Verzinnen

  • Hab irgendwo gelesen, dass die EU Karosseriezinn wgn des Bleianteils wohl zeitnah verbieten will. Hab daraufhin mal 15 Kilo geordert, liegen nun hier auf Lager. Hab mich dazu auch schlau gelesen, ohne dabei wirklich schlauer zu werden. Klar gibt es dazu Videos, manche raten davon ab, da ja bei den Verzinnpasten Salzsäure im Spiel ist, die dann wieder kontraproduktiv wäre....


    Mir ist auch klar, dass das Karosserieblech " sauber " sein muss, wer kann will das aus Erfahrung kommentieren?


    Höre gerne

  • Richtig verarbeitet ist Zinn halt einfach ungeschlagen, es reißt nicht, schrumpft nicht, platzt nicht ab...


    Aber der Aufwand ist halt schon deutlich höher und bei Fehlern in der Verarbeitung kann man sich fiese Rostnester schaffen, oder durch die Hitze Verwerfungen im Blech.

  • Hab vor 20 Jahren ähnl. viel gekauft, da damals ähnl. im Gespräch war... Keine Ahnung obs da noch nen anderer Bleianteil war als heute und man nur über die Konzentration spricht die immer weiter runtergesetzt wird.... Ich hab lange nichts verzinnt, aber ich nehme die säurehaltige Paste bei geschlossenen Oberflächen, da ich damit besser zurechtkomme und die säurefreie Paste, wenn Falze etc. gezinnt werden, bzw. halt Spalte wo sie reinlaufen kann.

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  • Ich war jung und dumm, aber die Idee fand ich damals, 1992 gut, die Radläufe hinten prophylaktisch erneuert, rückblickend hätte es das nicht gebraucht, wurde dann mit Glasurit Spachtel gemacht, trotz 10 + Jahren Standzeit in der feuchten Scheune, sehen die Radläufe immer noch top aus, will die aber old school verzinnen, sollte sich dazu mal Zeit ergeben. Danke für den link, wenn es soweit ist melde ich mich.

  • Zinnstangen unterliegen auch einer Alterung, wird im Video erklärt, ob da bunkern was bringt?

    Das halte ich für vernachlässigbar. Unter der Theke bekommt man immer noch das "gute Zeug" für Oldtimer Restaurationen, ähnlich wie beim Acryllack. Glühbirnen kauft man in China, Haartrockner in der Schweiz ;)

  • Wenn Du sie zeitnah verarbeitest, bleibt das unbedeutend.

    Sollen die allerdings deutlich länger gelagert werden, könnte eine Konservierung vorteilhaft sein.

  • Braucht hier jemand Zinn in Stangen? Ich hab ein Problem mit den Prioritäten, was ich gerne machen würde wird von der Realität mit Job & 2 Grundstücken mit Häuschen drauf eingeholt

  • Jetzt mal ehrlich: was soll denn an so Zinnstangen altern? Außer ner minimalen Oxydschicht außenrum? Die beim Reinlöten eh verbrennt....

  • Hab mal gegoogelt - und da der Anteil an Blei im Zinn so hoch ist, dass es eigentlich Lötblei heissen müsste, wird da eben aussenrum ne Oxydschicht entstehen, die beim erhitzen evtl. als Schlacke erscheint, die wiederrum ohnehin abgewischt wird.

  • Reines Zinn kann von der Zinnpest heimgesucht werden, zerfällt dann, aber mit Blei legiert sollte das eigentlich kein Problem sein.

    Im Prinzip ist das ja wie Lötzinn ohne Seele, mein Sn60Pb Lötzinn wird jetzt auch schon 20 Jahre alt ohne dass es Probleme gäbe, und das hat eine verhältnismässig riesige Oberfläche wo es altern könnte…

  • Das Verzinnen ist eine Kunst für sich. Mein Karosseriebauer (mittlerweile 70 Jahre alt) ist ein Virtuose beim Verzinnen, der kann das.

    Ich habe mir alles erklären lassen aber bekomme es nicht gut hin....


    Er nimmt immer das da:


    Zinnstangen


    Und dazu das:


    Paste

  • Saubere Vorarbeit sprich sauberes Blech soll das A & O sein, dann noch die Temperatur so hinbekommen, dass das Zinn von der Konsistenz " pastös" ist, einem nicht davon läuft, und der Untergrund muss ja auch die richtige Temperatur haben....


    So hab ich es mir von einem gelernten Karrosseriebauer den ich inder Kundschaft habe erklären lassen. Nur macht der gute Mann das seit über 40 Jahren.

  • Pastös bzw teigig ist das Stichwort. Mit dem richtigen Zinn kannst du diesen Zustand in einem gewissen Temperaturfenster halten, während das Dackdeckerzinn ab nem bestimmten Punkt flüssig wie Wasser wird und unkontrollierbar runterläuft (stehende Fläche)