Ford Granada MK1 Autom. stirbt ab beim „Gang“ einlegen

  • Hallo zusammen,

    ich bin schon einige Zeit stiller mitleser im Forum und lerne mit jedem von euch gelösten Problem etwas dazu.

    Insofern zwischenzeitlich ein großer Fan dieses Forums.


    Nun habe ich nach langer Zeit damit begonnen, meinen


    Granada MK1 1972

    2,3ltr V6

    Automatik (C3)

    35.000km

    Wieder auszumotten.


    Die Mühle lief bis zum Abstellen sauber und ohne zicken.


    Beim wieder-Inbetriebnahme dann natürlich Probleme mit altem Sprit, dreck im Vergaser etc.

    Also Sprit raus, Filter Raus, Leitungen gespült, z.t. Getauscht, Vergaser (Solex EEIT) raus, im Ultraschallbad gereinigt, neue Dichtungen rauf, Grundeinstellung… Feineinstellung…soweit sogut. Klingelt nix…Mühle läuft sauber.

    Einstellung mittels CO Tester steht noch aus.

    Zündung passt, Unterbrecher keine 1000km alt.

    Verteilerdinger und Kappe sauber und ohne Schad Bild…

    Ventilspiel aktuell noch ungeprüft, da vorm abstellen (zusammen mit Zündunterbrecher) Geprüft eingestellt.

    (Wird aber nochmal gemacht, wenn die neuen Korkdichtugen für die Ventildichtungen da sind.



    Problem ist nun, das beim einlegen der Fahrstufe ( egal welche) die Mühle absäuft.

    Auch mit erhöhter Drehzahl keine Chance.

    Ölstand im Getriebe passt.

    Unterdruck an Drosselventil steht an… Drossel jedoch noch ungeprüft.


    Jemand nen heissen Tip, was hier mögliche / bekannte Ursachen sein können?

  • Herzlich Willkommen!


    Wenn du schon ne Weile still mitliest kann ich mir das weitere übliche Begrüßungskommittee ja sparen und du weißt schon Bescheid :biggrin


    Fehlen nur noch Fotos von dem schönen Automobil!


    Was das Problem angeht - den Getriebeölstand hast du bei laufendem, warmem Motor gemessen, vorher durchgeschaltet - ja? Oder geht auch das reine Durchschalten schon gar nicht und er geht aus?


    Wie ist das Öl von der Farbe her, noch schön frisch oder eher schwarz?

  • Erstmal Ventile, dann Zündung und zum Schluss der Vergaser. Sonst machst du alles 2mal. Und wenn der CO noch nicht eingestellt ist, dann muss das auch erstmal erledigt werden.

    Und vielleicht läuft er dann schon ohne absterben.

  • Getriebeölstand und Ölfarbe passen soweit, alles noch frisch.

    Also nix schwarz verbrannt oder Hinweise auf verschlissene Bremsbänder.


    Das Problem besteht im Übrigen auch auf der Bühne, wenn die Stufen ganz ohne widertsand / Last geschaltet werden.


    Dass er zu mager läuft, würde ich mal ausschließen. Denk eher etwas zu fett, so wie’s hier schmeckt.


    Ich werd wohl kommende Woche nochmal alles auf null setzten und die klassische Fehlersuche starten.


    Hatte gehofft, dass jmd aus der Erfahrung den goldenen Tip hat, den ich übersehen habe bzw. Nicht kenne.

  • Kenne es nur so, dass nach der AU der Motor immer abstarb beim anfahren.

    Kann natürlich auch zu fett sein.

    Probiere es doch mal mit Korrektur jeweils 1/2 Umdrehung an der hinteren umgemisch-Schraube (dichtring schraube gut fetten, der ist sonst schnell hinüber).


    Nebenluft und so ist ausgeschlossen..?

  • Thema Bild erledigt :05er:

  • Kenne es nur so, dass nach der AU der Motor immer abstarb beim anfahren.

    Kann natürlich auch zu fett sein.

    Probiere es doch mal mit Korrektur jeweils 1/2 Umdrehung an der hinteren umgemisch-Schraube (dichtring schraube gut fetten, der ist sonst schnell hinüber).


    Nebenluft und so ist ausgeschlossen..?

    Nebenluft würde ich ausschließen, werde aber die dichtringe an leerlauf und umgemischschraube nochmal prüfen… nur zur Sicherheit…

  • Weiß nicht wie du den Getriebe Ölstand geprüft haben möchtest wenn der Motor abstirbt. Wie Bonnie erwähnte der Ölstand wird bei warmen in allen Fahrstufen druchtgeschalteten Getriebe im leerlauf und laufenden Motor kontrolliert. So mach ich es jedenfalls an meinem C3..


