Kupferpaste & Plastilube & Keramikpaste vs. Evil

  • Gab´s die Diskussion über Vor- und Nachteile der einzelnen Kandidaten in Verbindung mit Bremsbelägen hier eigentlich schon? :05er:

  • Nicht, dass ich wüsste.


    Ich nehme Plastilube, weil zäher als Kupferpaste und für mich daher besser zu verarbeiten. Macht auch nicht so fiese Flecken in die Kleidung.

  • Gibt es Kupferpaste überhaupt nicht - also im Laden und nicht als Restbestand im Schrank? Ich hab irgendsoein Kram von LiquiMoly in weiß, nicht weil ich das jetzt besonders gut finde sondern weil mir das als erstes vorgeschlagen wurde als ich das letzte mal Anti-seize Paste gesucht habe :sad: . Nutze das gerne auch als Spray zwischen Radnabe und Felge.

    Plastilube musste ich jetzt erstmal googeln - ATE wäre für mich schon die Goldstandard Lösung wenn es um Bremsen geht. Deswegen aber was anderes kaufen so lange der Bestand noch nicht leer ist sehe ich aber nicht )A(

  • in Verbindung mit Bremsbelägen

    Ich denke für diese Anwendung geht beides etwa gleich.

    Ich selbst bevorzuge hier Kupferpaste, habe aber keine rationale Begründung, ist Gefühlssache.

    Für Schrauben und zB Schwimmsattelgleitbolzen nehme ich lieber Keramik

  • Also ich hab bisher eigentlich immer Plastilube benutzt. Nur grad die Tube nicht gefunden und jetzt ausnahmsweise mal Kupferpaste verwendet. Hab den Eindruck, daß die deutlich flüchtiger ist, und befürchte daß die viel schneller abgewaschen wird.

    Das mit den Flecken ist natürlich auch ein Argument. Dafür sieht man es halt leichter, bevor man es dann unfreiwillig irgendwo verteilt hat.


    Farblich find ich Kupferpaste aber schon viel ansprechender. Vor allem in Verbindung mit schwarzen Bremssätteln... :sinnlos:


    Keramikpaste verwende ich mittlerweile so gut wie gar nicht mehr. Hab jetzt schon zu oft erlebt, daß Schraubverbindungen mit Keramikpaste festgegangen sind. Auf den Gleitbolzen hab ich auch schon gesehen, daß das Zeug eingetrocknet ist und da war dann nicht mehr viel los mit gleiten...


    Und ja, Kupferpaste gibt´s noch. Nicht nur von Liquimoly. Ist allerdings, seit behauptet wird daß sie Elektronikfehler verursachen soll, in den meisten Werkstätten eben von Keramikpasten und ähnlichem etwas verdrängt worden. Da gibts auch ganz unterhaltsame Theorien der Aluhutfraktion zu... :laugh:


    Hat mich halt interessiert, wie da so Eure Erfahrungen sind.

  • Kenne auch nur die Historie mit den Elektronikfehlern und dass Plastilube und Keramikpaste nur entwickelt wurden um das zu verhindern und Kupferpaste eigentlich das bessere Zeug ist (so ähnlich wie mit den Asbest-Bremsklötzen Anno dazumal). Ob da was dran ist? Bin mir da sehr unsicher.

  • Kupfer ist doch mittlerweile auch in Brensbelägen verboten, deswegen habe ich das mit der Kupferpaste hinterfragt…

  • Kenne auch nur die Historie mit den Elektronikfehlern und dass Plastilube und Keramikpaste nur entwickelt wurden um das zu verhindern und Kupferpaste eigentlich das bessere Zeug ist (so ähnlich wie mit den Asbest-Bremsklötzen Anno dazumal). Ob da was dran ist? Bin mir da sehr unsicher.

    Keramikpaste schützt wirklich vor elektronischen Problemen.


    Wie zum Beispiel einer gesplitterten Zündelektrode einer Heizkanone, die einen Kurzschluss hat(te).

  • Kupfer ist doch mittlerweile auch in Brensbelägen verboten, deswegen habe ich das mit der Kupferpaste hinterfragt…

    War das nicht das mit dem Asbest, was in den Bremsbelägen neuerdings verboten wurde?


    :hexweg:

  • Taugt das Plastilube was um die belagträger auf dem Sattel weniger schnell festgammeln zu lassen? Ich kannte das noch nicht und kupferpaste ist da eher nur kurzfristig wirksam.

  • Also ich verwende jetzt seit Jahren genau dafür eigentlich nur Plastilube und hab relativ selten Probleme mit festgegammelten Bremsbelägen.

    Und auch für die Führungen der Schwimmsättel. Auch da könnte ich mich jetzt nicht erinnern, daß seitdem etwas festgegammlt wäre.


    Vorheriges gründliches entrosten und reinigen jetzt vorausgesetzt.

  • Genau, schön die Gussteile mit der Drahtbürste reinigen und eincremen, hat aber mit kupferpaste nur immer ein Jahr gedauert bis es wieder fest war.

    Na dann gibts mal ne Tube plastilube für meine werkstattkiste.

  • also dass mit Keramikpaste bestrichene Bauteile festgehen, hab ich noch nicht erlebt. aber mit Kupferpaste. ok, der Anwendungsfall ist bei mir jetzt anders ( Pulsationsdämper an mehrstufigen trockenlaufenden Schraubenverdichern) aber da wird's heiss, und verdammt lange heiss.


    mein AG hat deshalb vor paar jahren auf die Weicon Keramikpaste umgestellt. seitdem hab ich keine abgerissenen Schraubverbindungen mehr aus Verdichterstufen gebohrt.


    am Auto bin ich Fan von CU Paste, aber vermutlich auch nur, weil sie immer griffbereit im Werkzeugwagen liegt.


    von ner Giesserei hab ich mal ne Dose Hochtemperatur Anti Seize bekommen. die find ich richtig geil

  • ich hab emal aus bw beständen einen pott festfresschutzmittel geerbt. das verwende ich gern in homöopathischen dosen an kritischen stellen und da blieb es bisher auch zuverlässig, im gegensatz zu kupferpaste de einfach mal weg war.

  • In meinem Lehrbetrieb damals hatten wir einen Altgesellen, der hatte immer ein Döschen Never-Seize auf seinem Werkzeugkasten. Der schwor darauf...