Nockenwelle gesucht

  • Hallo zusammen,


    nicht Ford, aber trotzdem Hecktrieb...


    Ich suche für eine 31er Sunbeam M90 eine Nockenwelle, von der ich die Nocken ohne Umschleifen übernehmen kann. Ja, ich weiß. Wird nicht einfach werden. Die M90 hat 500ccm, OHV, Stößelstangen über Schlepphebel betätigt.


    Grundkreis: ca. 31 mm

    Hub: zwischen 7 und 9 mm

    Nockenbreite: mindestens 13 mm


    Muss definitiv von einem Schlepphebel/Kipphebel-Motor kommen. Nix Stößel.


    Gibt es da bei euren alten Ford irgendwas, das passen könnte?


    Danke!

    Mirko

  • Stößelstangen und Kipphebel kenn ich (Kent z.B.), aber bist Du mit "Schlepphebel" sicher? Zeichnung, oder Foto?

    Einzylinder?


    Was ist der Hauptgrund und die Motivation, wenn Du sowas andenkst? Nimmst Du die Nocken selbst für eine "gebaute Welle" oder willst Du eine Welle finden, die komplett passt, also auch Steuerzeiten, Spreizung / Überschneidung, Erhebungkurven (Stichwort Ventilbeschleunigung, Höchstdrehtahl,bFederhärtefinden ist imho praktisch unmöglich ohne erforderliche Nacharbeit.


    Zielführend wäre imho, die bisherie (verschlissene) Welle ggf genauestens zu vermessen und abgentzte Stellen durch Aufragschwei0en, Schleifen und Nitrieren/Härten zu restaurieren. Nur bei Bruch der bisherigen Welle käme Aufschweißen nicht in Frage. Dann wäre immer noch zielführend und hilfeich, vorhandene, noch vermessungsfähige Nocken z.B. mit Messuhr / Gradscheibe gradweise auszumessen und die Welle danach in der Geometrie zu bestimmen und nachzubauen. Oder ich gebe die Welle als Muster zum Spezialiten, der danach meist einen Misternocken fertigt und die Welle baut.


    In den dreißiger Jahren waren "gebaute" Nocken- und auch Kurbelwellen noch recht häufig, da Drehzahlen, Flächenpressungen, etc, noch wesentlich zahmrt waren. Allerdings ist die Arretierung der Nocken auf der Grundwelle nicht so gaanz profan und erfordert Hirnschmals und auch meist aufwändige Maschinenarbeit (Profile räumen, Passungrn hersllen, Komponenten der gebauten Welle ausrichten und verpressen, .... Sehr wertvolle Hilfestellungen bietet Ludwig Apfelbeck, der in seinem Buch "Wege zum Hochleistunngs-Viertaktmotor" sogar eine Eigenbau-Nockenschleifmaschine beschreibt und sich auch intensiv mit der dahinter stehenden Nockengeometrie befasst. Schrib mich an wenn Du mehr dazu wisen willst.


    Selbst ohne präzise Mascinen(arbeit) eine Nockenwelle herzustellen, ist imho unmöglich.