    Ich kann jetzt nicht viel zu sagen aber hätte auch erstmal nach Falschluft geschaut bzw da der Vergaser zerlegt war diesen im Verdacht. Du hast irgendwo eine Unterdruck Leitung die vom Getriebe kommt die würde ich Mal abziehen und blind machen. Vielleicht ist die Leitung nicht ganz in Ordnung oder die Dose am Getriebe defekt wo er dann Nebenluft bekommt. Wobei dieses bissel nicht den Kohl fett machen sollte. Aber nen Versuch isses wert. Allgemein sind die Unterdruck schläuche wieder da dran wo sie hin gehören? Da war ja irgendwie was über und unter der Drosselklappe meine ich.

  • Einstellung mittels CO Tester steht noch aus.

    Ventilspiel aktuell noch ungeprüft

    Damit ist eigentlich alles gesagt.



    Unten am Getriebe ist der Schlauch an der Unterdruckdose?

    Ansonsten wirst Du beim zerlegen des Vergasers alles verstellt haben. Das stellt sich nicht mit ganz rein und vier raus, wieder ein. Der Wagen muss an einen Tester.


    Wo kommst Du her? Ja, die Ortsangabe habe ich gesehen. Nein, es ist nicht hilfreich. 7 oder 9?

  • Schlauch ist drauf, geprüft und dicht.

    Zum Versuch temporär dicht gemacht, am vergaser stellt sich keine Drehzahländerung ein.


    Den Wohnort konnte ich im Profil leider nicht per Karte auswählen, ist aber 76767.


    Wie gesagt, Ventilspiel wird kommende Woche geprüft, eingestellt.


    Wir werden sehen.

  • Erstmal Ventile, dann Zündung und zum Schluss der Vergaser. Sonst machst du alles 2mal.

    Kann man nicht oft genug wiederholen. Wer von dieser Reihenfolge abweicht sollte Fordverbot bekommen :-)


    Und lass dein Getriebe erstmal in Ruhe, daran liegts nicht.


    Der Leerlauf des Vergasers wurde wahrscheinlich (wie so oft) über die Drosselklappenanschlagschraube eingestellt und

    schon passt Zündung, CO und Leerlaufdrehzahl nicht mehr, Kraft hat er dann auch keine, bei Belastung geht er aus.


    Aber solange die Ventile nicht geprüft und eingestellt sind hilft auch der beste Vergaser und die beste Zündung nix.

  • Vergaser (Solex EEIT) raus, im Ultraschallbad gereinigt, neue Dichtungen rauf, Grundeinstellung…

    Hat dein Solex eine pneumatische Pumpe, gegenüberliegend der Beschleunigungs-Pumpe?


    Wenn ja, dort schauen ob etwa die Membran korrekt verbaut wurde.


    Die P.P. wurde eingeführt, um das Absterben beim Einlegen einer Fahrstufe zu vermeiden.

  • Was mich daran erinnert, daß der EEIT zwei kleine Deckel mit Membran hat, deren Funktion zwar völlig unterschiedlich ist, die sich aber aufgrund von Form und Schraubenordnung gegeneinander austauschen lassen. Oder auch, da ist schnell was falsch zusammengebaut, ohne daß es falsch aussieht.

    Trau, schau, wem und schau genau. :whink

  • Hat dein Solex eine pneumatische Pumpe, gegenüberliegend der Beschleunigungs-Pumpe?


    Wenn ja, dort schauen ob etwa die Membran korrekt verbaut wurde.


    Die P.P. wurde eingeführt, um das Absterben beim Einlegen einer Fahrstufe zu vermeiden.

    Guter Ansatz… die P.P. Hat der verbaute Solex tatsächlich nicht.

    Die Mambrane dafür war im Dichtsatz enthalten..

    Hab es die Pumpe im BJ 1972 schon bei den EEIT Vergasern?

  • Dann musst Du es wohl durch Einstellerei in den Griff kriegen…


    Apropos: In irgendeinem Datenblatt oder WHB stand mal drin, dass mit Automatic der Leerlauf in D eingestellt werden soll.

    Das ist aber dann wohl wieder herausgeflogen, vermutlich weil zu unfallträchtig…

  • Übrigens hatte bruno, wenn mein Gedächtnis nicht trügt, auch mal eine Lösung für Vergaser ohne PP ersonnen, ich glaube über ein Magnetventil, das bei abfallenden Unterdruck die U-Dose vom Vergaser an den Brücken-Unterdruck koppelte, wodurch die Drehzahl dann anstieg.

  • Letztes Jahr hatte ich einen Taunus hier. 2,0 Automat. Gleiche Symptome. Der war völlig verstellt und in Notwehr, um die Karre überhaupt bewegen zu können, hatte jemand den Leerlauf auf gefühlte 3000 gedreht. Ziemlich unfahrbar, muss ich nicht sagen.


    Geholfen hat schlichtweg eine Grundeinstellung. Zusätzlich war noch der Unterdruckschlauch am Getriebe ab. Aber das ist hier ja nicht.


    Eingestellt wird übrigens auch mit montiertem original Luftfilterkasten.

  • Willkommen hier. Vielleicht solte man nach so langer Standzeit alle Dichtungen und Membranen mal so generell infrage stellen?

  • Willkommen hier. Vielleicht solte man nach so langer Standzeit alle Dichtungen und Membranen mal so generell infrage stellen?


    ...Sprit raus, Filter Raus, Leitungen gespült, z.t. Getauscht, Vergaser (Solex EEIT) raus, im Ultraschallbad gereinigt, neue Dichtungen rauf...

  • Hat dein Solex eine pneumatische Pumpe, gegenüberliegend der Beschleunigungs-Pumpe

    Das ist die Anti Stall Membran. Sie spritzt wie die Beschleunigermembran Sprit von oben in den Vergaser. Und zwar, wenn der Unterdruck in der Ansaugbrücke zu schwach wird, um Sprit aus den Düsen zu ziehen.

    Also beim schnellen Gasgeben ebenso wie beim Absterben des Motors.

    Sie ist auch der Grund, warüm der Vergaser manchmal sägt.

    Lösung für Vergaser ohne PP ersonnen, ich glaube über ein Magnetventil, das bei abfallenden Unterdruck die U-Dose vom Vergaser an den Brücken-Unterdruck koppelte, wodurch die Drehzahl dann anstieg.

    Ich fürchte das ist Pfusch. Hat das halbwegs funktioniert?

  • Moin!

    Also, an dem verbauten EEIT sind drei Membrane verbaut, alle wurden gegen neue getauscht.

    Beschleunigerpumpe, welche über die Kurvenscheibe angesteuert wird, funktioniert und düst ein.

    Die Unterdruck-Leitung zum Getriebe ist drauf, ein Unterdruck ist auch vorhanden, wenn ich diese abziehe…


    Getriebeölstand unter schmerzen geprüft -> Auf der Bühne Drehzahl hoch, alle Gänge Geschaltet, dann in P 2-3 min laufen lassen (bei ~800-1000 upm)

    ATF Ölstand war bei laufendem Motor ok.


    Auch wenn’s mich fürchterlich juckt, kann ich heute leider nicht weitersuchen.


    Dennoch vielen Dank an all die Denkanstöße!

    Ich werde das alles nochmal abarbeiten.


    Beginnend mit den Ventilen, Zündung und dann Grundeinstellung Vergaser herstellen.

  • Ich fürchte das ist Pfusch. Hat das halbwegs funktioniert?

    Ich würde es mal „unorthodox“ nennen.

    Und ob die Anti-Stall-Membran alleinseligmachend ist…?


    Es muss wohl gut funktioniert haben, ich finde aber den Beitrag nicht mehr.

    Ich bin auch nicht ganz sicher, ob der Wirkmechanismus wirklich so wie oben beschrieben war, und ob es wirklich von Bruno war.

  • Anti-Stall-Membran alleinseligmachend

    Natürlich. Sie hats in die Großserienfertigung geschafft und sich dort 20 Jahre gehalten. Es gab sie übrigens nicht nur auf Automatikvergasern. Und nicht nur auf Solex EEIT. Viele andere Versager hatten das auch. Ich denke Sie macht den Vergaser zusätzlich bei Lastwechsel "geschmeidiger".... weiß nicht wie ich das besser ausdrücken soll...

  • Natürlich. Sie hats in die Großserienfertigung geschafft und sich dort 20 Jahre gehalten.

    Das ist aber auch noch kein Wert an sich, für die siamesischen Auslässe gilt das gleiche… :michi:


    Was ich ausdrücken wollte ist, dass eine Anfettung des Gemisches zur Drehzahlsteigerung im Prinzip genauso eine Notlösung ist wie die Frühverstellung des Vergasers, nur halt nicht so gebastelt wirkend.

    Eigentlich müsste die Drosselklappe weiter auf, oder ? :gruebel: