Gedankenspiel - 2,8i auf Vergaser umrüsten

  • Zur Eingangsfrage.

    Die kannst du dir eigentlich nur selbst beantworten: möchtest du nun Eintragung und Leistung erhalten und eine alte und wenig effiziente Einspritzanlage an mehreren Stellen überholen,

    welche im Betrieb je nach Erhaltungszustand auch Fürsorge benötigt und mehrere Fehlerquellen hat

    oder

    missachtest du die Unkenrufe bezüglich der 2.8i Welle, suchst dir ne günstige 2,3er Brücke, weitest sie am Eingang

    und packst nen gut bedüsten Vergaser obendrauf.

  • Was ist mit der anderen Richtung? Einspritzanlage gegen was Neueres (Holley? MaxxECU?) austauschen? Natürlich ist Aftermarket-ECU für den TÜV auch bäh-bäh, aber was genau auf der Brücke und hinterm Handschuhfach sitzt interessiert so im Detail dann ja doch keinen...


    Technisch gesehen müsste man ja sogar nen Vergaserumbau von Solex auf Weber eintragen lassen...

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  • Ich würde mich schon nochmal mit der Einspritzung beschäftigen bevor ich die K-Jetronik gegen die Meisterwerke der Effizienz namens Verrgaser austauschen würde.


    Ich hab letztens einen Granada 2,8i nach rund 28 Jahren Standzeit zum Laufen gebracht, ausser Gammel im Tank war da exakt gar nix im Eimer. Und grundsätzlich finde ich die K-Jetronik super, die 2,8i hängen doch schön am Gas und machen Spaß. Sind natürlich oft Leute ohne Ahnung dran gewesen und haben viel vermurkst, aber das ist doch kein großes Problem.


    In den 90er Jahren hatte ich mal einen 2,8 Vergaser Rennmotor aufgebaut, der lief auch supergut, aber die Konkurrenz schläft ja bekanntlich nicht, also musste irgendwann mehr Leistung her. Ich habe dann den Motor komplett unverändert auf die K-Jetronik umgebaut, und den Unterschied hätte ich damals nicht für möglich gehalten. Da merkte man wirklich deutlich wie scheiße die Vergaserbrücken tatsächlich sind.

  • Mit Motorwechsel (oder wie hier

    Einspritzer—>Gaser) wäre ich auch bei zu erwartender Minderleistung sehr vorsichtig. Es ist und bleibt dann eine Fahrt ohne Betriebserlaubnis und wenn dann -Gott bewahre- Personen zu Schaden gekommen sind, ist jede Versicherung raus. Natürlich ist und bleibt das erst einmal die Sache des Fahrzeugeigners, denke aber das sollte auf jeden Fall bedacht werden!


    Und außerdem kann man davon bestimmt noch zwei Folgen „Blechgeschichten“ machen, wie so‘n Einrotzer aufgemöbelt wird.

  • grundsätzlich finde ich die K-Jetronik super, die 2,8i hängen doch schön am Gas und machen Spaß.

    Aber dann eher mit nem Schaltgetriebe. Die Dreigangautomatic lässt locker 50PS im Wandler verschwinden.

  • Aber dann eher mit nem Schaltgetriebe. Die Dreigangautomatic lässt locker 50PS im Wandler verschwinden.

    Im Granada gewiss relevant, bzw muss man bei dem deutlich schwereren Granada viel mehr die Drehorgel ausreizen.

    Wirklich tut sich auch im Schalter-2.8i erst ab 4000umin was, drunter ist halt alles eher dieses Grusen, was ja auch wunderbar geht, Kickdown und draufbleiben, ja ich weiß, das ist nicht deins, für dich wäre ein Werksvergaser viel besser.


    Im Taunus mit 300 Kilo weniger und keiner Kraftinwärmeverwandlungseinzelradaufhängung stelle ich mir das alles etwas anders vor, ist ja auch ein himmelweiter Unterschied ob man im Taunus oder im Granada einen 2.0 oder 2,3 hat.

  • Mit Vergasern kannste auch so deinen Spaß haben (neben den hohen Preisen, die für 38er Vergaser aufgerufen werden). Hab auch mehrere Wochen an meinem frisch überholten im Ultraschallbad gereinigten EEIT Vergaser zugebracht bis der anständig lief. Zugegeben, ich bin/war kein Experte bei den Dingern, hab früher bei defekten immer ins Regal gegriffen und den nächsten halbgaren Schrott verbaut . Dank diesem scheiß Ökospritt wirst du also auch bei einem länger nicht gelaufen habenen Vergasern eventuell genau so viel Programm haben wie bei deiner Einspritzung. Ich würde da auch erstmal mein Glück versuchen, beim Blech haste dir doch auch so Mühe gegeben, also mach selbiges auch bei der Technik :michi:

  • Ich würde es vom Rest des Motors abhängig machen.

    Überholst du den Motor, dann Umbau auf Versager. Ansonsten halt die Spritze lassen. Von der hat allerdings kaum jemand Ahnung und Ersatzteilversorgung kann ein Problem sein, da viele Komponenten eben auch seit 30-40 Jahren im Keller liegen, da damals schon oft von Einspritzer auf Vergaser umgebaut wurde.

    Vielleicht hilft dir das: K-Jet Info/Hilfe oder so

    WHBs existieren dazu bestimmt auch digital, ansonsten kann ich dir das jeder Zeit fotografieren. Versager eben so.


    Davon ab ist wie bereits angesprochen die Spritze weit weg von High-performance und auch von 160Ps.

    Wenn du als Vergaser aufbaust bist du mit einer Sportnockenwelle wohl näher an den 160Ps als die K-Jet es je sein wird.


    Sprit ist so oder so n Problem.

  • Ich habe keine Ahnung von der Injection. Aber ich kann mir auch nicht vorstellen, dass das so eine Raketenwissenschaft ist, dass man sich da nicht eben reinlesen kann. In Verbindung mit einigen wirklich schlauen Leuten hier im Forum sollte das kein unmögliches Unterfangen sein und wenn man das erstmal ordentlich instandgesetzt und am Laufen hat ist das bestimmt eine bessere Sache als ein Vergaser.

  • Danke Butschi!

    Und einzweidrei Leute die sich damit gut bis sehr gut auskennen haben wir hier ja nun wirklich unter den Anwesenden.



    Die Gründe aus denen von i auf Vergaser umgebaut wurde, also in meinem damals (siehe Keule), waren u.a. mangelnde Ahnung von der Verkabelung beim Motortausch oder auch die simpele Unauffälligkeit eines 2.8-Vergasermotors, sprich illegale Hubraumerweiterung.

    Beides traf auf mich selber auch zu.

    Aus Leistungsgründen hat das noch nie Jemand der bei Verstand ist gemacht, also vermutlich vor allem Caprifahrer :evillaugh:


    Hier hat ja schon mal Jemand alles richtig gemacht und den i angeklemmt und eintragen lassen, warum das denn nun kaputtbasteln um eben weniger Leistung zu haben und die kommt da zwangsläufig bei raus, außer man gibt richtig Geld aus und nimmt eine dafür geeignete Vergasernocke, einen dafür geeigneten Vergaser (oder drei davon)...


    Meinen Kartonturnier hat ja auch irgendein Vorbesitzer geschafft von 2.0-Vergaser auf 2.8i umzubauen, sicherlich nicht perfekt, aber es läuft seit 10 Jahren und 70000km bei mir in angenehmer Unauffälligkeit, Kaltstart ist manchmal schlecht, da sollte/könnte ich mal bei, aber das ist schon seit etlichen Jahren so, was soll´s, er springt ja an.

    Er hat mehr Leistung als alle Vergaser-v6 die ich bislang bewegt habe und verbraucht weniger Sprit dabei als alle v6-Vergasermotoren die ich je bewegt habe.

    Ich finds super.

  • Ja, kaputtbasteln würd ich auch nicht. Hab meine Motoren (OHC) halt auf Vergaser umgestrickt, weil Autos 1.6er Vergaser waren und damals* 2.0i Sierras mit 70tkm aufm Schrottplatz gelandet sind und damit gute Motoren für unterste 3-stellige Beträge zu haben waren. Es wäre halt machbar, aber nicht Plug-and-play gewesen, den ganzen Kabelbaum reinzubasteln, was bei dir ja schon jemand erledigt hat.


    *(das ist vor ca. 20 Jahren, da es hier ja jemand ganz genau wissen will)