Umrüstungstips für Ford Knudsen Turnier MK1

  • Hallo Zusammen,


    ich hatte hier bereits einen Beitrag verfasst und zahlreich Hilfe erhalten bzw. das damalige Problem auch gelöst.



    Zwischenzeitlich bin ich leider selbst für einige Zeit ausgefallen und möchte mich nun meinem Ford wieder wiedmen.


    Aktuell läuft der Taunus nach längerer Standzeit nicht sofort und benötigt daher immer etwas mehr Aufwand bis er dann läuft.

    Anlassen, kurz warten - dann paarmal pumpen etc. sowie Rückschlagventil sind mir bekannt aber bieten nicht wirklich abhilfe wenn

    man nach z. B. 3 bis 4 Wochen Standzeit einfach mal lust hätte sofort eine kleine Runde zu drehen. Die üblichen Verdächtigen

    wie Benzinpumpe, Leitungen, Vergasermembran, Nadelstand, Feder-Kugel, Zündung etc. etc. sind bereits gecheckt oder erneuert

    wie in meinem Vorbericht beschrieben.


    Ich hatte nun überlegt ob ich nicht eventuell doch alles auf einen anderen Vergaser (derzeit FoMoCo mit Startautomatik) umstelle

    und bin mir nicht im klaren ob das was bringen würde und was die günstigste, problemloseste Plug&Play bzw. Plug&Drive Lösung wäre.


    Zudem lese ich immer wieder über elektronische Benzinpumpen, deren Einbau mit Relais für mich ein Buch mit sieben Siegeln wäre. Dann hatte ich gelesen das bei längerer Standzeit gerne Benzin in der Schwimmerkammer verdunstet (wohin eigentlich bei völligem Abschluss?)und es hilfreich wäre hier z.B. mit einer Spritze über den Überlauf Benzin vorab einzufüllen. Ich hatte stattdessen überlegt ob mangelnder Sprit in der Schwimmerkammer nicht eventuell über einen auf gleichem Niveau nähe des Vergasers verbauten Catch-Tank die Lösung sein könnte um schneller an Sprit zu kommen. Benzin würde ja dann in der Leitung anstehen und würde nicht immer wieder über die lange Tankleitung zurückfließen (Aber ein Rückschlagventil tut doch genau dies?) Kann das Sinn machen oder nicht?


    Generell fahre ich den Wagen nur im Sommer somit könnte man vermutlich auf die Startautomatik verzichten. Benötige ich dennoch einen Choke oder kann darauf auch verzichtet werden.


    Vielleicht hatte ja schonmal jemand das gleiche Problem oder hat selbst aus irgendwelchen Gründen umgebaut.

  • ... die grundsätzliche Startprozedur ist aber bekannt?


    2. wenn die Karren 3-4 Wochen stehen ist es völlig normal, das es ein wenig dauert, bist Monsieur oder Madame geruhen anzuspringen :dunno:

  • Viel Text. Zugegebenermaßen zuviel für den frühen Abend.


    Aber, wie Bonnie schrob: völlig normal.

    Zweimal fest aufs Gaspedal latschen, dann orgeln, bis der Anlasser glüht und die Karre anfängt ins Leben zurückzukehren. Schlüssel loslassen, nochmals aufs Gas latschen und weiterorgeln. Dann sollte er kommen.


    Zumindest, wenn die Einstellung halbwegs stimmt.

  • Ey du hast mein Auto

  • Keine Ahnung, ob ich das schonmal in deinen Fred geschrieben habe oder nicht... daher nochmal:


    Ich finde es super, dass die Kisten dann nicht sofort anspringen.

    Ich lass ihn immer so lange leiern, bis die Öldrucklampe aus ist und erst dann starte ich den Motor. Dann hat er wenigstens überall Schmierstoff.


    Wenn man im Alltag, täglich unterwegs ist, spielt das natürlich eine untergeordnete Rolle, da dann nicht das gesamte Öl in die Ölwanne läuft. Nach 4 Wochen kann man ihm aber schon etwas mehr Zeit für den Start geben.

  • Alles schön und gut aber beantwortet nicht wirklich meine Fragen ...


    1 ) Vorförderpumpe und gut is ... kann ich mir sogar vorstellen aber wenn dann welche und wie verbaut? Tips?

    2 ) Startprozedur und schonender Umgang o.k. aber:


    Seit meiner Jugend hatte ich bereits ein 26 P7 A Coupe, andere P7, P5, Granada, Consul, Knudsen ...

    jedoch keiner dieser Wagen benötigte eine 10-Minütige Startprozedur nach 2 bis 3 Wochen Standzeit.

