DIe Erbringen Keine Rechtschaffene Arbeit

  • Oder Das erfährt keine richtige Anerkennung!


    Oder auch DEKRA.




    Heute von nem Kollegen erzählt bekommen... ergab sich so. Er bzw. seine Frau hätten auch nen Audi 80, ne Limo, aber H käme da nicht dran, das wäre ja doof mit der jährlichen Untersuchung.


    Ich mit recht unintelligentem Gesichtsausdruck: "Hä?"


    Die Dekra in einer nahegelegenen Kreisstadt hat ihm bei der Begutachtung erzählt, mit H müsste man zu einer jährlichen (natürlich gebührenpflichtigen) Art HU kommen, damit geprüft werden kann, ob in den letzten 12 Monaten Veränderungen am Fahrzeug vorgenommen worden sind. Bzw. dass eben keine vorgenommen wurden.


    WTF? :wonder:


    Außerdem haben sie ihm gleich gesagt, dass er mit DEM Auto sowieso kein H bekommt... wegen des RADIOS! Der Wagen ist 33, scheckheftgepflegt bei Audi, hat aber ein moderneres Radio (erst 18 Jahre alt). Und eben dieses haben sie als absolutes No-Go bezüglich H angesehen.


    Ja geht's eigentlich noch?


    Ich hab dem Herrn dringend empfohlen, mal beim TÜV direkt oder GTÜ oder KÜS oder so wo vorbeizuschauen.


    Sachen gibt's!


    :tina::tina::tina:

    Einmal editiert, zuletzt von Bonnie ()

  • Ich war letztems bei der Dekra und habe da was anderes erlebt. Er hat mich gefragt warum mein Volvo 744 kein H hat , er wäre ja noch sooo schön innen ( eigentl. Armaturenbrett zerkratzt, Türeinleger locker, Himmel nicht original ,Sitze leicht unterschiedlich)

    Den Lack einmal aufpolieren die rostigen Steinschläge ausbessern (man darf sogar sehen das etwas ausgebessert wurde) und dann sollte es kein Problem sein.

    Für mein empfinden ist der Volvo, mit seinen 35 Jahren ,doch schon sehr verwohnt und verlebt.

  • Das Thema modernes Radio hatte ich vor 15 Jahren schon, als vertretungsweise der Chef in der GTÜ Prüfstelle den P6 angesehen hat. Ich musste nicht viel sagen damit er meinen Standpunkt erkannte und hat sich dann doch für die Fortführung seiner Arbeit entschieden.

    Immer daran denken, die Reifen, die Wischerblätter, Öl, Kühlwasser, Bremsbeläge sind in der Regel auch nicht so alt wie der Rest des Wagens und das ist auch gut so.

  • ich frage mich eher, warum man mit nem g kat fahrzeug über h h nachdenkt und sich den stress antut?

    Ich würde tatsächlich ungern auf meinen Bestandsschutz verzichten wollen in Zeiten, wo die Umweltpolitik immer beknackter wird. Ich glaube da biste noch am sichersten wenn die Karre wenigstens ein H hat.


    Aber sonst hast du natürlich Recht, Steuerlich macht das wenig Sinn unbedingt ein H Kennzeichen zu bekommen, obendrein den "Stress" die Karre gepflegt zu halten.

  • Dann bracht man aber die originale Abdeckung für den leeren Radioschacht.

    Da würde ich lieber das leere Hirn abdecken und eine andere Prüfstelle aufsuchen.

  • Immerhin kann man das ja seit vielen Jahren machen, stellt der eine sein leeres Hirn zu offensichtlich zur Schau, fährt man einfach woanders hin. Ich habe mich über Jahre immer mit einem Prüfer abgequält weil ich dachte, die sind alle so.

    Aber seit zwei Jahren fahre ich mit in Summe 5 zu prüfenden Fahrzeugen eben woanders hin, wo es ohne Blödsinn geht.

  • Dann bracht man aber die originale Abdeckung für den leeren Radioschacht.

    Da ist doch schnell was gebutcht: Blech entsprechend abkanten (wenn überhaupt); lacken oder mit entsprechendem grauen, schwarzen usw, Kunstleder überziehen; hinten dran irgendeinen Verhau gespaxt auf dem man die Blende mittels (angeklebten) Magnet hinzaubert?!

  • Dann bracht man aber die originale Abdeckung für den leeren Radioschacht.

    Da würde ich lieber das leere Hirn abdecken und eine andere Prüfstelle aufsuchen.

    Ich bin die erste Zeit im Capri einfach mit nem defekten Uralt-Radio rum gefahren, das nur so lose im Schacht hing :thumbsup:

  • Ich hatte mal die Situation, daß ein Prüfer sich über den Aufkleber mit der E-Prüfnummer an der neu verbauten Anhängerkupplung echauffiert hat, weil es zur Bauzeit des Wagens keine solchen Aufkleber mit E-Prüfnummern gegeben hat.

    Ich habe ihn dann gefragt, ob ich denn dann jetzt auch Reifen mit zeitgenössischer DOT-Nr. montieren soll.

    Er hat dann kurz nachgedacht und hatte dann kein Problem mehr mit der Anhängerkupplung.

  • bei soviel geschummel und ideenreichtum fragt ihr euch warum das so streng geworden ist. h nur noch für originale vorkriegskutschen, fertig! :kowa:

  • Wenn der TÜV Prüfer sich schon über das Radio aufregt :sinnlos:

    Ich habe, allerdings nur zufällig, im Benz eins aus dem W210 drin (das verbaute Grundig hatte plötzlich den Dienst quittiert), den es 1981 bekanntermaßen nicht gab. Original war’s glaube ich mal ein Becker, was mittlerweile unbezahlbar ist, Kacke aussieht (mMn) und nix wirklich kann. Was würde die Dekra wohl zu den 12 Zoll Basslautsprechern in meiner Hutablage sagen )A(

  • ...dass man(n) ein Radio (temporär) ausbauen kann hat sich herumgesprochen!? coyo


    Ja, mein lieber Jürgen, das ist tatsächlich klar. Die Idee des Besitzers war, für die Prüfung das alte, originale (aber defekte) Radio einzubauen, soweit kein Problem.


    Das einzige, was ihn wirklich davon abgehalten hat, war die Aussage des DEKRA-Menschen, dass er dann künftig mit H jährlich zur Vorführung (samt entsprechender Gebühren) erscheinen musse. Das ist der eigentliche Stein des Anstoßes für mich. :paranoid:

  • Vor allem die alten Radios ohne DIN Schacht erfordern schon etwas Mehrarbeit beim Ausbau.

    Darum geht es ja. Lässt sich das Radio zu einfach ausbauen, ist es nicht H Konform, aber lässt sich eventuell einfacher gegen einen Dummy tauschen.

    Aber, wo wir gerade bei Dummy sind: wenn mich so eine Pissflitsche verarschen will, gehe ich eindeutig den einfachen Weg. Und der führt eindeutig in eine andere Prüfstelle und nicht dahin, daß ich dem Typen irgendwas unsinniges Recht mache. 2ct

  • Genau das hab ich ihm ja auch empfohlen. Mal sehen, ob da morgen oder nächste Woche eine Erfolgsmeldung kommt.


    Dass das H rein steuertechnisch in dem Fall keinen Sinn macht, ist ihm durchaus klar. Geht wohl dabei eher um die Würdigung des ererbten und seit EZ im Familienbesitz befindlichen Lieblingsfahrzeugs.