OT Lautsprecher kratzt, reparieren?

  • Moin,


    kürzlich hatte ich bei einem Treffen am Flohmarktstand Autolautsprecher erworben. Nun ist es so, dass ein Lautsprecher kratz. Wenn man die Membran mittig drückt kommt einen Kratzen und Schaben da wo es in den Magneten rein geht. Kann man da mit Hausmitteln etwas machen?


    Es soll doch nochmal wummsen :chrischi:

  • Wahrscheinlich ist er hart übersteuert worden und hat jetzt eine gecrashte Schwingspule. Das ist eigentlich ein Totalschaden, obwohl ausbauen und rekonstruieren theoretisch möglich ist.

  • solche großen dinger sind ja nicht gebaut worden um geschont zu werden und dabei das ewige leben zu haben. wie auch immer, dann wohl tonne. aber interessehalber,was verursacht das mechanisch kratzen? man spürt so richtig ein schleifen und kratzen wenn man die membran in die spule drückt. dachte man kann das zerlegen, das was schleift weg machen, bisschen wd40 dran und weiter gehts ;-)

  • Das kann man versuchen, aber ich glaub das ist sinnlos. Die Überlastung der Spule hinter der Membran tritt bei zu lange zu viel Wumms auf. Der Draht dort ist nur hauchdünn mit Lack isoliert und der magnetspalt schön knapp wegen der Effizienz. Der Lack kocht auf, wirft Blasen und kratzt dann. Das Problem ist, dass alles geklebt ist und genau zentriert werden muss.

  • Wenn es eigentlich eh Schrott ist, kannst Du lubrication, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen, ausprobieren. Ob sich der Magnet, zerstörungsfrei, von der Spule trennen lässt, ist allerdings die nächste Frage.

  • Der Draht dort ist nur hauchdünn mit Lack isoliert und der magnetspalt schön knapp wegen der Effizienz. Der Lack kocht auf, wirft Blasen und kratzt dann.

    nachdem ich jetzt noch eine zeichnung gegoogelt habe glaube ich zu vertehen was kratzt. ich dachte immer an der membran hängt ein magnet der sie schwinnung versetzt. aber der draht als spule sitzt ja an der membran.
    hört sich tatsächlich so an, als kratzt der spulendraht in dem magneten.

  • normalerweise duerfte man an den schwingspulenspalt nicht rankommen. durch die membran und die zentrierspinne verschlossen, die die staubsensible mechanik schuetzt. wenn doch, dann ist der treiber vmtl. beschaedigt. rekonen geht meist. frage ist nur ob es preislich lohnt.

  • schade, nee das lohnt sich sehr wahrscheinlich alles nicht, außer gebrauchten ersatz bei ka beschaffen. nächste woche will sohnmann party machen und der verstärker wird wieder voll aufgedreht

  • Ist ein Totalschaden, das lohnt höchsten bei Lautsprechern im 6-stelligen Bereich zu reparieren.

    Na ganz so schlimm ist es nicht.

    Aber wenn das Pärchen nur n paar 100 neu gekostet hat und nicht eher n paar 1000, machts trotzdem keinen Sinn.

    Bei jedem halbwegs namenhaften Hersteller kann man erstmal n Ersatzchassis anfragen.

  • Ich hatte mal den Fall, daß Korrosion den Spalt verkleinert hat.

    Ich dachte auch erst, daß die Spule selbst verbrutzelt war, und dachte mir, kaputt ist er eh, schaumermal nach.

    Drähtchen vom Terminal zur Schwingspule an den Terminals abgelötet, Membran vorsichtig vom Gehäuserand gelöst,

    sodann die Membran mit der daranhängenden Spule vorsichtig gerade aus dem Ringspalt gezogen.

    Es zeigte sich (bei meinem Lautsprecher), daß die weiße Korrosion der Verzinkung in den Spalt hineingewachsen ist.

    Ich habe einfach mit feinem Schmirgelpapier und WD40 den Spalt gereinigt und alles wieder zusammengebaut.

    Versuch macht kluch ... ist ja nicht viel Aufwand.