    Bisschen Pumpen, kurz warten, nochmal pumpen und läuft kennt man. Orgeln bis der Arzt kommt und

    den Defibrilator auspackt kenne ich bislang noch nicht. Im Gegenteil - in den 80ern kam man noch gut
    an Scheunenfunde oder abgestellte Wagen. Sprit rein, kurz pumpen, paar mal orgeln und der Wagen

    lief schon wieder. Gut das ist schon wieder eine Zeit lang her aber dennoch ist irgendetwas anders.

    War der Wagen mal warm, so springt er auf die erste Umdrehung an. Ich tippe daher immer noch auf

    die als anfällig bekannte Startautomatik vom FoMoCo oder zu wenig Sprit beim losorgeln ...


    Stimmt ! Ganz schön viel Text ... :-)

  • Ewig orgeln, wenn der Karrn lange gestanden hat, habe ich auch mit einer anderen Marke. Da erschwerend mit Choke, der es wesentlich erleichtert, die Zündung absaugen zu lassen.


    Sprit läuft einfach in den Tank zurück. Meiner Meinung nach, passiert das leichter, wenn der Vergaser schon mal geöffnet und mit einen Dichtsatz aus neuerer Produktion, wieder zusammengesetzt wurde.


    Öfter fahren hilft auch...

  • Gude

    Du kannst die KS Pumpe von Stefan kaufen und an einen Platz deiner Wahl an Silentblöcken in die Saugleitung verbauen. Die wird dann auf der einen Seite zur Druckleitung. Die originale Pumpe samt Stößel baust du dann aus und montierst einen Blinddeckel anstelle der Pumpe den du kaufen oder selbst aus Blech anfertigen kannst.

    Den elektrischen Anschluss kann man auf mehrere Arten realisieren, TÜVig ist nur: Motor aus-Zündung an: Pumpe aus

    Den Schaltplan brauchst du erst wenn die Pumpe im Auto eingebaut ist.

  • Wurden die Leitungen ALLE schon mal erneuert?

    Sind die Anschlüsse alle dicht?

    Neben Verdunstung, zu dem der aktuelle Sprit eher neigt als der damalige mit Plumbum, sorgen auch winzigste Undichtigkeiten dazu das Luft für Rückfluss sorgt.

  • Alles schön und gut aber beantwortet nicht wirklich meine Fragen ...


    1 ) Vorförderpumpe und gut is ... kann ich mir sogar vorstellen aber wenn dann welche und wie verbaut? Tips?


    Stimmt ! Ganz schön viel Text ... :-)

    deine Fragen sind eigentlich beantwortet.


    Wenn du ein paar Beiträge zu der Thematik hier durchliest findest du auch was zu Vorförderpumpe.

    Ich hab da jetzt keinen link zu aber das ist findbar.


    Allgemein:

    Weniger schreiben, weniger fragen.

    Mit lesen kommst du schneller ans Ziel - wie die meisten hier. Dieses Forum ist voll mit wertvollen Tips und Tricks.


  • Alternative zur elektrischen Pumpe: Einen Pumpball für Benzin vor der Pumpe in die Leitung setzen und nach längerer Standzeit betätigen, bis zumindest der Filter gefüllt ist. Mein Taunus macht das auch, da brauch ich ca 3 - 4 x 30 s orgeln, bis er anspringt. Mit der Pumpe war das dann gut.

    So was in der Richtung:

    https://ebay.io/m/uwSFcP

    Aber nicht genau die - die ist aus Chinesium und ca einem Jahr pumpst du dir dann den Sprit in die Hand … frag mich woher ich das weiß.

    Hab mir bis jetzt nicht mehr die Mühe gemacht, nach einer vernünftigen Pumpe zu suchen. Da wäre ich für Empfehlungen offen

  • Noch 2 Kommentare:


    Weniger schreiben, weniger fragen.

    Mit lesen kommst du schneller ans Ziel - wie die meisten hier. Dieses Forum ist voll mit wertvollen Tips und Tricks.

    Eigentlich ist so ein Forum zum Fragen da. Funktioniert die Suche mittlerweile denn wieder?

    Wenn man hier nur noch neue Fragen stellen darf und auch sonst eher weniger schreiben sollte, dann wird es vermutlich schnell ganz still 2ct


    Unabhängig davon ist das Thema schon mehrfach besprochen worden, aber bis auf die Vorförderpumpe (wurde ja schon erwähnt, dass er es elektrisch nicht so hat) keine Lösung gefunden.

