Dadurch entsteht doch Verglasung und Fading , damit einhergehend schlechte Bremswerte.


    Die Auflagefläche von Belag zu Reibfläche ist wesentlich höher als die einer Scheibenbremse.


    Nun meine Idee. wäre es nicht möglich " Belüftungslöcher " in die Stirnseite der Trommel zu bohren ?


    Ich dachte an 5 Stück a 10mm angesenkt bei einer 5 Lochachse , einen Zentimeter von der Lauffläche der Trommel nach innen gemessen.


    Oder denkt Ihr , die Trommel würde brechen oder reissen ?


    Wärme würde mit Sicherheit wesentlich besser abgeführt, Beläge würden länger halten und besser packen, Fading wesentlich später erst entstehen.


    So, nun sacht mal was dazu


    Gruss Mike

  • Und wie willst Du eindringenden Schmutz, Pfützenwasser etc. abführen? Die Scheibebremsen kannst Du relativ schnell "trockenbremsen".

  • das fällt nicht so ins Gewicht, denn der Bremsstaub ( bei einer Trommelbremse nicht unerheblich ) kommt ja auch nicht wirklich raus , die Bohrungen sind auf einer senkrechten Fläche und die Reifen schleudern den Dreck zu 98% in die Radkästen.


    So denke ich, der Faktor wäre zu vernachlässigen.


    Gruss Mike

  • Glaub ich nicht. In den Trommeln hastes immer recht trocken, in offenen immer feucht.
    Da rostet Dir alles zusammen auf Dauer. Der Bremsstaub verklebt mit der Feuchtigkeit.
    Reissen wird die Trommel eher nicht, denk ich. Ob die Beläge mit den Löchern klarkommen denk ich schon, geht ja bei gelochten Scheiben auch, aber mit etwas geringerer Lebensdauer.

  • Amerikaner haben es geschafft vorne Kühlrippen auf den Trommeln zu pappen.


    Löcher finde ich suboptimal.

  • Ob die Beläge mit den Löchern klarkommen denk ich schon, geht ja bei gelochten Scheiben auch, aber mit etwas geringerer Lebensdauer.


    Ich hätte jetzt unter Stirnfläche eher die Seite Verstanden, auf der auch die Felge anliegt. Täten also die Beläge garnicht mit in Berührung kommen.


    Ob eine "Entlüftung" ohne zusätzliche Belüftung überhaupt einen spürbarten Erfolg bringt? Ich täte eher in die andere Richtung denken und der Bremse mittels Leitblechen/Schläuchen o.Ä. mehr Luft zuführen wollen.

  • Wenn überhaupt würde ich auch Kühlrippen auf den Trommeln selber befürworten. Von den Löchern halte ich aus den oben genannten Gründe auch überhaupt nix. Stabilitätstechnisch würd sich das wahrscheinlich nicht auswirken, die Stirnseite ist eh dünnes Blech.


    Ne, ich würd von Belüftungen abraten. das is nix.


    Mal ganz davon abgesehen: Hattest du schonmal spürbares Fading an der Hinterachse? Wie spürt man das überhaupt? Da die Bremswirkung an der Hinterachse ja sowieso enorm gering ist im Vergleich zur Vorderachse, kann ich mir kaum vorstellen, dass es da Probleme gibt. Wie gesagt GLAUBE. Wissen tu ichs net.

  • hört auf den Seppel und beachtet die Begriffe dynamische Achslastverteilung und Überbremsen. Möcht' euer Gesicht seh'n, wenn plötzlich bei nasser Fahrbahn das Heck ausbricht.
    Laßt den Scheiß wie er ist...

  • Denkt doch nicht immer so kleinlich. Ich behaupte einfach mal, er spricht von einer trommelgebremsten Ami-Vorderachse. :D

  • Vorderachse muss immer überbremsen. Ideale Bremskraftverteilung ist nur näherungsweise zu erreichen (aufgrund der abertausend verschiedenen Einflussfaktoren im realen Fahrbetrieb).


    Wenn er also über eine VA-Bremse philosophiert, dann würde ich zum aufschweißen von Rippen raten. Danach muss die Trommel aber wieder gewuchtet werden und neu ausgedreht werden --> Finanzieller Vorteil dahin. Von den Löchern würde ich nach wie vor abraten. Wenn überhaupt Löcher, dann eine Sinnvolle (Druckbeaufschlagte) Zuleitung für Kühlluft und eine (Unterdruckbeaufschlagte) Ableitung der Kühlluft (realisiert durch Fahrtwind). In diesem Falle im vorderen Bereich der Trommel an der Rückwand Löcher anbringen und am hinteren Teil auch hinten wieder abführen. So dass ein ständiger Luftstrom durch die Bremse geht. Für zu- und abfuhr der Luft müssen Luftschläuche verlegt werden, die idealerweise von vorne kommen und nach hinten gehen. Dabei könnte man versuchen Dreck abzufangen. Birgt aber wieder ein recht hohen Aufwand.


    Ansonsten mal schauen ob man Fotos von alten Rennwagen findet, vor 1960 oder 70 waren selbst da Trommeln noch standard.

  • dann eine Sinnvolle (Druckbeaufschlagte) Zuleitung für Kühlluft und eine (Unterdruckbeaufschlagte) Ableitung der Kühlluft (realisiert durch Fahrtwind). In diesem Falle im vorderen Bereich der Trommel an der Rückwand Löcher anbringen und am hinteren Teil auch hinten wieder abführen. So dass ein ständiger Luftstrom durch die Bremse geht. Für zu- und abfuhr der Luft müssen Luftschläuche verlegt werden, die idealerweise von vorne kommen und nach hinten gehen


    Genau dem meinte ich damit

    Zitat

    Ich täte eher in die andere Richtung denken und der Bremse mittels Leitblechen/Schläuchen o.Ä. mehr Luft zuführen wollen.


    wußte mich nur nicht so gewählt auszudrücken.... :D

  • wenn Trommel vorn' empfehl' ich anzünden - Scheißkarre

  • wenn die wirklich zu heiß werden bei deiner fahrweise, was man ja per thermometer messen kann, dann würde ich als erstes luftleitbleche zur besseren belüftung durch fahrtwind einbauen.


    an eine schlechte bremswirkung einer trommelbremse hab ich früher auch geglaubt, bis ich mal drüber nachgedacht und gelesen habe wieviel bremsfläche so eine trommel eigentlich hat. wenn die bremse in einwandfreiem zustand ist, was sie sein sollte, dann bremst sie an der hinterachse ausreichend.


    trommelbremsen an der vorderachse bremsen auch gut, ist dann halt ein geradeausbremser, hier wird ich mir gedanken über scheibenumbau wegen der fahrdynamik in kurven machen

  • Tromelbremsen sind von der reinen Wirkung her der Scheibenbremse sogar überlegen, unter anderem wegen der selbstverstärkenden Wirkung durch Auflaufprinzip. Sie haben halt das Problem der Temperaturabfuhr und nicht zuletzt eines recht hohen Gewichtes und eines großen Bauaufwandes. Des weiteren ist eine Trommelbremse schwieriger zu dosieren und die berechnung ist sehr kompliziert.

  • bei US-fahrzeugen älteren baujahres gibt es- z.b für die endvierziger buick und mercurys ne durchbrochene bremsankerplatte mit beküftungsgitter.man könnte das ganze, wie es auch früher bei hot rods gemacht wurde, mit luftleitblechen kombinieren.
    dasselbe haben auch rennmotirräder aus den 50er/frühen 60erjahre, berühmt ist hier z.b die grimeca-doppelduplex oder die yamaha-rennbremse.
    rost sollte bei entsprechender behandling der beweglichen teile z.b. mit kupferpaste zu vernachlässigen sein. löcher in die trommel selber zi bochren würde ich lassen, guss ist relativ spröde und kann brechen. da sind mir die zu erwartenden spannungen im material zu unberechenbar für.


    hier mal die grimeca, be-und entlüftet:
    http://victorylibrary.com/graphics/conical-bike.JPG
    die yamaha racing:
    http://www.pfeffer.ch/boecourt0415.jpeg


    gibt im zubehör auch kühlrippenringe zum aufsetzen auf die bremstromme. kosten 19,99 $ pro paar, wenn du mir den trommeldurchmesser und den innendurchmesser der felge gibst, schau ich gern mal, obs da was passendes gibt.versand fällt flach, ich krieg die über n bekannten in der US-kaserne friedberg.


    ich hab mir vorne auch windleitbleche vom Citroen BX GTI an den granada gebaut zur besseren belüftung. bringt meiner meinung auf der autobahn auch was...
    kann aber auch subjektives empfinden sein. 8|

    3 Mal editiert, zuletzt von quertreiber ()

  • wenn Trommel vorn' empfehl' ich anzünden - Scheißkarre


    Da muss ich Dich widersprechen mein Freund. Richtig sauber gemacht, Bremsen Trommeln rundum sehr gut. Nur Dosierung lässt IMHO sehr zu wünschen übrig (in meinen Fall).

  • Herr Elvis, ein Mustang ist auch kein Auto :D und ein Sechsender schon gleich gar nie nicht.

  • Herr Heinz, dann packen sie dass nötige Zeugs ein und wie bauen um, Platz, Halle und Bühne ist alles da :D

  • ach nö, schon wieder Arbeit :pinch:


    so, ich klink mich aus, sonst bekomm' ich eine drauf wegen Spam und so... :thumbdown:

  • bei 30% hinten ist jegliche optimierung bloße langeweilevertreibung.


    trommeln vorne sind dufte, wenn sie kühlrippen haben, schön von luft berieselt werden und die beläge diagonal eingeritzt werden.

  • stimmt. aber man hat was getan und es sieht gut aus.
    sonst könnte man ja golf fahren.

  • sind ja mal ne Menge Antworten ! In der Tat geht es um die Vorderachse von meinem 51er Bel Air.


    Bisher hab ich immer ganz cool gesagt ist halt ein "Männerauto" keine Servo und Einkreistrommel rundherum.


    Seit ich nun Papa bin ( 8Monate ) hat sich das ein wenig geändert und mir ist bewußt wie gefährlich die Karre nun ist


    mit dem Motor den ich da reingebaut hab. Das Ding bremst nicht sondern läuft einfach aus wie ein Supertanker.....und zwar wenn ich schnell unterwegs bin schnell heißt wirklich schnell 200 und mehr oder dichter Stadtverkehr mit häufigem bremsen .....ist halt ein gewisser Nervenkitzel bisher gewesen aber nun kann ich das nicht mehr so verantworten und in der Karre sitzen macht süchtig und schaltet das Hirn irgendwie aus :rock: das heißt die Bremse muss besser werden.


    Hinten hab ich ne Achse von einer Chevelle drin, die hat schon mal Kühlrippen serienmäßig, für vorne hab ich noch neue Radbremszylinder und nen unterdrunkgesteuerten Bkv von Girling für Einkreistrommel vom Buckelvolvo,bisher hatte ich auch geschlossene Chromfelgen drauf ohne jedwede Befüftung für die Trommeln jetzt hab ich nen Satz Torque Thrust geschossen aus Alu, also gute Wärmeableitung und Luft kommt so auch an die Trommeln,vieleicht reichen diese 3 Maßnahmen ja auch schon aus wollte halt mal hören was noch so für Ideen kommen. Schläuche muß ich auch noch machen, hab die Karre jetzt 14 Jahre seitdem sind die drin..


    Gruss Mike

  • versuch mal nen paar luftschläuche auf die trommeln zu richten, bringt zumindest noch ein wenig was.

  • - Kühlrippen aufschweissen ist kritisch wegen der Gefahr von Verzug, immerhin müßte man ja doch schon große Kontaktflächen (sprich: Schweissnähte) schaffen, um ausreichend Wärme abzuführen.


    - die Luftzufuhr-via-Schlauch-Nummer halte ich auch nicht für sehr effizient, da man wohl mindestens einen 50mm Schlauch braucht, dessen anderes Ende genau im Staupunkt der Frontmaske steht - könnte etwas eng mit dem Verlegen werden....
    Kleinere Durchmesser halte ich für sinnlos.


    - Trommeln anbohren ist Käse.


    Klingt völlig blöd und sicherlich unbefriedigend, aber die einzige Möglichkeit ohne Änderung an der Bremsanlage für Dich sehe ich darin, sämtliche Teile der Bremsanlage auf Neuzustand zu bringen und schmale Pellen und Felgen mit möglichst vielen Durchbrüchen zu fahren...


    Gruß,
    Stefan

  • also jetzt kapier ich die Welt nich mehr, für Chevy gibt's fast mehr Zubehör (und leider auch überflüssigen Kram) als Sand am Meer. Ein Conversion- oder Upgrade-Kit müßte erhältlich sein.

  • nur gehört das 51er Modell von der Technik her zu den " Vorkriegsmodellen " ich könnte aber, da die Achse trotzdem modern aufgebaut ist vom Prinzip her wie die vom Taunus oder Granda nur dopplet so stark vom Material her eine Achse von fatman verbauen eingentlich für 55-57 passt aber nur weiß t Du auch was die kostet ? Mal eben


    3000.00 Euro nur damit es besser bremst wenn man grad Papa geworden ist. . . . .


    und H ist damit unmöglich, haben die Iditoten bei nem 55er PU aberkannt weil nachweßlich nicht zeitgenössisch


    obwohl sicherheitsrelevant.


    desshalb hab ich auch geschrieben soll nix kosten und ein bisschen was hab ich ja schon investiert,


    Felgen, BKV, Radbremszylinder . . .


    Wenn man natürlich versuchen würde ne Granniachse. . . . wäre noch ne Idee :gruebel: