2 und 3 gang brummt

  • Getriebe hatte ich zerlegt, weil ich anfangs die Synchronringe in Verdacht hatte da es beim 4 gang nicht mehr so richtig wollte....daraufhin hab ich mal die Hauptwelle getauscht weil die Demontage des 4 Synchronring nicht so einfach ist und ich noch eine andere komplette Welle hatte.


    naja, alle wieder zusammen und nu brummt es beim beschleunigen im 2 und 3,1 und 4 sind ruhig.


    es handelt sich um ein 26m 4 gang Getriebe.

  • Das ist ja merkwürdig, wenn jetzt der erste Gang auch brummen würde, dann hätte ich gesagt eine Axiallagerscheibe an der Vorgelegewelle ist nicht an ihrem Platz oder die Nadellager im Vorgelege sind nicht korrekt.


    Davon ab, der 4. Synchronring fällt einem doch entgegen, wenn man die Hauptwelle zieht? Zwischen Hauptwelle und Antriebswelle?

  • hhmmm das mit dem 1 gang müsste ich nochmal testen....ich meine aber das der ruhig ist ,der3 ist am lautesten.

    vielleicht merke ich es auch nur nicht so dolle weil im 1 gang fahr ich nur an,2 und 3 beschleunigt man mehr durch.


    also ich kann mal ein Foto machen von der Hauptwelle, ich kann alles so ziemlich zerlegen nur den 4 nicht da muss man wohl mit flamme oder so bei, kein plan.

  • Das ist der erste Gang. Da muss die Tachoschnecke runter, das Lager (mit Sicherungsring) und die Ölschöpfscheibe runter, dann kannst du das Gangrad und den Synchronring abnehmen. Man kann das Gangrad mit einer Aluzwischenlage auf eine Presse legen und damit das Lager und die Schöpfscheibe abdrücken. Das hat auch den Vorteil, dass man dabei nur Druck auf den Innenring des Lagers ausübt, das schont das Lager, wenn man es weiterverwenden will.

    Nicht die Synchronnabe von der Hautwelle trennen, das bekommt man nur sehr schwer wieder hundertprozentig gerade zusammen.

  • Soooo....


    alles nochmal zerlegt und durchgeschaut.

    1. ist mir aufgefallen das dieses kleine Lager was in der Eingangswelle ist, dort wo die Hauptwelle im 4 gang reingesteckt wird, klein war (ist)...hab dann mal geschaut da ich 3 Getriebe liegen habe.die anderen beiden Lager haben mehr Auflagefläche.

    gefühlt hab ich jetzt etwas weniger Axialspiel.


    2.vor 4000km habe ich die vorgelegewelle neu gemacht,da die alte spürbar eine kante hatte.

    jetzt hat die welle wieder auf einem kleinen stück minimal eine kante.

    kann das sein? oder liegt es daran das die Nadeln verschlissen sind?


    btw: welches Öl muss am besten aufs Getriebe?

  • Genau, ich glaube die Nadeln sind irgendwie hartverchromt oder sowas, oder nur gehärtet und poliert? Weiß nicht genau. Wenn die verschlissen sind dann sind die auf jeden Fall rauh. Mindestens blau verfärbt, das ist


    Wichtig ist natürlich auch, dass es die richtigen Nadeln sind, die müssen natürlich genau passen und alle da sein. Durchmesser der Nadeln ist der Durchmesser der Bohrung in der Vorgelegewelle minus dem Durchmesser der Lagerwelle, geteilt durch 2.


    Ölfred, juchu! Ich würde ich ein SAE 80 HD GL4 oder ein 75W/90 GL4 nehmen. Wichtig ist reines GL4, kein GL4/GL5 oder sowas. GL5 mögen die Synchronringe nicht, das schmiert die zu gut und die Schaltbarkeit leidet darunter. In meinem Renner fahre ich ein Mannol 75W/80 GL4 in einem geradverzahnten B Getriebe, das schaltet sich damit super und hält.

  • Wie sieht die Vorgelegewelle innen aus, also die Lauffläche der Nadeln?


    Auch keine zu wenig reingeklebt? Oder verlorengegangen?


    Weil, normalerweise funktioniert das schon, so einfach, wie es aufgebaut ist…


    Achja, Anlaufscheiben nicht vertauscht?

  • also Nadeln sind alle Da,das wäre mir aufgefallen und die Welle sitzt auch stramm drin wenn ich die mal im ausgebauten Zustand reinstecke.

    Vorgelegeblock schaut auch gut aus.

    Anlaufscheiben sind doch beide identisch... meine ich jedenfalls

  • :gruebel: ja! ist doch so aufgebaut= Ring-Nadellager-Ring-Anlaufscheibe! so hab ich das jetzt verbaut.


    Ich habe 2 Anlaufscheiben und alle sind gleich gross.

    Einmal editiert, zuletzt von krischon06 ()

  • Nachdem ich heute alles wieder zusammen hatte habe ich mal Öl aufgefüllt,auf der Werkbank mit offenem seitendeckel und den akkuschrauber auf die Eingangshalle gesetzt,wollte mal schauen ob ich dann im 3 Gang Geräusche höre.

    Man konnte so nichts hören.

    Anschließend hab ich das Öl nochmal runter gemacht, dabei ist mir aufgefallen das ich goldene Späne im Öl haben, von nur kurz laufen lassen.

    Also wieder alles zerlegt und Siehe da, die anlauffscheibe hat auf einer Seite geschliffen.

    Augenscheinlich sieht es so aus als wenn diese nicht ganz plan ist.

    Wenn ich die Welle im ausgebauten Zustand mal montiere merkt man gaaanz minimal spiel in der Welle,wirklich nur ein hauch, denke das wenn da jetzt noch Öl dazu kommt sitzt das fest….

  • Moin,

    Ich habe immer noch das Problem!

    1,2,3, brumen....

    2,3, ganz besonders schlimm!bin kurz gefahren,danach das Öl abgelassen und siehe da,Goldenen abrieb im Öl!

    nach öffnen des Getriebes gesehen das die Anlaufscheiben Schleifspuren haben,demnach verkantet sich ja der Vorgelegeblock.

    Die Vorgelegewelle ist an der Stelle ,wo die Nadeln laufen, 1/10 dünner im Durchmesser als an den unberührten Stellen.

    man kann es nur minimal spüren aber kann es das schon ausmachen????


    was ich evtl noch in Verdacht habe ist das Lager zwischen Eingangswelle und Hauptwellen,kann das auch ein Grund sein? wurde erklären warum 2 und 3 gang so extrem sind.

    wenn sich deswegen die Hauptwelle etwas verzieht und die kraft falsch auf dem Vorgelegeblock auswirkt und der sich deswegen auch etwas verzieht und leicht schief auf die Anlaufscheiben läuft.....deswegen dann abrieb....??

    Einmal editiert, zuletzt von krischon06 ()

  • Ja klar


    Schonmal dickeres Öl probiert? So 140ger?


    Aber 1/10 is scho viel…


    Was ich mir nicht erklären kann, ist das abschubbern der Anlaufscheiben. Dann müsste das ja schon beim montieren klemmen.

    Oder hast Du gar zuviel Spiel?

  • wenn ich den Vorgelegeblock montiere lässt er sich ganz einfach/leicht drehen, auf der Wellen habe ich ca 1/2-1 mm Spiel was ich den Block hin und her drücken kann.

  • Komischer Kram.

    Das Axialspiel ist mit 1/2 bis 1 mm eher an der oberen Grenze, aber das ist grundsätzlich kein Problem. Auch die 1/10 eingelaufene Vorgelege(lager)welle kann nicht verantwortlich für das Brummen sein. Ist ja meistens nur auf der Oberseite eingelaufen, weiß jetzt nicht, ob man die Welle beim P7 Getriebe um 180° drehen kann, beim B Getriebe gibt's da hinten so ein Abflachung auf der Welle und das Gegenstück im Getriebehals, wird beim P7 bestimmt auch so sein? Kann man natürlich auch modifizieren...

    Mal zur Sicherheit, das Pilotlager und die Zentrierhülsen vom Motor zum Getriebe sind in Ordnung, verbaut und richtig?


    Ach ja, du hattest ja aus 2 Getrieben eins gemacht, ist ganz sicher, dass die Zähnezahlen alle passen?

  • Da muss ich widersprechen: 1/10 in ner Lagerung ist schon ne Menge.


    Es können die Nadeln nichtmehr in einer Kreisbahn abrollen, es ist eher eine Elipse.


    Und, wenn die Lagerung nicht richtig abrollt gibts Geräusche. Die Nadeln liegen ja nur Punktförmig auf, bei einer eingelaufenen Welle zb im unteren Bereich garnicht. Und müssen dann im oberen Bereich sich wieder zwischen Welle und Vorgelegewelle ihre Position finden.

    (jetzt mal versucht bildlich zu erklären)

  • Genau! die Welle ist nur auf einer Seite eingelaufen, kann man so jetzt nicht verdrehen, müsste ich auf einem ende etwas bearbeiten dann geht's.

    Pilotlager ist eigentlich auch erst 5000km drinne aber so oft wie das Getriebe jetzt wieder draußen war... man weis ja nie...


    Zentrierhülse?? was meinst damit?


    dieses lager https://www.motomobil.com/prod…adellager-mitte-5453970-2

    hätte ich sonst noch verdacht!?


    ja ich habe 2 identische Getriebe und habe die eine Hauptwelle in das andere Getriebe Gesteck weil ich dachte der Syncronring sei Fritte und ich den nicht runter bekommen habe...

    Habe die Nr. auf beiden Vorgelegeblöcken kontrolliert,passt.

    somit müssen ja auch beide Hauptwellen identisch sein.


    das ich Abrieb von den Anlaufscheiben habe heist ja das sich dort etwas verkantet!

    habe auch mal deine Berechnung durchgeführt (siehe am Anfang des Themas) wegen dicke der Welle und Nadeln usw.. das passt.

  • dieses lager https://www.motomobil.com/prod…adellager-mitte-5453970-2

    hätte ich sonst noch verdacht!?

    Gut möglich, das dreht sich ja auch in Gang 1 bis 3. Aber hattest du das nicht schon neu?

    Zentrierhülse?? was meinst damit?

    Die beiden Zentrierhülsen auf den beiden unteren Schrauben, mit denen die Glocke an den Motorblock geschraubt wird.


    Das stimmt natürlich. Aber weil die Lager eben nur von einer Seite, sprich von oben, Druck bekommen kann man die Welle, auf denen die Nadeln laufen, eben theoretisch drehen, dann ist das eine Zehntel sozusagen "weg". Dass das nicht optimal ist ist klar, aber besser als nix. Irgendwelche Geräusche von diesen Nadellagern hört man eigentlich erst wenn sie offensichtlich hin sind, also Nadeln mit Macken, Pitting im Block oder auf der Welle usw. Oder wenn der Block schon so schief läuft, dass die Zahnräder schon im Gehäuse fräsen. Stefan hat da tolle Bilder.

  • Das Lager in der Eingangswelle habe ich nicht neu gemacht.


    Zentrierhülsen sind vorhanden.


    Pilotlager muss ich nochmal prüfen aber ich meine das ist ok, hatte beim Kupplung montieren einen hilfs Dorn zum zentrieren drinne und alles saß stramm.


    Das Geräusch ist doch so als wenn 2 Zahnräder nicht richtig ineinander laufen.


    Die Nadeln sehen sehr gut aus.

  • Ja genau, Zahnräder, die nicht richtig miteinander im Eingriff sind, machen meistens mehr Lärm, als kaputte Lager.


    Was soll das jetzt noch sein? Pilotlager und die Hülsen hatte ich ganz vielleicht in Verdacht, weil dann die Eingangswelle evtl. nicht in der richtigen Flucht laufen würde. Wäre aber sowieso eher unwahrscheinlich gewesen.


    Der Kraftfluss ist ja so:


    1.Gang: Eingangswelle > runter auf Vorgelegeblock > über das hinterste Zahnradpaar wieder nach oben auf die Hauptwelle > raus zum Kardan.


    2. Gang: Genauso, nur ein Zahnradpaar weiter vorn vom Vorgelegeblock auf die Hauptwelle.


    3. Gang: Genauso wie 1 und 2, nur noch ein Zahnradpaar weiter vorn.


    4. Gang: Antriebswelle und Hauptwelle sind direkt miteinander verbunden, direkter Gang, Motordrehzahl = Kardanwellendrehzahl.


    Im 4. dreht der Vorgelegeblock also nur noch lose mit, überträgt kein Kraft, kein Lager wird nennenswert radial belastet. Das Lager zwischen Eingangswelle und Hauptwelle dreht im 4. gar nicht.


    Also kommen für die Geräusche nur ein paar Sachen in Frage.


    Zuerst die Verzahnung zwischen Eingangswelle und Vorgelegeblock, hier wird in Gang 1 bis 3 jeweils Kraft übertragen.


    Alle Lager, eben weil die nur in Gang 1 bis 3 überhaupt radial belastet werden. Wenn es das hintere Lager der Hauptwelle (Kugellager) ist merkt man das im ersten Gang immer am besten, in 2 und 3 wird es leiser, weil die Zahnradpaare der höheren Gänge weiter vorn sitzen. Dadurch nimmt die radiale Last, die auf das Kugellager wirkt, immer weiter ab, je höher der Gang.


    Bei dem kleinen Nadellager zwischen Hauptwelle und Antriebswelle ist es genau umgekehrt, das ist im 3. Gang immer am lautesten. Wenn das Lager verschlissen ist sind der Zapfen auf der Hautwelle und die Bohrung in der Eingangswelle aber meistens auch vermackt.


    Das Kugellager der Eingangswelle hat auch in allen unteren Gängen radiale Last, ist also auch ein Kandidat.


    Blöd ist, dass man oft nicht merkt, ob ein Kugellager hinüber ist. Wenn die noch voll mit dem dicken Getriebeöl sind fühlen die sich meist gut an.


    Das einzige Lager, was jetzt nicht mehr das originale ist, ist ja wahrscheinlich das hintere Hauptwellenlager, weil das ja wahrscheinlich mitsamt der anderen Hauptwelle ins Getriebe gekommen ist. Das würde ich mir nochmal genau ansehen.


    Und bei zusammengestecktem Getriebe aber noch abgebautem Schaltdeckel alle Zahnräder auf Spiel und gleichmäßigen Lauf prüfen. Immer praktisch mit dem jeweiligen Gangrad der Hauptwelle den Vorgelegeblock drehen. Und natürlich mit der Eingangswelle den Vorgelegeblock drehen.


    Ich hoffe das hilft dir irgendwie weiter. Muss doch irgendwie zu finden sein. Viel Erfolg.

  • Erstmal vielen Dank für die ausführliche Information und die seelische Unterstützung :thumbsup:


    Das kleine Lager zwischen Hauptwelle und Antriebswelle werde ich neu machen,es sind zwar so keine verschleiẞ Spuren auf der Welle zusehen aber ich kann,wenn ich vorne an der eingangswelle hoch und runter drücke, ordentlich sehen wie sich die beiden Wellen am Treffpunkt des kleinen Lagers knicken, also hoch und runter kippeln.

    Meine Vermutung ist jetzt mal das sich die Hauptwelle verzieht unter last und sich das auf den Vorgelegeblock überträgt und den auch falsch belastet.

    Das Lager der eingagswelle( große Kugellager) kann ich auch kippeln bzw man merkt spiel aber nicht in der höhe :gruebel:

    Der 3 Gang ist definitiv am lautesten der 2 etwas weniger und der 1 kaum.

  • vielleicht hilfts

    ich hatte mal nen transit mit 4 gang gekauft,ein standfhrz. über längere zeit

    da war das gleiche:1g etwas geräusch,2g etwas mehr+3g fas fürchterlich,4g ruhe im stall

    nach späteren umbau auf overdrive(inkl getriebe) war absolute ruhe

    nach demontage des radau machers folgendes problem:

    ein / zwei zahnräder beim vorgelegeblock hatten rostnarben an den zähnen

    welche sich natürlich beim einkämmen ins gangrad bemerkbar machte

    und im dritten gang fährt man am längsten,somit subjektiv am lautesten

    ein hiesiger getriebe spezialist hat mir das folgendermaßen erklärt

    durch lange standzeit/liegezeit passiert folgendes

    das öl tropft runter,im getr bildet sich durch temp wechsel kondenwasser

    welches das öl abwäscht.zahn wird blank+rostet,es gibt narben die dann laut werden.

    in meiner lehrzeit hat mir der meister einngbläut,keine zahnräder zu tauschen,die nicht miteinander gelaufen sind

    beim vorgelege dann schwierig

    deshalb tippe ich auf den austausch bzw verbau von unterschiedlichen getr teilen

  • Hatte beim Automaten Alle Zahnräder aus 2 TH350 komplett gemischt, kein Geräusch.

    Hatte jedes Zahnrad beäugt und jeweils die besten verbaur.


    Funktioniert aber eh komplett anders, auch zum ûberholen gebaut, sind mehrere Planetengetriebe hintereinander.

  • Gerne.


    Du darfst hierbei das Pilotlager nicht vergessen, das gehört zum Getriebesystem unbedingt dazu und verhindert das Kippeln der Eingangswelle und auch das Kippeln von Eingangswelle und Hauptwelle zueinander. Das Pilotlager ist die vordere Lagerung der Eingangswelle, deshalb ist das ja auch so wichtig.


    Wenn der 3. Gang eindeutig der lauteste ist würde ich auf jeden Fall das Kugellager der Eingangswelle auch nochmal sehr genau ansehen.