    Meine Nuss hat das Problem in ähnlicher Form, hat aber mittlerweile den Weber DGAV drauf - kann also nicht nur am FoMoCo Vergaser liegen. Der Granada ist heute nach 4 Wochen beim 2. Mal Schlüssel drehen aufgewacht. Ist das vielleicht besonders eine OHC Krankheit? :gruebel:

  • Die oben erwähnte / angebotene Hardi-Pumpe ist für Vergaser ideal, speziell, wenn keine Rücklaufleitung vebaut ist.


    Je nach verwendetem Pumpenrelais lässt sich Primerbetrieb zum Füllen der Schwimmerkammer entweder durch das Relais selbst, oder durch einen kleinen Taster realisieren. Hüco 132000, 132001, ein baugleiches Hella 4RP 008 189-01 (mit Hüco-Elektronik) oder Pierburg Satz Nr.: 4.05288.50.0 sind geeignet. Kosten sind unter 50.- EUR


    Die Pumpe ist selbstansaugend bis 1m über Benzinniveau, kann also praktisch an jeder Stelle verbaut und in die Tankleitung eingeschleift werden. Sie fördert die Kammer voll, bis etwa 0,3bar anliegen, danach reduziert sie die Förderleistung ohne Rücklaufleitung bis auf Null. Das klingt ungefähr so:
    RRRRR R R R R R R Tack - Tack - Tack - - Tack - - - Tack ...

    und der Vergaser hat dann sein "Frühstück" an Ort und Stelle.

    Hinweis: Mit Rücklaufleitung schaltet sie nicht ganz aus, weil die 0,3bar nicht dauerhaft bestehen bleiben, das gelegeentliche Tack - - -Tack - - -Tack ... bleibt dann.


    Empfehlung: Die Pumpe hat eine Temperaturschutzschaltung, die nach flotter Fahrt dann gerne bei Schleichfahrt auslöst, wenn der Billig-Benzinfilter zusitzt. 10 - 15 Minuten "Raucherpause" sind dann die Folge.

    Deshalb einfach ein Filter aus der Renault- oder Peugeot-Welt verbauen, das unwesentlich mehr Geld kostet bei wesentlich mehr Filterfläche.

    Die Hardi werden meist mit 4 oder 5A abgesichert, 2,5A träge reicht aber bei knapp 2A Höchststrom der Pumpe auch (Glassicherung)

  • Ist das vielleicht besonders eine OHC Krankheit? :gruebel:

    Mein 2l OHC mit Weber hatte das Problem net. Ist sogar nach der Winterpause nach max 15sec orgeln angesprungen.

  • Meiner braucht immer 2x 4-5 Sekunden orgeln dann 2x Gaspedal langsam treten und langsam wieder zurück kommen lassen.

    Dann startet er immer.

  • Ich kenne solche Allüren von meinem Transit (OHC) gar nicht. Da klebt eher immer wieder mal die Kupplung...


    Auch bei meinem Chevy keinerlei solcher Probleme bisher.

    Ebenso bei allen anderen Vergaser-Karren die ich bisher so gefahren habe..

  • Na dann ist das wohl ein Problem bestimmter Fahrzeuge und hat nichts mit dem Motortyp zu tun - dann suchen wir mal weiter….

  • Stark modifizierter OHC; Auch nach mehreren Wochen Stillstand keine solchen Probleme, allerdings blieb da auch die Schwimmerkammer fast voll ... Vergaser war dabei ein massiv modifizierter 32/36DG(A)V und anfangs eine mechaniscge Benzinpumpe, später dann die elektrische Hardi 18812V mit 2 Sekunden Primervorlauf beim Einschalten der Zündung (Hella-Pumpenrelais mit Hüco-Elektronik)

  • Mein Granada V6 hat das auch.

    Ich glaube, es gibt einen Zusammenhang, ob der Vergaser schon mal auf war (und vielleicht der Deckel verzogen wurde)

  • Klebende Kupplung war bei meinem KitCar eine schlechte Motormasse. Der Anlasser holte sich dann Masse über den Kupplungszug und bei der Erwärmung schmolz die Seele im Aussenmantel fest.


    Treten des Kupplungspedals "brach" den Zug wieder lose und die Kupplung funktionierte wieder ...

  • Alternativ zur ewigen Orgelei könnte man auch einfach vor dem ersten Start nach der Winterpause einen Schluck Sprit in den Vergaser kippen. Da halte ich aber Marcels Hinweis zum Öldruck auch für recht hilfreich.