welche Hinterachse taugt für nen 2,8i im Taunus?

  • Bei genauerer Betrachtung stellte sich die in meinem Taunus verbaute Hinterachse als völlig verschlissene 4.11er Kombiachse heraus.

    Das hat mit dem 2,8i an der Ampel bestimmt für Überraschungen gesorgt, aber nun hat die Mechanik darin so viel Spiel, wie eine Murmel im Suppentopf...



    Jetzt überlege ich, welche Hinterachse für mich "passen" würde.

    Schnellfahren muss ich nicht, aber bei 120 entspannt fahren, wär schon gut.

    Beschleunigung ist mir wichtiger, als Endgeschwindigkeit, ich habe mich allerdings noch nicht endgültig entschieden, ob es ein Automatik bleiben soll (hatten die Automaten andere Übersetzungen?)

    Also Lastenheft wäre:


    Stabil genug für den 2,8er

    Gute Beschleunigung

    Cruiserdrehzahl bei ca. 120 km/h


    Was meint ihr?

  • Ich kenn mich jetzt bei Nüssen nicht im Detail aus, aber meine Erfahrungen mal vom Capri.

    Serie 2.8i ist dort 3,09. Kann man fahren, wenn man 200Ps hat, ansonsten etwas lahm. Merkt man deutlich den Unterschied zur 2.3er Achse.

    Die meisten die von 2.3 auf 2.8 umgebaut haben, haben die 3,22er Achse drin gelassen. Bei mir im Silbernen ebenfalls so passiert.

    Fährt sich sportlich spritzig, aber man kann damit noch entspannt Langstrecke fahren.

    Die nächste Wahl ist die 3,44er welche es auch im Taunus gab.

    Höheres Drehzahlniveau, aber auch noch völlig im Rahmen für Langstrecke, man neigt eher zum heizen :biggrin

    Die 3,75er ist dann eigentlich schon nichts mehr für den Alltag, bzw zum zügigen Fahren auf der Autobahn, bzw kommt halt drauf an wie sehr einen ne hohe Drehzahl stört.


    Würde an deiner Stelle der Einfachheit halber zur 3,44er tendieren, da du ja was von "cruisen" geschrieben hast und es dir eben wie gesagt so von Werk aus gab.

    Um die Drehzahl auf der Autobahn zu senken empfiehlt sich am ehesten n 5 Gang, bevor man dem Motor die ganze Dynamik mit einer dicken Achse nimmt.

    Wenn ich mich nicht täusche ist der höchste Gang bei den alten Automaten immer 1:1 also direkt durch, 5 Gang T9 idR 0,82:1, da ist der 4te die direkte Welle durch. Man hat also effektiv n Gang mehr, der die Drehzahl senkt.

  • Ich hab im Capri die 3.44 mit 2.0 V6 und Automatik.


    Macht Spass, aber das Dehzahlniveau ist schon relativ hoch, auf der Autobahn ist man schnell auf 4000.


    Mit dem 2.8 würde ich definitiv mindestens eine Größe länger nehmen.


    Und Drehmoment ist durch das Automatikgetriebe untenrum sowieso da.

    Die Automaten unterscheiden sich übrigens nur durch die Wandlerübeesetzung.

  • I. . . . . .

    Würde an deiner Stelle der Einfachheit halber zur 3,44er tendieren, da du ja was von "cruisen" geschrieben hast und es dir eben wie gesagt so von Werk aus gab.

    Um die Drehzahl auf der Autobahn zu senken empfiehlt sich am ehesten n 5 Gang, bevor man dem Motor die ganze Dynamik mit einer dicken Achse nimmt.

    Wenn ich mich nicht täusche ist der höchste Gang bei den alten Automaten immer 1:1 also direkt durch, 5 Gang T9 idR 0,82:1, da ist der 4te die direkte Welle durch. Man hat also effektiv n Gang mehr, der die Drehzahl senkt.

    Schließe mich da voll an die Aussage von Nico95 an. Die 3.44er Übersetzung paßt bei 4 Gang oder Automatik gut. Wer ausschließlich Autobahn fährt sollte aber 3.09er nehmen.

    Der 2.8er mit Automat und 3.44er Achse fährt sich schon geil. In den 80zigern lange im Nußcoupe gefahren. Hat immer für große Augen gesorgt beim losfahren über die Kreuzung rüber. Während die noch ihre Gänge sortiert haben war ich schon drüber.


    LG

    Andreas

  • Ich würde zur 3.22 raten. Fahre die mit 5 Gang und 2,8 er Vergaser . Vater hatte mal ne 3,09 drin, war ihm zu lahm . Jetzt liegt die im Regal und die 3,22er ist wieder drin.

    Ich hatte vorher eine 3,44 drin, auch die geht noch, aber vom Drehzahlniveai her ist die andere angenehmer. Und der Motor hat genug Kraft, um damit in der Ortschaft im 5. zu rollen.

  • Wird hier von Capri Achsen gesprochen?

    Soweit ichs im Kopf habe ist im Taunus original die längste Achse die 3.44er

    Aber natürlich könnte man auch Capri Innereien in einer Taunus Achse verwursten.


    Ich hab die 3.44er in Kombination mit einem T9 und dem 2,9i als recht angenehm in Erinnerung.

  • Richtig, längste ÜS im Taunus ist 3,44.

    Ein Umbau natürlich möglich.


    In meinem 2,8er (Vergaser) Taunus ist die auch drin.

    In Verbindung mit dem originalen Wandler vom 2.0 V6 ist das durchaus spritzig (für damalige Verhältnisse) aber auf der Bahn wirklich schnell in hohen Drehzahlen.

    Natürlich nicht so schnell wie die 4,11er :laugh:


    Ich würde mir die 3,44 besorgen und fahren.

    Dann kannst Du erstmal fahren und später entscheiden ob Du da noch was ändern möchtest.

  • Hier geht es vermutlich um Äpfel, Birnen und Pfirsiche.

    Im Taunus war die längste Achse die 3,44. Das zusammen mit dem Fünfgang ist für Geschwindigkeiten, die in diesem Kleinwagen eine ordentliche Mischung aus Mut und Wahnsinn erfordern, völlig ausreichend.

    Angegeben sind 2,0V6 bis 2,8V6 mit max RPM von 5700 und nur der i erhöht auf 6000. Meint, was für den Zwoliter taugt, reicht dem großen Vergasermotor auch. Vor allem, wenn man gemütlich durch die Lande schweben möchte.

    Ach nee, Schweben ist grosse Scheisse und hier bleibt es bei Fahren. Aber halt trotzdem.

  • aber wir vergleichen immerhin Früchte. Capri und Taunus haben auch den gleichen Raddurchmesser bzw Umfang. Einzig bezüglich der Masse oder des Gewichts bin ich im Unklaren. Aber ansonsten kann man da schon durchaus Vergleiche ziehen.


    Grad gegoogelt Leergewicht fast identisch. Blöderweise muß man schauen, was bei Capri angezeigt wird. Die dämliche KI kommt mit der Stromrutsche an.

    Einmal editiert, zuletzt von Keule ()

  • Bei Richtgeschwindigkeit, irgendwo zwischen 120 und 130.

    Ah OK, wir reden aber von dem seidenweich laufenden millionenfach bewährten V6 von Ford. Da merkt man die Drehzahl doch nicht, es sei man hat ein Drehmesser. :biggrin


    LG

    Andreas

  • Also ist das sinnvollste und einfachste vermutlich ne 3,44er Achse zu nehmen und ggf noch n 5 Gang.

    Alternativ habe ich hier noch Innenleben einer (glaube) 3,22 Capri-Achse, würde ich ggf tauschen gegen die 4,11. Muss ich vorher nochmal den Rechner bemühen. Schleppmoment-Lehre kann ich dir auch leihen zum Umbau.

  • Du hast überlesen, dass die mausetot ist die 4.11er…

    Man kann hier ja leider keine Videos einstellen, aber das Ding hat ordentlich Spiel in alle Richtungen.

    Am Flansch für die Kardanwelle hat die bestimmt 10 Millimeter Spiel in alle Richtungen (Radial, Axial und in der Drehbewegung)


    Ich notiere mir mal, ne 3.44 er Achse, bzw. evtl auch 3.22, mal gucken, was ich so auftreiben kann.


    Danke soweit 👍

  • Abgesehen davon, daß ich grundsätzlich von Achsfummelei wegen der Einstellerei abrate, möchte ich einwerfen, daß 4,11 die kleine Achse ist und nd 3,44 eine Mittlere.

    Wie sich das am Capri verhält, entzieht sich meiner Kenntnis, aber ich möchte mutmaßen, daß der Hersteller aus Köln auch hier auf stärkeres Material gesetzt hat.

    Kleine und mittlere Achse unterscheiden sich, unteranderem, durch die Antriebswellen im Achsrohr. Passt die dickere Welle mit ihren Lagern in die kleine Achse?

  • Also ist das sinnvollste und einfachste vermutlich ne 3,44er Achse zu nehmen und ggf noch n 5 Gang.

    Alternativ habe ich hier noch Innenleben einer (glaube) 3,22 Capri-Achse, würde ich ggf tauschen gegen die 4,11. Muss ich vorher nochmal den Rechner bemühen. Schleppmoment-Lehre kann ich dir auch leihen zum Umbau.

    Huhu Nico


    Wenn du ne 4:11er Untersetzung suchst, kann ich da sicher helfen.

    Fast neu in einem Taunus-Achs-Gehäuse.

    Mit der 3:22 hatte ich für mein 2,8-a4ld-TII-Umbau mal geliebäugelt...

    ...bist du nach Pfingsten in Zilly??